Bewertung und Kritik zu
BÖSES GLÜCK / CULT OF THE DAUGHTER – Volksbühne Berlin
Premiere: 26. Februar 2026, Große Bühne
Uraufführung von: Olga Ravn
Texte aus dem Werk von: Tove Ditlevsen
Regie: Benny Claessens
Über die Inszenierung
„Böses Glück / Cult of the Daughter“ verbindet Texte von Olga Ravn mit Motiven aus dem Werk von Tove Ditlevsen und entwickelt daraus eine theatrale Struktur, die zwischen poetischer Verdichtung, autobiografischen Fragmenten und performativen Setzungen changiert. Die Inszenierung von Benny Claessens legt den Fokus auf Körper, Stimme und kollektive Erzählformen, die sich zwischen Intimität und öffentlicher Darstellung bewegen.
Die Aufführung arbeitet mit starken Bildsetzungen und einer offenen Szenenarchitektur, die Übergänge zwischen inneren Zuständen und äußeren Handlungen sichtbar macht. Die Texte werden nicht als lineare Erzählung, sondern als vielschichtige Überlagerung von Erinnerungen, Emotionen und sozialen Rollen präsentiert. Die Inszenierung nutzt chorische Momente, solistische Passagen und performative Gesten, um unterschiedliche Perspektiven und Identitätsentwürfe nebeneinanderzustellen.
Ensemble
- addeN
- Franz Beil
- Benny Claessens
- Georg Friedrich
- Ann Göbel
- Kerstin Graßmann
- Nikolay Sidorenko
Besondere Aspekte dieser Inszenierung
- eine poetische und fragmentarische Struktur, die Texte von Ravn und Ditlevsen miteinander verschränkt
- ein Fokus auf Körperlichkeit, Stimme und kollektive Erzählformen
- eine offene Szenenarchitektur, die Übergänge zwischen inneren und äußeren Zuständen sichtbar macht
- eine Inszenierung, die autobiografische Fragmente mit performativen Setzungen verbindet
- ein Ensemble, das zwischen chorischen Momenten und individuellen Perspektiven wechselt
Die Produktion untersucht, wie persönliche Erinnerungen, gesellschaftliche Erwartungen und poetische Bilder ineinandergreifen und welche ästhetischen Formen daraus entstehen.




