Bewertung und Kritik zu
MARLENE PIAF – Theater der Keller
Premiere: 12. September 2025
Von: Paula Götz & Ulrike Janssen
Genre: Schauspiel / Musiktheater
Format: Biografisch‑fiktionale Annäherung
Künstlerisches Team
Regie: Michael Meichßner
Konzept: Paula Götz
Text & Dramaturgie: Ulrike Janssen
Regieassistenz: Jonas Laiblin
Licht: Jan Wiesbrock
Ensemble
- Paula Götz
- Gleb Tchepki
Über die Inszenierung
„Marlene Piaf“ bringt zwei Ikonen des 20. Jahrhunderts – Marlene Dietrich und Édith Piaf – in einen fiktiven Dialog. Das Stück untersucht, wie sich Künstlerinnenbilder, Selbstinszenierung und weibliche Autonomie überlagern, ergänzen oder widersprechen. Zwischen Glamour, Verletzlichkeit und Selbstbehauptung entsteht ein Abend, der biografische Fragmente mit theatraler Fantasie verbindet.
Michael Meichßners Regie setzt auf Nähe, Direktheit und eine klare Bühnenpräsenz der beiden Darstellenden. Das Konzept von Paula Götz und der Text von Ulrike Janssen schaffen eine dichte, poetische Struktur, die zwischen Erinnerung, Projektion und musikalischen Momenten changiert. Jan Wiesbrocks Lichtgestaltung unterstützt die atmosphärischen Wechsel zwischen Intimität, Bühne und Mythos.
Besondere Aspekte dieser Produktion
- eine poetische, zugleich analytische Annäherung an zwei Ikonen
- ein intimes Zwei‑Personen‑Spiel mit großer emotionaler Bandbreite
- eine klare, reduzierte Regie, die die Figuren in den Mittelpunkt stellt
- ein Konzept, das Biografie, Fiktion und Musik verbindet
- eine atmosphärische Lichtgestaltung, die Stimmungen präzise akzentuiert
„Marlene Piaf“ zeigt, wie zwei Legenden des 20. Jahrhunderts in einem theatralen Fantasieraum aufeinandertreffen – intensiv, musikalisch und emotional vielschichtig.

