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Haus der Berliner Festspiele
www.berlinerfestspiele.de
Schaperstraße 24 - 10719 Berlin
Telefon: 030 254 89-0

SPIELPLAN & KARTEN

Bewertung und Kritik zu

von Nina Laisné und François Chaignaud mit Nadia Larcher

Premiere: 19. Juli 2025, Volkstheater Wien, ImPulsTanz

Berlin-Premiere der Koproduktion: 24. Januar 2026, Haus der Berliner Festspiele, Performing Arts Season

Zum Stück: Als internationale Koproduktion entwickeln die Künstler*innen Nina Laisné und François Chaignaud mit der Sängerin Nadia Larcher „Último helecho“: eine Performance, die zugleich von Musik, Gesang und Tanz getragen wird und Barock auf südamerikanische Folklore und Mythologie treffen lässt.

„Último helecho“ ist die zweite Zusammenarbeit von François Chaignaud und Nina Laisné nach der Produktion „Romances inciertos, un autre Orlando“. Zur Realisierung ihres besonderen poetisch-künstlerischen Kosmos bedienen sich die beiden Künstler*innen vielfältiger Sujets und Mittel: Laisné, die neben Performances auch als Filmemacherin und Bildende Künstlerin tätig ist, zeichnet sich für Musik, Regie und Szenografie verantwortlich. Während der ausgebildete Tänzer Chaignaud auf der Bühne auch singt, wird die in Südamerika als Gesangsstar gefeierte Nadia Larcher mit ihm gemeinsam erstmals die Folkloretänze ihrer Heimat erproben. Von der Chacarera über die majestätischen Zambas bis hin zum Huaynos soll das vielfältige Repertoire der traditionellen Musik und Tänze Argentiniens der Performance als Fundament dienen. Auf der Bühne live begleitet wird das Duo von sechs Musiker*innen, deren künstlerische Wurzeln teils im Barock, teils in der Folklore liegen.

Der Abend besteht aus zwei Teilen, deren erster an eine vergangene, versunkene Welt erinnert. Zwei hybride Geschöpfe erwachen darin zum Leben. Der zweite ist geprägt von großer Vitalität und einer Reihe energiegeladener Tänze. Dabei konfrontiert und verbindet „Último helecho“ ästhetische Praktiken aus Europa und Südamerika, und evoziert die gemeinsame Geschichte beider Kontinente, die auch die Geschichte von Marginalisierung und Ausbeutung, von Imperialismus ist. Die Aufführung erforscht – kraft der Poesie und des Fabelhaften, die den Gesängen und Tänzen zugrunde liegen – so auch die Möglichkeiten von Trost und Aussöhnung.

Die künstlerischen Kreationen von François Chaignaud und Nina Laisné sind vielfältige und unverwechselbare Versuche, aus unterschiedlichsten Traditionen und Quellen zu schöpfen. Während Nina Laisné gleichermaßen in den performativen wie auch in den visuellen Künsten tätig ist, arbeitet François Chaignaud als Tänzer, Performer, Sänger und Choreograf. Mit der Sängerin und Komponistin Nadia Larcher aus Argentinien verbindet beide die Lust am Grenzgang und die Sehnsucht nach einer Verschmelzung von Vergangenheit, Geschichte und Gegenwart.

Originalidee, musikalische und szenische Leitung sowie Bühnenbild: Nina Laisné, Choreografie: François Chaignaud, Mitarbeit Choreografie: Néstor "Pola" Pastorive, Musikalische Beratung und künstlerische Mitarbeit: Nadia Larcher, Kostümentwurf: Sarah Duvert, Florence Bruchon, Lichtdesign: Abigail Fowler

Mit: François Chaignaud, Nadia Larcher, Rémi Lécorché, Nicolas Vazquez, Cyril Bernhard/Joan Marin, Jean-Baptiste Henry, Daniel Zapico und Vanessa Garcia.

mit Texten von Denis Johnson und Originalzitaten der NASA-Apollo-Missionen zum Mond

Uraufführung

Regie: Thorsten Lensing

Premiere: 15. Januar 2026, Haus der Berliner Festspiele, Performing Arts Season

Vor-Premiere: 7. Januar 2026, Theater im Pumpenhaus, Münster

Zum Stück: 

In „Tanzende Idioten“ spielen Ursina Lardi, Karin Neuhäuser, Sebastian Blomberg, André Jung und der Schlagzeuger Willi Kellers Überlebende auf dem Weg zur nächsten Katastrophe. Was sie ausmacht, ist eine aberwitzige Mischung aus Brutalität und Zärtlichkeit, Anarchie und metaphysischen Instinkten, Daseinsschmerz und Lebenslust.

Goldie tut, was sie am liebsten tut: Sie baut ihr Haus um. Ihre Freude dabei ist ebenso ansteckend wie verstörend, denn Goldie ist schwer krank. Sie möchte das Beste geben mit einem Körper, der sie aufgibt. Sie weiß, dass sie im Sterben liegt, gibt es aber nicht gerne zu und plant eine Zukunft, die sie nicht mehr hat. Ihr Kater Apollo genießt ihre zunehmende Schwäche: Endlich kann er ungestört auf ihr herumliegen und endlos vor sich hin schnarchen. Goldie sagt ihm all das, was man Menschen nicht sagen darf. Fürchterliches Zeug! 
Plötzlich klingelt es und Goldies frisch verliebter Vater steht mit seiner Geliebten vor der Tür. Die beiden sind mit ihrem Wohnmobil auf dem Weg zum Meer und statten Goldie einen spontanen Überraschungsbesuch ab. Vollkommen unerwartet findet sich der vor Glück beinahe platzende Vater am Sterbebett der eigenen Tochter wieder. Er glaubt sich am Anfang, sie weiß sich am Ende.
In Goldies Zimmer flutet noch einmal die ganze Welt hinein, all das, wovon der Abschied schwerfällt: Wälder, Tiere, das Meer. Im zweiten Teil des Abends wird Goldies Sterben erzählt. Der Lebensraum Erde wird verlassen und aus ihrem Zimmer wird innerhalb von Sekunden der Weltraum.

Ausgangspunkt des gesamten Projekts waren zwei Sätze aus einer Erzählung von Denis Johnson. Er beschreibt darin einen Mann, der im Sterben liegt und Umbaupläne zeichnet. Auf ihm liegt seine Katze und schläft. Von dieser Grundsituation ausgehend schrieb Thorsten Lensing den Text zu „Tanzende Idioten“, in dem er auch immer wieder Formulierungen, Fragmente und Dialoge aus anderen Johnson-Werken aufgreift. Über sich und seine Arbeit sagte Johnson: „Ich würde meine Figuren genauso beschreiben wie mich selbst: Wir sind tanzende Idioten.“
Denis Johnson zählt zu den bedeutendsten US-amerikanischen Gegenwartsautor*innen und wird von Kollegen wie Jonathan Franzen, Philip Roth und David Foster Wallace für seine „Gänsehaut erzeugende“, „uneitel direkte“ und „brutal komische“ Prosa hochverehrt.

Regisseur Thorsten Lensing inszeniert seit Mitte der 1990er-Jahre freie Produktionen, zumeist in Koproduktion mit Theatern und Festivals wie dem Schauspielhaus Zürich, den Sophiensælen in Berlin, Kampnagel Hamburg, dem Künstler*innenhaus Mousonturm in Frankfurt, dem Düsseldorfer Schauspielhaus, dem Theater im Pumpenhaus in Münster, dem Grand Théâtre de la Ville de Luxembourg, den Ruhrfestspielen Recklinghausen, dem Schauspiel Stuttgart, den Münchener Kammerspielen und deSingel in Antwerpen. Dabei arbeitet er stets mit einem festen Stamm an herausragenden Schauspieler*innen. Nach Romanbearbeitungen von Fjodor M. Dostojewskis „Die Brüder Karamasow“ (Friedrich-Luft-Preis 2014) und David Foster Wallaces „Unendlicher Spaß“ (2019 eingeladen zum Theatertreffen) leitete die Präsentation von Thorsten Lensings erstem selbst geschriebenen Stück „Verrückt nach Trost“ (2022 Uraufführung bei den Salzburger Festspielen) im Rahmen der Performing Arts Season 2024/25 eine langfristige Zusammenarbeit mit den Berliner Festspielen ein. Diese Kooperation mit dem in Berlin ansässigen, europaweit erfolgreichen Regisseur und Autor erfährt durch die Uraufführung von „Tanzende Idioten“ ihre Fortsetzung.

Mitarbeit Regie: Benjamin Eggers-Domsky, Musik: Willi Kellers, Bühne: Gordian Blumenthal, Ramun Capaul, Kostüme: Anette Guther, Nuria Heyck, Dramaturgie: Dan Kolber, Thierry Mousset, Dramaturgische Mitarbeit: Anne Inken Bickert.

Mit Sebastian Blomberg, André Jung, Ursina Lardi, Karin Neuhäuser.

Bewertung und Kritik zu

THIKRA: NIGHT OF REMEMBERING 
Akram Khan Company (GB)
Premiere: 25. Januar 2025 (AlUla Arts Festival 2025, Saudi-Arabien) 
Österreich-Premiere: 29. Juni 2025 (Burgtheater Wien) 
Deutschland-Premiere: 11. November 2025 
Haus der Berliner Festspiele

Zum Inhalt: Mit Akram Khan kommt einer der wichtigsten Choreografen des 21. Jahrhunderts erneut zum ImPulsTanz Festival. Schon 2001 zeigte er in der [8:tension] Young Choreographers’ Series sein erstes, damals bereits gefeiertes Solo Rush. Dazwischen choreografierte er u. a. einen ebenso umjubelten Teil der Eröffnung der Olympischen Spiele 2012 in London. Nun kommt mit Thikra: Night of Remembering das sehnlich erwartete neue Stück der weltweit tourenden Compagnie unmittelbar nach seiner Uraufführung im Sommer 2025 zu ImPulsTanz ins Burgtheater. Unter der beeindruckenden visuellen Leitung der preisgekrönten bildenden Künstlerin Manal AlDowayan tauchen Khan und seine künstlerischen Weggefährt*innen einmal mehr tief in die mythologischen und rituellen Schichten der Wüstenlandschaft des Wadi AlFann in AlUla und ihrer Bewohner*innen ein, um Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu versöhnen. Auf der Bühne: ein brillanter Cast mit 14 Tänzerinnen, die mit Bharatanatyam- und westlichem zeitgenössischen Tanz hybride Kulturen, Traditionen und Perspektiven zusammenfließen lassen. Und auch in der brandneuen Arbeit paart sich bei Akram Khan, dem Ausnahmekünstler mit Wurzeln in Bangladesh, die Sorge um das Leben auf der Erde mit einem ergreifenden tänzerischen, musikalischen und visuellen Feuerwerk. Oder, um es mit den Worten der Financial Times zu sagen: Hier spricht einer „auf großartige Weise von großen Dingen”.

Premiere: 7.7.2024, LUMA Arles, Festival Aix-en-Provence

Berlin-Premiere: 16.10.2025, Haus der Berliner Festspiele, Performing Arts Season

Aus der wahren Begebenheit einer historischen Seereise von Marseille in Richtung Martinique entwickelt der südafrikanische Künstler William Kentridge mit „The Great Yes, The Great No“ ein faszinierendes Gesamtkunstwerk, das Theaterstück, Oratorium und Kammeroper zugleich ist. Die Arbeit ist von der antirationalen und erfindungsreichen Dynamik des Surrealismus inspiriert und offenbart die fremdartige Schönheit des Unerwarteten, des Unkonventionellen und des oft Übersehenen.

1941 legt das Schiff „Capitaine Paul Lemerle“ von Marseille ab und nimmt Kurs auf Martinique. Seine Passagiere sind auf der Flucht vor Krieg und Verfolgung: An Bord befinden sich unter anderem die Schriftstellerin Anna Seghers, der Anthropologe Claude Lévi-Strauss und André Breton, Vordenker des Surrealismus. In „The Great Yes, The Great No“ fiktionalisiert William Kentridge diese historische Reise: Kapitän Charon, in der griechischen Mythologie Fährmann der Toten, lädt zahlreiche weitere Figuren aus Vergangenheit und Zukunft auf dieses ganz besondere Schiff, darunter den Psychiater und politischen Denker Frantz Fanon, die Malerin Frida Kahlo sowie Aimé Césaire und die Schwestern Paulette und Jeanne Nardal, Pionierinnen der französischen Négritude-Bewegung. Die symbolische Kraft und Vielschichtigkeit einer Meeresüberquerung eint alle Reisenden; gemeinsam begeben sie sich in eine neue Welt.

Wie so oft nähert sich William Kentridge dem Stoff mit unterschiedlichen künstlerischen Mitteln an: Aus Film, Zeichnung, Schauspiel, Originalmusik und Gesang, Tanz und Literatur entsteht die bildgewaltige und facettenreiche Erzählung einer ganz besonderen Seereise. Die unterschiedlichen Charaktere werden durch originelle Porträtmasken aus Pappe sichtbar gemacht und projizierte Filmaufnahmen eines Miniaturschiffsmodells bilden den Hintergrund des Geschehens. Historische und literarische Epochen überlagern sich, Josephine Baker tanzt mit Joséphine Bonaparte und ein beeindruckender, siebenköpfiger Chor steht mit seinem Gesang für alle Frauen, die nach Sturm und Krieg die Scherben wieder auflesen müssen. In acht verschiedenen Sprachen nehmen Darsteller*innen, Sänger*innen, Tänzer*innen und Musiker*innen in diesem ganz neuartigen Bühnenwerk das Publikum mit auf ihre Reise.

Die bildnerischen Werke von William Kentridge, die in zahlreichen Museen und Galerien weltweit gezeigt wurden, entstehen ebenso wie seine großen Opernproduktionen zumeist in partizipatorischen Prozessen und haben oft einen historischen oder politischen Hintergrund. Bei den Berliner Festspielen war Kentridge zuletzt im Jahr 2016 mit der Ausstellung „NO IT IS!“ und der Installation „More Sweetly Play the Dance“ zu Gast. Ebenfalls 2016 gründete er in Johannesburg das Centre for the Less Good Idea (Zentrum für die weniger gute Idee), einen Ort für experimentelle, kollaborative und disziplinübergreifende Kunstpraxis. Hier entstand in einem umfänglichen Workshop- und Probenprozess auch „The Great Yes, The Great No“ in Zusammenarbeit mit Chor-Komponist und Co-Regisseur Nhlanhla Mahlangu und Co-Regisseur Phala Ookeditse Phala.

Künstlerisches Team

William KentridgeKonzept, Regie
Nhlanhla Mahlangu, Phala O. Phala, Luc de WitCo-Regie
Nhlanhla MahlanguChor-Komponist
Greta GoirisKostümdesign
Sabine Theunissen – Bühnenbild
Tlale MakheneMusikalische Leitung
Mwenya KabweDramaturgie
Urs Schönebaum, Elena GuiLichtdesign
Žana Marović, Janus Fouché, Joshua TrapplerProjektion (Schnitt & Mischung)
Duško Marović SASCKamera
Kim GunningVideosteuerung
Gavan EckhartSounddesign

Darsteller*innen

Xolisile Bongwana, Hamilton Dhlamini, William Harding, Tony Miyambo,Nancy Nkusi, Neil McCarthy

Chor

Anathi Conjwa, Asanda Hanabe, Zandile Hlatshwayo, Khokho Madlala, Nokuthula Magubane, Mapule Moloi, Nomathamsanqa Ngoma

Tänzer*innen

Thulani Chauke, Teresa Phuti Mojela
 

Musiker*innen

Marika Hughes (Violoncello),Liam Robinson (Akkordeon, Banjo), Tlale Makhene (Perkussion),Dana Lyn (Klavier)

Die Chor-Musik wurde gemeinsam mit Anathi Conjwa, Asanda Hanabe, Zandile Hlatshwayo, Khokho Madlala, Nokuthula Magubane, Mapule Moloi und Nomathamsanqa Ngoma komponiert, mit zusätzlichen Solo-Gesangsarrangements von Xolisile Bongwana. 

Die instrumentale Musik für „The Great Yes, The Great No“ wurde von Nathan Koci, Tlale Makhene, Thandi Ntuli und Marika Hughes arrangiert. 

Das Libretto von „The Great Yes, The Great No“ enthält kurze Auszüge aus den Schriften von Bertolt Brecht, André Breton, Aimé Césaire, Suzanne Césaire, Léon-Gontran Damas, Frantz Fanon und anderen.

 

Gastspiel der National Youth Dance Company (NYDC) London: 28.9.2025, Haus der Berliner Festspiele, Tanztreffen der Jugend

Die abendfüllende Hip-Hop-Produktion „Gravity“ der National Youth Dance Company (NYDC) mit 33 Tänzer*innen im Alter von 16 bis 25 Jahren aus ganz England ist am 28. September 2025 als Gastspiel beim 12. Tanztreffen der Jugend zu erleben. Die Choreografie für dieses Projekt übernimmt in diesem Jahr die mit dem Sky Arts Award und dem Olivier Award ausgezeichnete Tanzkompanie Boy Blue unter der Leitung von Michael „Mikey J“ Asante und Kenrick „H2O“ Sandy. „Gravity“ beschäftigt sich mit der Anziehungskraft, die Menschen miteinander verbindet und Gemeinschaften entstehen lässt.  

Die Entstehung von „Gravity“ erstreckte sich über vier intensive Residenzen, in denen die Tänzer*innen nicht nur künstlerisch wuchsen, sondern auch persönlich. Die Diversität innerhalb der Company – unterschiedliche Persönlichkeiten, Tanzstile und biografische Hintergründe – wurde zur Stärke. 

„Es gibt diese Anziehungskraft – wie eine Gravitation – zwischen den Jugendlichen, ihrer Kunst und dem Publikum“, beschreibt Kendrick „H2O“ Sandy die Dynamik. „Wenn junge Menschen zusammenkommen und sich gegenseitig unterstützen, entsteht etwas Mächtiges.“ „Wenn wir jungen Künstler*innen Raum und Ressourcen geben, zeigen sie uns, was möglich ist“, so Michael „Mikey J“ Asante. „Die Energie, die wir in sie investieren, ist eine Investition in die Kultur von morgen.“ 

Für viele der Tänzer*innen ist Tanz weit mehr als Bewegung – er ist Ventil, Sprache, Heimat. „Ich kann meine Wut, meine Traurigkeit, meine Freude durch Tanz ausdrücken. Das hilft mir, mit meinen Gefühlen umzugehen“, sagt Zak, einer der Teilnehmenden. Dexter ergänzt: „In der Schule hatte ich oft Schwierigkeiten. Beim Tanzen darf ich einfach sein, wie ich bin. Es gibt keine Regeln. Ich bin frei.“ 

Der Mitbegründer und Künstlerische Leiter von Boy Blue Kenrick „H2O“ Sandy ist Künstlerischer Partner des Barbican Centre in London und gilt als einer der einflussreichsten Choreografen seiner Generation. Seine Arbeit wurde vielfach ausgezeichnet, u. a. bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele 2012 und 2017 mit dem britischen Verdienstorden MBE (Member of the British Empire). Sandy hat außerdem für Künstlerinnen wie FKA Twigs und Rita Ora sowie für Marken wie Nike und adidas choreografiert. 

Ebenfalls Mitbegründer von Boy Blue, Komponist und Produzent Michael „Mikey J“ Asante, ist assoziierter Künstler am Barbican und komponiert Musik für Bühne, Film und Fernsehen. Zudem ist er Professor für elektronische Musik an der Guildhall School of Music. Zu seinen Arbeiten zählen „Free Your Mind“, „Blak Whyte Gray“, „Tree“ und die Serie „Top Boy“. 2022 wurde er für seine Leistungen im Bereich Hip-Hop und Musik mit dem britischen Verdienstorden MBE (Member of the British Empire) ausgezeichnet.

Mit

Yunus Ayhan (Bexhill-on-Sea), Sara Belal (Leeds), Kingsley Campbell-Golding (London), Orson Crane (Blackpool), Luke Curran (Lewes), Dylan Dennis (Blackpool), Dexter Duffy (Chorley), Mimi Etete-Edge (Brighton), Sheldon Golding (Enfield), Kasra Hastings (Lewes), Florence Hodgson (London), India Hurley (Brighton), Lucca Masters (Birmingham), Zak Michael Smith (Brighton), Thea Petrie (London), Blake Rainey (Blackpool), Dayang Safiya Isabella Abang Suhaili (London), Sonia Sansford (Colchester), Iona Statham (Falmouth), Nya Stewart (Manchester), Ada Trotman (Truro), Faye-Elise Walmsey (Newcastle), Hali Warsame (London), Ella Watson (Mirfield), Marshall Wilson (Macclesfield), James Airey (Chesterfield), Archie Bilsland (Ashford), Monét Brooks (London), Megan Chaytor Wilson (Durham), Francis Henry (Leeds), Luke James (Birmingham), Jacob Lincoln (Ipswich), und Rowan Williams (Frome)

Boy Blue: Kenrick ‘H2O’ Sandy & Michael ‘Mikey J’ AsanteKünstlerische Gastdirektoren 2024-25 
Michael ‘Mikey J’ AsanteKomposition
Ryan Dawson LaightKostümdesign 
Adam Carrée LightingDesign 
Lara Rose McCabe & Nathaniel Impraim-JonesProbenleiter und Assistenz des Choreographen

Bewertung und Kritik zu

BORDA  
Lia Rodrigues Companhia de Danças
 
Premiere: 28. Mai 2025 ( Kunstenfestivaldesarts, Brüssel) 
Deutschland-Premiere: 3. Juni 2025 (Pact Zollverein, Essen) 
Gastspiel: 27./28. August 2025 (Tanz im August) 
Haus der Berliner Festspiele

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Zum Inhalt: Für Lia Rodrigues ist Tanz eine wichtige Form des Lernens und ein Mittel, die Welt zu verändern. In ihrem neuen Stück tanzen neun Menschen und erforschen das Wort ‘borda’. Das kann Grenze, Übergang oder auch Verzierung bedeuten. Sie zeigen Trennungen, aber auch, wie solche Zwischenräume voller Möglichkeiten sein können – und bringen die Ränder zum Tanzen.
In ihrer Arbeit verbindet Lia Rodrigues, überzeugt von der verändernden Kraft des Tanzes, künstlerische Arbeit mit humanitärem Engagement: Tanz ist für sie eine Grundform der menschlichen Bildung. In ihrem neuen Stück gehen zehn Tänzer*innen den vielschichtigen Bedeutungen des Wortes “Borda” – Portugiesisch für Grenze, Schwelle, Saum oder Dekor – nach. Dabei beschwören sie nicht nur Abgrenzungen herauf, von Gruppen und Völkern, Eigenem und Fremden. Sie suchen auch nach den Vieldeutigkeiten und Möglichkeiten dieser Zwischenräume. Und streben danach, die Ränder in Bewegung zu versetzen, sie schweben und tanzen zu lassen.

Von & mit David Abreu, Vitor de Abreu, Raquel Alexandre, Cayo Almeida, João Alves, Valentina Fittipaldi, Andrey de Silva, Leonardo Nunes, Daline Ribeiro

Kreation: Lia Rodrigues
Choreografische Assistenz: Amalia Lima
Dramaturgie: Silvia Soter
Künstlerische Zusammenarbeit: Sammi Landweer
Lichtdesign: Nicolas Boudier

Bewertung und Kritik zu

NÔT  
Marlene Monteiro Freitas
 
Premiere: 5. Juli 2025 (Festival d´Avignon) 
Deutschland-Premiere: 6. August 2025 (Kampnagel Sommerfestival Hamburg)
Berlin-Premiere: 14. August 2025 (Tanz im August) 
Haus der Berliner Festspiele

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Zum Inhalt: Marlene Monteiro Freitas zeigt in “NÔT” eine Welt, in der feste Grenzen und klare Identitäten verschwimmen. Mit Märchen aus 1001 Nacht erzählt sie Geschichten von Liebe, Freiheit und Kampf – wie eine Zwiebel mit vielen Schichten.
Die Arbeiten von Marlene Monteiro Freitas erforschen Orte, in denen Identität und Andersartigkeit verschwimmen. Mit dem Wunsch, Grenzen des Feststehenden und Vertrauten aufzulösen, lädt sie das Publikum auf Terrains der sich verschiebenden Wahrnehmung ein. Ihr neues Stück “NÔT” (Kapverdisches Kreol für ‘Nacht’) schafft auf Basis der Märchen aus 1001 Nacht eine fabelhafte Struktur der Anhäufung, Unterbrechung und Spannung. Es erzählt von Liebe und Krieg, Gefängnis und Freiheit, Laster und Tugend. “NÔT” wird zu einem Artefakt des Überlebens und der Imagination, das, so Freitas, “Abend für Abend die Bühne in eine Zwiebel verwandelt”.

Mit Marie Albert, Joãozinho de Costa, Miguel Filipe, Ben Green, Henri ʻCookieʼ Lesguillier, Tomás Moital, Rui Paixão, Mariana Tembe

Choreografie: Marlene Monteiro Freitas
Assistenz Choreografie: Francisco Rolo
Bühnenbild: Yannick Fouassier, Marlene Monteiro Freitas
Lichtdesign & Technische Direktion: Yannick Fouassier
Lichttechnik: João Chicó
Kostümdesign: Marlene Monteiro Freitas, Marisa Escaleira
Sounddesign: Rui Antunes
Stagemanagement: Ana Luísa Novais

Bewertung und Kritik zu

DESTINATION: ORIGIN  
von Mohammad Rasoulof
 
Premiere: 19. Juni 2024 (Perfoming Exiles-Festival) 
Haus der Berliner Festspiele - Seitenbühne

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Zum Inhalt: Die Theaterinszenierung von Mohammad Rasoulof verwebt die Themen Exil, Identität und künstlerische Freiheit zu einer Performance, die das Publikum dazu einlädt, über die Bedeutung von Heimat und die Kraft der Selbstbestimmung nachzudenken. Setareh Maleki, Mahsa Rostami und Niousha Akhshi, mit denen Rasoulof bereits für seinen Spielfilm „Die Saat des heiligen Feigenbaums“ (2024) zusammengearbeitet hat, stehen nun in „Destination: Origin“ auf der Bühne. Genau wie Mohammad Rasoulof selbst waren sie gezwungen, den Iran zu verlassen. In Berlin am (vermeintlichen) Ziel, durchlaufen die Schauspielerinnen ergänzt um ihre Kollegin Eli Riccardi in der Inszenierung die Stationen ihrer Flucht. Woran orientiert man sich, wenn man die Schranken der ständigen politischen Kontrolle verlässt? Worauf besinnt man sich zurück, um anzukommen in der eigenen Freiheit? Rasoulof entwirft Bilder einer Reise, in der Ziel und Ausgangspunkt verschwimmen.

Mit Niousha Akhshi, Mahsa Rostami, Setareh Maleki, Eli Riccardi

Mohammad Rasoulof – Regie
Yashi – Bühne & Kostüm
Matthias Lilienthal – Dramaturgie
Claudia Peters – Produktionsleitung
Karzan Mahmood – Komposition
Yasi Moradi – Regieassistenz

Bewertung und Kritik zu

SOMETHING IS APPROACHING  
von Carolina Mendonça (IF 2015), São Paulo, & Lara Ferrari
 
Premiere: 20. Juni 2024 (Almost Summer Festival, BUDA, Kortrijk) 
Deutschland-Premiere: 16. Mai 2025
Haus der Berliner Festspiele 

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Zum Inhalt: Carolina Mendonça und ihr Team erforschen, wie Choreografie und Körperpraktiken als feministische Form der Selbstverteidigung fungieren können.

Eine besondere Erfahrung stellte einen Wendepunkt in Carolina Mendonças Schaffen dar: „Vor ein paar Jahren fühlte sich mein Körper plötzlich anders an. So, als würde er eine neue Art von Flüssigkeit produzieren, die sich durch meine Venen bewegte. Mangels einer besseren Bezeichnung begann ich, es Wut zu nennen. Ich konnte nichts damit anfangen.“

Carolina Mendonça – Konzept, Choreografie, Text
Lara Ferrari – Künstlerische Mitarbeit
Carolina Bianchi – Dramaturgie und Recherchepartnerin
Catalina Insignares – Outside Eye
Leticia Skrycky, Laura Salerno – Licht
HIROS – Produktion
Steff Assandri – Kostüme und Raum

Bewertung und Kritik zu

MADE IN CHINA 2.0  
von Wang Chong (IF 2013), Beijing, Mitentwicklung von Emma Valente
 
Premiere: 1. Februar 2023 (Emerson Paramount Center, Boston)
Deutschland-Premiere: 13. Mai 2025
Haus der Berliner Festspiele 

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Zum Inhalt: Wang Chong ist Chinas umtriebigster Theaterregisseur, ein globaler Nomade, der auf seinem Berliner Zwischenstopp ein bewegendes Stück präsentiert, das gleichzeitig künstlerisches Manifest ist.

Wir können nicht wirklich sagen, worum es in dieser Arbeit geht. Wozu diese Geheimniskrämerei? Diese Frage können wir auch nicht wirklich beantworten. Was aber können wir sagen? Diese Performance ist ein überraschendes Solo über kreative Risikobereitschaft. Wang Chong findet sich selbst alleine auf einer Bühne wieder und präsentiert ein persönliches Manifest über das künstlerische Schaffen in der Heimat und im Ausland: eine Performance mit genauso vielen Fragen wie Antworten.

Wang Chong – Text, Co-Regie
Emma Valente – Co-Regie, Ausstattung
Emma Lockhart Wilson – Mitarbeit Austattung
Mark Pritchard – Dramaturgie
Justin Gardam – Bühnenmeister
Edwin Cheah – Produktionsleitung Touring
Blair Hart – Produktionsleitung

PDF-Datei: 29,95 € 23,95 €


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Taschenbuch / Kindle: 39,95 €
Google eBook: 29,95 €


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