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CALIGULA.INFERNO – Gefängnistheater der JVA Tegel
Premiere: 9. Juni 2026
Nach: Albert Camus und Dante Alighieri
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Premiere: 9. Juni 2026
Nach: Albert Camus und Dante Alighieri
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Premiere: 21. Januar 2026
Ort: JVA Plötzensee, Berlin
Regie: Peter Atanassow
Dramaturgie: Christiane Mudra
Bühne & Ausstattung: Ensemble aufBruch
Projektleitung: aufBruch – KunstGefängnisStadt
Kooperation: Geese Theatre Company (Birmingham)
Mit Warten auf Godot bringt das Gefängnistheater aufBruch Samuel Becketts berühmtes Stück in die JVA Plötzensee. Der Text über das endlose Warten, die Suche nach Sinn und die fragile Hoffnung auf Veränderung erhält im Gefängniskontext eine besondere Intensität. Die Inszenierung verbindet Becketts existenziellen Humor mit der Lebensrealität der mitwirkenden Inhaftierten.
Estragon und Wladimir verbringen ihre Tage damit, auf den geheimnisvollen Godot zu warten. Während sie sich mit Gesprächen, Erinnerungen und kleinen Ritualen die Zeit vertreiben, bleibt ungewiss, ob Godot jemals erscheinen wird. Das Stück stellt grundlegende Fragen nach Orientierung, Freiheit, Identität und der Möglichkeit, das eigene Leben zu verändern.
Die Inszenierung entsteht in enger Zusammenarbeit mit Insassen der JVA Plötzensee. Ihre persönlichen Erfahrungen mit Stillstand, Erwartung und Ungewissheit fließen in das Spiel ein und verleihen dem Stück eine außergewöhnliche Authentizität. Die Geese Theatre Company aus Birmingham begleitet das Projekt mit maskenbasierten Theatermethoden, die den Darstellern neue Ausdrucksformen eröffnen.
Ensemble: Inhaftierte der JVA Plötzensee
Maskenarbeit: Geese Theatre Company (UK)
Produktion: Gefängnistheater aufBruch
Für den Einlass in die JVA Plötzensee ist eine vorherige Anmeldung erforderlich. Besucher*innen müssen einen gültigen Lichtbildausweis mitführen und die Sicherheitskontrollen vor Ort einplanen.
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Zum Inhalt: Titus Andronicus, Feldherr der Römer, kehrt nach seinem Krieg gegen die Goten umjubelt heim. Trophäen des Sieges: die Gotenkönigin Tamora und drei ihrer Söhne. Als Vergeltung für seine eigenen gefallenen Söhne lässt Titus den Ältesten Tamoras hinrichten und setzt damit eine blutige Tötungsmaschinerie in Gang. Es entspannt sich ein Reigen der Rache zwischen Goten und Römern, der den Krieg vom Schlachtfeld in das politische Rom und in die Familien verlagert. So vollzieht sich der Zusammenprall von Machtzentrum und Peripherie, von „Zivilisation“ und „Barbarei“ – aber von Beginn an stellt sich die Frage, wer hier eigentlich was vertritt. Theater als Blick in die Welt, wie sie ist. Der Mensch darin: ein radikal aufgeladenes Elementarteilchen ohne Sinn und Halt.
Wie zerfällt eine Ordnung? Sie zerfällt langsam, in Schüben eines unberechenbar vorrückenden Wahnsinns. Das macht sie sämtlich so lächerlich: Sieger von gestern, Generäle toter Armeen, ausgediente Politiker, kurz: alle, die mal Staat im Staate waren und die nun ihrer Täterschaft – leider ein paar entscheidende Untaten zu spät – das heiße Herz der Redlichkeit einoperieren wollen.
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Zum Inhalt: Die Dreigroschenoper ist eine Theatersensation! Seit ihrer Uraufführung 1928 ranken sich die Legenden um die Oper, die ganz Berlin ins Dreigroschenfieber versetzte und Bertolt Brecht und Kurt Weill einen Welthit bescherte. Gemeinsam mit dem Gefangenenensemble der JVA Tegel und fünf Musikern der 17 HIPPIES begibt sich aufBruch in die verdorbene wie sinnliche Unterwelt Londons, in der Gangster, Huren und Diebe irrlichtelieren und Mackie Messer sein geachtetes wie geächtetes Unwesen treibt.
Auf der Schattenseite der schillernden Metropole Londons, in der der Gestank der Korruption wie ein Schreckgespenst in der Luft hängt, geht Mackie Messer seinen räuberischen Geschäften nach. Sein Kriegskamerad Tigerbrown, inzwischen zum Polizeichef avanciert, gibt ihm dabei Rückendeckung, frei nach dem Prinzip: eine Hand wäscht die andere. Und Mac hat größere Pläne: Das Bankgeschäft soll es sein. Ebenso verdorben wie der Straßenraub aber weitaus ergiebiger. Als Mackie Messer sich Polly Peachum als Braut erwählt, zieht er damit die Aufmerksamkeit ihres Vaters auf sich, des Bettlerkönigs Jonathan Jeremiah Peachum. Dieser will auf keinen Fall seine Tochter an diesen Wegelagerer verlieren. Macheath‘ anarchische Herrschaft wird durch die gerissenen Machenschaften seines Schwiegervaters bedroht, der sich ein Imperium geschaffen hat, in dem er mit militärischem Drill die Armen, Arbeits- und Obdachlosen in sein System der Ausbeutung einsperrt. Es entspinnt sich ein Kampf zwischen Bräutigam und Schwiegervater, in dem Loyalitäten auf eine harte Probe gestellt werden und Allianzen wie Sand zerrinnen.
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Zum Inhalt: Willi Kufalt ruft die Freiheit. Nach fünfjähriger Haft steht die Entlassung bevor. Anständig will er werden, einen sauberen Anfang und das kleine Glück: Arbeit, Familie, vielleicht mal Kino. Seinem bescheidenen Wunsch steht die Realität der Weimarer Republik entgegen: Chaos, Krise, Inflation und Massenarbeitslosigkeit. Optimistisch folgt er seiner Sehnsucht nach sozialem Aufstieg. In einem Heim für Strafentlassene heuert er als Adressenschreiber an, aber die christliche Fürsorge entpuppt sich als Ausbeutungsmaschinerie. Besser sich mit einer Gruppe Gleichgesinnter selbständig machen und eine eigene Schreibstube gründen. Doch die übermächtige Konkurrenz schlägt sie nieder. Also weiter als Annoncenwerber und das mit Erfolg. Sogar eine Hochzeit steht in Aussicht und damit auch der ersehnte Eintritt in die Bürgerlichkeit. Aber das Stigma des Strafentlassenen klebt an ihm wie zähes Pech. Zu Unrecht des Diebstahls beschuldigt wird seine Vergangenheit offenbar und er verliert alles: Arbeit, Familie und jede Hoffnung auf ein rechtschaffenes Leben. Resigniert begibt er sich in die Hamburger Unterwelt und atmet auf: Endlich vorbei das verzweifelte Abmühen, das Zittern an den Grenzen der Anständigkeit. Das System, das von der Ausbeutung der Schwächsten lebt, gibt das Gesetz des Stärkeren vor. Kufalt kehrt die Gewalt, die er tagtäglich im Kleinen erlebt, mit eiserner Faust nach außen, will treten statt getreten zu werden. Ein letztes Mal versucht er sein Glück und landet dort, wo seine Geschichte begann: in einer Gefängniszelle.
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Zum Inhalt: In Chicago herrscht Krise, in den Docks rumort es, denn der kleine Mann ist klamm. Die Ware findet keinen Absatz, die Geschäfte gehen bankrott. Arturo Ui, der Gangster, stellt bereitwillig seine Hilfe zur Verfügung. Er garantiert Absätze für den Gemüsehandel, verängstigt Arbeiter, Presse und Justiz, erpresst die Politik und verführt die Massen durch raunende Beschwörungsreden und einschüchternde Machtinszenierungen. Das Gangsterwesen schafft ein System, in dem es Schutz verspricht vor einer Gewalt, die es selbst erst produziert und das mehr und mehr Opfer fordert auf dem Weg zur totalen Macht – in Chicago und weit darüber hinaus.
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Zum Inhalt: In Schillers berühmtem Sturm-und-Drang-Drama wählen zwei Brüder ein Leben jenseits der Legalität: der eine als Räuberhauptmann, der andere als Bruder- und Vatermörder. Terror gegen den Staat versus Terror gegen die eigene Familie. Ein Schauspiel gefälschter Briefe, verletzter Gefühle und fehlgeleiteter Proteste. Am Ende: ein Drama von der Unfähigkeit des Verzeihens. Karl, der Aufbegehrende, und Franz, die geduckte Kanaille: Beide sind Outlaws, die alles um sich herum mit in den Abgrund ziehen. Maßloser Individualismus und der idealistische Wunsch nach einer gleicheren, sozialeren Welt prallen gegeneinander.
Erzählt wird vom Entstehen einer radikalen Bewegung – der aber das Ziel verloren geht. Denn sind die Räuber mitreißende Rebellen? Doch eher Auftragskiller und grobschlächtige Wegelagerer im Untergrund. Aufscheint jene Tragik, die alle Aufrührer eint: Sie verpassen den Punkt der Umkehr. Schiller in einer Inszenierung aus dem Blickwinkel des Gefängnistheaters – das ist Suche nach den Gründen, warum Glückssuche in Katastrophen umschlägt, warum der Wunsch nach Gerechtigkeit oft genug in ein Verderben führt.
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Zum Inhalt: Dem jungen Macbeth wird vorausgesagt, der neue König von Schottland zu werden. Anfangs gewillt, den Dingen ihren Lauf zu lassen, fasst er, angestachelt durch seine Frau, den Entschluss, sich mit Gewalt zu holen, was ihm prophezeit wurde. Damit setzt er eine Spirale von Intrigen, Mord und Tyrannei in Gang, der in rasender Geschwindigkeit alles zum Opfer fällt: Ruhe, Freundschaft, Liebe, Verstand und am Ende auch das eigene Leben. Shakespeares späte Tragödie erzählt von den Gefahren falschen Hochmuts und blinden Ehrgeizes, Manipulation und dem korrumpierenden Einfluss der Macht.
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Zum Inhalt: Eine Gruppe russischer Sozialrevolutionäre will im Jahre 1905 den Großfürsten töten. Sie glauben, dass sich das Volk erhebt, wenn die Repräsentanten des Zarenreiches getötet werden. Der junge Poet Kaljajew soll die Bombe werfen, doch er zögert, als er Kinder in der Kutsche des Großfürsten sieht. Das Attentat scheitert. Das stellt die Gruppe vor eine Zerreißprobe.
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Zum Inhalt: Die Zeitreise führt ins Rom des Jahres 476: Die Staatskassen sind leer, die Armee fahnenflüchtig, die Germanen stehen vor der Tür – die Lage ist aussichtslos. Kaiser Romulus muss tun, was des Kaisers ist: Er muss eine Lösung finden! Aber ihn plagt eine viel größere Sorge: Seine Legehennen streiken, sie legen kaum noch Eier. Was soll das?! Die Untertanen schütteln verzweifelt den Kopf, andere hauen einfach ab. Letzte Mittel kommen ins Gespräch: etwa ein Auftragsmord oder die Idee, die Tochter des Kaisers an einen reichen Magnaten zu verschachern. Romulus verweigert das dringende Staatsgeschäft …
