Bewertung und Kritik zu
GIULIO CESARE IN EGITTO – Deutsche Oper Berlin
DOB-Premiere: 25. April 2026
Uraufführung: 20. Februar 1724, King’s Theatre London
Glyndebourne-Premiere der McVicar-Produktion: 5. Juli 2005
Musik: Georg Friedrich Händel
Musikalische Leitung: Alessandro Quarta
Inszenierung: David McVicar
Bühne: Robert Jones
Kostüme: Brigitte Reiffenstuel
Licht: Paule Constable
Choreografie: Andrew George
Schwertkampf & Kampfszenen: Mark Ruddick
Chöre: Thomas Richter
Dramaturgie: Flavia Wolfgramm
Über die Inszenierung
David McVicars international gefeierte Inszenierung – ursprünglich für das Glyndebourne Festival entwickelt – verbindet barocke Theatertraditionen mit moderner Präzision und opulenter Bühnenästhetik. Die Produktion nutzt Elemente des historischen Soffittentheaters, um ein bewegliches, atmosphärisch dichtes Spiel zu entfalten, das zwischen politischer Intrige, emotionaler Intensität und humorvollen Momenten changiert. Die Deutsche Oper Berlin übernimmt diese Erfolgsproduktion erstmals in ihr Repertoire.
Robert Jones’ Bühne und Brigitte Reiffenstuels Kostüme schaffen eine prachtvolle, zugleich spielerische Welt, in der Macht, Verführung und strategische Allianzen sichtbar werden. Die Choreografie von Andrew George und das präzise Lichtdesign von Paule Constable verstärken die barocke Opulenz und die dramatische Zuspitzung der Handlung. Alessandro Quarta führt das Orchester der Deutschen Oper Berlin durch Händels farbenreiche Partitur, die zwischen virtuosen Arien, emotionalen Lamenti und kraftvollen Ensembleszenen changiert.
Besetzung
- Giulio Cesare: Christophe Dumaux
- Cleopatra: Elena Tsallagova
- Cornelia: Stephanie Wake-Edwards
- Sesto: Martina Baroni
- Tolomeo: Cameron Shahbazi
- Achilla: Michael Sumuel
- Nireno: Edu Rojas
- Curio: Jared Werlein
Opernballett der Deutschen Oper Berlin
Chor der Deutschen Oper Berlin
Orchester der Deutschen Oper Berlin
Besondere Aspekte dieser Inszenierung
- eine der weltweit erfolgreichsten Händel‑Inszenierungen der letzten Jahrzehnte
- barocke Bühnentechnik kombiniert mit moderner theatraler Präzision
- eine opulente, humorvolle und zugleich emotional dichte Lesart des Werkes
- virtuose Gesangsleistungen in einer extrem anspruchsvollen Partitur
- ein Ensemble, das politische Machtspiele und persönliche Leidenschaften gleichermaßen sichtbar macht
Die Produktion zeigt, wie Händels Oper zwischen Macht, Liebe, Verrat und politischer Strategie oszilliert – und warum „Giulio Cesare in Egitto“ bis heute zu den meistgespielten Barockopern gehört.





