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Monologe – Theaterbühne


Klassische Monologe zum Vorsprechen: 
Monologe für Männer / Schauspieler  

Rolle: Acaste 
Stück: Der Menschenfeind 
Autor: Molière 

Erscheinungsjahr: 1667 
Originalsprache: Französisch 
Übersetzung (Deutsch): Ludwig Fulda 
Übersetzung (Englisch): Charles Heron Wall


3. Akt, 1. Auftritt 

Acaste und Clitander 

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ACASTE:
Auf Ehre, Freund, wenn ich mein Leben prüfe, 
So find' ich gar nichts, was mir Kummer schüfe. 
Ich habe Geld, bin jung, man nennt mit Recht 
Altadelig das Haus, dem ich entsprossen; 
Durch meinen Rang und mein Geschlecht 
Ist jede Stellung mir erschlossen, 
Und Mut, der doch am höchsten wird gepriesen, 
Mir fehlt er nicht, das weiß man überall; 
Ich hab' in einem wohlbekannten Fall 
Als äußerst kühn und schneidig mich erwiesen. 
Geist hab' ich fraglos und Geschmack dabei, 
Kann aburteilen, ohne nachzudenken, 
Und in Premièren – meine Schwärmerei – 
Sitz' ich als Kenner auf den ersten Bänken. 
Ich mache Stimmung, klatsche oder gähne, 
Bei schönen Stellen leit' ich den Applaus; 
Ich bin gewandt, ich seh' nicht übel aus, 
Bin gut gewachsen, habe hübsche Zähne, 
Und daß ich meine Kleider weiß zu tragen, 
Das wird wohl niemand zu bestreiten wagen. 
Ich hab' den allerbesten Namen, 
Bin gern gesehn bei Hof, beliebt bei Damen.


3. Act, 1. Scene

Acaste and Clitander 

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ACASTE: By Jove! I do not see, when looking at myself, that I have any reason to be sad. I am rich and young; I come of a family which can call itself noble with some appearance of truth; and I think that, thanks to the rank I hold from my ancestors, there are few positions for which I am not fit. As for courage, which we ought to value above all things, it is well known, without boasting on my part, that I am not wanting in that, and people have seen me carry on a certain affair of honour with vigour and determination enough. As for wit, I undoubtedly possess some. I have also good natural taste, which enables me to judge and reason upon everything without study; to play the knowing critic upon the stage, when, to my delight, any new piece comes out; to give my opinion as a judge, and to set the whole house going at all the passages which deserve applause. I have tact, perfect manners, good looks, particularly fine teeth, and a very elegant figure. As to dress, few, I believe, would dispute the palm with me. I am esteemed as much as one can be; greatly beloved by the fair sex, and in favour with the king. Now, I do think that with all these advantages, my dear marquis, I do verily think that a man may well rest satisfied with himself in whatever country he may be.

 


3. Act, 1. Scène

Acaste et Clitander 

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ACASTE:
Parbleu, je ne vois pas, lorsque je m’examine,
Où prendre aucun sujet d’avoir l’âme chagrine.
J’ai du bien, je suis jeune, et sors d’une maison
Qui se peut dire noble, avec quelque raison ;
Et je crois, par le rang que me donne ma race,
Qu’il est fort peu d’emplois, dont je ne sois en passe.
Pour le cœur, dont, sur tout, nous devons faire cas,
On sait, sans vanité, que je n’en manque pas ;
Et l’on m’a vu pousser, dans le monde, une affaire,
D’une assez vigoureuse, et gaillarde manière.
Pour de l’esprit, j’en ai, sans doute, et du bon goût,
À juger sans étude, et raisonner de tout ;
À faire aux nouveautés, dont je suis idolâtre,
Figure de savant, sur les bancs du théâtre ;
Y décider, en chef, et faire du fracas
À tous les beaux endroits qui méritent des has.
Je suis assez adroit, j’ai bon air, bonne mine,
Les dents belles, surtout, et la taille fort fine.
Quant à se mettre bien, je crois, sans me flatter,
Qu’on serait mal venu, de me le disputer.
Je me vois dans l’estime, autant qu’on y puisse être,
Fort aimé du beau sexe, et bien auprès du maître :
Je crois, qu’avec cela, mon cher Marquis, je croi,
Qu’on peut, par tout pays, être content de soi.

 


Monologe – Theaterbühne


Monologe aus Romanen zum Vorsprechen: 
Monologe für Männer / Schauspieler 

Rolle: Der Kapitän 
Roman: Taipi 
Autor: Herman Melville 

Erscheinungsjahr: 1846 
Originalsprache: Englisch 
Übersetzung (Deutsch): Karl Federn


5. Kapitel 

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DER KAPITÄN: Nun, Leute, da wir sechs Monate Kreuzerfahrt hinter uns haben und der größte Teil der Arbeit im Hafen getan ist, nehme ich an, daß ihr an Land gehen wollt. Gut, eure Wache soll heute Urlaub haben, und sobald ihr wollt, könnt ihr euch fertigmachen und gehen. Aber wohlverstanden, ich gebe euch Urlaub, weil ihr brummen würdet wie alte Kanoniere, wenn ich es nicht täte; wenn ihr aber meinem Rat folgt, so bleibt jeder Mutter Sohn an Bord und geht den blutigen Kannibalen aus dem Wege. Denn zehn zu eins, Leute, wenn ihr an den Strand geht, werdet ihr in irgendeine höllische Streiterei kommen, und dann ist's aus mit euch; denn wenn die tätowierten Halunken euch nur ein kleines Stück in ihr Tal hineinkriegen können, dann fangen sie euch ab, des könnt ihr gewiß sein. Viele weiße Männer sind hier ans Land gegangen, und man hat sie nie wiedergesehen. Erst vor zwei Jahren ist die alte ›Dido‹ hier eingelaufen und eine Wache ging auf Urlaub; eine Woche lang hörte man nichts von ihnen, die Eingeborenen schwuren, sie wüßten von nichts; nur drei von ihnen kamen je wieder an Bord, und dem einen war das Gesicht für immer entstellt, denn die verfluchten Heiden hatten ihm einen breiten Fleck hineintätowiert. Aber ich sehe schon, es ist zwecklos zu reden, denn ihr wollt ans Land; ich will euch also nur noch das eine sagen: meine Schuld ist's nicht, wenn die Kerle euch fressen. Vielleicht kommt ihr noch durch, wenn ihr in der Nähe des französischen Lagers bleibt und vor Sonnenuntergang wieder an Bord seid. Denkt daran, wenn ihr auch alles andere, was ich euch jetzt gesagt, vergeßt. Also los, rührt euch und macht euch klar zum Anlaufen! Nach zwei Glasen wird ein Boot bemannt, um euch an Land zu setzen, und Gott sei euch gnädig!


1. Chapter 

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CAPTAIN: Now, men, as we are just off a six months' cruise, and have got through most all our work in port here, I suppose you want to go ashore. Well, I mean to give your watch liberty today, so you may get ready as soon as you please, and go; but understand this, I am going to give you liberty because I suppose you would growl like so many old quarter gunners if I didn't; at the same time, if you'll take my advice, every mother's son of you will stay aboard and keep out of the way of the bloody cannibals altogether. Ten to one, men, if you go ashore, you will get into some infernal row, and that will be the end of you; for if those tattooed scoundrels get you a little ways back into their valleys, they'll nab you--that you may be certain of. Plenty of white men have gone ashore here and never been seen any more. There was the old Dido, she put in here about two years ago, and sent one watch off on liberty; they never were heard of again for a week--the natives swore they didn't know where they were--and only three of them ever got back to the ship again, and one with his face damaged for life, for the cursed heathens tattooed a broad patch clean across his figure-head. But it will be no use talking to you, for go you will, that I see plainly; so all I have to say is, that you need not blame me if the islanders make a meal of you. You may stand some chance of escaping them though, if you keep close about the French encampment,--and are back to the ship again before sunset. Keep that much in your mind, if you forget all the rest I've been saying to you. There, go forward: bear a hand and rig yourselves, and stand by for a call. At two bells the boat will be manned to take you off, and the Lord have mercy on you!


Monologe – Theaterbühne


Monologe aus Romanen zum Vorsprechen: 
Monologe für Männer / Schauspieler 

Rolle: Ismael 
Roman: Moby Dick 
Autor: Herman Melville 

Erscheinungsjahr: 1851 
Originalsprache: Englisch 
Übersetzung (Deutsch): Wilhelm Strüver


1. Kapitel 

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ISMAEL: Nennt mich Ismael. Als ich vor einigen Jahren – wie lange es genau her ist, tut wenig zur Sache – so gut wie nichts in der Tasche hatte und von einem weiteren Aufenthalt auf dem Lande nichts mehr wissen wollte, kam ich auf den Gedanken, ein wenig zur See zu fahren, um die Welt des Meeres kennenzulernen. Man verliert auf diese Weise seinen verrückten Spleen, und dann ist es auch gut für die Blutzirkulation. Wenn man den scheußlichen Geschmack auf der Zunge nicht loswerden kann; wenn man das Frostgefühl eines feuchten und kalten Novembers auf der Seele hat; wenn man unwillkürlich vor jedem Sargmagazin stehenbleibt und jedem Leichenzug nachsieht, wenn man sich der Schwermut nicht mehr erwehren kann, daß man auf die Straße stürzen und vorsätzlich den Leuten den Hut vom Kopfe schlagen müßte, dann ist es allerhöchste Zeit, auf See zu gehen. Das ist für mich Ersatz für Pistole und Kugel. Cato stürzte sich mit einer philosophischen Geste in sein Schwert. Ich entscheide mich in aller Ruhe für das Schiff. Das ist durchaus nichts Besonderes! Wenn sie es wüßten, so würden mit der Zeit mehr oder weniger alle dem Ozean mit denselben Gefühlen begegnen wie ich. [...] Wenn ich nun sage, daß ich nicht als Passagier, wenn ich auch um Augen und Lungen anfange, besorgt zu werden, zur See gehe, so habe ich dafür meine Gründe. Schon weil man als Passagier Geld braucht, und ich keins habe. Was sind auch Passagiere, die seekrank werden, leicht die Haltung verlieren, des Nachts nicht schlafen können und mit der See nicht viel anzufangen wissen! Ich möchte auch nicht als Kommandant, als Kapitän oder als Schiffskoch gehen. Ich überlasse den Ruhm und die mit hohen Ämtern verbundenen Ehrungen denen, die darauf Wert legen. Als Koch könnte ich mir ja viel Lob erwerben. Aber ich kann aus irgendwelchen Gründen dem Braten von Geflügel nicht viel Geschmack abgewinnen. Nicht, daß ich für das gebratene Geflügel, wenn es mit Butter geschmort und anständig gesalzen und gepfeffert ist, nicht zu haben wäre! Es gibt niemand, der vor einem gebratenen Stück Geflügel größeren Respekt, ja größere Ehrfurcht hätte als ich! Wie müssen die alten Ägypter in ihre gekochten Ibisvögel und gerösteten Flußpferde vernarrt gewesen sein, daß man die Mumien dieser Tiere als Zeichen der Verehrung in ihren kolossalen Backhäusern, den Pyramiden, vorfindet! Wenn ich nun zur See gehe, so will ich einfacher Matrose sein, der seinen Platz am Mast hat, sich in die Vorderkajüte fallen läßt und von da bis zum Oberbramsegel emporsteigt. Natürlich werden sie mich wie eine Heuschrecke auf der Wiese von Spiere zu Spiere springen lassen. Selbstverständlich ist solch ein Leben alles andere als angenehm. Es wird einem schwer, wenn man von den van Renselears, den Randolphs oder den Hardicanutes, alten, ehrwürdigen Familien, abstammt. Und mit der Hand, die jetzt Teereimer anfaßt, hat man sich vor den längsten Bengels, als man noch zu Lande Lehrer war, Respekt verschafft. Es ist ein Übergang, der wohl zu merken ist. Man muß viel von einem Seneca und den Stoikern mitgekriegt haben, wenn man nicht mit der Wimper zuckt. Aber auch dieser Vorrat geht mit der Zeit drauf! Was soll man tun, wenn ein alter Knacker von Kapitän mir befiehlt, einen Besen anzufassen und das Deck abzufegen? Was bedeutet diese Würdelosigkeit an dem Maßstab des Neuen Testamentes gemessen? Glaubst du etwa, daß der Erzengel Gabriel eine geringere Meinung von mir hat, weil ich dem alten Knacker auf der Stelle und ehrerbietig gehorcht habe? Wer ist kein Sklave? Nenne mir einen! Nun, was die alten Kapitäne mir auch befehlen mögen, wie sehr sie mich auch knuffen und zurechtstauchen, ich weiß, daß alles seinen Sinn hat. Ich weiß, daß jeder auf die eine oder die andere Weise vom physischen oder vom metaphysischen Standpunkte aus den gleichen Dienst leisten muß und daß der Knuff im Weltall weitergegeben wird. Alle sollten sich daher gegenseitig die Schulter reiben und den Mund halten! Wenn ich Matrose werde, so geschieht es, weil ich für meine Mühe bezahlt werde. Hast du schon mal gehört, daß man Passagieren einen Pfennig gibt, im Gegenteil, Passagiere haben zu zahlen. Das ist es ja gerade, ob man zahlt oder bezahlt wird. Und das Zahlen ist das peinlichste, was uns die beiden Apfeldiebe aus dem Paradiese eingebrockt haben! Aber das Bezahltwerden ist ein vornehmes und wundervolles Gefühl. Besonders wenn man bedenkt, daß das Geld die Wurzel allen Übels ist und kein Reicher in das Himmelreich kommt.


1. Chapter 

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ISHMAEL: Call me Ishmael. Some years ago--never mind how long precisely--having little or no money in my purse, and nothing particular to interest me on shore, I thought I would sail about a little and see the watery part of the world. It is a way I have of driving off the spleen and regulating the circulation. Whenever I find myself growing grim about the mouth; whenever it is a damp, drizzly November in my soul; whenever I find myself involuntarily pausing before coffin warehouses, and bringing up the rear of every funeral I meet; and especially whenever my hypos get such an upper hand of me, that it requires a strong moral principle to prevent me from deliberately stepping into the street, and methodically knocking people's hats off--then, I account it high time to get to sea as soon as I can. This is my substitute for pistol and ball. With a philosophical flourish Cato throws himself upon his sword; I quietly take to the ship. There is nothing surprising in this. If they but knew it, almost all men in their degree, some time or other, cherish very nearly the same feelings towards the ocean with me. Now, when I say that I am in the habit of going to sea whenever I begin to grow hazy about the eyes, and begin to be over conscious of my lungs, I do not mean to have it inferred that I ever go to sea as a passenger. For to go as a passenger you must needs have a purse, and a purse is but a rag unless you have something in it. Besides, passengers get sea-sick--grow quarrelsome--don't sleep of nights--do not enjoy themselves much, as a general thing;--no, I never go as a passenger; nor, though I am something of a salt, do I ever go to sea as a Commodore, or a Captain, or a Cook. I abandon the glory and distinction of such offices to those who like them. For my part, I abominate all honourable respectable toils, trials, and tribulations of every kind whatsoever. It is quite as much as I can do to take care of myself, without taking care of ships, barques, brigs, schooners, and what not. And as for going as cook,--though I confess there is considerable glory in that, a cook being a sort of officer on ship-board--yet, somehow, I never fancied broiling fowls;--though once broiled, judiciously buttered, and judgmatically salted and peppered, there is no one who will speak more respectfully, not to say reverentially, of a broiled fowl than I will. No, when I go to sea, I go as a simple sailor, right before the mast, plumb down into the forecastle, aloft there to the royal mast-head. True, they rather order me about some, and make me jump from spar to spar, like a grasshopper in a May meadow. And at first, this sort of thing is unpleasant enough. It touches one's sense of honour, particularly if you come of an old established family in the land, the Van Rensselaers, or Randolphs, or Hardicanutes. And more than all, if just previous to putting your hand into the tar-pot, you have been lording it as a country schoolmaster, making the tallest boys stand in awe of you. The transition is a keen one, I assure you, from a schoolmaster to a sailor, and requires a strong decoction of Seneca and the Stoics to enable you to grin and bear it. But even this wears off in time. What of it, if some old hunks of a sea-captain orders me to get a broom and sweep down the decks? What does that indignity amount to, weighed, I mean, in the scales of the New Testament? Do you think the archangel Gabriel thinks anything the less of me, because I promptly and respectfully obey that old hunks in that particular instance? Who ain't a slave? Tell me that. Well, then, however the old sea-captains may order me about--however they may thump and punch me about, I have the satisfaction of knowing that it is all right; that everybody else is one way or other served in much the same way--either in a physical or metaphysical point of view, that is; and so the universal thump is passed round, and all hands should rub each other's shoulder-blades, and be content. And more importantly, I always go to sea as a sailor, because they make a point of paying me for my trouble, whereas they never pay passengers a single penny that I ever heard of. On the contrary, passengers themselves must pay. And there is all the difference in the world between paying and being paid. The act of paying is perhaps the most uncomfortable infliction that the two orchard thieves entailed upon us. But BEING PAID,--what will compare with it? The urbane activity with which a man receives money is really marvellous, considering that we so earnestly believe money to be the root of all earthly ills, and that on no account can a monied man enter heaven. Ah! how cheerfully we consign ourselves to perdition!


 


Monologe – Theaterbühne


Klassische Monologe zum Vorsprechen: 
Monologe für Männer / Schauspieler  

Rolle: König Eduard 
Stück: König Eduard II.
Autor: Christopher Marlowe 

Erscheinungsjahr: 1592  
Originalsprache: Englisch 
Übersetzung (Deutsch): Alfred Walter Heymel


5. Akt, 1. Auftritt 

König Eduard, Leicester, Bischof von Winchester und Trussell. 

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KÖNIG EDUARD:
Lester, wenn gutes Wort mich trösten könnte,
hätte dein Zuspruch längst mein Leid gelindert,
denn immer warst du gut und liebevoll.
Der Bürger Schmerzen sind gar bald gestillt,
doch die der Könige nicht. Der wunde Hirsch
rennt um ein Kraut, das seine Wunde schließe;
doch klafft das Fleisch dem königlichen Leun,
reißt er und rauft es mit der grimmigen Pranke,
und außer sich vor Wut, daß niedere Erde
sein Blut soll trinken, bäumt er sich gen Himmel;
so stehts um mich, des unerschrockenen Sinn
der Ehrgeiz Mortimers zu beugen trachtet
und dieser Königin Mißart, Isabells
der Falschen, die mich so gefangen setzte.
Ach, solches Überleid sättigt die Seele,
daß ich auf Fittichen des Grolls und Ekels
mich oft genug zum Himmel schwingen möchte,
um beide vor den Göttern zu verklagen.
Bedenk ich dann, daß ich ein König bin,
dünkt mir, ich soll mich für die Unbill rächen,
die Mortimer und Isabell mir taten.
Doch was sind Könige, wenn die Macht dahin?
Nur scharfe Schatten eines Sonnentages!
Die Lords regieren, und ich heiße König,
trage den Reif und bin beherrscht von ihnen,
von ihm und meiner ungetreuen Königin,
die mir das Ehebett mit Schmach befleckt,
dieweil ich diese Gruft des Grams bewohne,
wo Sorge mir am Ellenbogen steht
und Jammer meinem Herz Gesellschaft leistet,
das in mir blutet ob des schnöden Wechsels.
Doch sagt mir, muß ich jetzt der Kron entsagen,
den Räuber Mortimer zum König machen?



5. Act, 1. Scene

King Edward, Leicester, Winchester and Trussell.

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KING EDWARD:
Leicester, if gentle words might comfort me,
Thy speeches long ago had eas'd my sorrows,
For kind and loving hast thou always been.
The griefs of private men are soon allay'd;
But not of kings. The forest deer, being struck,
Runs to an herb that closeth up the wounds;
But when the imperial lion's flesh is gor'd,
He rends and tears it with his wrathful paw,
[And], highly scorning that the lowly earth
Should drink his blood, mounts up to the air:
And so it fares with me, whose dauntless mind
Th' ambitious Mortimer would seek to curb,
And that unnatural queen, false Isabel,
That thus hath pent and mew'd me in a prison
For such outrageous passions cloy my soul,
As with the wings of rancour and disdain
Full often am I soaring up to heaven,
To plain me to the gods against them both.
But when I call to mind I am a king,
Methinks I sould revenge me of my wrongs,
That Mortimer and Isabel have done.
But what are kings, when regiment is gone,
But perfect shadows in a sunshine day?
My nobles rule; I bear the name of king;
I wear the crown; but am controll'd by them,
By Mortimer, and my unconstant queen,
Who spots my nuptial bed with infamy;
Whilst I am lodg'd within this cave of care,
Where sorrow at my elbow still attends,
To company my heart with sad laments,
That bleeds within me for this strange exchange.
But tell me, must I now resign my crown,
To make usurping Mortimer a king?

 


   


Monologe – Theaterbühne


Klassische Monologe zum Vorsprechen: 
Monologe für Männer / Schauspieler  

Rolle: Faustus
Stück: Doktor Faustus
Autor: Christopher Marlowe 

Erscheinungsjahr: 1592  
Originalsprache: Englisch 
Übersetzung (Deutsch): Wilhelm Müller


3. Akt, 5. Auftritt 

Faustus allein. 

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FAUSTUS: O Faustus,
Jetzt hast du nur ein Stündlein noch zu leben,
Und dann bist du verdammt in Ewigkeit. –
Steht still, ihr nimmermüden Himmelssphären,
Und hemmt den Lauf der Zeit, eh' zwölf sie schlägt!
Natur, schlag' wieder auf dein schönes Aug' und gieb
Uns ewgen Tag! Oh laß zum Jahr die Stunde werden,
Zum Mond, zur Woche, nur zu einem Tag,
Daß Faust bereu' und seine Seele rette!
O lente lente currite noctis equi! –
Fort gehn die Stern', es rinnt die Zeit, der Pendel schwingt,
Der Teufel naht, die Hölle thut sich auf. –
Oh, auf zum Himmel, Faust! – Wer reißt mich nieder? –
Sieh, wie's da oben wogt von Christi Blut!
Ein Tropfen kann mich retten – o mein Christ!
Ich ruf' ihn an – o hilf mir, Lucifer!
Wo ist es nun? – S' ist aus!
Und sieh, ein dräu'nder Arm, ein finstrer Braun! –
Oh Berg' und Hügel, kommt, kommt, fallt auf mich,
Und deckt mich vor des Himmels schwerem Zorn!
Nicht? – Nun, so stürz' ich häuptlings in die Erde!
Thu' auf dich, Erde! Willst mich nicht verschlingen? –
Ihr Sterne, die mir die Geburt regirt,
Die mich dem Tod, der Hölle preis gegeben,
Jetzt zieht mich auf, gleich einem Nebeldunst,
In jener schwarzen Wolke schwangern Schooß,
Daß mein Gebein aus ihres Schlundes Dampf
Sie speie, wenn die Stürme sie zerreißen –
Doch meine Seele laßt zum Himmel schweben!

(Die Glocke schlägt halb zwölf.)

Die eine Hälft' ist hin, bald auch die andre. –
Oh muß die Seele für die Sünde leiden,
So setz' ein Ende für die stäte Qual!
Laß tausend Jahr' mich in der Hölle leben,
Ja hunderttausend, aber rette dann!
Ach, den Verdammten ist kein Ziel gesteckt!
Warum bist du kein seelenloses Wesen?
Warum ist diese, deine Seel' unsterblich?
O Seelenwandrung, o Pythagoras!
Wenn diese Seele von mir flög' und sich
Zu einem Thier verkehrte! –
Glücklich sind alle Thiere, denn sie sterben
Und ihre Seelen fließen in die Lüfte,
Doch meine lebt zur ewgen Höllenqual! –
Verflucht die Eltern, welche mich erzeugten!
Nein, Fluch dir selber, Faust, Fluch Lucifern,
Der um des Himmels Freuden dich betrogen!

(Es schlägt zwölf.)

Es schlägt, es schlägt! Nun, Leib, zerfließ' in Luft,
Sonst trägt dich flugs zur Hölle Lucifer!
O Seele, schmilz zu kleinen Wassertropfen,
Fall' in den Ocean, daß dich Keiner finde!

(Donner. Die Teufel kommen.)

O Gnade, Himmel! Schau so stolz nicht nieder!
Ottern und Schlangen, laßt mich atmen noch!
Klaff', schwarze Hölle, nicht! Fort, Lucifer!
O Mephostophilis! In's Feur die Bücher!

(Die Teufel zerreißen ihn, dann verschwinden sie.)


3. Act, 5. Scene

Faustus alone.

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FAUSTUS: Ah, Faustus.
Now hast thou but one bare hour to live,
And then thou must be damn'd perpetually!
Stand still, you ever-moving spheres of heaven,
That time may cease, and midnight never come;
Fair Nature's eye, rise, rise again, and make
Perpetual day; or let this hour be but
A year, a month, a week, a natural day,
That Faustus may repent and save his soul!
O lente, lente currite, noctis equi!
The stars move still, time runs, the clock will strike,
The devil will come, and Faustus must be damn'd.
O, I'll leap up to my God!--Who pulls me down?--
See, see, where Christ's blood streams in the firmament!
One drop would save my soul, half a drop: ah, my Christ!--
Ah, rend not my heart for naming of my Christ!
Yet will I call on him: O, spare me, Lucifer!--
Where is it now? tis gone: and see, where God
Stretcheth out his arm, and bends his ireful brows!
Mountains and hills, come, come, and fall on me,
And hide me from the heavy wrath of God!
No, no!
Then will I headlong run into the earth:
Earth, gape! O, no, it will not harbour me!
You stars that reign'd at my nativity,
Whose influence hath alotted death and hell,
Now draw up Faustus, like a foggy mist,
Into the entrails of yon labouring clouds,
That, when you vomit forth into the air,
My limbs may issue from your smoky mouths,
So that my soul may but ascend to heaven!

[The clock strikes the half-hour.]

Ah, half the hour is past! 'twill all be past anon.
O God,
If thou wilt not have mercy on my soul,
Yet for Christ's sake, whose blood hath ransom'd me,
Impose some end to my incessant pain;
Let Faustus live in hell a thousand years,
A hundred thousand, and at last be sav'd!
O, no end is limited to damned souls!
Why wert thou not a creature wanting soul?
Or why is this immortal that thou hast?
Ah, Pythagoras' metempsychosis, were that true,
This soul should fly from me, and I be chang'd
Unto some brutish beast! all beasts are happy,
For, when they die,
Their souls are soon dissolv'd in elements;
But mine must live still to be plagu'd in hell.
Curs'd be the parents that engender'd me!
No, Faustus, curse thyself, curse Lucifer
That hath depriv'd thee of the joys of heaven.

[The clock strikes twelve.]

O, it strikes, it strikes! Now, body, turn to air,
Or Lucifer will bear thee quick to hell!

[Thunder and lightning.]

O soul, be chang'd into little water-drops,
And fall into the ocean, ne'er be found!

[Enter Devils.]

My God, my God, look not so fierce on me!
Adders and serpents, let me breathe a while!
Ugly hell, gape not! come not, Lucifer!
I'll burn my books!

 


   


Monologe – Theaterbühne


Klassische Monologe zum Vorsprechen:
Monologe für Frauen / Schauspielerinnen 

Rolle: Recha 
Stück: Nathan der Weise 
Autor: Gotthold Ephraim Lessing 

Erscheinungsjahr: 1779 
Originalsprache: Deutsch
 


5. Akt, 6. Szene 

Recha und Sittah 

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RECHA 
Nein; meine Freundin, meine Schwester
Gibt das nicht zu! Gibt nimmer zu, daß mir
Ein andrer Vater aufgedrungen werde!

SITTAH 
Ein andrer Vater? aufgedrungen? dir?

Wer kann das? kann das auch nur wollen, Liebe?

RECHA  
Wer? Meine gute böse Daja kann

Das wollen, – will das können. – ja; du kennst
Wohl diese gute böse Daja nicht?
Nun, Gott vergeb' es ihr! – belohn' es ihr!
Sie hat mir so viel Gutes, – so viel Böses
Erwiesen!

SITTAH 
             Böses dir? – So muß sie Gutes

Doch wahrlich wenig haben.

RECHA                            Doch! recht viel,
Recht viel!

SITTAH 
              Wer ist sie?

RECHA 

                              Eine Christin, die
In meiner Kindheit mich gepflegt; mich so
Gepflegt! – Du glaubst nicht! – Die mir eine Mutter
So wenig missen lassen! – Gott vergelt'
Es ihr! – Die aber mich auch so geängstet!
Mich so gequält!

SITTAH 
                     Und über was? warum?

Wie?

RECHA 
       Ach! die arme Frau – ich sag dir's ja

Ist eine Christin; – muß aus Liebe quälen;
Ist eine von den Schwärmerinnen, die
Den allgemeinen, einzig wahren Weg
Nach Gott zu wissen wähnen!

SITTAH 
                                         Nun versteh ich!

RECHA 
Und sich gedrungen fühlen, einen jeden,
Der dieses Wegs verfehlt, darauf zu lenken. –
Kaum können sie auch anders. Denn ist's wahr,
Daß dieser Weg allein nur richtig führt:
Wie sollen sie gelassen ihre Freunde
Auf einem andern wandeln sehn, – der ins
Verderben stürzt, ins ewige Verderben?
Es müßte möglich sein, denselben Menschen
Zur selben Zeit zu lieben und zu hassen. –
Auch ist's das nicht, was endlich laute Klagen
Mich über sie zu führen zwingt. Ihr Seufzen,
Ihr Warnen, ihr Gebet, ihr Drohen hätt'
Ich gern noch länger ausgehalten; gern!
Es brachte mich doch immer auf Gedanken,
Die gut und nützlich. Und wem schmeichelt's doch
Im Grunde nicht, sich gar so wert und teuer,
Von wem's auch sei, gehalten fühlen, daß
Er den Gedanken nicht ertragen kann,
Er müss' einmal auf ewig uns entbehren!

SITTAH 
Sehr wahr!

RECHA 
               Allein – allein – das geht zu weit!

Dem kann ich nichts entgegensetzen; nicht
Geduld, nicht Überlegung; nichts!

SITTAH 
Was? wem?


RECHA 
               
Was sie mir eben itzt entdeckt will haben.

SITTAH 
Entdeckt? und eben itzt?

RECHA 
                                  Nur eben itzt!

Wir nahten, auf dem Weg hierher, uns einem
Verfallnen Christentempel. Plötzlich stand
Sie still; schien mit sich selbst zu kämpfen; blickte
Mit nassen Augen bald gen Himmel, bald
Auf mich. Komm, sprach sie endlich, laß uns hier
Durch diesen Tempel in die Richte gehn!
Sie geht; ich folg ihr, und mein Auge schweift
Mit Graus die wankenden Ruinen durch.
Nun steht sie wieder; und ich sehe mich
An den versunknen Stufen eines morschen
Altars mit ihr. Wie ward mir? als sie da
Mit heißen Tränen, mit gerungnen Händen
Zu meinen Füßen stürzte ...

SITTAH 
Gutes Kind!

RECHA 
                
Und bei der Göttlichen, die da wohl sonst
So manch Gebet erhört, so manches Wunder
Verrichtet habe, mich beschwor; – mit Blicken
Des wahren Mitleids mich beschwor, mich meiner
Doch zu erbarmen! – Wenigstens, ihr zu
Vergeben, wenn sie mir entdecken müsse,
Was ihre Kirch' auf mich für Anspruch habe.

SITTAH 
(Unglückliche! – Es ahnte mir!)

RECHA 
                                           Ich sei

Aus christlichem Geblüte; sei getauft;
Sei Nathans Tochter nicht; er nicht mein Vater! –
Gott! Gott! Er nicht mein Vater! – Sittah! Sittah!
Sieh mich aufs neu' zu deinen Füßen ...



5. Akt, 6. Szene 

Recha und Sittah 

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RECHA 
Nein; meine Freundin, meine Schwester
Gibt das nicht zu! Gibt nimmer zu, daß mir
Ein andrer Vater aufgedrungen werde!
  
Meine gute böse Daja kann

Das wollen, – will das können. – ja; du kennst
Wohl diese gute böse Daja nicht?
Nun, Gott vergeb' es ihr! – belohn' es ihr!
Sie hat mir so viel Gutes, – so viel Böses
Erwiesen! [...] Doch! recht viel,
Recht viel! [...] Eine Christin, die
In meiner Kindheit mich gepflegt; mich so
Gepflegt! – Du glaubst nicht! – Die mir eine Mutter
So wenig missen lassen! – Gott vergelt'
Es ihr! – Die aber mich auch so geängstet!
Mich so gequält! [Und weißt du warum?]
Ach! die arme Frau – ich sag dir's ja

Ist eine Christin; – muß aus Liebe quälen;
Ist eine von den Schwärmerinnen, die
Den allgemeinen, einzig wahren Weg
Nach Gott zu wissen wähnen!

Und sich gedrungen fühlen, einen jeden,
Der dieses Wegs verfehlt, darauf zu lenken. –
Kaum können sie auch anders. Denn ist's wahr,
Daß dieser Weg allein nur richtig führt:
Wie sollen sie gelassen ihre Freunde
Auf einem andern wandeln sehn, – der ins
Verderben stürzt, ins ewige Verderben?
Es müßte möglich sein, denselben Menschen
Zur selben Zeit zu lieben und zu hassen. –
Auch ist's das nicht, was endlich laute Klagen
Mich über sie zu führen zwingt. Ihr Seufzen,
Ihr Warnen, ihr Gebet, ihr Drohen hätt'
Ich gern noch länger ausgehalten; gern!
Es brachte mich doch immer auf Gedanken,
Die gut und nützlich. Und wem schmeichelt's doch
Im Grunde nicht, sich gar so wert und teuer,
Von wem's auch sei, gehalten fühlen, daß
Er den Gedanken nicht ertragen kann,
Er müss' einmal auf ewig uns entbehren!

Allein – allein – das geht zu weit!
Dem kann ich nichts entgegensetzen; nicht
Geduld, nicht Überlegung; nichts!

Was sie mir eben itzt entdeckt will haben.

Wir nahten, auf dem Weg hierher, uns einem
Verfallnen Christentempel. Plötzlich stand
Sie still; schien mit sich selbst zu kämpfen; blickte
Mit nassen Augen bald gen Himmel, bald
Auf mich. Komm, sprach sie endlich, laß uns hier
Durch diesen Tempel in die Richte gehn!
Sie geht; ich folg ihr, und mein Auge schweift
Mit Graus die wankenden Ruinen durch.
Nun steht sie wieder; und ich sehe mich
An den versunknen Stufen eines morschen
Altars mit ihr. Wie ward mir? als sie da
Mit heißen Tränen, mit gerungnen Händen
Zu meinen Füßen stürzte ...

Und bei der Göttlichen, die da wohl sonst
So manch Gebet erhört, so manches Wunder
Verrichtet habe, mich beschwor; – mit Blicken
Des wahren Mitleids mich beschwor, mich meiner
Doch zu erbarmen! – Wenigstens, ihr zu
Vergeben, wenn sie mir entdecken müsse,
Was ihre Kirch' auf mich für Anspruch habe.

Ich sei aus christlichem Geblüte; sei getauft;
Sei Nathans Tochter nicht; er nicht mein Vater! –
Gott! Gott! Er nicht mein Vater! – Sittah! Sittah!
Sieh mich aufs neu' zu deinen Füßen ...



   


Monologe – Theaterbühne


Klassische Monologe zum Vorsprechen:
Monologe für Männer / Schauspieler 

Rolle: Nathan 
Stück: Nathan der Weise 
Autor: Gotthold Ephraim Lessing 

Erscheinungsjahr: 1779 
Originalsprache: Deutsch
 


3. Akt, 6. Szene 

Nathan allein.  

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NATHAN: 
Hm! hm! – wunderlich! – Wie ist
Mir denn? – Was will der Sultan? was? – Ich bin
Auf Geld gefaßt; und er will – Wahrheit. Wahrheit!
Und will sie so, – so bar, so blank, – als ob
Die Wahrheit Münze wäre! – ja, wenn noch
Uralte Münze, die gewogen ward! –
Das ginge noch! Allein so neue Münze,
Die nur der Stempel macht, die man aufs Brett
Nur zählen darf, das ist sie doch nun nicht!
Wie Geld in Sack, so striche man in Kopf
Auch Wahrheit ein? Wer ist denn hier der Jude?
Ich oder er? – Doch wie? Sollt' er auch wohl
Die Wahrheit nicht in Wahrheit fodern? – Zwar,
Zwar der Verdacht, daß er die Wahrheit nur
Als Falle brauche, wär' auch gar zu klein! –
Zu klein? – Was ist für einen Großen denn
Zu klein? – Gewiß, gewiß: er stürzte mit
Der Türe so ins Haus! Man pocht doch, hört
Doch erst, wenn man als Freund sich naht. – Ich muß
Behutsam gehn! – Und wie? wie das? – So ganz
Stockjude sein zu wollen, geht schon nicht. –
Und ganz und gar nicht Jude, geht noch minder.
Denn, wenn kein Jude, dürft' er mich nur fragen,
Warum kein Muselmann? – Das war's! Das kann
Mich retten! – Nicht die Kinder bloß, speist man
Mit Märchen ab. – Er kommt. Er komme nur!




   


Monologe – Theaterbühne


Klassische Monologe zum Vorsprechen:
Monologe für Männer / Schauspieler 

Rolle: Der Tempelherr 
Stück: Nathan der Weise 
Autor: Gotthold Ephraim Lessing 

Erscheinungsjahr: 1779 
Originalsprache: Deutsch
 


5. Akt, 3. Szene 

Der Tempelherr allein.  

Szene: die Palmen vor Nathans Hause, wo der Tempelherr auf- und niedergeht.

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DER TEMPELHERR: 
Ins Haus nun will ich einmal nicht. – Er wird
Sich endlich doch wohl sehen lassen! Man
Bemerkte mich ja sonst so bald, so gern!
Will's noch erleben, daß er sich's verbittet,
Vor seinem Hause mich so fleißig finden
Zu lassen. Hm! ich bin doch aber auch
Sehr ärgerlich. Was hat mich denn nun so
Erbittert gegen ihn? Er sagte ja:
Noch schlüg' er mir nichts ab. Und Saladin
Hat's über sich genommen, ihn zu stimmen.
Wie? sollte wirklich wohl in mir der Christ
Noch tiefer nisten, als in ihm der Jude?
Wer kennt sich recht? Wie könnt' ich ihm denn sonst
Den kleinen Raub nicht gönnen wollen, den
Er sich's zu solcher Angelegenheit
Gemacht, den Christen abzujagen? Freilich;
Kein kleiner Raub, ein solch Geschöpf! Geschöpf?
Und wessen? Doch des Sklaven nicht, der auf
Des Lebens öden Strand den Block geflößt,
Und sich davongemacht? Des Künstlers doch
Wohl mehr, der in dem hingeworfnen Blocke
Die göttliche Gestalt sich dachte, die
Er dargestellt? Ach! Rechas wahrer Vater
Bleibt, trotz dem Christen, der sie zeugte, bleibt
In Ewigkeit der Jude. Wenn ich mir
Sie lediglich als Christendirne denke,
Sie sonder alles das mir denke, was
Allein ihr so ein Jude geben konnte:
Sprich, Herz, was wär' an ihr, das dir gefiel?
Nichts! Wenig! Selbst ihr Lächeln, wär' es nichts
Als sanfte schöne Zuckung ihrer Muskeln;
Wär', was sie lächeln macht, des Reizes unwert,
In den es sich auf ihrem Munde kleidet:
Nein; selbst ihr Lächeln nicht! Ich hab es ja
Wohl schöner noch an Aberwitz, an Tand,
An Höhnerei, an Schmeichler und an Buhler
Verschwenden sehn! Hat's da mich auch bezaubert?
Hat's da mir auch den Wunsch entlockt, mein Leben
In seinem Sonnenscheine zu verflattern?
Ich wüßte nicht. Und bin auf den doch launisch,
Der diesen höhern Wert allein ihr gab?
Wie das? warum? Wenn ich den Spott verdiente,
Mit dem mich Saladin entließ! Schon schlimm
Genug, daß Saladin es glauben konnte!
Wie klein ich ihm da scheinen mußte! wie
Verächtlich! Und das alles um ein Mädchen?
Curd! Curd! das geht so nicht. Lenk ein! Wenn vollends
Mir Daja nur was vorgeplaudert hätte,
Was schwerlich zu erweisen stünde? Sieh,
Da tritt er endlich, im Gespräch vertieft,
Aus seinem Hause! Ha! mit wem! Mit ihm?
Mit meinem Klosterbruder? Ha! so weiß
Er sicherlich schon alles! ist wohl gar
Dem Patriarchen schon verraten! Ha!
Was hab ich Querkopf nun gestiftet! Daß
Ein einz'ger Funken dieser Leidenschaft
Doch unsers Hirns so viel verbrennen kann!
Geschwind entschließ dich, was nunmehr zu tun!
Ich will hier seitwärts ihrer warten; ob
Vielleicht der Klosterbruder ihn verläßt.



   


Monologe – Theaterbühne


Klassische Monologe zum Vorsprechen:
Monologe für Männer / Schauspieler 

Rolle: Der Tempelherr 
Stück: Nathan der Weise 
Autor: Gotthold Ephraim Lessing 

Erscheinungsjahr: 1779 
Originalsprache: Deutsch
 


3. Akt, 8. Szene 

Der Tempelherr allein.  

Die Szene: unter den Palmen, in der Nähe des Klosters, wo der Tempelherr Nathans wartet. Er geht, mit sich selbst kämpfend, auf und ab; bis er losbricht.

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DER TEMPELHERR: 
– Hier hält das Opfertier ermüdet still. –
Nun gut! Ich mag nicht, mag nicht näher wissen,
Was in mir vorgeht; mag voraus nicht wittern,
Was vorgehn wird. – Genug, ich bin umsonst
Geflohn! umsonst. – Und weiter konnt' ich doch
Auch nichts, als fliehn! – Nun komm', was kommen soll! –
Ihm auszubeugen, war der Streich zu schnell
Gefallen; unter den zu kommen, ich
So lang und viel mich weigerte. – Sie sehn,
Die ich zu sehn so wenig lüstern war,
Sie sehn, und der Entschluß, sie wieder aus
Den Augen nie zu lassen. – Was Entschluß?
Entschluß ist Vorsatz, Tat: und ich, ich litt',
Ich litte bloß. – Sie sehn, und das Gefühl
An sie verstrickt, in sie verwebt zu sein,
War eins. – Bleibt eins. – Von ihr getrennt
Zu leben, ist mir ganz undenkbar; wär'
Mein Tod, – und wo wir immer nach dem Tode
Noch sind, auch da mein Tod. – Ist das nun Liebe:
So – liebt der Tempelritter freilich, – liebt
Der Christ das Judenmädchen freilich. – Hm!
Was tut's? – Ich hab in dem gelobten Lande, –
Und drum auch mir gelobt auf immerdar! –
Der Vorurteile mehr schon abgelegt. –
Was will mein Orden auch? Ich Tempelherr
Bin tot; war von dem Augenblick ihm tot,
Der mich zu Saladins Gefangnen machte.
Der Kopf, den Saladin mir schenkte, wär'
Mein alter? – Ist ein neuer; der von allem
Nichts weiß, was jenem eingeplaudert ward,
Was jenen band. – Und ist ein beßrer; für
Den väterlichen Himmel mehr gemacht.
Das spür ich ja. Denn erst mit ihm beginn
Ich so zu denken, wie mein Vater hier
Gedacht muß haben; wenn man Märchen nicht
Von ihm mir vorgelegen. – Märchen? – doch
Ganz glaubliche; die glaublicher mir nie,
Als itzt geschienen, da ich nur Gefahr
Zu straucheln laufe, wo er fiel. – Er fiel?
Ich will mit Männern lieber fallen, als
Mit Kindern stehn. – Sein Beispiel bürget mir
Für seinen Beifall. Und an wessen Beifall
Liegt mir denn sonst? – An Nathans? – O an dessen
Ermuntrung mehr, als Beifall, kann es mir
Noch weniger gebrechen. – Welch ein Jude! –
Und der so ganz nur Jude scheinen will!
Da kömmt er; kömmt mit Hast; glüht heitre Freude.
Wer kam vom Saladin je anders? – He!
He, Nathan!



   


Monologe – Theaterbühne


Klassische Monologe zum Vorsprechen: 
Monologe für Frauen / Schauspielerinnen 

Rolle: Sara 
Stück: Miss Sara Sampson 
Autor: Gotthold Ephraim Lessing 

Erscheinungsjahr: 1755 
Originalsprache: Deutsch


3. Akt, 4. Szene 

Sara allein. 

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SARA:(sie setzet sich zum Schreiben nieder) Wenn man mir es vor Jahr und Tag gesagt hätte, daß ich auf einen solchen Brief würde antworten müssen! Und unter solchen Umständen! Ja, die Feder hab ich in der Hand. Weiß ich aber auch schon, was ich schreiben soll? Was ich denke; was ich empfinde. Und was denkt man denn, wenn sich in einem Augenblicke tausend Gedanken durchkreuzen? Und was empfindet man denn, wenn das Herz vor lauter Empfinden in einer tiefen Betäubung liegt? Ich muß doch schreiben Ich führe ja die Feder nicht das erstemal. Nachdem sie mir schon so manche kleine Dienste der Höflichkeit und Freundschaft abstatten helfen, sollte mir ihre Hilfe wohl bei dem wichtigsten Dienste entstehen? (Sie denkt ein wenig nach und schreibt darauf einige Zeilen.) Das soll der Anfang sein? Ein sehr frostiger Anfang. Und werde ich denn bei seiner Liebe anfangen wollen? Ich muß bei meinem Verbrechen anfangen. (Sie streicht aus und schreibt anders.) Daß ich mich ja nicht zu obenhin davon ausdrücke! Das Schämen kann überall an seiner rechten Stelle sein, nur bei dem Bekenntnisse unserer Fehler nicht. Ich darf mich nicht fürchten, in Übertreibungen zu geraten, wenn ich auch schon die gräßlichsten Züge anwende. Ach! warum muß ich nun gestört werden?



   


  1. SARA in «Miss Sara Sampson» III.
  2. SARA in «Miss Sara Sampson» II.
  3. SARA in «Miss Sara Sampson» I.
  4. MELLEFONT in «Miss Sara Sampson»
  5. MARWOOD in «Miss Sara Sampson» IV.
  6. MARWOOD in «Miss Sara Sampson» III.
  7. MARWOOD in «Miss Sara Sampson» II.
  8. MARWOOD in «Miss Sara Sampson» I.
  9. MINNA in «Minna von Barnhelm»
  10. ORSINA in «Emilia Galotti»
  11. EMILIA in «Emilia Galotti»
  12. ANTON in «Der junge Gelehrte»
  13. PRINZ FRIEDRICH VON HOMBURG in «Prinz Friedrich von Homburg» II.
  14. PRINZ FRIEDRICH VON HOMBURG in «Prinz Friedrich von Homburg» I.
  15. NATALIE in «Prinz Friedrich von Homburg»
  16. PENTHESILEA in «Penthesilea» IV.
  17. PENTHESILEA in «Penthesilea» III.
  18. PENTHESILEA in «Penthesilea» II.
  19. PENTHESILEA in «Penthesilea» I.
  20. MEROE in «Penthesilea»
  21. RUPERT in «Die Familie Schroffenstein»
  22. AGNES in «Die Familie Schroffenstein»
  23. RUPRECHT in «Der zerbrochene Krug»
  24. FRAU MARTHE in «Der zerbrochene Krug»
  25. FRAU BRIGITTE in «Der zerbrochene Krug»
  26. EVE in «Der zerbrochene Krug»
  27. SOSIAS in «Amphitryon»
  28. AMPHITRYON in «Amphitryon»
  29. ALKMENE in «Amphitryon» II.
  30. ALKMENE in «Amphitryon» I.
  31. GUTWITZ in «Epicoene oder Das stille Frauenzimmer»
  32. MADAME KAUDEL in «Madame Kaudel's Gardinenpredigten»
  33. PEER GYNT in «Peer Gynt»
  34. DER PFARRER in «Peer Gynt»
  35. NORA in «Nora oder Ein Puppenheim»
  36. OSWALD in «Gespenster»
  37. DER STADTVOGT in «Ein Volksfeind»
  38. BERNICK in «Die Stützen der Gesellschaft» II.
  39. BERNICK in «Die Stützen der Gesellschaft» I.
  40. STENSGARD in «Der Bund der Jugend»
  41. DER KAMMERHERR in «Der Bund der Jugend»
  42. BRAND in «Brand»
  43. JEAN VALJEAN in «Die Elenden / Les Misérables»
  44. DER SENATOR in «Die Elenden / Les Misérables»
  45. GRINGOIRE in «Der Glöckner von Notre Dame»
  46. ESMERELDA in «Der Glöckner von Notre Dame»
  47. DER PRIESTER in «Der Glöckner von Notre Dame» II.
  48. DER PRIESTER in «Der Glöckner von Notre Dame» I.
  49. LÄUFFER in «Der Hofmeister»
  50. CATHARINA in «Catharina von Siena» II.
  51. CATHARINA in «Catharina von Siena» I.
  52. SABINE in «Die deutschen Kleinstädter»
  53. FRAU STAAR in «Die deutschen Kleinstädter»
  54. PALME in «Palme oder Der Gekränkte»
  55. Y in «XYZ»
  56. HAITANG in «Der Kreidekreis»
  57. ATALANTA in «Atalanta oder die Angst»
  58. KASSIERER in «Von morgens bis mitternachts»
  59. AFFE ROTPETER in «Ein Bericht für eine Akademie»
  60. ELEKTRA in «Elektra»
  61. DAS JUNGE MÄDCHEN in «Der Tor und der Tod»
  62. CLAUDIO in «Der Tor und der Tod»
  63. KLARA in «Maria Magdalena» III.
  64. KLARA in «Maria Magdalena» II.
  65. KLARA in «Maria Magdalena» I.
  66. KARL in «Maria Magdalena»
  67. JUDITH in «Judith»
  68. HERODES in «Herodes und Mariamne» II.
  69. HERODES in «Herodes und Mariamne» I.
  70. RHODOPE in «Gyges und sein Ring»
  71. KRIEMHILD in «Die Nibelungen: Kriemhilds Rache» II.
  72. KRIEMHILD in «Die Nibelungen: Kriemhilds Rache» I.
  73. ERNST in «Agnes Bernauer»
  74. ALBRECHT in «Agnes Bernauer»
  75. AGNES in «Agnes Bernauer» II.
  76. AGNES in «Agnes Bernauer» I.
  77. ROGER in «Der scharlachrote Buchstabe»
  78. ALFRED LOTH in «Vor Sonnenaufgang»
  79. MICHAEL KRAMER in «Michael Kramer» III.
  80. MICHAEL KRAMER in «Michael Kramer» II.
  81. MICHAEL KRAMER in «Michael Kramer» I.
  82. ELEKTRA in «Iphigenie in Delphi»
  83. PROSPERO in «Indipohdi»
  84. FRANZISKA WERMELSKIRCH in «Fuhrmann Henschel»
  85. PIPERKARCKA in «Die Ratten»
  86. HEINRICH in «Der arme Heinrich» II.
  87. HEINRICH in «Der arme Heinrich» I.
  88. DER SOHN in «Der Sohn»
  89. LEON in «Weh dem, der lügt!»
  90. GREGOR in «Weh dem, der lügt!»
  91. SAPPHO in «Sappho» III.
  92. SAPPHO in «Sappho» II.
  93. SAPPHO in «Sappho» I.
  94. MELITTA in «Sappho»
  95. RAHEL in «Die Jüdin von Toledo»
  96. HERO in «Des Meeres und der Liebe Wellen»
  97. CORNELIA in «Verliebtes Gespenste / Die geliebte Dornrose»
  98. CHLORIS in «Verliebtes Gespenste / Die geliebte Dornrose»
  99. RATTENGIFT in «Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung»
  100. GOTHLAND in «Herzog Theodor von Gothland»
  101. PEPEL in «Nachtasyl»
  102. NASTJA in «Nachtasyl»
  103. LUKA in «Nachtasyl» I.
  104. LUKA in «Nachtasyl» II.
  105. TATJANA in «Die Kleinbürger»
  106. HELENA in «Die Kleinbürger»
  107. MIRANDOLINA in «Mirandolina»
  108. TRUFFALDINO in «Der Diener zweier Herren» II.
  109. TRUFFALDINO in «Der Diener zweier Herren» I.
  110. AGAFIA TICHONOWNA in «Die Heirat»
  111. OSSIP in «Der Revisor»
  112. TORQUATO TASSO in «Torquato Tasso»
  113. LEONORE in «Torquato Tasso»
  114. STELLA in «Stella»
  115. FERNANDO in «Stella»
  116. PHORKYAS in «Faust - Teil 2»
  117. HELENA in «Faust - Teil 2» II.
  118. HELENA in «Faust - Teil 2» I.
  119. VALENTIN in «Faust - Teil 1»
  120. MEPHISTOPHELES in «Faust - Teil 1» II.
  121. MEPHISTOPHELES in «Faust - Teil 1» I.
  122. MARGARETE (GRETCHEN) in «Faust - Teil 1»
  123. LIESCHEN in «Faust - Teil 1»
  124. GRETCHEN (MARGARETE) in «Faust - Teil 1» IV.
  125. GRETCHEN (MARGARETE) in «Faust - Teil 1» I.
  126. GRETCHEN (MARGARETE) in «Faust - Teil 1» III.
  127. GRETCHEN (MARGARETE) in «Faust - Teil 1» II.
  128. FAUST in «Faust - Teil 1» IV.
  129. FAUST in «Faust - Teil 1» III.
  130. FAUST in «Faust - Teil 1» II.
  131. FAUST in «Faust - Teil 1» I.
  132. DER SCHÜLER in «Faust - Teil 1»
  133. OREST in «Iphigenie auf Tauris»
  134. IPHIGENIE in «Iphigenie auf Tauris» III.
  135. IPHIGENIE in «Iphigenie auf Tauris» I.
  136. IPHIGENIE in «Iphigenie auf Tauris» II.
  137. KLÄRCHEN in «Egmont» II.
  138. KLÄRCHEN in «Egmont» I.
  139. EGMONT in «Egmont»
  140. BRACKENBURG in «Egmont»
  141. EUGENIE in «Die natürliche Tochter»
  142. SÖLLER in «Die Mitschuldigen»
  143. SOPHIE in «Die Mitschuldigen»
  144. ALCEST in «Die Mitschuldigen»
  145. CLAVIGO in «Clavigo» II.
  146. CLAVIGO in «Clavigo» I.
  147. CARLOS in «Clavigo»
  148. SOPHONISBE in «Sophonisbe»
  149. MEDEA in «Medea» III.
  150. MEDEA in «Medea» II.
  151. MEDEA in «Medea» I.
  152. JASON in «Medea»
  153. DIE AMME in «Medea»
  154. IPHIGENIE in «Iphigenie in Aulis»
  155. KLYTÄMNESTRA in «Iphigenie in Aulis»
  156. PHAIDRA in «Hippolytos»
  157. HIPPOLYTOS in «Hippolytos»
  158. DIE AMME in «Hippolytos»
  159. HELENA in «Helena» II.
  160. HELENA in «Helena» I.
  161. TEIRESIAS in «Die Bakchen»
  162. AGAUE in «Die Bakchen»
  163. DER BOTE in «Die Bakchen»
  164. ODYSSEUS in «Der Kyklop»
  165. DIE DIENERIN in «Alkestis»
  166. ALKESTIS in «Alkestis»
  167. ADMETOS in «Alkestis»
  168. MARIA STUART in «Maria Stuart in Schottland»
  169. RASUMICHIN in «Schuld und Sühne»
  170. MARMELADOW in «Schuld und Sühne»
  171. WARWARA PETROWNA in «Die Dämonen»
  172. PIOTR STEPANOWITSCH in «Die Dämonen»
  173. DER MANN in «Der Traum eines lächerlichen Menschen»
  174. DON RODRIGO in «Der Cid»
  175. DON DIEGO in «Der Cid»
  176. DIE INFANTIN in «Der Cid» II.
  177. DIE INFANTIN in «Der Cid» I.
  178. CHIMENE in «Der Cid»
  179. SANCHO PANZA in «Don Quijote»
  180. DOROTEA in «Don Quijote»
  181. DON QUIJOTE in «Don Quijote»
  182. ANDRES in «Don Quijote»
  183. ALICE in «Alice im Wunderland»
  184. ISABEL in «Der Richter von Zalamea» II.
  185. ISABEL in «Der Richter von Zalamea» I.
  186. CRESPO in «Der Richter von Zalamea»
  187. ROSAURA in «Das Leben ein Traum» II.
  188. ROSAURA in «Das Leben ein Traum» I.
  189. SIGISMUND in «Das Leben ein Traum» IV.
  190. SIGISMUND in «Das Leben ein Traum» III.
  191. SIGISMUND in «Das Leben ein Traum» II.
  192. SIGISMUND in «Das Leben ein Traum» I.
  193. CLARIN in «Das Leben ein Traum»
  194. BASILIUS in «Das Leben ein Traum»
  195. DON LUIS in «Dame Kobold»
  196. ANGELA in «Dame Kobold»
  197. MYRRHA in «Sardanapal»
  198. RAPHAEL in «Himmel und Erde»
  199. JAPHET in «Himmel und Erde»
  200. AHOLIBAMAH in «Himmel und Erde» II.
  201. AHOLIBAMAH in «Himmel und Erde» I.
  202. LUCIFER in «Cain»
  203. EVA in «Cain»
  204. CAIN in «Cain»
  205. ADAH in «Cain»
  206. WOYZECK in «Woyzeck»
  207. MARIE in «Woyzeck»
  208. LEONCE in «Leonce und Lena» II.
  209. LEONCE in «Leonce und Lena» I.
  210. LENA in «Leonce und Lena»
  211. ST. JUST in «Dantons Tod»
  212. ROBESPIERRE in «Dantons Tod»
  213. MARION in «Dantons Tod»
  214. LUCILE in «Dantons Tod» II.
  215. LUCILE in «Dantons Tod» I.
  216. DANTON in «Dantons Tod»
  217. BECKMANN in «Draußen vor der Tür» II.
  218. BECKMANN in «Draußen vor der Tür» I.
  219. ROSEL in «Doktor Faust's Mantel» II.
  220. ROSEL in «Doktor Faust's Mantel» I.
  221. MEISTER STABERL in «Die Bürger in Wien» II.
  222. MEISTER STABERL in «Die Bürger in Wien» I.
  223. CHOR DER FRAUEN in «Lysistrate»
  224. DER WURSTHÄNDLER in «Die Ritter»
  225. STREPSIADES in «Die Wolken»
  226. ETEOKLES in «Die Sieben gegen Theben»
  227. DANAOS in «Die Schutzflehenden»
  228. DER BOTE in «Die Perser»
  229. ATOSSA in «Die Perser»
  230. ORESTES in «Die Orestie: Die Eumeniden» I.
  231. ORESTES in «Die Orestie: Die Eumeniden» II.
  232. ATHENE in «Die Orestie: Die Eumeniden»
  233. ORESTES in «Die Orestie: Die Choephoren»
  234. ELEKTRA in «Die Orestie: Die Choephoren» II.
  235. ELEKTRA in «Die Orestie: Die Choephoren» I.
  236. DIE AMME in «Die Orestie: Die Choephoren»
  237. KLYTAIMESTRA in «Die Orestie: Agamemnon» III.
  238. KLYTAIMESTRA in «Die Orestie: Agamemnon» II.
  239. KLYTAIMESTRA in «Die Orestie: Agamemnon» I.
  240. KASSANDRA in «Die Orestie: Agamemnon» II.
  241. KASSANDRA in «Die Orestie: Agamemnon» I.
  242. DER WÄCHTER in «Die Orestie: Agamemnon»
  243. AIGISTHOS in «Die Orestie: Agamemnon»
  244. AGAMEMNON in «Die Orestie: Agamemnon»
  245. IO in «Der gefesselte Prometheus» II.
  246. PROMETHEUS in «Der gefesselte Prometheus»
  247. IO in «Der gefesselte Prometheus» I.

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