von: Marco da Silva Ferreira Premiere: 19. September 2025, Biennale de la Danse de Lyon Deutschland-Premiere: 10. Oktober 2025, PACT Zollverein Essen Berlin-Premiere: 14. August 2026
Künstlerisches Team
Künstlerische Leitung & Dramaturgie: Marco da Silva Ferreira Künstlerische & dramaturgische Assistenz: Catarina Miranda, Cristina Planas Leitão Szenografie: Eric da Costa Musik: Rui Lima, Sérgio Martins Licht: Teresa Antunes, Rui Monteiro Kostüm & Bühne: Marco da Silva Ferreira Produktionsleitung: Mafalda Bastos Produktionsassistenz: Ana Lopes Distribution: ART HAPPENS
Besetzung
Eríc Amorim dos Santos: Performance Fábio Krayze: Performance Doisy Bryan: Performance Marco da Silva Ferreira: Performance Matias Rocha Moura: Performance Max Makowski: Performance Mélanie Ferreira: Performance Nala Revlon: Performance José Santos: Performer (Trainee) Catarina Casqueiro: Performer*in (Residenz) Mélanie Ferreira: Performer*in (Residenz)
Über die Inszenierung
„F*cking Future“ ist ein hochenergetischer, körperlich radikaler Abend, der sich mit Zukunftsvisionen, Identität, Gemeinschaft und Transformation auseinandersetzt. Marco da Silva Ferreira verbindet Clubkultur, zeitgenössischen Tanz, soziale Bewegungen und choreografische Präzision zu einem vibrierenden Bühnenereignis.
Die Performance arbeitet mit hybriden Bewegungsformen, die zwischen Vogueing, urbanen Stilen, zeitgenössischem Tanz und kollektiver Energie wechseln. Die Tänzer*innen bilden ein diverses Ensemble, dessen individuelle
''Der gruppendynamische Steigerungseffekt ließ sich rein optisch nachvollziehen - was den zwischenmenschlichen Aspekt betraf, registrierte ich dann allerdings eine gewisse Leere; der performative Showgrad verselbstständigte sich, und es sah immer irgendwie gut & geil aus, wie obsessiv sich die acht ihren Zuschauenden preisgaben ohne auch nur daran gedacht zu haben ihre schönen Seelen (die ich freilich unter ihren nackten Häuten zu wittern wähnte) durch die eine oder andere Geste offenzulegen also zu offenbaren - - doch nein, Irrtum (bis so kurz vor Schluss), denn:
Als sie anfingen Bruce Springsteens "Dream Baby Dream" im Chor (noch während sie wie die von aller Welt Entrückten tanzten und vorher noch immer lauter werdendes Protest- und Anklagegeschrei nach den selbstgedichteten Versen ihres künstlerischen Leiters absonderten) mitzusingen, wurde sich gegenseitig, fast unbeabsichtigerweise, zart berührt - - - und mehr noch:
Plötzlich stiegen sie über das Publikum hinweg, ja und wie von selbst (und hast du's nicht gesehen) war dann dieses Alle-Menschen-werden-Brüder da! Die Leute tobten vor Begeisterung. War schön zu sehen.'' schreibt Andre Sokolowski am 17. August 2026 auf KULTURA-EXTRA
Standing Ovations gab es am Eröffnungs-Wochenende von Tanz im August für den Portugiesen Marco da Silva Ferreira und seine „F*cking Future“-Choreographie. Ganz allein kommt ein einzelner Tänzer auf die rechteckige, noch dunkle Bühne, zu einem zögerlich einsetzenden Minimal Music-Sound. Nach und nach kommen alle acht Tänzer*innen auf die schmale Fläche, die von Tribünen auf allen vier Seiten eingerahmt ist.
Erste ruckartige Bewegungen setzen ein, auch die Musik wird energetischer, kraftvolle Beats erzeugen Klubatmosphäre. Besonders hervorzuheben sind die Kostüme, die der auch selbst mittanzende Choreograph entworfen hat. Das Ensemble steckt im Leder-Outfit mit transparenten Kettenhemden und blutrot umrandeten Augen.
Auf Militanz und toxische Männlicheit soll dieses Arrangement laut Pressetext hindeuten. Diese Aspekte arbeiten andere Choreographinen wie Sharon Eyal wesentlich präziser heraus, bei ihr formieren sich die Compagnien in viel strengerem Takt zu einer echten Phalanx. Fereira lässt den Tänzer*innen immer Freiraum für Individualität, sie bewegen sich im Takt, sind aber mit kleinen Abweichungen und Nuancen nicht ganz synchron.