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Komische Oper Berlin
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SPIELPLAN & KARTEN

Lady Macbeth von Mzensk

Lady Macbeth von Mzensk - Komische Oper im Schillertheater Berlin

Musik: Dmitri Schostakowitsch
Libretto: Dmitri Schostakowitsch nach Nikolai Leskow
Ort:Komische Oper im Schillertheater Berlin

Über das Werk

Mit Lady Macbeth von Mzensk schuf Dmitri Schostakowitsch eine der radikalsten und zugleich emotionalsten Opern des 20. Jahrhunderts. Die Geschichte basiert auf der Erzählung von Nikolai Leskow und erzählt vom Schicksal der jungen Katerina Ismailowa, die in einer erstickenden Ehe gefangen ist und schließlich zu drastischen Mitteln greift, um sich aus ihrer Unterdrückung zu befreien. Schostakowitschs Musik verbindet brutale Direktheit mit lyrischen Momenten und zeichnet ein schonungsloses Bild einer Gesellschaft voller Gewalt, Machtmissbrauch und moralischer Kälte.

Handlung

Katerina lebt in einer lieblosen Ehe mit dem Kaufmann Sinowi. Ihr Alltag ist geprägt von Einsamkeit, Kontrolle und patriarchaler Strenge. Als sie den Arbeiter Sergej kennenlernt, entsteht eine leidenschaftliche Affäre, die Katerinas Leben radikal verändert. Um ihre neue Freiheit zu bewahren, schreckt sie vor keinem Verbrechen zurück. Doch die Spirale aus Gewalt und Schuld führt sie schließlich in den Abgrund.

Inszenierung an der Komischen Oper Berlin

Die Komische Oper im Schillertheater Berlin präsentiert Schostakowitschs Oper in einer modernen, bildstarken Inszenierung, die die gesellschaftlichen und psychologischen Dimensionen des Stoffes herausarbeitet. Die Regie legt den Fokus auf die innere Zerrissenheit der Hauptfigur und zeigt, wie eng persönliche Tragödien mit sozialen Strukturen verknüpft sind. Visuell kraftvolle Szenen, ein präzise geführtes Ensemble und die musikalische Intensität des Orchesters machen die Aufführung zu einem eindringlichen Erlebnis.

Musikalische Leitung & Ensemble

Musikalische Leitung: (bitte eintragen, sobald bekannt)
Regie: (bitte eintragen)
Bühne & Kostüme: (bitte eintragen)
Mit: Solist*innen und Chor der Komischen Oper Berlin

Warum diese Oper heute so relevant ist

Schostakowitschs Oper ist nicht nur ein musikalisches Meisterwerk, sondern auch ein zeitloses Drama über Macht, Freiheit und die Folgen gesellschaftlicher Unterdrückung. Die Themen – patriarchale Gewalt, soziale Enge, der Wunsch nach Selbstbestimmung – haben bis heute nichts an Aktualität verloren. Die Inszenierung der Komischen Oper Berlin zeigt eindrucksvoll, wie modern und verstörend dieses Werk nach wie vor wirkt.

1 Kritik

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Das Tier in ihr
13 Stunden her.
Kritik

''Ambur Braid lässt uns von Anfang an spüren, was das eigentliche Problem der von ihr grandios dargestellten und gesungenen Katerina Ismailowa - Schostakowitschs berühmt-berüchtigter Lady Macbeth von Mzensk - ist, nämlich ihre sexuelle Unbefriedigtheit. Und noch bevor der Opernthriller nach und nach so richtig Fahrt aufnimmt, begutachten wir sie in einer gelangweilt räkeligen Attitüde, die zum Ausdruck bringen soll, dass sich ihr Leib nach etwas sehnt, was sie derzeit nicht oder nicht mehr hat, sprich einen sie begehrenden und womöglich sogar liebenden Mann; solche von ihr verlautbarten Naturklischees (Libretto: Alexander Preis) wie beispielsweise dass der Hengst zur Stute, der Ochse zur Kuh, der Kater zur Katze oder der Täuber zur Taube will und bei ihr halt "selbiges" vakant wäre, lassen ihre sehrende Sehnsucht danach erkennen. Kurzum: Ihr Gatte liefert nicht, und der Frust ihres in jeder Hinsicht dominanten Schwiegervaters, der in erster Linie auf einen Erben drängt, bestimmt das toxisch aufgeladene Ehe- und Familienklima im Hause des Getreidehändlers Boris Timofejewitsch Ismailow und seines (sexuell) untauglichen Sohnes Sinowi. Wie da heraus kommen?

Die nach Sex und Liebe Gierende riecht Ersatz: Sergej, ein neuer Fuhrarbeiter im Ismailow'schen Betrieb, den die Belegschaft schon länger als stadt- und landbekannten Schürzenjäger kennt und wohl auch mag, nutzt die vorübergehende Abwesenheit von Katerinas Gatten, der auf Dienstreise ist, um ihr unmissverständliche Avancen zu machen - die von ihm Angebaggerte greift genüsslich zu, und beide fallen übereinander her; ihr sexueller Rausch hört sich bei Schostakowitsch untoppbar glaubwürdig an; noch glaubwürdiger klingt es etwas später, wenn die zwei verhassten Männer (Katerinas Schwiegervater und dessen nichtsnutziger Sohn) der untilgbaren Mordswut und -lust zum Opfer fallen: der Alte stirbt qualvoll an Rattengift, der Junge wird erschlagen und verscharrt; und Katerina & Sergej heiraten...

Alles kommt am Schluss natürlich raus, und beide (Mörderin & Mörder) werden von der Polizei gestellt und nach Sibirien verbannt - dort betrügt der Gatte die Gattin mit einer anderen Straftäterin und sagt sich also endlich von ihr los; er hatte ihre Klammerei schon lange satt gehabt und fühlte sich in seiner (sexuellen) Freiheit mehr als eingeschränkt. Sie wird im Umkehrschluss von der Konkurrentin gedemütigt, und Katerina würgt sie daraufhin zutode und knallt sich an- und abschließend mit einem in das Straflager geschmuggelten Revolver eine Kugel durchs Gehirn. (Das alles weicht zwar was vom Urtext dieser Oper ab, aber Barrie Kosky hat in seiner Inszenierung durch und durch glaubwürdige "Aktualisierungen" vorgenommen!)'' schreibt Andre Sokolowski am 2. Februar 2026 auf KULTURA-EXTRA

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