Bewertung und Kritik zu
EGAL – Schaubühne Berlin
Premiere: 8. Januar 2026, Schaubühne am Lehniner Platz - Ku'damm 156
Autor: Marius von Mayenburg
Deutsche Erstaufführung
Regie: Marius von Mayenburg
Über die Inszenierung
„Egal“ setzt sich mit alltäglichen Kommunikationsmustern, sozialen Rollenbildern und den Brüchen zwischen Selbstbild und öffentlicher Wahrnehmung auseinander. Marius von Mayenburg entwickelt eine Struktur, die zwischen präziser Beobachtung, komödiantischer Zuspitzung und subtiler Verfremdung wechselt. Die Inszenierung arbeitet mit reduzierten Mitteln, um die Dynamik zwischen den Figuren und die Verschiebungen in ihren Beziehungen sichtbar zu machen.
Die Aufführung nutzt klare szenische Setzungen und eine Sprache, die zwischen lakonischer Direktheit und ironischer Brechung oszilliert. Die Figuren bewegen sich in einem Spannungsfeld aus Nähe, Abwehr und Missverständnissen, das sich zunehmend verdichtet. Die Regie legt Wert auf präzise Rhythmik, körperliche Präsenz und eine Spielweise, die die Ambivalenzen des Textes offenlegt.
Ensemble
- Marie Burchard
- Stefan Stern
Besondere Aspekte dieser Inszenierung
- eine reduzierte, präzise Erzählweise, die soziale Rollen und Kommunikationsmuster untersucht
- eine Inszenierung, die zwischen Komik, Irritation und subtiler Verfremdung balanciert
- ein Fokus auf Rhythmus, Timing und körperliche Präsenz
- ein Zwei-Personen-Ensemble, das feine Verschiebungen in Nähe und Distanz herausarbeitet
- eine klare, konzentrierte Form, die die Ambivalenzen des Textes sichtbar macht
Die Produktion untersucht, wie Menschen miteinander sprechen, aneinander vorbeireden oder sich in ihren eigenen Projektionen verlieren und welche ästhetischen Formen daraus entstehen.




