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Monologe – Theaterbühne


Moderne Monologe zum Vorsprechen: 
Monologe für Frauen / Schauspielerinnen 

Rolle: Königin Elisabeth 
Stück: Maria Stuart 
Autor: Friedrich Schiller 

Erscheinungsjahr: 1800 
Originalsprache: Deutsch 


1. Aufzug, 10. Auftritt 

Königin Elisabeth allein 

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ELISABETH: 
O Sklaverei des Volksdiensts! Schmähliche
Knechtschaft – Wie bin ich's müde, diesem Götzen
Zu schmeicheln, den mein Innerstes verachtet!
Wann soll ich frei auf diesem Throne stehn!
Die Meinung muß ich ehren, um das Lob
Der Menge buhlen, einem Pöbel muß ich's
Recht machen, dem der Gaukler nur gefällt.
Oh, der ist noch nicht König, der der Welt
Gefallen muß! Nur der ist's, der bei seinem Tun
Nach keines Menschen Beifall braucht zu fragen.
Warum hab ich Gerechtigkeit geübt,
Willkür gehaßt mein Leben lang, daß ich
Für diese erste unvermeidliche
Gewalttat selbst die Hände mir gefesselt!
Das Muster, das ich selber gab, verdammt mich!
War ich tyrannisch, wie die spanische
Maria war, mein Vorfahr auf dem Thron, ich könnte
Jetzt ohne Tadel Königsblut verspritzen!
Doch war's denn meine eigne freie Wahl,
Gerecht zu sein? Die allgewaltige
Notwendigkeit, die auch das freie Wollen
Der Könige zwingt, gebot mir diese Tugend.
Umgeben rings von Feinden, hält mich nur
Die Volkskunst auf dem angefochtnen Thron.
Mich zu vernichten streben alle Mächte
Des festen Landes. Unversöhnlich schleudert
Der röm'sche Papst den Bannfluch auf mein Haupt,
Mit falschem Bruderkuß verrät mich Frankreich,
Und offnen, wütenden Vertilgungskrieg
Bereitet mir der Spanier auf den Meeren.
So steh ich kämpfend gegen eine Welt,
Ein wehrlos Weib! Mit hohen Tugenden
Muß ich die Blöße meines Rechts bedecken,
Den Flecken meiner fürstlichen Geburt,
Wodurch der eigne Vater mich geschändet.
Umsonst bedeck ich ihn – Der Gegner Haß
Hat ihn entblößt und stellt mir diese Stuart,
Ein ewig drohendes Gespenst, entgegen.
Nein, diese Furcht soll endigen!
Ihr Haupt soll fallen. Ich will Frieden haben!
– Sie ist die Furie meines Lebens! Mir
Ein Plagegeist vom Schicksal angeheftet.
Wo ich mir eine Freude, eine Hoffnung
Gepflanzt, da liegt die Höllenschlange mir
Im Wege. Sie entreißt mir den Geliebten,
Den Bräut'gam raubt sie mir! Maria Stuart
Heißt jedes Unglück, das mich niederschlägt!
Ist sie aus den Lebendigen vertilgt,
Frei bin ich, wie die Luft auf den Gebirgen.

(Stillschweigen.)

Mit welchem Hohn sie auf mich niedersah,

Als sollte mich der Blick zu Boden blitzen!
Ohnmächtige! Ich führe beßre Waffen,
Sie treffen tödlich, und du bist nicht mehr!

(Mit raschem Schritt nach dem Tische gehend und die Feder ergreifend.)

Ein Bastard bin ich dir? – Unglückliche!
Ich bin es nur, solang du lebst und atmest.
Der Zweifel meiner fürstlichen Geburt,
Er ist getilgt, sobald ich dich vertilge.
Sobald dem Briten keine Wahl mehr bleibt,
Bin ich im echten Ehebett geboren!

(Sie unterschreibt mit einem raschen, festen Federzug, läßt dann die Feder fallen und tritt mit einem Ausdruck des Schreckens zurück. Nach einer Pause klingelt sie.)


 


Monologe – Theaterbühne


Klassische Monologe zum Vorsprechen: 
Monologe für Frauen / Schauspielerinnen 

Rolle: Luise 
Stück: Kabale und Liebe
Autor: Friedrich Schiller 

Erscheinungsjahr: 1784 
Originalsprache: Deutsch 


4. Akt, 7. Szene 

Luise und Lady Milford 

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LUISE: (gelassen und edel) 

Und wenn Sie es nun entdeckten? Und wenn Ihr verächtlicher Fersenstoß den beleidigten Wurm aufweckte, dem sein Schöpfer gegen Mißhandlung noch einen Stachel gab? – Ich fürchte Ihre Rache nicht, Lady – Die arme Sünderin auf dem berüchtigten Henkerstuhl lacht zum Weltuntergang. Mein Elend ist so hoch gestiegen, daß selbst Aufrichtigkeit es nicht mehr vergrößern kann.

(Nach einer Pause sehr ernsthaft.)

Sie wollen mich aus dem Staub meiner Herkunft reißen. Ich will sie nicht zergliedern, diese verdächtige Gnade. Ich will nur fragen, was Milady bewegen konnte, mich für die Thörin zu halten, die über ihre Herkunft erröthet? Was sie berechtigen konnte, sich zur Schöpferin meines Glücks aufzuwerfen, ehe sie noch wußte, ob ich mein Glück auch von ihrenHänden empfangen wollte? – Ich hatte meinen ewigen Anspruch auf die Freuden der Welt zerrissen. Ich hatte dem Glück seine Übereilung vergeben – Warum mahnen Sie mich aufs Neu an dieselbe? – Wenn selbst die Gottheit dem Blick der Erschaffenen ihre Strahlen verbirgt, daß nicht ihr oberster Seraph vor seiner Verfinsterung zurückschaure – warum wollen Menschen so grausam-barmherzig sein? – Wie kommt es, Milady, daß Ihr gepriesenes Glück das Elend so gern um Neid und Bewunderung anbettelt? – Hat Ihre Wonne die Verzweiflung so nöthig zur Folie? – O lieber! so gönnen Sie mir doch eine Blindheit, die mich allein noch mit meinem barbarischen Loos versöhnt – Fühlt sich doch das Insekt in einem Tropfen Wassers so selig, als wär' es ein Himmelreich, so froh und so selig, bis man ihm von einem Weltmeer erzählt, worin Flotten und Wallfische spielen! – Aber glücklich wollen Sie mich ja wissen?

(Nach einer Pause plötzlich zur Lady hintretend und mit Überraschung fragend:)

Sind Sie glücklich, Milady?

(Diese verläßt sie schnell und betroffen, Luise folgt ihr und hält ihr die Hand vor den Busen.)

Hat dieses Herz auch die lachende Gestalt Ihres Standes? Und wenn wir jetzt Brust gegen Brust und Schicksal gegen Schicksal auswechseln sollten – und wenn ich in kindlicher Unschuld – und wenn ich auf Ihr Gewissen – und wenn ich als meine Mutter Sie fragte – würden Sie mir wohl zu dem Tausche rathen? 


 


Monologe – Theaterbühne


Klassische Monologe zum Vorsprechen: 
Monologe für Frauen / Schauspielerinnen 

Rolle: Lady Milford
Stück: Kabale und Liebe
Autor: Friedrich Schiller 

Erscheinungsjahr: 1784
Originalsprache: Deutsch 
 


4. Akt, 8. Szene 

Lady Milford allein 

(Sie steht erschüttert und außer sich, den starren Blick nach der Thüre gerichtet, durch welche die Millerin weggeeilt; endlich erwacht sie aus ihrer Betäubung.)

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LADY MILFORD: Wie war das? Wie geschah mir? Was sprach die Unglückliche? – Noch, o Himmel! noch zerreißen sie meine Ohren, die fürchterlichen, mich verdammenden Worte: nehmen Sie ihn hin! – Wen, Unglückselige? das Geschenk deines Sterberöchelns – das schauervolle Vermächtniß deiner Verzweiflung? Gott! Gott! Bin ich so tief gesunken – so plötzlich von allen Thronen meines Stolzes herabgestürzt, daß ich heißhungrig erwarte, was einer Bettlerin Großmuth aus ihrem letzten Todeskampfe mir zuwerfen wird? – Nehmen Sie ihn hin! und das spricht sie mit einem Tone, begleitet sie mit einem Blick – – Ha! Emilie! bist du darum über die Grenzen deines Geschlechts weggeschritten? Mußtest du darum um den prächtigen Namen des großen brittischen Weibes buhlen, daß das prahlende Gebäude deiner Ehre neben der höheren Tugend einer verwahrlosten Bürgerdirne versinken soll? – Nein, stolze Unglückliche! nein! – Beschämen läßt sich Emilie Milford – doch beschimpfen nie! Auch ich habe Kraft, zu entsagen.

(Mit majestätischen Schritten auf und nieder.)

Verkrieche dich jetzt, weiches, leidendes Weib! – Fahret hin, süße, goldene Bilder der Liebe – Großmuth allein sei jetzt meine Führerin! – – Dieses liebende Paar ist verloren, oder Milford muß ihren Anspruch vertilgen und im Herzen des Fürsten erlöschen! (Nach einer Pause, lebhaft.) Es ist geschehen! – Gehoben das furchtbare Hinderniß – zerbrochen alle Bande zwischen mir und dem Herzog, gerissen aus meinem Busen diese wüthende Liebe! – – In deine Arme werf' ich mich, Tugend! – Nimm sie auf, deine reuige Tochter Emilie! – Ha! wie mir so wohl ist! Wie ich auf einmal so leicht, so gehoben mich fühle! – Groß, wie eine fallende Sonne, will ich heut vom Gipfel meiner Hoheit heruntersinken, meine Herrlichkeit sterbe mit meiner Liebe, und nichts als mein Herz begleite mich in diese stolze Verweisung. (Entschlossen zum Schreibpult gehend.) Jetzt gleich muß es geschehen – jetzt auf der Stelle, ehe die Reize des lieben Jünglings den blutigen Kampf meines Herzens erneuern. (Sie setzt sich nieder und fängt an zu schreiben.) 


 


Monologe – Theaterbühne


Klassische Monologe zum Vorsprechen: 
Monologe für Männer / Schauspieler 

Rolle: Ferdinand
Stück: Kabale und Liebe
Autor: Friedrich Schiller 

Erscheinungsjahr: 1784 
Originalsprache: Deutsch


4. Akt, 2. Szene 

Ferdinand allein, den Brief durchfliegend, bald erstarrend, bald wüthend herumstürzend

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FERDINAND: Es ist nicht möglich! nicht möglich! Diese himmlische Hülle versteckt kein so teuflisches Herz – – Und doch! doch! Wenn alle Engel herunter stiegen, für ihre Unschuld bürgten – wenn Himmel und Erde, wenn Schöpfung und Schöpfer zusammenträten, für ihre Unschuld bürgten – es ist ihre Hand – Ein unerhörter, ungeheurer Betrug, wie die Menschheit noch keinen erlebte! – Das also war's, warum man sich so beharrlich der Flucht widersetzt! – Darum – o Gott! jetzt erwach' ich, jetzt enthüllt sich mir Alles! – Darum gab man seinen Anspruch auf meine Liebe mit so viel Heldenmuth auf, und bald, bald hätte selbst mich die himmlische Schminke betrogen!

(Er stürzt rascher durchs Zimmer, dann steht er wieder nachdenkend still.)

Mich so ganz zu ergründen! – Jedes kühne Gefühl, jede leise schüchterne Bebung zu erwiedern, jede feurige Wallung – An der feinsten Unbeschreiblichkeit eines schwebenden Lauts meine Seele zu fassen – Mich zu berechnen in einer Thräne – Auf jeden gähen Gipfel der Leidenschaft mich zu begleiten, mir zu begegnen vor jedem schwindelnden Absturz – Gott! Gott! und alles Das nichts als Grimasse? – Grimasse? O, wenn die Lüge eine so haltbare Farbe hat, wie ging es zu, daß sich kein Teufel noch in das Himmelreich hineinlog?

Da ich ihr die Gefahr unsrer Liebe entdeckte, mit welch überzeugender Täuschung erblaßte die Falsche da! Mit welch siegender Würde schlug sie den frechen Hohn meines Vaters zu Boden, und in eben dem Augenblick fühlte das Weib sich doch schuldig! – Was? hielt sie nicht selbst die Feuerprobe der Wahrheit aus – die Heuchlerin sinkt in Ohnmacht. Welche Sprache wirst du jetzt führen, Empfindung? Auch Koketten sinken in Ohnmacht. Womit wirst du dich rechtfertigen, Unschuld? – Auch Metzen sinken in Ohnmacht.

Sie weiß, was sie aus mir gemacht hat. Sie hat meine ganze Seele gesehen. Mein Herz trat beim Erröthen des ersten Kusses sichtbar in meine Augen – und sie empfand nichts? empfand vielleicht nur den Triumph ihrer Kunst? – Da mein glücklicher Wahnsinn den ganzen Himmel in ihr zu umspannen wähnte, meine wildesten Wünsche schwiegen – vor meinem Gemüth stand kein Gedanke, als die Ewigkeit und das Mädchen – Gott! da empfand sie nichts? fühlte nichts, als ihren Anschlag gelungen? nichts, als ihre Reize geschmeichelt? Tod und Rache! Nichts! als daß ich betrogen sei?


    

Monologe – Theaterbühne


Klassische Monologe zum Vorsprechen: 
Monologe für Frauen / Schauspielerinnen 

Rolle: Prinzessin Eboli
Stück: Königin Elisabeth
Autor: Friedrich Schiller 

Erscheinungsjahr: 1787 
Originalsprache: Deutsch


2. Akt, 9. Szene 

Die Prinzessin Eboli allein 

(Sie steht noch betäubt, außer Fassung; nachdem der Prinz hinaus ist, eilt sie ihm nach und will ihn zurückrufen.)

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PRINZESSIN EBOLI:
Prinz, noch ein Wort. Prinz, hören Sie – Er geht!

Auch das noch! Er verachtet mich – Da steh' ich
In fürchterlicher Einsamkeit – verstoßen,
Verworfen –

(Sie sinkt auf einen Sessel. Nach einer Pause.)


Nein! Verdrungen nur, verdrungen

Von einer Nebenbuhlerin. Er liebt.
Kein Zweifel mehr. Er hat es selbst bekannt.
Doch wer ist diese Glückliche? – So viel
Ist offenbar – er liebt, was er nicht sollte.
Er fürchtet die Entdeckung. Vor dem König
Verkriecht sich seine Leidenschaft – Warum
Vor diesem, der sie wünschte? – Oder ist's
Der Vater nicht, was er im Vater fürchtet?
Als ihm des Königs buhlerische Absicht
Verrathen war – da jauchzten seine Mienen,
Frohlockt' er, wie ein Glücklicher... Wie kam es,
Daß seine strenge Tugend hier verstummte?
Hier? eben hier? Was kann denn er dabei,
Er zu gewinnen haben, wenn der König
Der Königin die –

(Sie hält plötzlich ein, von einem Gedanken überrascht – Zu gleicher Zeit reißt sie die Schleife, die ihr Carlos gegeben hat, von dem Busen, betrachtet sie schnell und erkennt sie.)

Jetzt endlich, jetzt – Wo waren meine Sinne?
Jetzt gehen mir die Augen auf – Sie hatten
Sich lang geliebt, eh der Monarch sie wählte.
Nie ohne sie sah mich der Prinz. – Sie also,
Sie war gemeint, wo ich so grenzenlos,
So warm, so wahr mich angebetet glaubte?
O, ein Betrug, der ohne Beispiel ist!
Und meine Schwäche hab' ich ihr verrathen –

(Stillschweigen.)

Daß er ganz ohne Hoffnung lieben sollte!

Ich kann's nicht glauben – Hoffnungslose Liebe
Besteht in diesem Kampfe nicht. Zu schwelgen,
Wo unerhört der glänzendste Monarch
Der Erde schmachtet – Wahrlich! solche Opfer
Bringt hoffnungslose Liebe nicht. Wie feurig
War nicht sein Kuß! Wie zärtlich drückt' er mich,
Wie zärtlich an sein schlagend Herz! – Die Probe
War fast zu kühn für die romant'sche Treue,
Die nicht erwiedert werden soll – Er nimmt
Den Schlüssel an, den, wie er sich beredet,
Die Königin ihm zugeschickt – er glaubt
An diesen Riesenschritt der Liebe – kommt,
Kommt wahrlich, kommt! – So traut er Philipps Frau
Die rasende Entschließung zu. – Wie kann er,
Wenn hier nicht große Proben ihn ermuntern?
Es ist am Tag. Er wird erhört. Sie liebt!
Beim Himmel, diese Heilige empfindet!
Wie fein ist sie!... Ich zitterte ich selbst,
Vor dem erhabnen Schreckbild dieser Tugend.
Ein höhres Wesen ragt sie neben mir.
In ihrem Glanz erlösch' ich. Ihrer Schönheit
Mißgönnt' ich diese hohe Ruhe, frei
Von jeder Wallung sterblicher Naturen.
Und diese Ruhe war nur Schein? Sie hätte
An beiden Tafeln schwelgen wollen? – Hätte
Den Götterschein der Tugend schaugetragen,
Und doch zugleich des Lasters heimliche
Entzückungen zu naschen sich erdreistet?
Das durfte sie? Das sollte ungerochen
Der Gauklerin gelungen sein? Gelungen,
Weil sich kein Rächer meldet? – Nein, bei Gott!
Ich betete sie an – Das fordert Rache!
Der König wisse den Betrug – der König?

(Nach einigem Besinnen.)

Ja, recht – das ist ein Weg zu seinem Ohre.

(Sie geht ab.)
 


 


Monologe – Theaterbühne


Klassische Monologe zum Vorsprechen: 
Monologe für Frauen / Schauspielerinnen 

Rolle: Königin Elisabeth von Valois 
Stück: Königin Elisabeth
Autor: Friedrich Schiller 

Erscheinungsjahr: 1787 
Originalsprache: Deutsch 


1. Akt, 5. Auftritt 

Königin Elisabeth und Königin Elisabeth 

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KÖNIGIN: 
Beklagenswerther, theurer Carl! Ich fühle –

Ganz fühl' ich sie, die namenlose Pein,
Die jetzt in Ihrem Busen tobt. Unendlich,
Wie Ihre Liebe, ist Ihr Schmerz. Unendlich,
Wie er, ist auch der Ruhm, ihn zu besiegen.
Erringen Sie ihn, junger Held. Der Preis
Ist dieses hohen, starken Kämpfers werth,
Des Jünglings werth, durch dessen Herz die Tugend
So vieler königlicher Ahnen rollt.
Ermannen Sie sich, edler Prinz. – Der Enkel
Des großen Carls fängt frisch zu ringen an,
Wo andrer Menschen Kinder muthlos enden.

CARLOS: Zu spät! O Gott, es ist zu spät!

KÖNIGIN:                                       Ein Mann
Zu sein? O Carl! wie groß wird unsre Tugend,
Wenn unser Herz bei ihrer Uebung bricht!
Hoch stellte Sie die Vorsicht – höher, Prinz,
Als Millionen Ihrer andern Brüder.
Parteilich gab sie ihrem Liebling, was
Sie andern nahm, und Millionen fragen:
Verdiente Der im Mutterleibe schon,
Mehr als wir andern Sterblichen zu gelten?
Auf, retten Sie des Himmels Billigkeit!
Verdienen Sie, der Welt voran zu gehn,
Und opfern Sie, was Keiner opferte!

CARLOS: 
Das kann ich auch. – Sie zu erkämpfen, hab'

Ich Riesenkraft; Sie zu verlieren, keine.

KÖNIGIN:
Gestehen Sie es, Carlos – Trotz ist es

Und Bitterkeit und Stolz, was Ihre Wünsche
So wüthend nach der Mutter zieht. Die Liebe,
Das Herz, das Sie verschwenderisch mir opfern,
Gehört den Reichen an, die Sie dereinst
Regieren sollen. Sehen Sie, Sie prassen
Von Ihres Mündels anvertrautem Gut.
Die Liebe ist Ihr großes Amt. Bis jetzt
Verirrte sie zur Mutter. – Bringen Sie
O, bringen Sie sie Ihren künft'gen Reichen
Und fühlen Sie, statt Dolchen des Gewissens,
Die Wollust, Gott zu sein. Elisabeth
War Ihre erste Liebe; Ihre zweite
Sei Spanien. Wie gerne, guter Carl,
Will ich der besseren Geliebten weichen!

(Carlos wirft sich, von Empfindung überwältigt, zu ihren Füßen)


 


Monologe – Theaterbühne


Klassische Monologe zum Vorsprechen: 
Monologe für Männer / Schauspieler 

Rolle: König Philipp II
Stück: Königin Elisabeth
Autor: Friedrich Schiller 

Erscheinungsjahr: 1787 
Originalsprache: Deutsch 


3. Akt, 5. Auftritt 

König Philipp allein  

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KÖNIG PHILIPP: 
Jetzt gib mir einen Menschen, gute Vorsicht –
Du hat mir viel gegeben. Schenke mir
Jetzt einen Menschen. Du – du bist allein,
Denn deine Augen prüfen das Verborgne,
Ich bitte dich um einen Freund; denn ich
Bin nicht, wie du, allwissend. Die Gehilfen,
Die du mir zugeordnet hast, was sie
Mir sind, weißt du. Was sie verdienen, haben
Sie mir gegolten. Ihre zahmen Laster,
Beherrscht vom Zaume, dienen meinen Zwecken,
Wie deine Wetter reinigen die Welt.
Ich brauch Wahrheit – Ihre stille Quelle
Im dunkeln Schutt des Irrthums aufzugraben,
Ist nicht das Loos der Könige. Gib mir
Den seltnen Mann mit reinem, offnem Herzen,
Mit hellem Geist und unbefangnen Augen,
Der mir sie finden helfen kann – ich schütte
Die Loose auf; laß unter Tausenden,
Die um der Hoheit Sonnenscheibe flattern,
Den Einzigen mich finden. (Er öffnet eine Schatulle und nimmt eine Schreibtafel heraus. Nachdem er eine Zeit lang darin geblättert.) Bloße Namen –
Nur Namen stehen hier, und nicht einmal
Erwähnung des Verdiensts, dem sie den Platz
Auf dieser Tafel danken – und was ist
Vergeßlicher, als Dankbarkeit? Doch hier
Auf dieser andern Tafel les' ich jede
Vergehung pünktlich beigeschrieben. Wie?
Das ist nicht gut. Braucht etwa das Gedächtniß
Der Rache dieser Hilfe noch? (Liest weiter.) Graf Egmont?
Was will der hier? – Der Sieg bei Saint Quentin
War längst verwirkt. Ich werf' ihn zu den Todten.
(Er läscht diesen Namen aus und schreibt ihn auf die andere Tafel. Nachdem er weiter gelesen.)
Marquis von Posa? – Posa? – Posa? Kann
Ich dieses Menschen mich doch kaum besinnen!
Und zweifach angestrichen – ein Beweis,
Daß ich zu großen Zwecken ihn bestimmte!
Und, war es möglich? dieser Mensch entzog
Sich meiner Gegenwart bis jetzt? vermied
Die Augen seines königlichen Schuldners?
Bei Gott, im ganzen Umkreis meiner Staaten
Der einz'ge Mensch, der meiner nicht bedarf!
Besäß' er Habsucht oder Ehrbegierde,
Er wäre längst vor meinem Thron erschienen.
Wag' ich's mit diesem Sonderling? Wer mich
Entbehren kann, wird Wahrheit für mich haben.
(Er geht ab.)


 


Monologe – Theaterbühne


Klassische Monologe zum Vorsprechen: 
Monologe für Männer / Schauspieler 

Rolle: Königin Elisabeth
Stück: Königin Elisabeth
Autor: Friedrich Schiller 

Erscheinungsjahr: 1787 
Originalsprache: Deutsch 


1. Akt, 2. Auftritt 

Königin Elisabeth und Marquis von Posa 

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DON KARLOS: 
Nein! Diese Schonung will ich nicht. Sprich's aus,
Sprich, daß auf diesem großen Rund der Erde
Kein Elend an das meine grenze – sprich –
Was du mir sagen kannst, errath' ich schon.
Der Sohn liebt seine Mutter. Weltgebräuche,
Die Ordnung der Natur und Roms Gesetze
Verdammen diese Leidenschaft. Mein Anspruch
Stößt fürchterlich auf meines Vaters Rechte.
Ich fühl's, und dennoch lieb' ich. Dieser Weg
Führt nur zum Wahnsinn oder Blutgerüste.
Ich liebe ohne Hoffnung – lasterhaft –
Mit Todesangst und mit Gefahr des Lebens –
Das seh' ich ja, und dennoch lieb' ich.

MARQUIS:                                           Weiß
Die Königin um diese Neigung?

DON KARLOS:                          Konnt' ich
Mich ihr entdecken? Sie ist Philipps Frau
Und Königin, und das ist span'scher Boden.
Von meines Vaters Eifersucht bewacht,
Von Etikette ringsum eingeschlossen,
Wie konnt' ich ohne Zeugen mich ihr nahn?
Acht höllenbange Monde sind es schon,
Daß von der hohen Schule mich der König
Zurückberief, daß ich sie täglich anzuschaun
Verurtheilt bin und, wie das Grab, zu schweigen.
Acht höllenbange Monde, Roderich,
Daß dieses Feu'r in meinem Busen wüthet,
Daß tausendmal sich das entsetzliche
Geständniß schon auf meinen Lippen meldet,
Doch scheu und feig zurück zum Herzen kriecht.
O Roderich – nur wen'ge Augenblicke
Allein mit ihr –

MARQUIS:      Ach! Und Ihr Vater, Prinz –

DON KARLOS:
Unglücklicher! Warum an den mich mahnen?
Sprich mir von all den Schrecken des Gewissens,
Von meinem Vater sprich mir nicht.

MARQUIS:  Sie hassen Ihren Vater!

DON KARLOS:                              Nein! Ach, nein!
Ich hasse meinen Vater nicht – Doch Schauer
Und Missethäters-Bangigkeit ergreifen
Bei diesem fürchterlichen Namen mich.
Kann ich dafür, wenn eine knechtische
Erziehung schon in meinem jungen Herzen
Der Liebe zarten Keim zertrat? Sechs Jahre
Hatt' ich gelebt, als mir zum ersten Mal
Der Fürchterliche, der wie sie mir sagten,
Mein Vater war, vor Augen kam. Es war
An einem Morgen, wo er stehnden Fußes
Vier Bluturtheile unterschrieb. Nach diesem
Sah ich ihn nur, wenn mir für ein Vergehn
Bestrafung angekündigt ward. – O Gott!
Hier fühl' ich, daß ich bitter werde – Weg –
Weg, weg von dieser Stelle!

MARQUIS:                        Nein, Sie sollen,
Jetzt sollen Sie sich öffnen, Prinz. In Worten
Erleichtert sich der schwer beladne Busen.

DON KARLOS:
Oft hab' ich mit mir selbst gerungen, oft

Um Mitternacht, wenn meine Wachen schliefen,
Mit heißen Thränengüssen vor das Bild
Der Hochgebenedeiten mich geworfen,
Sie um ein kindlich Herz gefleht – doch ohne
Erhörung stand ich auf. Ach, Roderich!
Enthülle du dies wunderbare Räthsel
Der Vorsicht mir – Warum von tausend Vätern
Just eben diesen Vater mir? Und ihm
Just diesen Sohn von tausend bessern Söhnen?
Zwei unverträglichere Gegentheile
Fand die Natur in ihrem Umkreis nicht.
Wie mochte sie die beiden letzten Enden
Des menschlichen Geschlechtes – mich und ihn –
Durch ein so heilig Band zusammen zwingen?
Furchtbares Loos! Warum mußt' es geschehn?
Warum zwei Menschen, die sich ewig meiden,
In einem Wunsche schrecklich sich begegnen?
Hier, Roderich, siehst du zwei feindliche
Gestirne, die im ganzen Lauf der Zeiten
Ein einzig Mal in scheitelrechter Bahn
Zerschmetternd sich berühren, dann auf immer
Und ewig aus einander fliehn.

MARQUIS:                             Mir ahnet
Ein unglücksvoller Augenblick.

DON KARLOS:                      Mir selbst.
Wie Furien des Abgrunds folgen mir
Die schauerlichsten Träume. Zweifelnd ringt
Mein guter Geist mit gräßlichen Entwürfen;
Durch labyrinthische Sophismen kriecht
Mein unglücksel'ger Scharfsinn, bis er endlich
Vor eines Abgrunds gähem Rachen stutzt –
O Roderich, wenn ich den Vater je
In ihm verlernte – Roderich – ich sehe,
Dein todtenblasser Blick hat mich verstanden –
Wenn ich den Vater je in ihm verlernte,
Was würde mir der König sein?


 


Monologe – Theaterbühne


Klassische Monologe zum Vorsprechen: 
Monologe für Männer / Schauspieler 

Rolle: Fiesco 
Stück: Die Verschwörung des Fiesco zu Genua
Autor: Friedrich Schiller 

Erscheinungsjahr: 1783 
Originalsprache: Deutsch


3. Akt, 2. Szene 

Fiesco allein 

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FIESCO: Was ist das? – der Mond ist unter – Der Morgen kommt feurig aus der See – Wilde Phantasieen haben meinen Schlaf aufgeschwelgt – mein ganzes Wesen krampfig um eine Empfindung gewälzt – Ich muß mich im Offenen dehnen. (Er macht die Glasthüre auf. Stadt und Meer von Morgenroth überflammt. Fiesco mit starken Schritten im Zimmer.) Daß ich der größte Mann bin im ganzen Genua? und die kleineren Seelen sollten sich nicht unter die große versammeln? – Aber ich verletze die Tugend? (steht still.) Tugend? – Der erhabene Kopf hat andre Versuchungen, als der gemeine – Sollt' er Tugend mit ihm zu theilen haben? – Der Harnisch, der des Pygmäen schmächtigen Körper zwingt, sollte der einem Riesenleib anpassen müssen? (Die Sonne geht auf über Genua.) Diese majestätische Stadt! (Mit offenen Armen dagegen eilend.) Mein! – und drüber emporzuflammen, gleich dem königlichen Tag – drüber zu brüten mit Monarchenkraft – all die kochenden Begierden – all die nimmersatten Wünsche in diesem grundlosen Ocean unterzutauchen? – – Gewiß! Wenn auch des Betrügers Witz den Betrug nicht adelt, so adelt doch der Preis den Betrüger. Es ist schimpflich, eine Börse zu leeren – es ist frech, eine Million zu veruntreuen, aber es ist namenlos groß, eine Krone zu stehlen. Die Schande nimmt ab mit der wachsenden Sünde. (Pause, dann mit Ausdruck.) Gehorchen! – Herrschen! – ungeheure schwindlichte Kluft – Legt Alles hinein, was der Mensch Kostbares hat – eure gewonnenen Schlachten, Eroberer – Künstler, eure unsterblichen Werke – eure Wollüste, Epikure – eure Meere und Inseln, ihr Weltumschiffer! Gehorchen und Herrschen! – Sein und Nichtsein! Wer über den schwindlichten Graben vom letzten Seraph zum Unendlichen setzt, wird auch diesen Sprung ausmessen. (Mit erhabenem Spiel.) Zu stehen in jener schrecklich erhabenen Höhe – niederzuschmollen in der Menschlichkeit reißenden Strudel, wo das Rad der blinden Betrügerin Schicksale schelmisch wälzt – den ersten Mund am Becher der Freude – tief unten den geharnischten Riesen Gesetz am Gängelbande zu lenken – schlagen zu sehen unvergoltene Wunden, wenn sein kurzarmiger Grimm an das Geländer der Majestät ohnmächtig poltert – die unbändigen Leidenschaften des Volks, gleich so viel strampfenden Rossen, mit dem weichen Spiele des Zügels zu zwingen – den emporstrebenden Stolz der Vasallen mit einem – einem Athemzug in den Staub zu legen, wenn der schöpferische Fürstenstab auch die Träume des fürstlichen Fiebers ins Leben schwingt. – Ha! welche Vorstellung, die den staunenden Geist über seine Linien wirbelt! – Ein Augenblick Fürst hat das Mark des ganzen Daseins verschlungen. Nicht der Tummelplatz des Lebens – sein Gehalt bestimmt seinen Werth. Zerstücke den Donner in seine einfachen Silben, und du wirst Kinder damit in den Schlummer singen; schmelze sie zusammen in einen plötzlichen Schall, und der monarchische Laut wird den ewigen Himmel bewegen – Ich bin entschlossen! (Heroisch auf und nieder.)



Monologe – Theaterbühne


Klassische Monologe zum Vorsprechen: 
Monologe für Männer / Schauspieler 

Rolle: Spiegelberg 
Stück: Die Räuber 
Autor: Friedrich Schiller 

Erscheinungsjahr: 1782 
Originalsprache: Deutsch


2. Akt, 3. Szene 

Die böhmischen Wälder. Spiegelberg, Razmann und Räuberhaufen.  


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SPIEGELBERG: Gelt, Bruder? gelt? Und das ganze Kerl dazu! – Du glaubst nicht, Gottes sichtbarer Segen ist bei mir: war dir ein armer hungriger Tropf, hatte nichts als diesen Stab, da ich über den Jordan ging, und jetzt sind unserer acht und siebenzig, meistens ruinierte Krämer, rejicierte Magister und Schreiber aus den schwäbischen Provinzen; das ist dir ein Corps Kerles, Bruder, deliciöse Bursche, sag' ich dir, wo als einer dem andern die Knöpfe von den Hosen stiehlt und mit geladener Flinte neben ihm sicher ist – und haben vollauf und stehen dir in einem Renomm ée vierzig Meilen weit, das nicht zu begreifen ist. Da ist dir keine Zeitung, wo du nicht ein Artikelchen von dem Schlaukopf Spiegelberg wirst getroffen haben; ich halte sie mir auch pur deßwegen – vom Kopf bis zun Füßen haben sie mich dir hingestellt, du meinst, du sähst mich; sogar meine Rockknöpfe haben sie nicht vergessen. Aber wir führen sie erbärmlich am Narrenseil herum. Ich geh' letzthin in die Druckerei, geb' vor, ich hätte den berüchtigten Spiegelberg gesehen, und dictier' einem Skrizler, der dort saß, das leibhafte Bild von einem dortigen Wurmdoctor in die Feder; das Ding kommt um, der Kerl wird eingezogen, parforce inquiriert, und in der Angst und in der Dummheit gesteht er dir, hol' mich der Teufel! gesteht dir, er sei der Spiegelberg – Donner und Wetter! ich war eben auf dem Sprung, mich beim Magistrat anzugeben, daß die Canaille mir meinen Namen so verhunzen soll – wie ich sage, drei Monat drauf hangt er. Ich mußte nachher eine derbe Prise Toback in die Nase reiben, als ich am Galgen vorbeispazierte und den Pseudo-Spiegelberg in seiner Glorie da paradieren sah – und unterdessen daß Spiegelberg hangt, schleicht sich Spiegelberg ganz sachte aus den Schlingen und deutet der superklugen Gerechtigkeit hinterrücks Eselsohren, daß 's zum Erbarmen ist. [...] Das bin ich, wie du siehst, an Leib und Seel. Narr! einen Spaß muß ich dir doch erzählen, den ich neulich im Cäcilien-Kloster angerichtet habe. Ich treffe das Kloster auf meiner Wanderschaft so gegen die Dämmerung, und da ich eben den Tag noch keine Patrone verschossen hatte – du weißt, ich hasse das diem perdidi auf den Tod – so mußte die Nacht noch durch einen Streich verherrlicht werden, und sollt's dem Teufel um ein Ohr gelten! Wir halten uns ruhig bis in die späte Nacht. Es wird mausstill. Die Lichter gehen aus. Wir denken, die Nonnen könnten jetzt in den Federn sein. Nun nehm' ich meinen Kameraden Grimm mit mir, heiß' die andern warten vorm Thor, bis sie mein Pfeifchen hören würden, – versichere mich des Klosterwächters, nehm' ihm die Schlüssel ab, schleich' mich hinein, wo die Mägde schliefen, praktizier' ihnen die Kleider weg, und heraus mit dem Pack zum Thor. Wir gehen weiter von Zelle zu Zelle, nehmen einer Schwester nach der andern die Kleider, endlich auch der Äbtissin – Jetzt pfeif' ich, und meine Kerls draußen fangen an zu stürmen und zu hasselieren, als käm' der jüngste Tag, und hinein mit bestialischem Gepolter in die Zellen der Schwestern – hahaha! – da hättest du die Hatz sehen sollen, wie die armen Thierchen in der Finstere nach ihren Röcken tappten und sich jämmerlich geberdeten, wie sie zum Teufel waren, und wir indeß wie alle Donnerwetter zugesetzt, und wie sie sich vor Schreck und Bestürzung in Bettlaken wickelten, oder unter dem Ofen zusammenkrochen wie Katzen, andere in der Angst ihres Herzens die Stube so besprengten, daß du hättest das Schwimmen drin lernen können, und das erbärmliche Gezeter und Lamento, und endlich gar die alte Schnurre, die Äbtissin, angezogen wie Eva vor dem Fall – du weißt, Bruder, daß mir auf diesem weiten Erdenrund kein Geschöpf so zuwider ist, als eine Spinne und ein altes Weib, und nun denk' dir einmal die schwarzbraune, runzlichte, zottigte Vettel vor mir herumtanzen und mich bei ihrer jungfräulichen Sittsamkeit beschwören – alle Teufel! ich hatte schon den Ellbogen angesetzt, ihr die übriggebliebenen wenigen edlen vollends in den Mastdarm zu stoßen – kurz resolviert! entweder heraus mit dem Silbergeschirr, mit dem Klosterschatz und allen den blanken Thälerchen, oder – meine Kerls verstanden mich schon – ich sage dir, ich hab' aus dem Kloster mehr denn tausend Thaler Werths geschleift, und den Spaß obendrein, und meine Kerls haben ihnen ein Andenken hinterlassen, sie werden ihre neun Monate dran zu schleppen haben.



 


  1. KARL VON MOOR in «Die Räuber» III.
  2. KARL VON MOOR in «Die Räuber» II.
  3. KARL VON MOOR in «Die Räuber» I.
  4. FRANZ VON MOOR in «Die Räuber» III.
  5. FRANZ VON MOOR in «Die Räuber» II.
  6. FRANZ VON MOOR in «Die Räuber» I.
  7. AMALIA in «Die Räuber»
  8. RAOUL in «Die Jungfrau von Orleans»
  9. JOHANNA in «Die Jungfrau von Orleans» IV.
  10. JOHANNA in «Die Jungfrau von Orleans» III.
  11. JOHANNA in «Die Jungfrau von Orleans» II.
  12. JOHANNA in «Die Jungfrau von Orleans» I.
  13. BEATRICE in «Die Braut von Messina»
  14. MARFA in «Demetrius»
  15. DIE WEISSE FÜRSTIN in «Die weiße Fürstin» II.
  16. DIE WEISSE FÜRSTIN in «Die weiße Fürstin» I.
  17. FLOTTWELL in «Der Verschwender»
  18. RAPPELKOPF in «Der Alpenkönig und der Menschenfeind»
  19. MALCHEN in «Der Alpenkönig und der Menschenfeind»
  20. LISCHEN in «Der Alpenkönig und der Menschenfeind»
  21. PHÄDRA in «Phädra» III.
  22. PHÄDRA in «Phädra» II.
  23. PHÄDRA in «Phädra» I.
  24. XIPHARES in «Mithridat»
  25. MONIMIA in «Mithridat»
  26. MITHRIDAT in «Mithridat»
  27. ATHALIA in «Athalia»
  28. SCEPARNIO in «Der Schiffbruch (Rudens)»
  29. HALISCA in «Cistellaria»
  30. ALCESIMARCHUS in «Cistellaria»
  31. PEPPI in «Frühere Verhältnisse» II.
  32. PEPPI in «Frühere Verhältnisse» I.
  33. LIPS in «Der Zerrissene» II.
  34. LIPS in «Der Zerrissene» I.
  35. SALOME in «Der Talisman» II.
  36. SALOME in «Der Talisman» I.
  37. TISBEA in «Don Juan» I.
  38. TISBEA in «Don Juan» II.
  39. TARTUFFE in «Tartuffe»
  40. ORGON in «Tartuffe»
  41. DORINE in «Tartuffe»
  42. CLÈANTE in «Tartuffe»
  43. JACQUES in «Der Geizige»
  44. HARPAGON in «Der Geizige»
  45. FROSINE in «Der Geizige»
  46. ARNOLPH in «Die Schule der Frauen»
  47. AGNES in «Die Schule der Frauen»
  48. CELIMÈNE in «Der Menschenfeind»
  49. ALCESTE in «Der Menschenfeind» II.
  50. ALCESTE in «Der Menschenfeind» I.
  51. ACASTE in «Der Menschenfeind»
  52. DER KAPITÄN in «Taipi»
  53. ISMAEL in «Moby Dick»
  54. KÖNIG EDUARD in «König Eduard II.»
  55. FAUSTUS in «Doktor Faustus»
  56. RECHA in «Nathan der Weise»
  57. NATHAN in «Nathan der Weise»
  58. DER TEMPELHERR in «Nathan der Weise» II.
  59. DER TEMPELHERR in «Nathan der Weise» I.
  60. SARA in «Miss Sara Sampson» IV.
  61. SARA in «Miss Sara Sampson» III.
  62. SARA in «Miss Sara Sampson» II.
  63. SARA in «Miss Sara Sampson» I.
  64. MELLEFONT in «Miss Sara Sampson»
  65. MARWOOD in «Miss Sara Sampson» IV.
  66. MARWOOD in «Miss Sara Sampson» III.
  67. MARWOOD in «Miss Sara Sampson» II.
  68. MARWOOD in «Miss Sara Sampson» I.
  69. MINNA in «Minna von Barnhelm»
  70. ORSINA in «Emilia Galotti»
  71. EMILIA in «Emilia Galotti»
  72. ANTON in «Der junge Gelehrte»
  73. PRINZ FRIEDRICH VON HOMBURG in «Prinz Friedrich von Homburg» II.
  74. PRINZ FRIEDRICH VON HOMBURG in «Prinz Friedrich von Homburg» I.
  75. NATALIE in «Prinz Friedrich von Homburg»
  76. PENTHESILEA in «Penthesilea» IV.
  77. PENTHESILEA in «Penthesilea» III.
  78. PENTHESILEA in «Penthesilea» II.
  79. PENTHESILEA in «Penthesilea» I.
  80. MEROE in «Penthesilea»
  81. RUPERT in «Die Familie Schroffenstein»
  82. AGNES in «Die Familie Schroffenstein»
  83. RUPRECHT in «Der zerbrochene Krug»
  84. FRAU MARTHE in «Der zerbrochene Krug»
  85. FRAU BRIGITTE in «Der zerbrochene Krug»
  86. EVE in «Der zerbrochene Krug»
  87. SOSIAS in «Amphitryon»
  88. AMPHITRYON in «Amphitryon»
  89. ALKMENE in «Amphitryon» II.
  90. ALKMENE in «Amphitryon» I.
  91. GUTWITZ in «Epicoene oder Das stille Frauenzimmer»
  92. MADAME KAUDEL in «Madame Kaudel's Gardinenpredigten»
  93. PEER GYNT in «Peer Gynt»
  94. DER PFARRER in «Peer Gynt»
  95. NORA in «Nora oder Ein Puppenheim»
  96. OSWALD in «Gespenster»
  97. DER STADTVOGT in «Ein Volksfeind»
  98. BERNICK in «Die Stützen der Gesellschaft» II.
  99. BERNICK in «Die Stützen der Gesellschaft» I.
  100. STENSGARD in «Der Bund der Jugend»
  101. DER KAMMERHERR in «Der Bund der Jugend»
  102. BRAND in «Brand»
  103. JEAN VALJEAN in «Die Elenden / Les Misérables»
  104. DER SENATOR in «Die Elenden / Les Misérables»
  105. GRINGOIRE in «Der Glöckner von Notre Dame»
  106. ESMERELDA in «Der Glöckner von Notre Dame»
  107. DER PRIESTER in «Der Glöckner von Notre Dame» II.
  108. DER PRIESTER in «Der Glöckner von Notre Dame» I.
  109. LÄUFFER in «Der Hofmeister»
  110. CATHARINA in «Catharina von Siena» II.
  111. CATHARINA in «Catharina von Siena» I.
  112. SABINE in «Die deutschen Kleinstädter»
  113. FRAU STAAR in «Die deutschen Kleinstädter»
  114. PALME in «Palme oder Der Gekränkte»
  115. Y in «XYZ»
  116. HAITANG in «Der Kreidekreis»
  117. ATALANTA in «Atalanta oder die Angst»
  118. KASSIERER in «Von morgens bis mitternachts»
  119. AFFE ROTPETER in «Ein Bericht für eine Akademie»
  120. ELEKTRA in «Elektra»
  121. DAS JUNGE MÄDCHEN in «Der Tor und der Tod»
  122. CLAUDIO in «Der Tor und der Tod»
  123. KLARA in «Maria Magdalena» III.
  124. KLARA in «Maria Magdalena» II.
  125. KLARA in «Maria Magdalena» I.
  126. KARL in «Maria Magdalena»
  127. JUDITH in «Judith»
  128. HERODES in «Herodes und Mariamne» II.
  129. HERODES in «Herodes und Mariamne» I.
  130. RHODOPE in «Gyges und sein Ring»
  131. KRIEMHILD in «Die Nibelungen: Kriemhilds Rache» II.
  132. KRIEMHILD in «Die Nibelungen: Kriemhilds Rache» I.
  133. ERNST in «Agnes Bernauer»
  134. ALBRECHT in «Agnes Bernauer»
  135. AGNES in «Agnes Bernauer» II.
  136. AGNES in «Agnes Bernauer» I.
  137. ROGER in «Der scharlachrote Buchstabe»
  138. ALFRED LOTH in «Vor Sonnenaufgang»
  139. MICHAEL KRAMER in «Michael Kramer» III.
  140. MICHAEL KRAMER in «Michael Kramer» II.
  141. MICHAEL KRAMER in «Michael Kramer» I.
  142. ELEKTRA in «Iphigenie in Delphi»
  143. PROSPERO in «Indipohdi»
  144. FRANZISKA WERMELSKIRCH in «Fuhrmann Henschel»
  145. PIPERKARCKA in «Die Ratten»
  146. HEINRICH in «Der arme Heinrich» II.
  147. HEINRICH in «Der arme Heinrich» I.
  148. DER SOHN in «Der Sohn»
  149. LEON in «Weh dem, der lügt!»
  150. GREGOR in «Weh dem, der lügt!»
  151. SAPPHO in «Sappho» III.
  152. SAPPHO in «Sappho» II.
  153. SAPPHO in «Sappho» I.
  154. MELITTA in «Sappho»
  155. RAHEL in «Die Jüdin von Toledo»
  156. HERO in «Des Meeres und der Liebe Wellen»
  157. CORNELIA in «Verliebtes Gespenste / Die geliebte Dornrose»
  158. CHLORIS in «Verliebtes Gespenste / Die geliebte Dornrose»
  159. RATTENGIFT in «Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung»
  160. GOTHLAND in «Herzog Theodor von Gothland»
  161. PEPEL in «Nachtasyl»
  162. NASTJA in «Nachtasyl»
  163. LUKA in «Nachtasyl» I.
  164. LUKA in «Nachtasyl» II.
  165. TATJANA in «Die Kleinbürger»
  166. HELENA in «Die Kleinbürger»
  167. MIRANDOLINA in «Mirandolina»
  168. TRUFFALDINO in «Der Diener zweier Herren» II.
  169. TRUFFALDINO in «Der Diener zweier Herren» I.
  170. AGAFIA TICHONOWNA in «Die Heirat»
  171. OSSIP in «Der Revisor»
  172. TORQUATO TASSO in «Torquato Tasso»
  173. LEONORE in «Torquato Tasso»
  174. STELLA in «Stella»
  175. FERNANDO in «Stella»
  176. PHORKYAS in «Faust - Teil 2»
  177. HELENA in «Faust - Teil 2» II.
  178. HELENA in «Faust - Teil 2» I.
  179. VALENTIN in «Faust - Teil 1»
  180. MEPHISTOPHELES in «Faust - Teil 1» II.
  181. MEPHISTOPHELES in «Faust - Teil 1» I.
  182. MARGARETE (GRETCHEN) in «Faust - Teil 1»
  183. LIESCHEN in «Faust - Teil 1»
  184. GRETCHEN (MARGARETE) in «Faust - Teil 1» IV.
  185. GRETCHEN (MARGARETE) in «Faust - Teil 1» I.
  186. GRETCHEN (MARGARETE) in «Faust - Teil 1» III.
  187. GRETCHEN (MARGARETE) in «Faust - Teil 1» II.
  188. FAUST in «Faust - Teil 1» IV.
  189. FAUST in «Faust - Teil 1» III.
  190. FAUST in «Faust - Teil 1» II.
  191. FAUST in «Faust - Teil 1» I.
  192. DER SCHÜLER in «Faust - Teil 1»
  193. OREST in «Iphigenie auf Tauris»
  194. IPHIGENIE in «Iphigenie auf Tauris» III.
  195. IPHIGENIE in «Iphigenie auf Tauris» I.
  196. IPHIGENIE in «Iphigenie auf Tauris» II.
  197. KLÄRCHEN in «Egmont» II.
  198. KLÄRCHEN in «Egmont» I.
  199. EGMONT in «Egmont»
  200. BRACKENBURG in «Egmont»
  201. EUGENIE in «Die natürliche Tochter»
  202. SÖLLER in «Die Mitschuldigen»
  203. SOPHIE in «Die Mitschuldigen»
  204. ALCEST in «Die Mitschuldigen»
  205. CLAVIGO in «Clavigo» II.
  206. CLAVIGO in «Clavigo» I.
  207. CARLOS in «Clavigo»
  208. SOPHONISBE in «Sophonisbe»
  209. MEDEA in «Medea» III.
  210. MEDEA in «Medea» II.
  211. MEDEA in «Medea» I.
  212. JASON in «Medea»
  213. DIE AMME in «Medea»
  214. IPHIGENIE in «Iphigenie in Aulis»
  215. KLYTÄMNESTRA in «Iphigenie in Aulis»
  216. PHAIDRA in «Hippolytos»
  217. HIPPOLYTOS in «Hippolytos»
  218. DIE AMME in «Hippolytos»
  219. HELENA in «Helena» II.
  220. HELENA in «Helena» I.
  221. TEIRESIAS in «Die Bakchen»
  222. AGAUE in «Die Bakchen»
  223. DER BOTE in «Die Bakchen»
  224. ODYSSEUS in «Der Kyklop»
  225. DIE DIENERIN in «Alkestis»
  226. ALKESTIS in «Alkestis»
  227. ADMETOS in «Alkestis»
  228. MARIA STUART in «Maria Stuart in Schottland»
  229. RASUMICHIN in «Schuld und Sühne»
  230. MARMELADOW in «Schuld und Sühne»
  231. WARWARA PETROWNA in «Die Dämonen»
  232. PIOTR STEPANOWITSCH in «Die Dämonen»
  233. DER MANN in «Der Traum eines lächerlichen Menschen»
  234. DON RODRIGO in «Der Cid»
  235. DON DIEGO in «Der Cid»
  236. DIE INFANTIN in «Der Cid» II.
  237. DIE INFANTIN in «Der Cid» I.
  238. CHIMENE in «Der Cid»
  239. SANCHO PANZA in «Don Quijote»
  240. DOROTEA in «Don Quijote»
  241. DON QUIJOTE in «Don Quijote»
  242. ANDRES in «Don Quijote»
  243. ALICE in «Alice im Wunderland»
  244. ISABEL in «Der Richter von Zalamea» II.
  245. ISABEL in «Der Richter von Zalamea» I.
  246. CRESPO in «Der Richter von Zalamea»
  247. ROSAURA in «Das Leben ein Traum» II.
  248. ROSAURA in «Das Leben ein Traum» I.
  249. SIGISMUND in «Das Leben ein Traum» IV.
  250. SIGISMUND in «Das Leben ein Traum» III.
  251. SIGISMUND in «Das Leben ein Traum» II.
  252. SIGISMUND in «Das Leben ein Traum» I.
  253. CLARIN in «Das Leben ein Traum»
  254. BASILIUS in «Das Leben ein Traum»
  255. DON LUIS in «Dame Kobold»
  256. ANGELA in «Dame Kobold»
  257. MYRRHA in «Sardanapal»
  258. RAPHAEL in «Himmel und Erde»
  259. JAPHET in «Himmel und Erde»
  260. AHOLIBAMAH in «Himmel und Erde» II.
  261. AHOLIBAMAH in «Himmel und Erde» I.
  262. LUCIFER in «Cain»
  263. EVA in «Cain»
  264. CAIN in «Cain»
  265. ADAH in «Cain»
  266. WOYZECK in «Woyzeck»
  267. MARIE in «Woyzeck»
  268. LEONCE in «Leonce und Lena» II.
  269. LEONCE in «Leonce und Lena» I.
  270. LENA in «Leonce und Lena»
  271. ST. JUST in «Dantons Tod»
  272. ROBESPIERRE in «Dantons Tod»
  273. MARION in «Dantons Tod»
  274. LUCILE in «Dantons Tod» II.
  275. LUCILE in «Dantons Tod» I.
  276. DANTON in «Dantons Tod»
  277. BECKMANN in «Draußen vor der Tür» II.
  278. BECKMANN in «Draußen vor der Tür» I.
  279. ROSEL in «Doktor Faust's Mantel» II.
  280. ROSEL in «Doktor Faust's Mantel» I.
  281. MEISTER STABERL in «Die Bürger in Wien» II.
  282. MEISTER STABERL in «Die Bürger in Wien» I.
  283. CHOR DER FRAUEN in «Lysistrate»
  284. DER WURSTHÄNDLER in «Die Ritter»
  285. STREPSIADES in «Die Wolken»
  286. ETEOKLES in «Die Sieben gegen Theben»
  287. DANAOS in «Die Schutzflehenden»
  288. DER BOTE in «Die Perser»
  289. ATOSSA in «Die Perser»
  290. ORESTES in «Die Orestie: Die Eumeniden» I.
  291. ORESTES in «Die Orestie: Die Eumeniden» II.
  292. ATHENE in «Die Orestie: Die Eumeniden»
  293. ORESTES in «Die Orestie: Die Choephoren»
  294. ELEKTRA in «Die Orestie: Die Choephoren» II.
  295. ELEKTRA in «Die Orestie: Die Choephoren» I.
  296. DIE AMME in «Die Orestie: Die Choephoren»
  297. KLYTAIMESTRA in «Die Orestie: Agamemnon» III.
  298. KLYTAIMESTRA in «Die Orestie: Agamemnon» II.
  299. KLYTAIMESTRA in «Die Orestie: Agamemnon» I.
  300. KASSANDRA in «Die Orestie: Agamemnon» II.

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