Bewertung und Kritik zu
NELKEN – Opernhaus Wuppertal
Uraufführung: 30. Dezember 1982
Ein Stück von: Pina Bausch
Künstlerisches Team
Inszenierung & Choreografie: Pina Bausch
Bühne: Peter Pabst
Kostüme: Marion Cito
Dramaturgie: Raimund Hoghe
Mitarbeit: Matthias Burkert, Hans Pop
Probenleitung: Silvia Farias Heredia, Eddie Martinez
Ensemble
Edd Arnold, Andrey Berezin, Dean Biosca, Naomi Brito, Emily Castelli, Maria Giovanna Delle Donne, Taylor Drury, Alexander López Guerra, Luciény Kaabral, Reginald Lefebvre, Simon Le Borgne, Blanca Noguerol Ramírez, Claudia Ortiz Arraiza, Julian Stierle, Christopher Tandy, Aida Vainieri, Frank Willens
Stuntmen
Moritz Fischer, Bodo Haack, Hendrik Mohr, Florian Szedlarik
Über die Inszenierung
„Nelken“ zählt zu den ikonischsten Arbeiten von Pina Bausch. Das Stück verbindet Tanz, Theater und poetische Bildwelten zu einer Choreografie über Verletzlichkeit, Kontrolle, Nähe und gesellschaftliche Rituale. Die berühmte Nelken‑Landschaft schafft einen Raum zwischen Schönheit und Bedrohung.
Peter Pabsts Bühne mit dem Meer aus Nelken ist eines der stärksten Bilder des Tanztheaters. Marion Citos Kostüme unterstützen die Mischung aus Eleganz, Alltag und emotionaler Offenheit. Die Probenleitung durch Silvia Farias Heredia und Eddie Martinez hält die komplexe choreografische Struktur lebendig und präzise.
Die Dramaturgie von Raimund Hoghe prägt die poetische und zugleich politische Dimension des Abends. Die Stuntmen erweitern die körperliche Ebene um Momente von Risiko, Fallhöhe und physischer Grenzerfahrung.
Besondere Aspekte dieser Produktion
– die ikonische Nelken‑Bühne von Peter Pabst
– Pina Bauschs unverwechselbare Verbindung von Tanz und Theater
– eine große, diverse Ensemblearbeit mit hoher Präzision
– eine poetische, zugleich gesellschaftlich aufgeladene Bildsprache
– Stunt‑Elemente als Erweiterung der körperlichen Ausdrucksformen
„Nelken“ bleibt ein Schlüsselwerk des Tanztheaters Wuppertal – sinnlich, verletzlich, politisch und voller poetischer Kraft.

