Schlosspark Theater Berlin

www.schlosspark-theater.de
Schloßstraße 48 - 12165 Berlin
Telefon: 030 7895667-100
SPIELPLAN & KARTEN


WIR EMPFEHLEN



Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull

Bewertung und Kritik zu

BEKENNTNISSE DES HOCHSTAPLERS FELIX KRULL – Schlosspark Theater Berlin

Premiere: 14. März 2026
Fassung & Regie: Frank-Lorenz Engel
Bühne & Kostüm: Su Sigmund
Musik: Valentin von Lindenau

Über die Inszenierung

Die Bühnenfassung von „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“ greift Thomas Manns berühmten Schelmenroman auf und überführt ihn in eine theatrale Form, die Leichtigkeit, Ironie und psychologische Präzision miteinander verbindet. Frank-Lorenz Engel legt den Fokus auf die Selbstinszenierung des Titelhelden, dessen Charme, Manipulationskunst und spielerische Identitätswechsel den dramaturgischen Kern bilden. Die Inszenierung arbeitet mit einer Mischung aus humorvollen Momenten, gesellschaftlicher Beobachtung und subtiler Melancholie.

Die Bühne und Kostüme von Su Sigmund schaffen eine elegante, wandelbare Szenerie, die die verschiedenen Stationen von Krulls Aufstieg – vom bürgerlichen Elternhaus bis zu mondänen Gesellschaftsräumen – in klaren, stilisierten Bildern erzählt. Die Musik von Valentin von Lindenau setzt Akzente zwischen Leichtigkeit, Ironie und atmosphärischer Verdichtung und unterstützt die wechselnden emotionalen Ebenen des Abends.

Ensemble

  • Adrian Djokić / Ludwig Michael
  • Alexa Maria Surholt
  • Marie Schröder
  • Gerhard Mohr
  • Oliver Nitsche
  • Jakob Wenig

Besondere Aspekte dieser Inszenierung

  • eine spielerische, elegante Annäherung an Thomas Manns Schelmenroman
  • eine Inszenierung, die Identität, Täuschung und gesellschaftliche Rollenbilder humorvoll reflektiert
  • ein Bühnenbild, das stilisierte Räume für Krulls Selbstinszenierung schafft
  • ein Ensemble, das zwischen Charme, Ironie und psychologischer Genauigkeit balanciert
  • eine musikalische Gestaltung, die Leichtigkeit und atmosphärische Tiefe verbindet

Die Produktion untersucht, wie Selbstentwurf, gesellschaftliche Erwartungen und die Kunst der Verführung ineinandergreifen und welche theatrale Energie aus der Figur des Hochstaplers entsteht.

1 Kritik

3.0 von 5 Sterne
  • 5 Stern(e)
    0
  • 4 Stern(e)
    0
  • 3 Stern(e)
    1
  • 2 Stern(e)
    0
  • 1 Stern(e)
    0
Corriger la fortune
11 Stunden her.
Kritik
Das Schlosspark Theater hat jüngst wieder Premiere gefeiert. Passend zu Thomas Manns 150. Geburtstag hat es sich der Inszenierung der Bekenntnisse des Felix Krull, Manns letzten Werkes, angenommen.
Die Theaterfassung von Frank-Lorenz Engel funktioniert so, dass der Werdegang Felix Krulls quasi ab Babyzeiten ziemlich genau nachgezeichnet wird, die Inszenierung bleibt auch ganz in der damaligen Kaiserzeit, die einzelnen Kapitel seines Lebens werden nacheinander dargeboten. Mit zahlreichen Bühnenbild- und Kostümwechseln schlüpfen seine Schauspielkolleginnen und Kollegen in fast 30 unterschiedliche Rollen, Adrian Djokić alias Felix Krull ausgenommen.
Daneben nehmen sie alle auch immer wieder die Erzählperspektive Richtung Publikum ein, was der Inszenierung keinen Abbruch tut.
Unterstützt werden die einzelnen Szenen durch Videoinstallationen im Hintergrund, die selbige bildlich unterstützen.
Su Sigmund, die Bühne und Kostüme verantwortet, hat mit einfachen Mitteln geschafft, immer neue Räumlichkeiten der wechselnden Situationen überzeugend herzustellen.
Adrian Djokić spielt seinen Felix 'mit Zunamen' Krull mit viel Charme und regelrecht liebenswert, er gewinnt nicht nur die Herzen seiner Bühnenpartner und -partnerinnen, wenn er ein ums andere Mal gewitzt seine Ziele verfolgt, sehr schön die (Aus-)Musterungsszene, in der er alle Beteilgten zum Narren hält. So geht es munter weiter, er tut aber nie jemandem etwas zu Leide...
Seine jeweiligen Bühnenkolleginnen Marie Schröder und Alexa Maria Surholt und -kollegen Oliver Nitsche, Gerhard Mohr und Jakob Wenig spielen auch allesamt sehr überzeugend.
Sodass der geneigte Zuschauer sich nur fragen könnte, wann es nun endlich etwas mehr zur Sache geht. Es bleibt alles recht harmlos, wird hübsch erzählt, allein der Spannungsbogen fehlt, der irgendwann seinen Höhepunkt erreichen sollte. Da die Vorlage dies aber gar nicht herzugeben scheint, könnte man sich fragen, ob es so viel Sinn macht, diese Literaturvorlage auf die Bühne zu bringen ...
Davon abgesehen ist das Schauspielteam überzeugend genug und der Abend ein recht schöner Theaterabend ...
Show more
0 von 0 Person(en) gefiel diese Kritik
500+ Monologe zum Vorsprechen
Format: PDF-Datei
€23.95 €29.95
250+ Monologe zum Vorsprechen für Männer
Format: PDF-Datei
€15.95 €19.95
250+ Monologe zum Vorsprechen für Frauen
Format: PDF-Datei
€15.95 €19.95
Shakespeare-Monologe
Format: PDF-Datei
€9.95 €12.45

UNSERE BÜCHER ALS PDF-DATEI




Weitere Formate:
Taschenbuch / Kindle / Google eBook


WIR EMPFEHLEN