Bewertung und Kritik zu
HOMO FABER / ROBO FABER – Staatsschauspiel Dresden
Premiere: 7. Februar 2026, Kleines Haus 1
Nach dem Roman von: Max Frisch
Bühnenfassung: Marcel Kohler
Unter Verwendung von: Künstlicher Intelligenz
Künstlerisches Team
Regie: Marcel Kohler
Bühne Konzept: Zimoun
Bühne Umsetzung: Torsten Köpf & Zimoun
Kostüme: Torsten Köpf
AI Development: Benjamin Kohler
Sound/Musik Konzept: Zimoun
Sound/Musik Umsetzung: Till Hillbrecht & Zimoun
Sound Direction: Till Hillbrecht
Video: Roman Kuskowski
Chorarbeit: Toni Jessen
Lichtdesign: Olaf Rumberg
Dramaturgie: Uta Girod
Ensemble
- Sven Hönig – Walter Faber
- Fanny Staffa – Hanna
- Leonie Hämer – Elisabeth
- Jonas Holupirek – Techniker / Herbert Hencke / Arzt
Über die Inszenierung
„Homo Faber / Robo Faber“ verbindet Max Frischs Roman mit einer zeitgenössischen Auseinandersetzung über Technologie, Automatisierung und Identität. Marcel Kohlers Bühnenfassung nutzt Künstliche Intelligenz nicht nur als Thema, sondern als aktives Gestaltungselement, das Text, Rhythmus und Szenenstruktur beeinflusst.
Zimouns Bühnenkonzept schafft eine mechanisch‑organische Landschaft, in der sich menschliche Körper und technische Systeme überlagern. Die musikalischen und klanglichen Ebenen – entwickelt von Zimoun und umgesetzt von Till Hillbrecht – verleihen dem Abend eine pulsierende, maschinenhafte Atmosphäre. Die Inszenierung stellt die Frage, wie viel Autonomie der Mensch besitzt, wenn er sich selbst zunehmend als optimierbare Maschine begreift.
Besondere Aspekte dieser Inszenierung
- eine KI‑gestützte Erweiterung der klassischen Romanvorlage
- eine Bühne, die Mechanik, Körperlichkeit und Abstraktion verbindet
- ein Ensemble, das zwischen emotionaler Direktheit und technischer Distanz agiert
- ein Klangraum, der Rationalität und Kontrollverlust zugleich hörbar macht
- eine zeitgenössische Reflexion über Identität, Verantwortung und technologische Überformung
Die Produktion zeigt, wie sich der Mensch im Spannungsfeld zwischen Kontrolle, Zufall und technischer Selbstoptimierung bewegt – und wie Theater diese Konflikte sichtbar und erfahrbar macht.




