Bewertung und Kritik zu
ZAR UND ZIMMERMANN – Deutsche Oper Berlin
Premiere: 20. Juni 2026
Musik: Albert Lortzing
Künstlerisches Team
Musikalische Leitung: Antonello Manacorda
Inszenierung: Martin G. Berger
Bühne: Sarah-Katharina Karl
Kostüme: Esther Bialas
Licht: Sascha Zauner
Video: Vincent Stefan
Klanggestaltung: Alexander Choeb
Choreografie: Marie-Christin Zeisset
Chöre: Thomas Richter
Dramaturgie: Jörg Königsdorf
Besetzung
Peter der Erste / Peter Michaelow: Franz Xaver Schlecht (für den stimmlich indisponierten Artur Garbas, der statt sang „nur“ schauspielte)
Peter Iwanow: Philipp Kapeller
van Bett: Patrick Zielke
Marie: Nadja Mchantaf
Lefort: Jared Werlein
Lord Syndham: Padraic Rowan
Marquis von Chateauneuf: Kieran Carrel
Witwe Browe: Nicole Piccolomini
Raul, Onkel des Zaren:Fabian Gerhardt
Ein Geheimdienstmitarbeiter: Katharina Brehl
Ministerpräsident von Holland: Jörg Schörner
Tänzerinnen und Tänzer
Derrick Amanatidis, Stephen Dole, Charlotte Fischer, Fabio Kopf, Gwennaelle Ludwig, Samantha Mayer, Robin Poell, Verena Schönberger
Chor & Orchester
Chor der Deutschen Oper Berlin
Orchester der Deutschen Oper Berlin
Über die Inszenierung
Martin G. Bergers Inszenierung von „Zar und Zimmermann“ verbindet Lortzings komische Oper mit einer modernen, pointierten Bildsprache. Die Bühne von Sarah-Katharina Karl schafft klare, wandelbare Räume, die zwischen politischer Satire und humorvoller Überzeichnung changieren.
Esther Bialas’ Kostüme spielen mit historischen und zeitgenössischen Elementen und betonen die komischen wie gesellschaftlichen Kontraste der Figuren. Sascha Zauners Licht und Vincent Stefans Videoarbeit setzen präzise Akzente und erweitern die Szenen um atmosphärische Ebenen.
Unter der musikalischen Leitung von Antonello Manacorda entfaltet das Orchester der Deutschen Oper Berlin Lortzings Musik mit Leichtigkeit, Präzision und charaktervollem Klang. Die Chöre unter Thomas Richter sorgen für klare, kraftvolle Ensembleszenen.
Besondere Aspekte dieser Produktion
– eine moderne, pointierte Regie
– klare, wandelbare Bühnenräume
– starke komische Charakterzeichnungen
– präzise musikalische Umsetzung
– ein lebendiges Zusammenspiel von Chor, Solist*innen und Tänzer*innen
Diese Berliner Produktion zeigt „Zar und Zimmermann“ als lebendige, humorvolle und zugleich zeitgemäß reflektierte Opernkomödie.

