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Premiere am Hans Otto Theater: 13. Dezember 2025
Spielort: Reithalle Potsdam
Nach dem Roman von: Michel Houellebecq
Regie und Bühne: Sebastian Hartmann
Licht: Lothar Baumgarte
Kostüme: Adriana Peretzki
Dramaturgie: Christopher Hanf
Mit: Guido Lambrecht
In SEROTONIN bringt das Hans Otto Theater Michel Houellebecqs Roman als radikale, konzentrierte Bühnenfassung auf die Reithalle Potsdam. Regisseur und Bühnenbildner Sebastian Hartmann legt den Fokus auf die innere Zerbrechlichkeit eines Mannes, der an sich selbst, an seinen Beziehungen und an einer aus den Fugen geratenen Welt scheitert. Die Inszenierung erzählt nicht linear, sondern in Erinnerungsfragmenten, Stimmungsbildern und emotionalen Verdichtungen, die den Zuschauer direkt in die Wahrnehmung des Protagonisten ziehen.
SEROTONIN zeigt eine Existenz im Rückblick: verpasste Chancen, zerbrochene Liebesbeziehungen, berufliche Sackgassen und der Versuch, mit Medikamenten die eigene Leere zu betäuben. Statt einer klassischen Romanadaption entsteht ein Theaterabend, der die Sprach- und Bildwelt Houellebecqs in eine körperliche, sinnliche Bühnenerfahrung übersetzt. Licht, Raum und Klang arbeiten eng zusammen, um die innere Zerrissenheit der Figur sichtbar zu machen.
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Premiere: 29. November 2025, Pfauen
Nach dem Roman von: Giuseppe Tomasi di Lampedusa
Aus dem Italienischen von: Burkhart Kroeber
Bühnenfassung: Pınar Karabulut, Hannah Schünemann
Regie: Pınar Karabulut
Mit: Markus Scheumann, Nicola Gründel, Sophia Mercedes Burtscher, Peter Knaack, Mouataz Alshaltouh, David Rothe, Alexander Angeletta, Mirjam Rast, Michael Neuenschwander, Pino Simili, Lukas Rathjen, Ronja Melissa Leute
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Premiere: 4. Oktober 2025, Schauspielhaus
Nach Friedrich Schiller
Regie: Jan-Christoph Gockel
Bühne: Julia Kurzweg
Kostüme: Janina Brinkmann
Musik (Live): Maria Moling
Video: Lion Bischof
Lichtdesign: Christian Schweig, Stephan Mariani
Puppen: Michael Pietsch
Recherche & dramaturgische Mitarbeit: Serge Okunev
Mit: Katharina Bach, André Benndorff, Johanna Eiworth, Nadège Meta Kanku, Samuel Koch, Annika Neugart, Annette Paulmann, Michael Pietsch, Leoni Schulz, Eva Bay, Maria Moling (Live-Musik), Serge Okunev, Pari Garvanos, Daniel Hascher
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Premiere: 27. September 2025
Von: Thomas Melle
Bühnenfassung: Lucia Bihler, Gwendolyne Melchinger
Regie: Lucia Bihler
Mit: Paulina Alpen, Tim Bülow, Pauline Großmann, Felix Jordan, Mina Pecik, Karl Leven Schroeder, Silvia Schwinger
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Premiere: 20. September 2025
Ein deutsches Märchen von: Carl Zuckmayer
Regie: Sebastian Hartmann
Sebastian Hartmann nähert sich Zuckmayers Klassiker nicht als nostalgische Komödie, sondern als zeitdiagnostisches Stück über staatliche Autorität, soziale Ausgrenzung und die Macht von Uniformen. Die Inszenierung legt die existenziellen Brüche des Schusters Voigt frei und zeigt, wie bürokratische Systeme Menschen entwürdigen und zugleich groteske Formen von Gehorsam hervorbringen.
Hartmanns Bildsprache arbeitet mit starken Kontrasten, fragmentierten Szenen und einer ästhetischen Verdichtung, die das Märchenhafte des Stoffes mit einer düsteren, fast expressionistischen Atmosphäre verbindet. Die Bühne wird zum Raum permanenter Verwandlung: zwischen Amtsstuben, Straßenbildern und inneren Zuständen. Die Inszenierung betont die zeitlose Aktualität des Stoffes, indem sie Fragen nach Identität, Macht und sozialer Zugehörigkeit in den Vordergrund rückt.
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Zum Inhalt: 1816 soll als Jahr ohne Sommer in die Geschichte eingehen, und Mary Shelley erschafft mit Frankenstein ein Genie, das die Natur zwingt, sich seinem Willen zu beugen und mit seinem aus Leichenteilen zusammengesetzten Monster in der Destruktion endet. In A Year without Summer entwirft Florentina Holzinger eine neue apokalyptische Vision des künstlichen Lebens: In dem Vorhaben die Natur zu bezwingen, wird der Körper zum Experimentierfeld, der sich immer radikaleren Witterungsverhältnissen unterworfen sieht.
A Year without Summer erzählt von der Verbesserung der Natur bis zur Perversion und ist ein Versuch, die Verheißung des ewigen Lebens gegen den sicheren Tod auszuspielen.
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Premiere: 17. Mai 2025, MuseumsQuartier Wien, Halle G
Eine Produktion von: Studio Julian Hetzel
Koproduktion: Wiener Festwochen | Freie Republik Wien, Schauspiel Leipzig
Regie: Julian Hetzel
Mit: Josse De Pauw, Kristien De Proost
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Zum Inhalt: Für den Schauspieler Hendrik Höfgen beginnt mit seinem Engagement am Preußischen Staatstheater in Berlin ein beängstigender Aufstieg. Nach seinem Triumph in der Rolle des Mephisto schließt er selbst einen Pakt mit dem Teufel. Der faschistische Ministerpräsident beruft ihn zum Intendanten. Höfgen gerät in die Rolle seines Lebens: Lavieren zwischen Anpassung und Aufbegehren, zwischen Profit und Systemkritik, zwischen Kunst und Macht.
„Mephisto“ ist Klaus Manns vernichtendes Zeugnis der Biografie des Schauspielers und Intendanten Gustaf Gründgens, der von 1925 bis 28 mit Manns Schwester Erika verheiratet war. Über Jahrzehnte in West-Deutschland verboten, ist „Mephisto“ einer der umstrittensten Romane der deutschen Nachkriegsgesellschaft: ein Schlüsseltext über die Verantwortung des Einzelnen in einem faschistischen Staat.
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Premiere: 8. Februar 2025
Münchner Premiere: 2. April 2026
Frei nach Arthur Schnitzler
Von: Leonie Böhm, Julia Riedler
Konzept: Leonie Böhm, Julia Riedler
Regie: Leonie Böhm
Bühne und Kostüm: Belle Santos
Lichtdesign: Ines Wessely
Dramaturgie: Matthias Seier
Mit: Julia Riedler
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Premiere: 30. Januar 2025
Von: Tennessee Williams
Regie: Jaz Woodcock-Stewart
Mit: Hilke Altefrohne, Jan Bluthardt, Antoinette Ullrich, Julian Anatol Schneider, Thomy Riedtmann (Statisterie)