Bewertung und Kritik zu
MITTWINTER – Metropoltheater München
Premiere: 19. Februar 2026
Autorin: Zinnie Harris
Regie: Jochen Schölch
Bühne: Thomas Flach
Kostüme: Sanna Dembowski
Licht: Martin Hermann
Maske: Katinka Wischnewski
Über die Inszenierung
„Mittwinter“ von Zinnie Harris verhandelt zwischenmenschliche Abhängigkeiten, emotionale Brüche und die Frage, wie sich Machtverhältnisse in privaten Beziehungen manifestieren. Die Inszenierung von Jochen Schölch legt den Fokus auf die psychologischen Spannungen zwischen den Figuren und die dynamischen Verschiebungen innerhalb eines begrenzten sozialen Raums.
Die Bühne von Thomas Flach schafft eine Umgebung, die sowohl konkrete Wohnsituation als auch symbolische Verdichtung ist. Sanna Dembowskis Kostüme markieren soziale Rollen und individuelle Haltungen, während das Lichtdesign von Martin Hermann atmosphärische Übergänge und emotionale Zustände strukturiert. Die Maske von Katinka Wischnewski unterstützt die feinen Veränderungen der Figuren und ihre inneren Konflikte.
Ensemble
- Michele Cuciuffo (Grenville)
- Anna Graenzer (Sirin)
- Paul Kaiser (Trent)
- Genija Rykova (Maud)
- Thomas Schrimm (Leonard)
Besondere Aspekte dieser Inszenierung
- eine psychologisch fokussierte Erzählweise, die die Beziehungen zwischen den Figuren in den Mittelpunkt stellt
- ein Bühnenraum, der zwischen realistischer Umgebung und atmosphärischer Verdichtung changiert
- ein präzises Lichtdesign, das emotionale Zustände und Konflikte sichtbar macht
- eine Inszenierung, die Machtstrukturen, Abhängigkeiten und persönliche Grenzen untersucht
- ein Ensemble, das unterschiedliche Perspektiven und innere Spannungen klar herausarbeitet
Die Produktion untersucht, wie fragile Beziehungen unter Druck geraten und welche Dynamiken entstehen, wenn persönliche Bedürfnisse, Erwartungen und unausgesprochene Konflikte aufeinandertreffen.




