Bewertung und Kritik zu
APRÈS MOI, LE DÉLUGE – Tanz im August / Haus der Berliner Festspiele
von: LA(HORDE) – Marine Brutti, Jonathan Debrouwer, Arthur Harel
Premiere: 30. Juni 2026, Montpellier Danse Festival
Deutschland-Premiere: 12. August 2026, Kampnagel, Sommerfestival
Berlin-Gastspiel: 20.–22. August 2026, Haus der Berliner Festspiele, Tanz im August
Künstlerisches Team
Konzept & Regie: LA(HORDE) – Marine Brutti, Jonathan Debrouwer, Arthur Harel
Choreografie: LA(HORDE) in Zusammenarbeit mit den Tänzer*innen und den Probenleiter*innen des Ballet national de Marseille
Künstlerische Mitarbeit Choreografie: Valentina Pace, Jacquelyn Elder, Angel Martinez Hernandez, Julien Monty
Externe Beratung: Alain Damasio
Bühne: LA(HORDE), Julien Peissel
Bühnenbautechnik: Hervé Cherblanc
Technische Beratung: Rémi d’Apolito, Julien Parra, Sébastien Mathé
Künstlerische Assistenz: Nadia El Hakim
Komposition: Pierre Aviat
Licht: Eric Wurtz
Mitarbeit Licht: Gaspard Juan
Kostüm: Salomé Poloudenny & LA(HORDE)
Kostümproduktion: Salomé Poloudenny mit Assistenz von Sandra Pomponio, Agathe Palthey
Bühnenbau: Werkstätten der Comédie de Genève, Sud Side les ateliers
Besetzung
Von & mit: Nina Auerbach, Isaïa Badaoui, Alida Bergakker, Arno Brys, Isla Clarke, Pierpaolo Cosentino, Titouan Crozier, João De Castro Franca, Nathan Gombert, Jonatan Myhre Jørgensen, Yoshiko Kinoshita, Dana Pajarillaga, Kevin Pajarillaga, Aya Sato, Gabriella Sibeko, Eden Solomon, Elena Valls Garcia, Luca Völkel, Layne Paradis Willis, Lung Ssu Yen (wechselnde Besetzung)
Über die Inszenierung
„Après moi, le déluge“ ist eine großformatige, körperlich intensive Arbeit von LA(HORDE), die sich mit kollektiver Bewegung, politischer Energie und gesellschaftlichen Umbrüchen auseinandersetzt. Die Choreografie verbindet virtuose Gruppenformationen mit eruptiven, individuellen Impulsen.
Das Ballet national de Marseille bildet ein vielstimmiges Ensemble, dessen körperliche Präzision und dynamische Präsenz die Handschrift von LA(HORDE) sichtbar machen: eine Mischung aus Urban Dance, zeitgenössischem Tanz, digitalen Bewegungsarchiven und physischer Wucht.
Die Bühne von LA(HORDE) und Julien Peissel schafft einen wandelbaren Raum, der zwischen Leere, Überfüllung und struktureller Verdichtung wechselt. Eric Wurtz’ Licht und Pierre Aviats Komposition formen eine Atmosphäre, die zwischen Bedrohung, Ekstase und kollektiver Kraft oszilliert.
Die zahlreichen künstlerischen Mitarbeitenden – von Choreografie über Technik bis Kostüm – tragen zu einer komplexen, vielschichtigen Ästhetik bei, die die Themen Macht, Körper und Gemeinschaft in ein intensives Spannungsfeld setzt.
Besondere Aspekte dieser Produktion
– großformatige, körperlich radikale Gruppenchoreografie
– hybride Ästhetik zwischen Urban Dance, Zeitgenössischem und digitaler Bewegung
– starke Licht- und Klangdramaturgie
– wandelbare, kraftvolle Bühnenarchitektur
– ein Ensemble mit enormer physischer Präsenz
„Après moi, le déluge“ ist ein überwältigender, politisch aufgeladener und körperlich intensiver Abend, der die kollektive Energie des Ballet national de Marseille eindrucksvoll entfaltet.





