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Der erste fiese Typ

Bewertung und Kritik zu

DER ERSTE FIESE TYP – Deutsches Theater Berlin

Premiere: 22. Februar 2026, Kammer
Nach dem Roman von: Miranda July
Übersetzung: Stefanie Jacobs
Bühnenfassung: Sarah Kurze
Regie: Sarah Kurze
Bühne: Diana Berndt
Kostüme: Katharina Achterkamp
Musik: Marcel Braun, Samuel Wiese
Licht: Kristina Jedelsky
Dramaturgie: Johann Otten

Über die Inszenierung

„Der erste fiese Typ“ basiert auf Miranda Julys Roman, der intime Beobachtungen, soziale Unsicherheiten und ungewöhnliche Beziehungen in den Mittelpunkt stellt. Die Inszenierung von Sarah Kurze konzentriert sich auf die innere Perspektive der Hauptfigur und die feinen Verschiebungen zwischen Selbstbild, Projektion und emotionaler Überforderung. Die Erzählweise verbindet präzise Alltagsbeobachtungen mit Momenten atmosphärischer Verdichtung.

Die Bühne von Diana Berndt schafft einen Raum, der zwischen konkreter Wohn- und Arbeitsumgebung und abstrahierten Strukturen wechselt. Katharina Achterkamps Kostüme unterstützen die sozialen Rollen und die inneren Zustände der Figur. Die Musik von Marcel Braun und Samuel Wiese setzt akustische Akzente, die Stimmungen markieren oder Kontraste erzeugen. Das Lichtdesign von Kristina Jedelsky strukturiert den Abend über wechselnde Zonen und Intensitäten. Die dramaturgische Mitarbeit von Johann Otten verbindet die verschiedenen Ebenen der Vorlage und fokussiert die psychologische Entwicklung der Hauptfigur.

Ensemble

  • Maren Eggert

Besondere Aspekte dieser Inszenierung

  • eine präzise psychologische Annäherung an Miranda Julys literarische Figur
  • ein Bühnenraum, der zwischen Realismus und abstrahierten Bildern wechselt
  • eine Erzählweise, die intime Beobachtungen mit atmosphärischen Momenten verbindet
  • ein Soloabend, der innere Konflikte und soziale Unsicherheiten sichtbar macht
  • eine musikalische Struktur, die emotionale Übergänge und Spannungen unterstützt

Die Produktion untersucht, wie sich Selbstwahrnehmung, emotionale Abhängigkeiten und soziale Unsicherheiten überlagern und welche ästhetischen Formen daraus entstehen.

1 Kritik

2.0 von 5 Sterne
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Funktioniert als Solo nicht gut
1 Tag her.
Kritik

Die Romane von Miranda July haben derzeit Konjunktur auf Berliner Bühnen: vergangene Woche adaptierten Meike Droste/Fritzi Haberlandt ihren aktuellsten Roman „Auf allen Vieren“ in lässigem Ping-Pong in den Sophiensaelen. Heute legte die nicht weniger prominente Maren Eggert in der Kammer des Deutschen Theaters Berlin mit dem 2015 erschienen Erstling „Der erste fiese Typ“ nach.

Eggert wagte sich an die Königsdisziplin, ein Solo. Leider war das ein entscheidender Konstruktionsfehler des Abends, den sie mit Regisseurin Sarah Kurze entwickelte. Zu monoton und mit zu langen Erzählpassagen plätschert die Roman-Adaption dahin.

Gerade dieser Text über die neurotische, in ihrer Phantasie-Welt gefangene Cheryl, die durch Clee wachgeküsst wird, bräuchte den Gegenpart einer zweiten Spielerin. So brachte ihn auch Christopher Rüping, der 2017 lange um die Rechte für eine Stückfassung gekämpft hat, an den Münchner Kammerspielen mit Maja Beckmann/Anna Drexler auf die Bühne. Den beiden liegt auch der freche, manchmal ein bisschen rotzige, selbstironische Ton besser als Maren Eggert, die in nachdenklicheren, sensibleren Rollen eher glänzt.

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