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Die Entführung aus dem Serail

Bewertung und Kritik zu

DIE ENTFÜHRUNG AUS DEM SERAIL – Staatsoper Unter den Linden

Premiere: 27. Juni 2026
Singspiel von: Wolfgang Amadeus Mozart
Neufassung & Moderationen: Bülent Ceylan, Andrea Moses, Michael Höppner (unter Verwendung des Originaltextes von Johann Gottlieb Stephanie)

Künstlerisches Team

Musikalische Leitung: Thomas Guggeis
Inszenierung: Andrea Moses
Spielleitung: Caroline Staunton, Leander Teßmer
Bühne: Raimund Bauer
Kostüme: Anja Rabes
Licht: Irene Selka
Videodesign: Andrea Gabriel
Einstudierung Chor: Gerhard Polifka
Dramaturgie: Michael Höppner, Detlef Giese

Besetzung

Bassa Selim: Bülent Ceylan
Konstanze: Adela Zaharia
Blonde: Serafina Starke
Belmonte: Siyabonga Maqungo
Pedrillo: Michael Laurenz
Osmin: David Steffens

Chor & Orchester

Staatsopernchor, Staatskapelle Berlin

Über die Inszenierung

Andrea Moses präsentiert Mozarts Singspiel in einer modernen, humorvollen und zugleich gesellschaftlich reflektierten Neufassung. Die Moderationen von Bülent Ceylan, Andrea Moses und Michael Höppner schaffen eine zusätzliche Ebene zwischen Komik, Aktualität und klassischer Operntradition. Die Bühne von Raimund Bauer verbindet klare architektonische Strukturen mit symbolischen Räumen, die die emotionale und komische Dynamik der Handlung unterstützen.

Anja Rabes’ Kostüme spielen mit zeitgenössischen und orientalischen Elementen und betonen die Kontraste zwischen den Figuren. Irene Selkas Lichtgestaltung setzt präzise Akzente und schafft atmosphärische Übergänge. Das [Videodesign](ca://s?q=Videodesign_Oper) von Andrea Gabriel erweitert die Szenen um visuelle Kommentare und rhythmische Impulse.

Unter der musikalischen Leitung von Thomas Guggeis entfaltet die Staatskapelle Berlin Mozarts Partitur mit Leichtigkeit, Präzision und feiner Klangkultur. Der Staatsopernchor unter Gerhard Polifka sorgt für klare, kraftvolle Ensembleszenen.

Besondere Aspekte dieser Produktion

– eine humorvolle, zeitgemäße Neufassung
– starke Moderationen als dramaturgische Erweiterung
– klare, symbolische Bühnenräume
– präzise musikalische Umsetzung
– ein Ensemble, das komische und emotionale Momente verbindet

Diese Produktion zeigt Mozarts Singspiel als lebendigen, modernen und zugleich respektvollen Blick auf ein klassisches Werk.

1 Kritik

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Wolfgang rastet aus
8 Stunden her.
Kritik

''Thomas Guggeis (etliche Zeit vor seiner Berufung zum GMD der Oper Frankfurt als Assistent von Daniel Barenboim am hiesigen Hause tätig und sodurch natürlich mit der Staatskapelle Berlin seit Jahren bestens vertaut) dirigierte vom Hammerklavier aus, und da der Orchestergraben hochgefahren wurde, konnte man selbst aus der Ferne die fast kammermusikalische Aufstellung des Orchesters bemerken; und wie der Guggeis dann mit seinen "bloßen Händen" die Instrumente der Musikerinnen und Musiker zum Ein- und Ausatmen brachte, war schon unerhört, will sagen: So ein luftiges und hochpräzise aufeinander abgestimmtes Orchestespiel hatte ich wohl in meinem ganzen Leben noch nie zuvor in einer live musizierten Entführung wahrnehmen dürfen, es klang nicht nur sensationell sondern sah auch so aus!!

Gesanglich war es nicht minder prächtig! Allen voran Adela Zaharia (als Konstanze) - nein, hatte man derart glasklare Koloraturen je vorher gehört? Drei mordsschwer zu singende Arien galt es zu stemmen, die eine artistischer als die andere, und bei der dritten ("Martern aller Arten") verschlug's mir fast die Sprache - und da ging dann auch die Post im Saal so richtig ab.

Auch die junge Serafina Starke (als Blondchen) verblüffte mit ihren rasierklingenscharfen Höhen.

David Steffens (als Osmin) wäre zwar nicht mit Kurt Moll vergleichbar, überzeugte aber trotzdem.

Bei Siyabonga Maqungo (als Belmonte) war zu konstatieren, dass das Stimm- und diesbezügliche Durchhaltevermögen an gewisse Grenzen stieß. Beim Duett mit Konstanze ("Welch ein Geschick! – O Qual der Seele!") hatte sich dann sein Tenor stabilisieren können.'' schreibt Andre Sokolowski am 28. Juni 2026 auf KULTURA-EXTRA

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