Bewertung und Kritik zu
GLITCH WITCH – HAU2 Berlin
Wiederaufnahme: 12. Februar 2026
Uraufführung: Oktober 2024, PACT Zollverein Essen
Choreografie: Meg Stuart
Bühne: Nadia Lauro
Kostüme: Claudia Hill
Licht: Nico de Rooij
Dramaturgie: Igor Dobričić
Über die Inszenierung
„GLITCH WITCH“ ist eine choreografische Arbeit von Meg Stuart, die sich mit Zuständen von Instabilität, Transformation und körperlichen Reaktionen auf Störungen beschäftigt. Die Produktion bewegt sich zwischen Tanz, Performance und konzertartigen Momenten und untersucht, wie Körper auf Impulswechsel, atmosphärische Verschiebungen und energetische Brüche reagieren. Die Struktur bleibt offen und lässt Raum für Improvisation, Wiederholungen und abrupte Übergänge.
Die Bühne von Nadia Lauro schafft einen Raum, der sowohl als konkrete Arbeitsfläche als auch als abstrakte Setzung funktioniert. Claudia Hills Kostüme markieren Übergänge zwischen Alltagskörper, Figur und verfremdeten Erscheinungsformen. Die Lichtgestaltung von Nico de Rooij gliedert den Abend über wechselnde Intensitäten und räumliche Zonen. Mieko Suzukis Live-Musik bildet eine eigenständige Ebene, die rhythmische Impulse setzt oder gegen die Bewegungen arbeitet und damit zusätzliche Reibungen erzeugt.
Ensemble
- Omagbitse Omagbemi
- Meg Stuart
- Mieko Suzuki (Live-Musik)
Besondere Aspekte dieser Inszenierung
- eine choreografische Untersuchung von Störungen, Kontrollverlust und körperlichen Transformationen
- ein Bühnenraum, der zwischen Installation, Performancefläche und abstrakter Setzung wechselt
- der Einsatz von Live-Musik als eigenständige dramaturgische Ebene
- ein Fokus auf körperliche Reaktionen auf Impulse, atmosphärische Veränderungen und energetische Verschiebungen
- eine Verbindung aus choreografischer Präzision und improvisatorischen Momenten
Die Produktion untersucht, wie Bewegungsmuster und Körperbilder unter dem Einfluss von Störungen und Überlagerungen neu geordnet werden und welche ästhetischen Formen daraus entstehen.




