Münchner Kammerspiele
www.muenchner-kammerspiele.de
Falckenbergstraße 2 - 80539 München
Telefon: 089 / 233 371 00
SPIELPLAN


WIR EMPFEHLEN
1911_KDL_HAM_300x250



Wokey Wokey

Bewertung und Kritik zu

WOKEY, WOKEY – Münchner Kammerspiele

Uraufführung: 27. März 2026
Eine Behind-the-scenes-Satire über die Verfilmung eines Weltbestsellers
Von: Nora Abdel-Maksoud
Regie: Nora Abdel-Maksoud
Bühne: Moïra Gilliéron
Kostüme: Katharina Faltner
Musik: Enik
Lichtdesign: Maximilian Kraußmüller
Choreografie: Johanna Lemke
Dramaturgie: Nora Haakh, Anna Laner
Mit: Eva Bay, Johanna Eiworth, Stefan Merki, Vincent Redetzki, Maren Solty

Über die Inszenierung

„Wokey, Wokey“ ist eine satirische, pointiert überzeichnete Auseinandersetzung mit der Filmindustrie, ihren Machtstrukturen und den Widersprüchen eines vermeintlich progressiven Showbusiness. Nora Abdel-Maksoud nutzt die Form einer Behind-the-scenes-Komödie, um Produktionsprozesse, moralische Selbstinszenierung und die Mechanismen medialer Aufmerksamkeitsökonomien bloßzulegen.

Die Inszenierung arbeitet mit schnellen Rhythmuswechseln, überzeichneten Figuren und einer ästhetischen Mischung aus Studio-Ästhetik, Improvisationsenergie und performativer Zuspitzung. Die Bühne von Moïra Gilliéron schafft einen Raum, der zwischen Filmset, Castingraum und künstlicher Medienwelt changiert. Die Kostüme von Katharina Faltner verstärken die satirische Überhöhung, während Musik und Choreografie die Dynamik und Absurdität des Produktionsprozesses unterstreichen.

Ensemble

  • Eva Bay
  • Johanna Eiworth
  • Stefan Merki
  • Vincent Redetzki
  • Maren Solty

Besondere Aspekte dieser Inszenierung

  • eine bissige Satire über Produktionsprozesse, Machtverhältnisse und moralische Selbstbilder
  • eine ästhetische Mischung aus Filmset, Medienwelt und performativer Überzeichnung
  • ein Ensemble, das mit präziser Komik und hoher körperlicher Präsenz agiert
  • eine Regie, die Tempo, Ironie und analytische Schärfe verbindet
  • eine choreografische und musikalische Ebene, die Dynamik und Chaos des „Behind the scenes“ verstärkt

Die Produktion untersucht, wie Ideale, Eitelkeiten und Produktionslogiken kollidieren und welche komische wie kritische Kraft aus der Überzeichnung dieser Mechanismen entsteht.

1 Kritik

5 von 5 Sterne
  • 5 Stern(e)
    1
  • 4 Stern(e)
    0
  • 3 Stern(e)
    0
  • 2 Stern(e)
    0
  • 1 Stern(e)
    0
Ist unser größtes Problem vielleicht nicht die Wokeness?
3 Stunden her.
Kritik

''Die Bühne von Moïra Gilliéron passt perfekt: Die Schauspieler und Schauspielerinnen agieren wie in einem Kasperletheater. Ihre Beine sieht man nicht, das Licht im Hintergrund zaubert eine Sonnenuntergangsstimmung, vor der sie teilweise wie Schatten auftauchen. Die Seitenwände verschieben sich und simulieren ein Heranzoomen mit der Kamera.

Das alles mit einer Schauspieltruppe, die es in sich hat: Eva Bay als Julia, die nicht mehr weinen kann; Stefan Merki als Winston, der nicht versteht, wie ihm Sandra Hüller den Hamlet wegnehmen konnte und Johanna Eiworth als Gordon, die versucht hat alles zusammenzuhalten und doch gescheitert ist. Die drei sehen sich als „Mitte“, die dann doch bedenklich ins Wanken gerät. Ins Wanken gebracht von den beiden gecasteten genderfluiden Kunststudenten Vicent Redetzky als Günni und Maren Solty als Lennart. Denn bei allen Lachsalven, die durch das Publikum gingen, der Kern ist schon klar geworden: Das Filmset als Spiegel der Gesellschaft, die sich dem rechten Kulturkampf immer mehr beugt...'' schreibt Isabella Schmid am 10. April 2026 auf KULTURA-EXTRA

Show more
0 von 0 Person(en) gefiel diese Kritik
500+ Monologe zum Vorsprechen
Format: PDF-Datei
€23.95 €29.95
250+ Monologe zum Vorsprechen für Männer
Format: PDF-Datei
€15.95 €19.95
250+ Monologe zum Vorsprechen für Frauen
Format: PDF-Datei
€15.95 €19.95
Shakespeare-Monologe
Format: PDF-Datei
€9.95 €12.45

UNSERE BÜCHER ALS PDF-DATEI




Weitere Formate:
Taschenbuch / Kindle / Google eBook


WIR EMPFEHLEN

1911_KDL_HAM_300x250