Bewertung und Kritik zu
TRÄUME IN EUROPA – Staatsschauspiel Dresden
Uraufführung: 9. Mai 2026
Von: Wolfram Lotz
Regie & Bühne: Sebastian Hartmann
Kostüme: Adriana Braga Peretzki
Musik: Friederike Bernhardt
Choreografie: Rônni Maciel
Lichtdesign: Lothar Baumgarte
Dramaturgie: Jörg Bochow
Mit: Marin Blülle, Gina Calinoiu, Jakob Fließ, Philipp Grimm, Henriette Hölzel, Nihan Kirmanoğlu, Paul Kutzner, Torsten Ranft, Sarah Schmidt, Nadja Stübiger sowie Friederike Bernhardt (Live-Musik)
Über die Inszenierung
Sebastian Hartmann entwickelt mit „Träume in Europa“ eine bildmächtige, poetisch‑düstere Theaterlandschaft, die Wolfram Lotz’ Textuniversum in eine offene, traumlogische Struktur übersetzt. Die Inszenierung bewegt sich zwischen Vision, Fragment, politischem Kommentar und existenziellem Schwebezustand. Europa erscheint als Raum der Sehnsüchte, der Erschöpfung, der Widersprüche – ein Kontinent im Zustand des Träumens und des Zerfalls.
Hartmanns Bühne ist ein wandelbarer, atmosphärisch dichter Raum, der sich zwischen Installation, Albtraum und poetischem Tableau entfaltet. Adriana Braga Peretzkis Kostüme verstärken die Überzeichnung und Entrückung der Figuren, während Friederike Bernhardts Live‑Musik den Abend rhythmisch und emotional strukturiert. Rônni Maciels Choreografie verleiht dem Ensemble eine körperliche Sprache, die zwischen Ekstase, Erschöpfung und kollektiver Bewegung oszilliert.
Ensemble
- Marin Blülle
- Gina Calinoiu
- Jakob Fließ
- Philipp Grimm
- Henriette Hölzel
- Nihan Kirmanoğlu
- Paul Kutzner
- Torsten Ranft
- Sarah Schmidt
- Nadja Stübiger
- Friederike Bernhardt – Live-Musik
Besondere Aspekte dieser Inszenierung
- eine traumlogische, fragmentarische Erzählstruktur typisch für Lotz und Hartmann
- eine visuell überwältigende Bühne zwischen Installation, Vision und Albtraum
- Live‑Musik als atmosphärisches Grundgerüst des Abends
- ein Ensemble, das zwischen Text, Körperlichkeit und Choreografie vermittelt
- eine poetische, zugleich politisch aufgeladene Reflexion über Europa
Die Produktion untersucht, wie ein Kontinent sich selbst imaginiert – und wie Träume, Ängste und politische Realitäten ineinandergreifen, wenn Europa zum Schauplatz innerer und äußerer Krisen wird.




