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Automatenbüfett

Bewertung und Kritik zu

AUTOMATENBÜFETT – Residenztheater München

Premiere: 13. Februar 2026, Marstall
Ein Spiel in drei Akten mit Vorspiel und Nachspiel von: Anna Gmeyner
Inszenierung: Elsa-Sophie Jach
Bühne: Bettina Pommer
Kostüme: Belle Santos
Komposition: Samuel Wootton
Licht: Barbara Westernach
Live-Video: Niels Voges
Dramaturgie: Constanze Kargl

Über die Inszenierung

„Automatenbüfett“ von Anna Gmeyner verhandelt soziale Spannungen, ökonomische Abhängigkeiten und die Dynamiken eines öffentlichen Raums, in dem unterschiedliche Lebensentwürfe aufeinandertreffen. Elsa-Sophie Jach legt den Fokus auf die Mechanismen sozialer Kontrolle, die Fragilität individueller Handlungsspielräume und die Frage, wie sich gesellschaftliche Rahmenbedingungen in alltäglichen Begegnungen spiegeln. Die Inszenierung arbeitet mit klaren räumlichen Setzungen und einer Erzählweise, die zwischen realistischen Momenten und atmosphärischen Verdichtungen wechselt.

Die Bühne von Bettina Pommer schafft einen Raum, der zugleich konkreter Handlungsort und symbolische Struktur ist. Belle Santos’ Kostüme markieren soziale Zugehörigkeiten und Übergänge zwischen verschiedenen Rollenbildern. Die Komposition von Samuel Wootton setzt akustische Akzente, die Stimmungen strukturieren oder Kontraste erzeugen. Das Live-Video von Niels Voges erweitert die Szenen um mediale Perspektiven, die Beobachtung, Kontrolle und Distanz thematisieren. Die Lichtgestaltung von Barbara Westernach gliedert den Abend über unterschiedliche Zonen und Intensitäten.

Ensemble

  • Anna Drexler
  • Florian von Manteuffel
  • Carolin Conrad
  • Patrick Isermeyer
  • Max Rothbart
  • Thomas Reisinger
  • Delschad Numan Khorschid
  • Simon Zagermann

Besondere Aspekte dieser Inszenierung

  • eine Auseinandersetzung mit sozialen Hierarchien und ökonomischen Abhängigkeiten im öffentlichen Raum
  • ein Bühnenraum, der zwischen realistischer Umgebung und abstrahierten Strukturen wechselt
  • der Einsatz von Live-Video als Mittel der Beobachtung und Distanzierung
  • eine Erzählweise, die Alltagsmomente mit atmosphärischen Verdichtungen verbindet
  • ein Ensemble, das unterschiedliche soziale Positionen und Perspektiven sichtbar macht

Die Produktion untersucht, wie individuelle Entscheidungen und gesellschaftliche Rahmenbedingungen ineinandergreifen und welche sozialen Mechanismen in alltäglichen Begegnungen sichtbar werden.

1 Kritik

5 von 5 Sterne
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Vom Hoffen, Bangen und Scheitern
9 Stunden her.
Kritik

''Als das Stück 1933 in Zürich mit Therese Giehse in der Hauptrolle auf die Bühne kam, war Gmeyner bereits nach Frankreich emigriert. Als Tochter in einer assimilierten jüdischen Familie geboren, wurde es in Deutschland lebensgefährlich für sie. Später ging sie nach England, konnte aber an ihre frühen Erfolge nicht mehr anknüpfen.

In der Inszenierung von Elsa-Sophie Jach gibt es kein Automatenbüfett auf der MARSTALL-Bühne, sondern eine kreisrunde rote Scheibe, auf der die Schauspieler und Schauspielerinnen artistisches leisten müssen (Bühne: Bettina Pommer).

Oben steht man sehr fragil, das Darunter sieht man nicht.

Erst wenn Niels Voges mit seiner Videokamera kommt und die Gesichter ganz aus der Nähe einfängt. Auch wenn der Einsatz von Live-Videos inzwischen schon sehr überstrapaziert ist, hier passt er genial. Er schafft eine große Intimität, man kommt sich fast schon voyeurhaft vor, wenn man die Menschen dabei beobachtet, wie sie sich Eva nähern: lüstern die Männer, wütend Frau Adam und berechnend Herr Adam. Es gibt nämlich noch Widerstand gegen seine Fischzuchtpläne, einige der Honoratioren sind nicht auf seiner Seite, und dazu braucht er jetzt Eva.'' schreibt Isabella Schmid am 16. Februar 2026 auf KULTURA-EXTRA

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