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Jacques der Fatalist und sein Herr

Bewertung und Kritik zu

JACQUES DER FATALIST UND SEIN HERR – Theater Bonn

Premiere: 28. Februar 2026, Schauspielhaus Bad Godesberg
Regie: Martin Laberenz
Bühne: Oliver Helf
Kostüme: Adriana Braga Peretzki
Licht: Ansgar Evers
Dramaturgie: Carmen Wolfram

Über die Inszenierung

„Jacques der Fatalist und sein Herr“ greift Denis Diderots spielerische, philosophische und selbstreflexive Erzählstruktur auf und überführt sie in eine theatrale Form, die mit Brüchen, Perspektivwechseln und offenen Erzählbewegungen arbeitet. Die Inszenierung von Martin Laberenz legt den Fokus auf die Dynamik zwischen Erzählen und Handeln, auf die Frage nach Freiheit und Determination sowie auf die performative Präsenz der Darstellerinnen und Darsteller.

Der Bühnenraum von Oliver Helf schafft eine Umgebung, die zwischen Erzählbühne, Spielfläche und abstrakter Struktur wechselt. Adriana Braga Peretzkis Kostüme markieren Rollenwechsel, soziale Positionen und die spielerische Offenheit des Abends. Das Lichtdesign von Ansgar Evers unterstützt die Übergänge zwischen verschiedenen Erzählebenen und atmosphärischen Zuständen. Die dramaturgische Mitarbeit von Carmen Wolfram verbindet die philosophischen Motive des Textes mit der performativen Struktur der Inszenierung.

Ensemble

  • Sophie Basse
  • Christian Czeremnych
  • Lena Geyer
  • Janko Kahle
  • Sören Wunderlich

Besondere Aspekte dieser Inszenierung

  • eine spielerische und selbstreflexive Erzählstruktur, die Diderots Vorlage in theatrale Formen überträgt
  • ein Bühnenraum, der Offenheit, Bewegung und Perspektivwechsel ermöglicht
  • eine Inszenierung, die philosophische Fragen mit performativer Leichtigkeit verbindet
  • ein Ensemble, das zwischen Rollen, Erzählebenen und Figurenkonstellationen flexibel wechselt
  • eine klare Verbindung von Textreflexion, körperlichem Spiel und szenischer Verdichtung

Die Produktion untersucht, wie Freiheit, Zufall und Erzählung miteinander verwoben sind und welche theatrale Energie aus dem Wechselspiel von Philosophie und Spiel entsteht.

1 Kritik

3.0 von 5 Sterne
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Schicksalsgemeinschaften
3 Stunden her.
Kritik

''In der klamaukigen Inszenierung nach Diderot geht es zentral um philosophische Fragen: Folgt Wirkung auf Ursache? Wird das, was man sagt, auch so verstanden, wie man es sagt? Können wir Gefühle bewahren und auf Treue verzichten? Stets hinterfragen die Figuren in den Interaktionen sich selbst, was mitunter ein wenig langatmig erscheint. Hier dürfen Figuren jedoch auch einmal lapidar ausrufen: „Stimmt!“ oder „Das ist mir zu hoch!“ oder „Bitte sag mir, wo der Witz ist.“ oder „Zum Teufel mit der Liebesgeschichte!“

Jacques der Fatalist und sein Herr bricht mit Publikumserwartungen, wenn es mit Bruchstücken und Überschneidungen arbeitet. Verblüffend geduldig und manchmal grell werden exzentrische Rituale, etwa von Madame de la Pommeraye, überzeichnet. Doch neben müden Gags und stumpfem Witz zeigt Laberenz auch Interesse an Körpern und Figuren, die soziale Tabus überschreiten und vielschichtige Bedürfnisse haben. Diese toben mitunter in einem bis ins Absurde gesteigerten Rausch. Musikeinspieler, insbesondere der hypnotische Song „Golden Brown“ von The Stranglers, der doppeldeutig von euphorischen Erfahrungen von Liebe und Heroinkonsum handelt, sorgen für eine entsprechend stimmungsvolle Atmosphäre.'' schreibt Ansgar Skoda am 4. März 2026 auf KULTURA-EXTRA

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