Bewertung und Kritik zu

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DAS LEBEN DES VERNON SUBUTEX
nach Virginie Despentes
Regie: Stefan Pucher
Premiere: 28. März 2019 
Münchner Kammerspiele 

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Zum Inhalt: Ein erfolgloser Drehbuchautor mit Amok-Phantasien. Eine ehemalige Drogendealerin, die zum Internet-Troll umgeschult hat. Eine Professorentochter, die zum Islam konvertiert und ihr darüber verzweifelnder Vater. Ein drogensüchtiger Popstar und sein Manager. Ein koksender Trader, eine obdachlose Hundeliebhaberin mit großem Gerechtigkeitssinn und eine ehemalige Pornodarstellerin. Ein rechtsradikaler H&M-Verkäufer und sein Kumpel, eine einsame Staatsbeamtin, ein krankhafter Frauenschläger und eine Kellnerin mit Talent zum Tätowieren. Sie alle bevölkern das Leben des Vernon Subutex, seines Zeichens bankrott gegangener Plattenhändler ohne Dach über dem Kopf. Ihnen allen verleiht die französische Schriftstellerin, Musikerin und Filmregisseurin Virginie Despentes („Baise Moi!“, „King Kong Theorie“) eine Stimme. Sie alle träumen von einem anderen besseren Leben, auf ganz unterschiedliche Weise.

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YUNG FAUST 
nach Johann Wolfgang von Goethe
Regie: Leonie Böhm 
Premiere: 23. Januar 2019 
Münchner Kammerspiele 

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Zum Inhalt: „Erkennen, was die Welt im Innersten zusammenhält,“ will Faust und begibt sich auf die Suche: Rausch, Verjüngung, Sex und Zauberei. „Ich will in dieser Stunde mehr gewinnen als in des Jahres Einerlei.“ Faust lässt alle Vernunft fahren (oder versucht es zumindest), gibt Kontrolle ab und hofft im intensiven Leben die Welt endlich zu begreifen. Die Regisseurin Leonie Böhm sagt: „Ich bin Faust“ und legt zusammen mit den Schauspieler*innen Annette Paulmann, Julia Riedler und Benjamin Radjaipour die echten Gefühle im alten Faust-Text frei. So wie die Cloudrapper*innen der Gegenwart ihrem Künstlernamen ein „Yung“ hinzufügen und damit nicht nur buchstäbliche Jugend anzeigen, sondern auch ihren frischen Zugriff auf die Welt und die Beziehungen in ihr, will „Yung Faust“ den allzu viel gesprochenen Sätzen des mächtigen alten weißen Mannes (Goethe) eine verletzliche Unmittelbarkeit abgewinnen. Echte Zitate, echte Begegnungen: „Mein Busen fängt mir an zu brennen!“

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THE VERY MOMENT
von Anna Konjetzky
Premiere: 20. Dezember 2018 
Münchner Kammerspiele 

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Zum Inhalt: Das neue Tanzstück der Münchner Choreografin Anna Konjetzky holt den fragilen und uneffizienten Körper auf die Bühne und thematisiert unseren gesellschaftlichen Umgang mit ihm. Wie in einem Spiel treten fünf Tänzer* innen gegeneinander an. Sie testen ihre Grenzen, arbeiten gegen krampfende Muskeln, gehen mit Balanceverlust um, geraten aus dem Tritt, fallen, geben auf und beginnen erneut. Inspiriert von einschlägigen Youtube-Videos, angefangen beim torkelnden Besoffenen bis zum entkräfteten Marathonläufer, löst das Ensemble Stürze aus ihren Kontexten, analysiert und kommentiert deren körperliche Verläufe.

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MACBETH
von William Shakespeare
Regie: Amir Reza Koohestani 
Premiere: 7. Dezember 2018 
Münchner Kammerspiele 

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Die AttentäterinZum Inhalt: Mit „Macbeth“ inszeniert Amir Reza Koohestani nach „Der Fall Meursault – Eine Gegendarstellung“ und „Die Attentäterin“ zum ersten Mal an den Münchner Kammerspielen ein zentrales Stück des westlichen Theaterkanons. Vor nun über 400 Jahren schrieb Shakespeare die Tragödie um ein Königsmörder-Paar auch als Propagandastück, das die Stellung des damaligen Königs (und damit auch die eigene) bestätigen sollte. Koohestani nimmt dies als Ausgangspunkt einer Reflexion über gegenwärtige Erwartungen an das Theater: Können auch heute durch fiktionale Geschichten politische Machtverhältnisse gestärkt oder hinterfragt werden? Welche Geschichten müssen und welche dürfen erzählt werden? Wie unschuldig oder gefährlich ist die Kunst, wie wirkmächtig sind ihre Erzählungen? In Annäherung an Fragen von politischer Dimension betrachtet Koohestani immer auch deren Konsequenz für die Menschen. Obwohl sie in diesem Gefüge der Macht gefangen sind, müssen sie sich dennoch mit den Konsequenzen der eigenen Taten konfrontieren: unsicher, überzeugt, euphorisch, traumatisiert. In privaten Gesprächen und intimen Momenten erzeugt er ein aktuelles politisches Panorama, welches zugleich den Alltag der Menschen in den Fokus nimmt. „Und wenn wir scheitern?“ – fragt der schlaflose Macbeth seine Frau und Komplizin – „Dann scheitern wir“.

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#GENESIS
von Yael Ronen und Ensemble
Regie: Yael Ronen
Premiere: 28. Oktober 2018 
Münchner Kammerspiele 

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Zum Inhalt: Die israelische Regisseurin Yael Ronen wendet sich nach ihrer Inszenierung „Point of No Return“ an den Kammerspielen nun dem „Starting Point“ zu und wird da nachlesen, wo vermeintlich alles begonnen hat: Das 1. Buch Mose, hebräisch Bereschit, altgriechisch Genesis genannt, beschreibt die Erschaffung der Welt. Es beschreibt Gott zunächst als den Regisseur, den Schöpfer, der die Welt erschaffen und geordnet hat (Gen. 1,1 – 1,3). Die mythischen Gleichnisse der Genesis sind vielfach und kontrovers interpretiert, gleichwohl sind sie die Wurzel der abendländischen Kultur. In ihrer Bildhaftigkeit und Symbolik erzählt die Genesis beispielsweise von der Erschaffung der Frau aus der Rippe des Mannes. Ist das schon die Wurzel einer patriarchalen Weltordnung? Und warum wird Gott gemeinhin als ein männliches Wesen wahrgenommen? Gemeinsam mit dem Ensemble untersucht Yael Ronen einzelne Fragmente der Genesis, um zu erkunden, auf welche Weise uns die biblischen Bilder geprägt haben und was sie uns heute bedeuten. Während die Genesis wie viele andere Mythen zur Orientierung und Identitätsfindung archaischer Kulturen diente, stützt sich die Inszenierung auf die Frage, welche Perspektive wir heute zu einzelnen Themen einnehmen und was aus der Welt geworden ist, die dem Menschen zu Beginn der Genesis überantwortet wird. Viele aktuelle Themen nämlich lassen sich bis zum Buch der Bücher zurück verfolgen: Naturbeherrschung, Geschlechterdebatte, Motive von Neid und Gewalt, bis hin zur der Frage, ob die Menschheit im Zuge technologischer Fortschritte im Begriff ist nach dem Baum des Lebens zu greifen. Die Version Yael Ronens und des Ensembles schlägt eine neue Perspektive auf einzelne Motive der Genesis vor und schreibt die Geschichte des Menschen, der Menschen auf der Bühne fort.

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DIONYSOS STADT
Regie: Christopher Rüping 
Premiere: 6. Oktober 2018 
Münchner Kammerspiele 

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Zum Inhalt: 10 Stunden Theater über die Probleme von Menschen, die vor 2500 Jahren gelebt haben? Die sich an Prometheus, Achill, Kassandra, Elektra und Odysseus abarbeiten? Die Macht der Götter, der Fluch der Atriden, unauflösliche Konflikte, nicht enden wollende Kriege. Doch die nicht ganz so alten Griechen wollen nicht länger Opfer des Schicksals sein, von äußeren Zwängen determiniert werden, die ständig und unausweichlich über sie hineinbrechen. Sie treten in Konflikt mit den Göttern und der Welt der Mythen, beginnen zu hadern, auch wenn jeder Ausweg zunächst der Falsche zu sein scheint, schuldbeladen und fatal. Heute haben die Menschen andere Probleme, oder? Aber die erste Demokratie der Welt, die im 5. Jahrhundert v. Chr. in Athen entstand, verhandelte diese Themen im Theater, das Volksfest und -versammlung zugleich war: ein Kult der kollektiven Emanzipation. Das damalige Publikum in Athen eignete sich in Tragödien, Komödien und Satyrspielen die alten Stoffe an, machte sie erlebbar und überwindbar. Hausregisseur Christopher Rüping und die Schauspielerinnen und Schauspieler der Münchner Kammerspiele vergegenwärtigen nun ihrerseits die Figuren, Texte und politischen Umstände des griechischen Dramas und nähern sich den Fragen und Konflikten der Antike aus zeitgenössischer Perspektive.

Weiterlesen: Dionysos Stadt

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UNHEIMLICHES TAL / UNCANNY VALLEY
von Rimini Protokoll
Regie: Stefan Kaegi 
Premiere: 4. Oktober 2018 
Münchner Kammerspiele 

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Die AttentäterinZum Inhalt: Thomas Melle lädt ein zu einem Abendvortrag über Unstetigkeit. Doch wer spricht und was ist sein Programm? Für „Unheimliches Tal“ kopiert Stefan Kaegi (Rimini Protokoll) den Schriftsteller Thomas Melle („Die Welt im Rücken“) in Form eines humanoiden Roboters und fragt: Was geschieht, wenn ein Mensch kopiert wird? Kommt das Original sich durch sein elektronisches Double näher? Technik übernimmt allerlei lästige Arbeitsschritte, und wird nun auch auf der Theaterbühne erprobt: Was, wenn anstatt des Vortragenden ein humanoider Roboter auftreten würde? Wird der Roboter zu einem Darsteller, dessen Mimik, Gestik und Sprache womöglich Empathie auslösen könnte – doch Empathie mit wem? Mit Melle selbst, der ja nicht mehr da ist, oder doch schon mit dem Roboter? Wer spricht im unheimlichen Tal? Thomas Melle gibt die Kontrolle ab. Das animatronische Double übernimmt und fragt selbst Abend für Abend: Was bedeutet es für das Original, wenn die Kopie übernimmt?

Weiterlesen: Unheimliches Tal / Uncanny Valley

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WHAT THEY WANT TO HEAR
von Lola Arias
Regie: Lola Arias
Premiere: 22. Juni 2018 
Münchner Kammerspiele 

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Zum Inhalt: Du fliehst aus dem einen und landest in einem anderen Land. Wenn Du dort ankommst, hast Du keinen Pass, keine Fotos, keine Papiere, keine wie auch immer gearteten Dokumente, die beweisen würden, wer Du bist und wieso Du geflohen bist. Du hast nur Deinen Körper und eine Geschichte. Die Genfer Flüchtlingskonvention von 1951 stellt fest, dass jede Person, die in ihrem Land verfolgt wird, das Recht auf Asyl hat. Der wichtigste Teil des Asylverfahrens ist ein Interview, das ein/e Staatsbedienstete/r, ein/e ÜbersetzerIn und der/die AntragstellerIn hinter verschlossenen Türen führen. Die Glaubwürdigkeit des/r AntragsstellerIn wird anhand seiner/ihrer Worte und Gesten beurteilt und jedes Wort wird schriftlich festgehalten, wie ein kleines Kammerspiel. Wie sagst Du, was sie hören wollen? Welche Gesten, Pausen oder Gefühle werden Dein Schicksal bestimmen? Wie erzählst Du jemandem eine glaubwürdige Geschichte, der/die Dein Land nur von Google Maps her kennt?

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3.5
Durchschnittsnote aller Stücke
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Kritiken: 59

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