Bewertung und Kritik zu
VOM ENDE DER EINSAMKEIT – Schauspielhaus Bochum
Premiere: 7. März 2026
Nach: Benedict Wells
Sparte: Schauspiel
Künstlerisches Team
Regie: Guy Clemens
Bühne und Kostüme: Anja Rabes
Lichtdesign: Johannes Zotz
Video: Anne Rietmeijer
Dramaturgie: Marvin L. T. Müller
Ensemble
- Dominik Dos-Reis – Jules
- Karin Moog – Liz
- Oliver Möller – Marty
- Nina Steils – Alva
- Matthias Max Herrmann – Romanow
- Payam Yazdani – Toni
Über die Inszenierung
„Vom Ende der Einsamkeit“ erzählt die Lebenswege dreier Geschwister, die nach dem Tod ihrer Eltern auf unterschiedliche Weise versuchen, Halt, Nähe und Identität zu finden. Die Bühnenfassung am Schauspielhaus Bochum konzentriert sich auf die emotionalen Brüche, die stillen Momente und die existenziellen Fragen, die Benedict Wells’ Roman prägen.
Guy Clemens inszeniert den Stoff als feinfühliges, atmosphärisches Kammerspiel, das die Figuren in ihrer Verletzlichkeit ernst nimmt. Anja Rabes’ Bühne und Kostüme schaffen einen reduzierten, zugleich poetischen Raum, der Erinnerungen, Verlust und Hoffnung sichtbar macht. Das Lichtdesign von Johannes Zotz und die Videoarbeiten von Anne Rietmeijer erweitern die Erzählung um visuelle Ebenen, die innere Zustände der Figuren spiegeln.
Besondere Aspekte dieser Inszenierung
- eine sensible, intime Annäherung an Benedict Wells’ Roman
- eine reduzierte, atmosphärische Bühne, die Erinnerungsräume öffnet
- ein Ensemble, das mit emotionaler Präzision und großer Nähe spielt
- eine Inszenierung, die Verlust, Identität und Verbundenheit eindringlich verhandelt
- eine starke Verbindung von Licht, Video und Schauspiel
Die Produktion zeigt, wie Menschen trotz Schmerz und Verlust Wege zueinander finden – und wie Theater diese stillen, tiefen Bewegungen sichtbar machen kann.
