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Monologe – Theaterbühne


Klassische Monologe zum Vorsprechen: 
Monologe für Frauen / Schauspielerinnen 

Rolle: Emilia 
Stück: Emilia Galotti 
Autor: Gotthold Ephraim Lessing 

Erscheinungsjahr: 1772 
Originalsprache: Deutsch 


2. Aufzug, 6. Auftritt 

Emilia und Claudia Galotti 

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EMILIA: Eben hatt' ich mich – weiter von dem Altare, als ich sonst pflege – denn ich kam zu spät –, auf meine Knie gelassen. Eben fing ich an, mein Herz zu erheben: als dicht hinter mir etwas seinen Platz nahm. So dicht hinter mir! – Ich konnte weder vor noch zur Seite rücken – so gern ich auch wollte; aus Furcht, daß eines andern Andacht mich in meiner stören möchte. – Andacht! das war das Schlimmste, was ich besorgte. – Aber es währte nicht lange, so hört' ich, ganz nah an meinem Ohre – nach einem tiefen Seufzer – nicht den Namen einer Heiligen – den Namen – zürnen Sie nicht, meine Mutter – den Namen Ihrer Tochter! – Meinen Namen! – O daß laute Donner mich verhindert hätten, mehr zu hören! – Es sprach von Schönheit, von Liebe – Es klagte, daß dieser Tag, welcher mein Glück mache – wenn er es anders mache – sein Unglück auf immer entscheide. – Es beschwor mich – hören mußt' ich dies alles. Aber ich blickte nicht um; ich wollte tun, als ob ich es nicht hörte. – Was konnt' ich sonst? – Meinen guten Engel bitten, mich mit Taubheit zu schlagen; und wann auch, wenn auch auf immer! – Das bat ich; das war das einzige, was ich beten konnte. – Endlich ward es Zeit, mich wieder zu erheben. Das heilige Amt ging zu Ende. Ich zitterte, mich umzukehren. Ich zitterte, ihn zu erblicken, der sich den Frevel erlauben dürfen. Und da ich mich umwandte, da ich ihn erblickte – [...] Raten Sie, meine Mutter, raten Sie – Ich glaubte in die Erde zu sinken – Ihn selbst. [...] Den Prinzen.



   


Monologe – Theaterbühne


Klassische Monologe zum Vorsprechen:
Monologe für Männer / Schauspieler 

Rolle: Anton 
Stück: Der junge Gelehrte
Autor: Gotthold Ephraim Lessing 

Erscheinungsjahr: 1747 
Originalsprache: Deutsch
Übersetzung (Englisch): Ernest Bell 
 


2. Aufzug, 3. Auftritt

Anton und Damis

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ANTON: (vor sich) Ja, die Gelehrten – wie glücklich sind die Leute nicht! – – Ist mein Vater nicht ein Esel gewesen, daß er mich nicht auch auf ihre Profession getan hat! Zum Henker, was muß es für eine Lust sein, wenn man alles in der Welt weiß, so wie mein Herr! – – Potz Stern, die Bücher alle zu verstehn! – – Wenn man nur darunter sitzt, man mag darin lesen oder nicht, so ist man schon ein ganz andrer Mensch! – – Ich fühl's, wahrhaftig ich fühl's, der Verstand duftet mir recht daraus entgegen. – Gewiß, er hat recht; ohne die Gelehrsamkeit ist man nichts als eine Bestie. – – Ich dumme Bestie! – – (Beiseite.) Nun, wie lange wird er mich noch schimpfen lassen? – – Wir sind doch närrisch gepaaret, ich und mein Herr! – – Er gibt dem Gelehrtesten und ich dem Ungelehrtesten nichts nach. – – Ich will auch noch heute anfangen zu lesen. – – Wenn ich ein Loch von achtzig Jahren in die Welt lebe, so kann ich schon noch ein ganzer Kerl werden. – – Nur frisch angefangen! Da sind Bücher genug! – – Ich will mir das kleinste aussuchen; denn anfangs muß man sich nicht übernehmen. – – Ha! da finde ich ein allerliebstes Büchelchen. – – In so einem muß es sich mit Lust studieren lassen. – – Nur frisch angefangen, Anton! – – Es wird doch gleichviel sein, ob hinten oder vorne? – – Wahrhaftig, es wäre eine Schande für meinen so erstaunlich, so erschrecklich, so abscheulich gelehrten Herrn, wenn er länger einen so dummen Bedienten haben sollte –



2. Act, 3. Scene

Anton and Damis

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ANTON: [As if for the benefit of someone hiding just offstage.] Yes, these learned men, how happy they are! What an ass my father was not to have put me to that profession. By Jove! How delightful it must be to know everything in the world, as my master does. My stars! Fancy understanding all those books! If one merely sits among them, whether one reads them or not, one becomes at once quite another being. I feel it, I really do feel it, intellect is being exhaled over me from them. Certainly he is right; without learning man is nothing more than a brute. Stupid brute that I am. [Aside.] I wonder how long he'll let me abuse myself. [Aloud.] We are truly absurdly matched, I and my master. He yields to none in learning, and I to none in ignorance. I will begin reading this very day. If I live to be eighty I may become a fine fellow yet. Only begin briskly. Here are books enough. I shall pick out the smallest, for one must not overdo it at first. Ah! Here I light on the loveliest of little books. Such a book will surely let itself be read and enjoyed. Begin at once, Anton. I suppose it does not matter which end you begin at. In truch, it would be a shame for my master, who is so marvelously, so fearfully, so horribly learned, were he to have such an ignorant servant any longer.



Monologe – Theaterbühne


Klassische Monologe zum Vorsprechen: 
Monologe für Männer / Schauspieler 

Rolle: Prinz Friedrich von Homburg
Stück: Prinz Friedrich von Homburg 
Autor: Heinrich von Kleist 

Erscheinungsjahr: 1810 
Originalsprache: Deutsch 


5. Akt, 7. Auftritt 

Prinz Friedrich von Homburg, der Kurfürst, Kottwitz, Hohenzollern, Graf Truchß und mehrere Offiziere

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PRINZ FRIEDRICH VON HOMBURG:
Ruhig! Es ist mein unbeugsamer Wille!
Ich will das heilige Gesetz des Kriegs,
Das ich verletzt', im Angesicht des Heers,
Durch einen freien Tod verherrlichen!
Was kann der Sieg euch, meine Brüder, gelten,
Der eine, dürftige, den ich vielleicht
Dem Wrangel noch entreiße, dem Triumph
Verglichen, über den verderblichsten
Der Feind' in uns, den Trotz, den Übermut,
Errungen glorreich morgen? Es erliege
Der Fremdling, der uns unterjochen will,
Und frei, auf mütterlichem Grund, behaupte
Der Brandenburger sich; denn sein ist er,
Und seiner Fluren Pracht nur ihm erbaut!
[...]
(wendet sich zum Kurfürsten).
Doch dir, mein Fürst, der einen süßern Namen
Dereinst mir führte, leider jetzt verscherzt:
Dir leg ich tiefbewegt zu Füßen mich!
Vergib, wenn ich am Tage der Entscheidung,
Mit übereiltem Eifer dir gedient:
Der Tod wäscht jetzt von jeder Schuld mich rein.
Laß meinem Herzen, das versöhnt und heiter
Sich deinem Rechtsspruch unterwirft, den Trost,
Daß deine Brust auch jedem Groll entsagt:
Und in der Abschiedsstunde, des zum Zeichen,
Bewillge huldreich eine Gnade mir!
[...]
Erkauf o Herr, mit deiner Nichte Hand,
Von Gustav Karl den Frieden nicht! Hinweg
Mit diesem Unterhändler aus dem Lager,
Der solchen Antrag ehrlos dir gemacht:
Mit Kettenkugeln schreib die Antwort ihm!
[...]
Nun sieh, jetzt schenktest du das Leben mir!
Nun fleh ich jeden Segen dir herab,
Den, von dem Thron der Wolken, Seraphin
Auf Heldenhäupter jauchzend niederschütten:
Geh und bekrieg, o Herr, und überwinde
Den Weltkreis, der dir trotzt – denn du bists wert!

 


   


Monologe – Theaterbühne


Klassische Monologe zum Vorsprechen: 
Monologe für Männer / Schauspieler 

Rolle: Prinz Friedrich von Homburg
Stück: Prinz Friedrich von Homburg 
Autor: Heinrich von Kleist 

Erscheinungsjahr: 1810 
Originalsprache: Deutsch 


3. Akt, 5. Auftritt 

Prinz Friedrich von Homburg, die Kurfürstin und die Prinzessin Natalie

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PRINZ FRIEDRICH VON HOMBURG:
(Er läßt sich auf Knieen vor der Kurfürstin nieder.)
O meine Mutter, also sprachst du nicht,
Wenn dich der Tod umschauerte, wie mich!
Du scheinst mit Himmelskräften, rettenden,
Du mir, das Fräulein, deine Fraun, begabt,
Mir alles rings umher, dem Troßknecht könnt ich,
Dem schlechtesten, der deiner Pferde pflegt,
Gehängt am Halse flehen: rette mich!
Nur ich allein, auf Gottes weiter Erde,
Bin hülflos, ein Verlaßner, und kann nichts!
[...]
Ach! Auf dem Wege, der mich zu dir führte,
Sah ich das Grab, beim Schein der Fackeln, öffnen,
Das morgen mein Gebein empfangen soll.
Sieh, diese Augen, Tante, die dich anschaun,
Will man mit Nacht umschatten, diesen Busen
Mit mörderischen Kugeln mir durchbohren.
Bestellt sind auf dem Markte schon die Fenster,
Die auf das öde Schauspiel niedergehn,
Und der die Zukunft, auf des Lebens Gipfel,
Heut, wie ein Feenreich, noch überschaut,
Liegt in zwei engen Brettern duftend morgen,
Und ein Gestein sagt dir von ihm: er war!
[...]
O Gottes Welt, o Mutter, ist so schön!
Laß mich nicht, fleh ich, eh die Stunde schlägt,
Zu jenen schwarzen Schatten niedersteigen!
Mag er doch sonst, wenn ich gefehlt, mich strafen,
Warum die Kugel eben muß es sein?
Mag er mich meiner Ämter doch entsetzen,
Mit Kassation, wenns das Gesetz so will,
Mich aus dem Heer entfernen: Gott des Himmels!
Seit ich mein Grab sah, will ich nichts, als leben,
Und frage nichts mehr, ob es rühmlich sei!
[...]
Nicht, Tante, ehr als bis du mir gelobt,
Mit einem Fußfall, der mein Dasein rette,
Flehnd seinem höchsten Angesicht zu nahn!
Dir übergab zu Homburg, als sie starb,
Die Hedwig mich, und sprach, die Jugendfreundin:
Sei ihm die Mutter, wenn ich nicht mehr bin.
Du beugtest tief gerührt, am Bette knieend,
Auf ihre Hand dich und erwidertest:
Er soll mir sein, als hätt ich ihn erzeugt.
Nun, jetzt erinnr' ich dich an solch ein Wort!
Geh hin, als hättst du mich erzeugt, und sprich:
Um Gnade fleh ich, Gnade! Laß ihn frei!
Ach, und komm mir zurück und sprich: du bists!
[...]
Ich gebe jeden Anspruch auf an Glück.
Nataliens, das vergiß nicht, ihm zu melden,
Begehr ich gar nicht mehr, in meinem Busen
Ist alle Zärtlichkeit für sie verlöscht.
Frei ist sie, wie das Reh auf Heiden, wieder;
Mit Hand und Mund, als wär ich nie gewesen,
Verschenken kann sie sich, und wenns Karl Gustav,
Der Schweden König, ist, so lob ich sie.
Ich will auf meine Güter gehn am Rhein,
Da will ich bauen, will ich niederreißen,
Daß mir der Schweiß herabtrieft, säen, ernten,
Als wärs für Weib und Kind, allein genießen,
Und, wenn ich erntete, von neuem säen,
Und in den Kreis herum das Leben jagen,
Bis es am Abend niedersinkt und stirbt.


 


   


Monologe – Theaterbühne


Klassische Monologe zum Vorsprechen: 
Monologe für Frauen / Schauspielerinnen 

Rolle: Natalie 
Stück: Prinz Friedrich von Homburg 
Autor: Heinrich von Kleist 

Erscheinungsjahr: 1810 
Originalsprache: Deutsch 


4. Akt, 1. Auftritt 

Natalie und der Kurfürst

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NATALIE: (knieend)
Zu deiner Füße Staub, wies mir gebührt, 
Für Vetter Homburg dich um Gnade flehn! 
Ich will ihn nicht für mich erhalten wissen – 
Mein Herz begehrt sein und gesteht es dir; 
Ich will ihn nicht für mich erhalten wissen – 
Mag er sich welchem Weib er will vermählen; 
Ich will nur, daß er da sei, lieber Onkel, 
Für sich, selbständig, frei und unabhängig, 
Wie eine Blume, die mir wohlgefällt: 
Dies fleh ich dich, mein höchster Herr und Freund, 
Und weiß, solch Flehen wirst du mir erhören.

O dieser Fehltritt, blond mit blauen Augen, 
Den, eh er noch gestammelt hat: ich bitte! 
Verzeihung schon vom Boden heben sollte: 
Den wirst du nicht mit Füßen von dir weisen! 
Den drückst du um die Mutter schon ans Herz, 
Die ihn gebar, und rufst: komm, weine nicht; 
Du bist so wert mir, wie die Treue selbst! 
Wars Eifer nicht, im Augenblick des Treffens, 
Für deines Namens Ruhm, der ihn verführt, 
Die Schranke des Gesetzes zu durchbrechen: 
Und ach! die Schranke jugendlich durchbrochen, 
Trat er dem Lindwurm männlich nicht aufs Haupt? 
Erst, weil er siegt', ihn kränzen, dann enthaupten, 
Das fordert die Geschichte nicht von dir; 
Das wäre so erhaben, lieber Onkel, 
Daß man es fast unmenschlich nennen könnte: 
Und Gott schuf noch nichts Milderes, als dich.

O Herr! Was sorgst du doch? Dies Vaterland! 
Das wird, um dieser Regung deiner Gnade, 
Nicht gleich, zerschellt in Trümmern, untergehn. 
Vielmehr, was du, im Lager auferzogen, 
Unordnung nennst, die Tat, den Spruch der Richter, 
In diesem Fall, willkürlich zu zerreißen, 
Erscheint mir als die schönste Ordnung erst: 
Das Kriegsgesetz, das weiß ich wohl, soll herrschen, 
Jedoch die lieblichen Gefühle auch. 
Das Vaterland, das du uns gründetest, 
Steht, eine feste Burg, mein edler Ohm: 
Das wird ganz andre Stürme noch ertragen, 
Fürwahr, als diesen unberufnen Sieg; 
Das wird sich ausbaun herrlich, in der Zukunft, 
Erweitern, unter Enkels Hand, verschönern, 
Mit Zinnen, üppig, feenhaft, zur Wonne 
Der Freunde, und zum Schrecken aller Feinde: 
Das braucht nicht dieser Bindung, kalt und öd, 
Aus eines Freundes Blut, um Onkels Herbst, 
Den friedlich prächtigen, zu überleben.

 


   


Monologe – Theaterbühne


Klassische Monologe zum Vorsprechen: 
Monologe für Frauen / Schauspielerinnen 

Rolle: Penthesilea 
Stück: Penthesilea
Autor: Heinrich von Kleist 

Erscheinungsjahr: 1808 
Originalsprache: Deutsch 


24. Auftritt 

Die Leiche des Achills, mit einem roten Teppich bedeckt. Penthesilea und das Amazonenheer.

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PENTHESILEA: (hebt den Teppich auf.)
Wer von euch tat das, ihr Entsetzlichen!
[...] O Artemis! Du Heilige!
Jetzt ist es um dein Kind geschehn!
[...] (halb aufgerichtet.) Ach, diese blut'gen Rosen!
Ach, dieser Kranz von Wunden um sein Haupt!
Ach, wie die Knospen, frischen Grabduft streuend,
Zum Fest für die Gewürme, niedergehn!
Das aber will ich wissen,
Wer mir so gottlos neben hat gebuhlt! –
Ich frage nicht, wer den Lebendigen
Erschlug; bei unsern ewig hehren Göttern!
Frei, wie ein Vogel, geht er von mir weg.
Wer mir den Toten tötete, frag ich,
Und darauf gib mir Antwort, Prothoe.
[...] Versteh mich recht.
Ich will nicht wissen, wer aus seinem Busen
Den Funken des Prometheus stahl. Ich will's nicht,
Weil ich's nicht will; die Laune steht mir so:
Ihm soll vergeben sein, er mag entfliehn.
Doch wer, o Prothoe, bei diesem Raube
Die offne Pforte ruchlos mied, durch alle
Schneeweißen Alabasterwände mir
In diesen Tempel brach; wer diesen Jüngling,
Das Ebenbild der Götter, so entstellt,
Daß Leben und Verwesung sich nicht streiten,
Wem er gehört, wer ihn so zugerichtet,
Daß ihn das Mitleid nicht beweint, die Liebe
Sich, die unsterbliche, gleich einer Metze,
Im Tod noch untreu, von ihm wenden muß:
Den will ich meiner Rache opfern. Sprich!
[...] Nun, werd ich's hören?
[...] Gebt acht, sie sagen noch, daß ich es war.
[...] Was! Ich? Ich hätt ihn –? Unter meinen Hunden –?
Mit diesen kleinen Händen hätt ich ihn –?
Und dieser Mund hier, den die Liebe schwellt –?
Ach, zu ganz anderm Dienst gemacht, als ihn –!
Die hätten, lustig stets einander helfend,
Mund jetzt und Hand, und Hand und wieder Mund –?
[...] Nein, hört, davon nicht überzeugt ihr mich.
Und stünd's mit Blitzen in die Nacht geschrieben,
Und rief es mir des Donners Stimme zu,
So rief ich doch noch beiden zu: ihr lügt!

 


   


Monologe – Theaterbühne


Klassische Monologe zum Vorsprechen: 
Monologe für Frauen / Schauspielerinnen 

Rolle: Penthesilea 
Stück: Penthesilea
Autor: Heinrich von Kleist 

Erscheinungsjahr: 1808 
Originalsprache: Deutsch 


15. Auftritt 

Penthesilea, Prothoe, Achilles, Amazonen.

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PENTHESILEA: In dem Maße,
Als ich mich dem Skamandros näherte,
Und alle Täler rings, die ich durchrauschte,
Von dem Trojanerstreite widerhallten,
Schwand mir der Schmerz, und meiner Seele ging
Die große Welt des heitern Krieges auf.
Ich dachte so: wenn sie sich allzusamt,
Die großen Augenblicke der Geschichte,
Mir wiederholten, wenn die ganze Schar
Der Helden, die die hohen Lieder feiern,
Herab mir aus den Sternen stieg', ich fände
Doch keinen Trefflichern, den ich mit Rosen
Bekränzt', als ihn, den mir die Mutter ausersehn –
Den Lieben, Wilden, Süßen, Schrecklichen,
Den Überwinder Hektors! O Pelide!
Mein ewiger Gedanke, wenn ich wachte,
Mein ew'ger Traum warst du! Die ganze Welt
Lag wie ein ausgespanntes Musternetz
Vor mir; in jeder Masche, weit und groß,
War deiner Taten eine eingeschürzt,
Und in mein Herz, wie Seide weiß und rein,
Mit Flammenfarben jede brannt ich ein.
Bald sah ich dich, wie du ihn niederschlugst,
Vor Ilium, den flücht'gen Priamiden;
Wie du, entflammt von hoher Siegerlust,
Das Antlitz wandtest, während er die Scheitel,
Die blutigen, auf nackter Erde schleifte;
Wie Priam flehnd in deinem Zelt erschien –
Und heiße Tränen weint ich, wenn ich dachte,
Daß ein Gefühl doch, Unerbittlicher,
Den marmorharten Busen dir durchzuckt.
[...] Wie aber ward mir,
O Freund, als ich dich selbst erblickte –!
Als du mir im Skamandrostal erschienst,
Von den Heroen deines Volks umringt,
Ein Tagsstern unter bleichen Nachtgestirnen!
So müßt es mir gewesen sein, wenn er
Unmittelbar, mit seinen weißen Rossen,
Von dem Olymp herabgedonnert wäre,
Mars selbst, der Kriegsgott, seine Braut zu grüßen!
Geblendet stand ich, als du jetzt entwichen,
Von der Erscheinung da – wie wenn zur Nachtzeit
Der Blitz vor einen Wandrer fällt, die Pforten
Elysiums, des glanzerfüllten, rasselnd,
Vor einem Geist sich öffnen und verschließen.
Im Augenblick, Pelid, erriet ich es,
Von wo mir das Gefühl zum Busen rauschte;
Der Gott der Liebe hatte mich ereilt.
Doch von zwei Dingen schnell beschloß ich eines,
Dich zu gewinnen, oder umzukommen:
Und jetzt ist mir das Süßere erreicht.

 


   


Monologe – Theaterbühne


Klassische Monologe zum Vorsprechen: 
Monologe für Frauen / Schauspielerinnen 

Rolle: Penthesilea 
Stück: Penthesilea
Autor: Heinrich von Kleist 

Erscheinungsjahr: 1808 
Originalsprache: Deutsch 


5. Auftritt 

PenthesileaProthoeMeroeAsteriaGefolgedas Amazonenheer.

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PENTHESILEA:
Er naht – Wohlauf, ihr Jungfraun, denn zur Schlacht! –
Reicht mir der Spieße Treffendsten, o reicht
Der Schwerdter Wetterflammendstes mir her!
Die Lust, ihr Götter, müßt ihr mir gewähren,
Den einen heißersehnten Jüngling siegreich
Zum Staub mir noch der Füße hinzuwerfen.
Das ganze Maas von Glück erlaß ich euch,
Das meinem Leben zugemessen ist. –
Asteria! Du wirst die Schaaren führen.
Beschäfftige den Griechentroß und sorge
Daß sich des Kampfes Inbrunst mir nicht störe.
Der Jungfrau'n keine, wer sie immer sei,
Trifft den Peliden selbst! Dem ist ein Pfeil
Geschärft des Todes, der sein Haupt, was sag' ich!
Der seiner Locken eine mir berührt!
Ich nur, ich weiß den Göttersohn zu fällen.
Hier dieses Eisen soll, Gefährtinnen,
Soll mit der sanftesten Umarmung ihn,
(Weil ich mit Eisen ihn umarmen muß!)
An meinen Busen schmerzlos niederziehn.
Hebt euch, ihr Frühlingsblumen, seinem Fall,
Daß seiner Glieder keines sich verletze.
Blut meines Herzens mißt' ich ehr, als seines.
Nicht eher ruhn will ich, bis ich aus Lüften,
Gleich einem schöngefärbten Vogel, ihn
Zu mir herabgestürzt; doch liegt er jetzt
Mit eingeknickten Fittigen, ihr Jungfrau'n,
Zu Füssen mir, kein Purpurstäubchen messend.
Nun dann, so mögen alle Seeligen
Daniedersteigen, unsern Sieg zu feiern,
Zur Heimath geht der Jubelzug, dann bin ich
Die Königinn des Rosenfestes euch!
Jetzt kommt! –

(Indem sie abgehen will, erblickt sie die weinende Prothoe, und wendet sich unruhig. Darauf plötzlich, indem sie ihr um den Hals fällt.)

                          Prothoe! Meiner Seelen Schwester!
Willst du mir folgen?

 


   


Monologe – Theaterbühne


Klassische Monologe zum Vorsprechen: 
Monologe für Frauen / Schauspielerinnen 

Rolle: Penthesilea 
Stück: Penthesilea
Autor: Heinrich von Kleist 

Erscheinungsjahr: 1808 
Originalsprache: Deutsch 


5. Auftritt 

PenthesileaProthoeMeroeAsteriaGefolgedas Amazonenheer.

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PENTHESILEA:
Denk' ich bloß mich, sind's meine Wünsche bloß,
Die mich zurück aufs Feld der Schlachten rufen?
Ist es das Volk, ist's das Verderben nicht,
Das in des Siegs wahnsinniger Berauschung,
Hörbaren Flügelschlags, von fern ihm naht?
Was ist geschehn, daß wir zur Vesper schon,
Wie nach vollbrachter Arbeit ruhen wollen?
Gemäht liegt uns, zu Garben eingebunden,
Der Erndte üpp'ger Schatz, in Scheuern hoch,
Die in den Himmel ragen, aufgethürmt:
Jedoch die Wolke heillos überschwebt ihn,
Und den Vernichtungsstrahl droht sie herab.
Die Jünglingsschaar, die überwundene,
Ihr werdet sie, bekränzt mit Blumen nicht,
Bei der Posaunen und der Cymbeln Klang,
Zu euren duft'gen Heimathsthälern führen.
Aus jedem tückschen Hinterhalt hervor,
Der sich ihm beut, seh' ich den Peleïden
Auf euren frohen Jubelzug sich stürzen.
Euch und dem Trosse der Gefangenen,
Bis zu den Mauern Themiscyras folgen;
Ja in der Artemis geweihtem Tempel
Die Ketten noch, die rosenblüthenen,
Von ihren Gliedern reißen und die unsern
Mit erzgegoßner Fessel Last bewuchten.
Soll ich von seiner Fers', ich Rasende,
Die nun fünf schweißerfüllte Sonnen schon
An seinem Sturze rüttelte, entweichen:
Da er vom Windzug eines Streiches muß,
Getroffen, unter meines Rosses Huf,
Wie eine reife Südfrucht, niederfallen?
Nein, eh' ich, was so herrlich mir begonnen,
So groß, nicht endige, eh' ich nicht völlig
Den Kranz, der mir die Stirn umrauscht', erfasse,
Eh' ich Mars Töchter nicht, wie ich versprach,
Jetzt auf des Glückes Gipfel jauchzend führe,
Eh' möge seine Pyramide schmetternd
Zusammenbrechen über mich und sie:
Verflucht das Herz, das sich nicht mäß'gen kann.

 


   


Monologe – Theaterbühne


Klassische Monologe zum Vorsprechen: 
Monologe für Frauen / Schauspielerinnen 

Rolle: Meroe, Fürstin der Amazonen 
Stück: Penthesilea
Autor: Heinrich von Kleist 

Erscheinungsjahr: 1808 
Originalsprache: Deutsch 


23. Auftritt 

Meroe und Priesterinnen. 

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MEROE:
O ihr, der Diana heil'ge Priesterinnen,
Und ihr, Mars reine Töchter, hört mich an:
Die afrikanische Gorgone bin ich,
Und wie ihr steht, zu Steinen starr' ich euch.
[...] Ihr wißt,
Sie zog dem Jüngling, den sie liebt, entgegen,
Sie, die fortan kein Name nennt –
In der Verwirrung ihrer jungen Sinne,
Den Wunsch, den glühenden, ihn zu besitzen,
Mit allen Schrecknissen der Waffen rüstend.
Von Hunden rings umheult und Elephanten,
Kam sie daher, den Bogen in der Hand:
Der Krieg, der unter Bürgern ras't, wenn er,
Die blutumtriefte Graungestalt, einher,
Mit weiten Schritten des Entsetzens geht,
Die Fackel über blühnde Städte schwingend,
Er sieht so wild und scheußlich nicht, als sie.
Achilleus, der, wie man im Heer versichert,
Sie blos ins Feld gerufen, um freiwillig
Im Kampf, der junge Thor, ihr zu erliegen:
Denn er auch, o wie mächtig sind die Götter!
Er liebte sie, gerührt von ihrer Jugend,
Zu Dianas Tempel folgen wollt' er ihr:
Er naht sich ihr, voll süsser Ahndungen,
Und läßt die Freunde hinter sich zurück.
Doch jetzt, da sie mit solchen Gräulnissen
Auf ihn herangrollt, ihn, der nur zum Schein
Mit einem Spieß sich arglos ausgerüstet:
Stutzt er, und dreht den schlanken Hals, und horcht,
Und eilt entsetzt, und stutzt, und eilet wieder:
Gleich einem jungen Reh, das im Geklüfft
Fern das Gebrüll des grimmen Leu'n vernimmt.
Er ruft: Odysseus! mit beklemmter Stimme,
Und sieht sich schüchtern um, und ruft: Tydide!
Und will zurück noch zu den Freunden fliehn;
Und steht, von einer Schaar schon abgeschnitten,
Und hebt die Händ' empor, und duckt und birgt
In eine Fichte sich, der Unglückseel'ge,
Die schwer mit dunkeln Zweigen niederhangt. –
Inzwischen schritt die Königinn heran,
Die Doggen hinter ihr, Gebirg' und Wald
Hochher, gleich einem Jäger, überschauend;
Und da er eben, die Gezweige öffnend,
Zu ihren Füssen niedersinken will:
Ha! sein Geweih verräth' den Hirsch, ruft sie,
Und spannt mit Kraft der Rasenden, sogleich
Den Bogen an, daß sich die Enden küssen,
Und hebt den Bogen auf und zielt und schießt,
Und jagt den Pfeil ihm durch den Hals; er stürzt:
Ein Siegsgeschrei schallt roh im Volk empor.
Jetzt gleichwohl lebt der Aermste noch der Menschen,
Den Pfeil, den weit vorragenden, im Nacken,
Hebt er sich röchelnd auf, und überschlägt sich,
Und hebt sich wiederum und will entfliehn;
Doch, hetz! schon ruft sie: Tigris! hetz, Leäne!
Hetz, Sphynx! Melampus! Dirke! Hetz, Hyrkaon!
Und stürzt – stürzt mit der ganzen Meut', o Diana!
Sich über ihn, und reißt – reißt ihn beim Helmbusch,
Gleich einer Hündinn, Hunden beigesellt,
Der greift die Brust ihm, dieser greift den Nacken,
Daß von dem Fall der Boden bebt, ihn nieder!
Er, in dem Purpur seines Bluts sich wälzend,
Rührt ihre sanfte Wange an, und ruft:
Penthesilea! meine Braut! was thust du?
Ist dies das Rosenfest, das du versprachst?
Doch sie – die Löwinn hätte ihn gehört,
Die hungrige, die wild nach Raub umher,
Auf öden Schneegefilden heulend treibt;
Sie schlägt, die Rüstung ihm vom Leibe reissend,
Den Zahn schlägt sie in seine weiße Brust,
Sie und die Hunde, die wetteifernden,
Oxus und Sphynx den Zahn in seine rechte,
In seine linke sie; als ich erschien,
Troff Blut von Mund und Händen ihr herab.
(Pause voll Entsetzen)
Jetzt steht sie lautlos da, die Grauenvolle,
Bei seiner Leich', umschnüffelt von der Meute,
Und blicket starr, als wär's ein leeres Blatt,
Den Bogen siegreich auf der Schulter tragend,
In das Unendliche hinaus, und schweigt.
Wir fragen mit gesträubten Haaren, sie,
Was sie gethan? Sie schweigt. Ob sie uns kenne?
Sie schweigt. Ob sie uns folgen will? Sie schweigt,
Entsetzen griff mich, und ich floh zu euch.

 


   


  1. RUPERT in «Die Familie Schroffenstein»
  2. AGNES in «Die Familie Schroffenstein»
  3. RUPRECHT in «Der zerbrochene Krug»
  4. FRAU MARTHE in «Der zerbrochene Krug»
  5. FRAU BRIGITTE in «Der zerbrochene Krug»
  6. EVE in «Der zerbrochene Krug»
  7. SOSIAS in «Amphitryon»
  8. AMPHITRYON in «Amphitryon»
  9. ALKMENE in «Amphitryon» II.
  10. ALKMENE in «Amphitryon» I.
  11. GUTWITZ in «Epicoene oder Das stille Frauenzimmer»
  12. MADAME KAUDEL in «Madame Kaudel's Gardinenpredigten»
  13. PEER GYNT in «Peer Gynt»
  14. DER PFARRER in «Peer Gynt»
  15. NORA in «Nora oder Ein Puppenheim»
  16. OSWALD in «Gespenster»
  17. DER STADTVOGT in «Ein Volksfeind»
  18. BERNICK in «Die Stützen der Gesellschaft» II.
  19. BERNICK in «Die Stützen der Gesellschaft» I.
  20. STENSGARD in «Der Bund der Jugend»
  21. DER KAMMERHERR in «Der Bund der Jugend»
  22. BRAND in «Brand»
  23. JEAN VALJEAN in «Die Elenden / Les Misérables»
  24. DER SENATOR in «Die Elenden / Les Misérables»
  25. GRINGOIRE in «Der Glöckner von Notre Dame»
  26. ESMERELDA in «Der Glöckner von Notre Dame»
  27. DER PRIESTER in «Der Glöckner von Notre Dame» II.
  28. DER PRIESTER in «Der Glöckner von Notre Dame» I.
  29. LÄUFFER in «Der Hofmeister»
  30. CATHARINA in «Catharina von Siena» II.
  31. CATHARINA in «Catharina von Siena» I.
  32. SABINE in «Die deutschen Kleinstädter»
  33. FRAU STAAR in «Die deutschen Kleinstädter»
  34. PALME in «Palme oder Der Gekränkte»
  35. Y in «XYZ»
  36. HAITANG in «Der Kreidekreis»
  37. ATALANTA in «Atalanta oder die Angst»
  38. KASSIERER in «Von morgens bis mitternachts»
  39. AFFE ROTPETER in «Ein Bericht für eine Akademie»
  40. ELEKTRA in «Elektra»
  41. DAS JUNGE MÄDCHEN in «Der Tor und der Tod»
  42. CLAUDIO in «Der Tor und der Tod»
  43. KLARA in «Maria Magdalena» III.
  44. KLARA in «Maria Magdalena» II.
  45. KLARA in «Maria Magdalena» I.
  46. KARL in «Maria Magdalena»
  47. JUDITH in «Judith»
  48. HERODES in «Herodes und Mariamne» II.
  49. HERODES in «Herodes und Mariamne» I.
  50. RHODOPE in «Gyges und sein Ring»
  51. KRIEMHILD in «Die Nibelungen: Kriemhilds Rache» II.
  52. KRIEMHILD in «Die Nibelungen: Kriemhilds Rache» I.
  53. ERNST in «Agnes Bernauer»
  54. ALBRECHT in «Agnes Bernauer»
  55. AGNES in «Agnes Bernauer» II.
  56. AGNES in «Agnes Bernauer» I.
  57. ROGER in «Der scharlachrote Buchstabe»
  58. ALFRED LOTH in «Vor Sonnenaufgang»
  59. MICHAEL KRAMER in «Michael Kramer» III.
  60. MICHAEL KRAMER in «Michael Kramer» II.
  61. MICHAEL KRAMER in «Michael Kramer» I.
  62. ELEKTRA in «Iphigenie in Delphi»
  63. PROSPERO in «Indipohdi»
  64. FRANZISKA WERMELSKIRCH in «Fuhrmann Henschel»
  65. PIPERKARCKA in «Die Ratten»
  66. HEINRICH in «Der arme Heinrich» II.
  67. HEINRICH in «Der arme Heinrich» I.
  68. DER SOHN in «Der Sohn»
  69. LEON in «Weh dem, der lügt!»
  70. GREGOR in «Weh dem, der lügt!»
  71. SAPPHO in «Sappho» III.
  72. SAPPHO in «Sappho» II.
  73. SAPPHO in «Sappho» I.
  74. MELITTA in «Sappho»
  75. RAHEL in «Die Jüdin von Toledo»
  76. HERO in «Des Meeres und der Liebe Wellen»
  77. CORNELIA in «Verliebtes Gespenste / Die geliebte Dornrose»
  78. CHLORIS in «Verliebtes Gespenste / Die geliebte Dornrose»
  79. RATTENGIFT in «Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung»
  80. GOTHLAND in «Herzog Theodor von Gothland»
  81. PEPEL in «Nachtasyl»
  82. NASTJA in «Nachtasyl»
  83. LUKA in «Nachtasyl» I.
  84. LUKA in «Nachtasyl» II.
  85. TATJANA in «Die Kleinbürger»
  86. HELENA in «Die Kleinbürger»
  87. MIRANDOLINA in «Mirandolina»
  88. TRUFFALDINO in «Der Diener zweier Herren» II.
  89. TRUFFALDINO in «Der Diener zweier Herren» I.
  90. AGAFIA TICHONOWNA in «Die Heirat»
  91. OSSIP in «Der Revisor»
  92. TORQUATO TASSO in «Torquato Tasso»
  93. LEONORE in «Torquato Tasso»
  94. STELLA in «Stella»
  95. FERNANDO in «Stella»
  96. PHORKYAS in «Faust - Teil 2»
  97. HELENA in «Faust - Teil 2» II.
  98. HELENA in «Faust - Teil 2» I.
  99. VALENTIN in «Faust - Teil 1»
  100. MEPHISTOPHELES in «Faust - Teil 1» II.
  101. MEPHISTOPHELES in «Faust - Teil 1» I.
  102. MARGARETE (GRETCHEN) in «Faust - Teil 1»
  103. LIESCHEN in «Faust - Teil 1»
  104. GRETCHEN (MARGARETE) in «Faust - Teil 1» IV.
  105. GRETCHEN (MARGARETE) in «Faust - Teil 1» I.
  106. GRETCHEN (MARGARETE) in «Faust - Teil 1» III.
  107. GRETCHEN (MARGARETE) in «Faust - Teil 1» II.
  108. FAUST in «Faust - Teil 1» IV.
  109. FAUST in «Faust - Teil 1» III.
  110. FAUST in «Faust - Teil 1» II.
  111. FAUST in «Faust - Teil 1» I.
  112. DER SCHÜLER in «Faust - Teil 1»
  113. OREST in «Iphigenie auf Tauris»
  114. IPHIGENIE in «Iphigenie auf Tauris» III.
  115. IPHIGENIE in «Iphigenie auf Tauris» I.
  116. IPHIGENIE in «Iphigenie auf Tauris» II.
  117. KLÄRCHEN in «Egmont» II.
  118. KLÄRCHEN in «Egmont» I.
  119. EGMONT in «Egmont»
  120. BRACKENBURG in «Egmont»
  121. EUGENIE in «Die natürliche Tochter»
  122. SÖLLER in «Die Mitschuldigen»
  123. SOPHIE in «Die Mitschuldigen»
  124. ALCEST in «Die Mitschuldigen»
  125. CLAVIGO in «Clavigo» II.
  126. CLAVIGO in «Clavigo» I.
  127. CARLOS in «Clavigo»
  128. SOPHONISBE in «Sophonisbe»
  129. MEDEA in «Medea» III.
  130. MEDEA in «Medea» II.
  131. MEDEA in «Medea» I.
  132. JASON in «Medea»
  133. DIE AMME in «Medea»
  134. IPHIGENIE in «Iphigenie in Aulis»
  135. KLYTÄMNESTRA in «Iphigenie in Aulis»
  136. PHAIDRA in «Hippolytos»
  137. HIPPOLYTOS in «Hippolytos»
  138. DIE AMME in «Hippolytos»
  139. HELENA in «Helena» II.
  140. HELENA in «Helena» I.
  141. TEIRESIAS in «Die Bakchen»
  142. AGAUE in «Die Bakchen»
  143. DER BOTE in «Die Bakchen»
  144. ODYSSEUS in «Der Kyklop»
  145. DIE DIENERIN in «Alkestis»
  146. ALKESTIS in «Alkestis»
  147. ADMETOS in «Alkestis»
  148. MARIA STUART in «Maria Stuart in Schottland»
  149. RASUMICHIN in «Schuld und Sühne»
  150. MARMELADOW in «Schuld und Sühne»
  151. WARWARA PETROWNA in «Die Dämonen»
  152. PIOTR STEPANOWITSCH in «Die Dämonen»
  153. DER MANN in «Der Traum eines lächerlichen Menschen»
  154. DON RODRIGO in «Der Cid»
  155. DON DIEGO in «Der Cid»
  156. DIE INFANTIN in «Der Cid» II.
  157. DIE INFANTIN in «Der Cid» I.
  158. CHIMENE in «Der Cid»
  159. SANCHO PANZA in «Don Quijote»
  160. DOROTEA in «Don Quijote»
  161. DON QUIJOTE in «Don Quijote»
  162. ANDRES in «Don Quijote»
  163. ALICE in «Alice im Wunderland»
  164. ISABEL in «Der Richter von Zalamea» II.
  165. ISABEL in «Der Richter von Zalamea» I.
  166. CRESPO in «Der Richter von Zalamea»
  167. ROSAURA in «Das Leben ein Traum» II.
  168. ROSAURA in «Das Leben ein Traum» I.
  169. SIGISMUND in «Das Leben ein Traum» IV.
  170. SIGISMUND in «Das Leben ein Traum» III.
  171. SIGISMUND in «Das Leben ein Traum» II.
  172. SIGISMUND in «Das Leben ein Traum» I.
  173. CLARIN in «Das Leben ein Traum»
  174. BASILIUS in «Das Leben ein Traum»
  175. DON LUIS in «Dame Kobold»
  176. ANGELA in «Dame Kobold»
  177. MYRRHA in «Sardanapal»
  178. RAPHAEL in «Himmel und Erde»
  179. JAPHET in «Himmel und Erde»
  180. AHOLIBAMAH in «Himmel und Erde» II.
  181. AHOLIBAMAH in «Himmel und Erde» I.
  182. LUCIFER in «Cain»
  183. EVA in «Cain»
  184. CAIN in «Cain»
  185. ADAH in «Cain»
  186. WOYZECK in «Woyzeck»
  187. MARIE in «Woyzeck»
  188. LEONCE in «Leonce und Lena» II.
  189. LEONCE in «Leonce und Lena» I.
  190. LENA in «Leonce und Lena»
  191. ST. JUST in «Dantons Tod»
  192. ROBESPIERRE in «Dantons Tod»
  193. MARION in «Dantons Tod»
  194. LUCILE in «Dantons Tod» II.
  195. LUCILE in «Dantons Tod» I.
  196. DANTON in «Dantons Tod»
  197. BECKMANN in «Draußen vor der Tür» II.
  198. BECKMANN in «Draußen vor der Tür» I.
  199. ROSEL in «Doktor Faust's Mantel» II.
  200. ROSEL in «Doktor Faust's Mantel» I.
  201. MEISTER STABERL in «Die Bürger in Wien» II.
  202. MEISTER STABERL in «Die Bürger in Wien» I.
  203. CHOR DER FRAUEN in «Lysistrate»
  204. DER WURSTHÄNDLER in «Die Ritter»
  205. STREPSIADES in «Die Wolken»
  206. ETEOKLES in «Die Sieben gegen Theben»
  207. DANAOS in «Die Schutzflehenden»
  208. DER BOTE in «Die Perser»
  209. ATOSSA in «Die Perser»
  210. ORESTES in «Die Orestie: Die Eumeniden» I.
  211. ORESTES in «Die Orestie: Die Eumeniden» II.
  212. ATHENE in «Die Orestie: Die Eumeniden»
  213. ORESTES in «Die Orestie: Die Choephoren»
  214. ELEKTRA in «Die Orestie: Die Choephoren» II.
  215. ELEKTRA in «Die Orestie: Die Choephoren» I.
  216. DIE AMME in «Die Orestie: Die Choephoren»
  217. KLYTAIMESTRA in «Die Orestie: Agamemnon» III.
  218. KLYTAIMESTRA in «Die Orestie: Agamemnon» II.
  219. KLYTAIMESTRA in «Die Orestie: Agamemnon» I.
  220. KASSANDRA in «Die Orestie: Agamemnon» II.
  221. KASSANDRA in «Die Orestie: Agamemnon» I.
  222. DER WÄCHTER in «Die Orestie: Agamemnon»
  223. AIGISTHOS in «Die Orestie: Agamemnon»
  224. AGAMEMNON in «Die Orestie: Agamemnon»
  225. IO in «Der gefesselte Prometheus» II.
  226. PROMETHEUS in «Der gefesselte Prometheus»
  227. IO in «Der gefesselte Prometheus» I.

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