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Pelléas et Mélisande

Bewertung und Kritik zu

PELLÉAS ET MÉLISANDE – Staatsoper Unter den Linden

Wiederaufnahme: 21. Juni 2026
Premiere: 17. März 1991
Musik: Claude Debussy

Künstlerisches Team

Musikalische Leitung: François-Xavier Roth
Inszenierung: Ruth Berghaus
Szenische Einstudierung & Spielleitung: Katharina Lang
Bühne & Kostüme: Hartmut Meyer
Einstudierung Chor: Dani Juris

Besetzung

  • [Liste](ca://s?q=Liste)
  • Arkel: Stephen Milling
  • Geneviève: Anne Sofie von Otter
  • Pelléas: Thomas Blondelle
  • Golaud: Simon Keenlyside
  • Mélisande: Magdalena Kožená
  • Yniold: Henrik Brandstetter (Tölzer Knabenchor)
  • Arzt, Hirte: David Oštrek
  • Staatsopernchor
  • Staatskapelle Berlin

Über die Inszenierung

Ruth Berghaus’ legendäre Inszenierung von „Pelléas et Mélisande“ gilt als eine der prägendsten Arbeiten der deutschen Operngeschichte. Ihre klare, symbolistische Bildsprache, die präzise Körperregie und die radikale Reduktion auf psychologische und räumliche Spannung verleihen Debussys Musikdrama eine zeitlose Intensität.

Hartmut Meyers Bühne und Kostüme schaffen eine abstrakte, zugleich poetische Welt, in der Licht, Schatten und Bewegung zentrale dramaturgische Funktionen übernehmen. Die szenische Einstudierung durch Katharina Lang hält die Berghaus‑Ästhetik lebendig und überträgt sie präzise in die Gegenwart.

Unter der musikalischen Leitung von François‑Xavier Roth entfaltet die Staatskapelle Berlin Debussys Klangsprache mit Transparenz, Wärme und dramatischer Spannung. Der Staatsopernchor unter der Einstudierung von Dani Juris ergänzt die Atmosphäre mit feinen, schwebenden Klangflächen.

Besondere Aspekte dieser Produktion

  • [Liste](ca://s?q=Liste)
  • eine der bedeutendsten Berghaus‑Inszenierungen
  • ein abstrakter, symbolischer Bühnenraum
  • präzise Körperregie und starke Bildkompositionen
  • eine musikalisch hochdifferenzierte Interpretation
  • ein Ensemble, das psychologische Tiefe und vokale Feinheit verbindet

Diese Wiederaufnahme zeigt, wie zeitlos und kraftvoll Berghaus’ Inszenierung geblieben ist – ein Meilenstein des modernen Musiktheaters.

1 Kritik

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François-Xavier Roth wieder in Berlin
11 Stunden her.
Kritik

''Was da aus dem Orchestergraben zu hören war, ist im Nachhinein mit Worten kaum zu fassen. Die Musikerinnen und Musiker der Staatskapelle (auch, wie Roth, eine Alleskönnerin der Extraklasse!) schienen ihre jeweiligen Notentexte wie unter Trance verinnerlicht zu haben - "so gesehen" stellten sich dann auch gewisse hörerische Lüste, wie als ob man Drogen eingenommen hätte, ein; so war's bei mir.

Gesangssolistisch wurde aufgeboten, was an Bestem derzeit auf dem internationalen Pelléas-Markt zu haben war, nein, besser ging es nicht - allen voran die unüberbietbare Magdalena Kožená und ihr adäquat auf sie eingestellter Thomas Blondelle in den beiden Titelrollen; sensationell auch Simon Keenlyside als Golaud oder Henrik Brandstetter (vom Tölzer Knabenchor) als Yniold, und - wenn schon nacheinander aufgezählt - Anne Sofie von Otter und Stephen Milling als Golauds & Pelléas Leib- bzw. Stiefeltern oder David Oštrek als Arzt und Hirte nicht zu vergessen.

Seht und hört euch das an!!'' schreibt Andre Sokolowski am 23. Juni 2026 auf KULTURA-EXTRA

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