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Rienzi (2026)

Bewertung und Kritik zu

RIENZI – Bayreuther Festspiele

Premiere: 26. Juli 2026
von: Richard Wagner

Künstlerisches Team

Musikalische Leitung: Nathalie Stutzmann
Regie, Bühne & Kostüme: Alexandra Szemerédy, Magdolna Parditka
Licht: Bernd Gallasch
Dramaturgie: Markus Kiesel
Chorleitung: Thomas Eitler-de Lint

Besetzung

Cola Rienzi, päpstlicher Notar: Andreas Schager
Irene, seine Schwester: Gabriela Scherer
Steffano Colonna, Haupt der Familie Colonna: Andreas Bauer Kanabas
Adriano, sein Sohn: Jennifer Holloway
Paolo Orsini, Haupt der Familie Orsini: Michael Nagy
Kardinal Raimondo, päpstlicher Legat: Vitalij Kowaljow
Baroncelli: Matthias Stier
Cecco del Vecchio: Michael Kupfer-Radecky
Ein Friedensbote: Victoria Randem

Chor & Orchester

Festspielchor, Festspielorchester

Über die Inszenierung

Diese Bayreuther „Rienzi“-Produktion verbindet Wagners frühes, politisch aufgeladenes Werk mit einer modernen, bildstarken und dramaturgisch präzisen Inszenierung. Alexandra Szemerédy und Magdolna Parditka schaffen eine Welt, die die historischen Konflikte zwischen Macht, Volk und Institutionen in eine zeitgenössische Bildsprache überführt.

Die Bühne und Kostüme setzen auf klare, symbolische Formen, die die politischen Spannungen und die persönliche Tragik Rienzis sichtbar machen. Bernd Gallaschs Lichtgestaltung verstärkt die dramatischen Kontraste und schafft atmosphärische Räume zwischen öffentlicher Bühne und privater Zerbrechlichkeit.

Unter der musikalischen Leitung von Nathalie Stutzmann entfaltet das Festspielorchester Wagners Partitur mit großer dynamischer Präzision, dramatischer Wucht und farbenreicher Klangfülle. Der Festspielchor unter Thomas Eitler-de Lint sorgt für kraftvolle, klare und emotional intensive Ensembleszenen.

Besondere Aspekte dieser Produktion

– moderne, politisch zugespitzte Wagner-Interpretation
– klare, symbolische Bühnenästhetik
– starke musikalische Umsetzung
– präzise Licht- und Kostümgestaltung
– ein Ensemble mit großer vokaler Präsenz

Diese Bayreuther „Rienzi“-Produktion zeigt Wagners Werk als kraftvolles, politisch scharfes und visuell eindrucksvolles Festspielereignis.

1 Kritik

4.0 von 5 Sterne
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Respektabel
11 Stunden her.
Kritik

''Es wurde also reiflich überlegt, was alles so die Sicht der Dinge heute aktuell sein lassen könnte, und heraus kam eine mehr oder weniger beängstigende Bühnenshow (mit Assoziationspotenzial zu Trump, Putin, Ukraine- und Irankrieg usw. usf.) bei durchaus emotionalem Tiefgang, und für selbigen tat sich v.a. das Protagonisten-Trio mit Andreas Schager (Rienzi), Gabriela Scherer (Irene) und Jennifer Holloway (Adriano) an die buchstäbliche Rampe singen - Schager fiel da diesmal insbesondere bei seinem leiseren statt allzu lautstarken Gebaren (Gebet z.B.) auf, während die beiden Frauen, deren sich gegenseitig überbietende Vibriererei mir total auf die Nerven ging, bei ihren gesanglichen wie darstellerischen Verlautbarungen an ihre jeweiligen Schmerzgrenzen zu gehen schienen; das alles hatte im Ganzen eine ungeheuerliche suggestive Wirkung, deren man sich schwer entziehen konnte; und das Publikum quittierte das am Schluss mit einer kaum zu zügelnden Begeisterung, völlig zurecht.

Rein musikalisch brillierten einmal mehr das Festspielorchester und der Festspielchor (Einstudierung: Thomas Eitler-de Lint). Und Nathalie Stutzmann (s. ihr Bayreuth-Debüt beimTannhäuser 2023) hatte den Dirigentinnenhut bei all dem auf; und auch sie wurde letzten Endes und verdientermaßen in den Himmel gejubelt.'' schreibt Andre Sokolowski am 27. Juli 2026 auf KULTURA-EXTRA

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