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Der fliegende Holländer (2021)

Bewertung und Kritik zu

DER FLIEGENDE HOLLÄNDER – Bayreuther Festspiele

Wiederaufnahme: 29. Juli 2026
Premiere: 25. Juli 2021
von: Richard Wagner

Künstlerisches Team

Musikalische Leitung: Oksana Lyniv
Regie & Bühne: Dmitri Tcherniakov
Kostüm: Elena Zaytseva
Licht: Gleb Filshtinsky
Dramaturgie: Tatiana Werestchagina
Chorleitung: Thomas Eitler-de Lint

Besetzung

Daland: Mika Kares
Senta: Elisabeth Teige
Erik: Benjamin Bruns
Mary: Nadine Weissmann
Der Steuermann: Kieran Carrel
Der Holländer: Nicholas Brownlee

Chor & Orchester

Festspielchor, Festspielorchester

Über die Inszenierung

Dmitri Tcherniakovs Inszenierung des „Fliegenden Holländers“ setzt auf eine psychologisch dichte Erzählweise, die den Mythos des verfluchten Seefahrers in eine moderne, gesellschaftlich aufgeladene Bildwelt überführt. Die Bühne verbindet realistische Räume mit symbolischen Ebenen, die die innere Zerrissenheit der Figuren sichtbar machen.

Elena Zaytsevas Kostüme schaffen klare Charakterbilder und betonen die Kontraste zwischen Sentas romantischer Sehnsucht und der düsteren Präsenz des Holländers. Gleb Filshtinskys Lichtgestaltung verstärkt die dramatischen Kontraste und setzt atmosphärische Akzente zwischen Hoffnung, Bedrohung und Schicksal.

Unter der musikalischen Leitung von Oksana Lyniv entfaltet das Festspielorchester Wagners Partitur mit großer Klarheit, dynamischer Bandbreite und emotionaler Intensität. Der Festspielchor unter Thomas Eitler-de Lint sorgt für kraftvolle, präzise Klangflächen, die die dramatische Wucht des Werkes tragen.

Besondere Aspekte dieser Produktion

– psychologisch dichte Regie
– klare, atmosphärische Bühnenästhetik
– starke musikalische Interpretation
– präzise Licht- und Kostümgestaltung
– ein Ensemble mit großer vokaler Präsenz

Diese Bayreuther Produktion zeigt Wagners „Fliegenden Holländer“ als intensives, vielschichtiges und visuell eindrucksvolles Festspielereignis.

1 Kritik

5 von 5 Sterne
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Durchschlagskräftig
3 Stunden her.
Kritik

''Genial vorausgedacht. Und ebenso genial vorausgedacht und "praktisch umgesetzt": Mary, die derzeitige Frau Dalands und (den ausdrucksstarken Mimiken von Nadine Weissmann logisch folgend) Stiefmutter von Senta, knallt den seine Rache vollumfänglich verübt habenden Holländer am Schluss der Oper ab, und Senta & Mary umarmen sich frei nach dem Motto: "Es ist vollbracht." Ja und da bleibt mir nach wie vor [ich hab' das jetzt schon zweimal gesehen, einmal bei "Wagner im Kino" und vor zwei Jahren live vor Ort] die Spucke weg.

Auch musikalisch haute es mich um: Elisabeth Teige (als Senta) und Benjamin Bruns (als Erik): das Beste, was man derzeit gesanglich geboten kriegen kann. Mika Kares (Daland), Nicholas Brownlee (Holländer) und Kieran Carrel (Steuermann): nicht unähnlich dem obig bereits Bemerktem. Festspielchor (Einstudierung: Thomas Eitler-de Lint) und Festspielorchester: dto. Und auch Dirigentin Oksana Lyniv wurde hochverdientermaßen mit viel Beifallsregen besonnt!'' schreibt Andre Sokolowski am 30. Juli 2026 auf KULTURA-EXTRA

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