WIR EMPFEHLEN
1911_KDL_HAM_300x250



Monologe – Theaterbühne


Monologe aus Romanen zum Vorsprechen: 
Monologe für Männer / Schauspieler 

Rolle: Adam 
Roman: Das Tagebuch von Adam und Eva
Autor: Mark Twain

Erscheinungsjahr: 1906 
Originalsprache: Englisch 


Auszug aus Adams Tagebuch

Buch kaufen

ADAM: Wir haben es Kain genannt. Während ich über Land war und an der Nordküste des Eriesees Fallen stellte, fing sie es im Walde ein, etwa zwei Meilen von unserer Erdhöhle entfernt, es können auch vier gewesen sein, sie ist sich dessen nicht ganz sicher. Es ähnelt uns in mancher Beziehung und könnte mit uns verwandt sein. So denkt sie, aber meiner Meinung nach ist das ein Irrtum. Der Größenunterschied berechtigt zu dem Schluss, dass es eine andere, neue Tierart ist, vielleicht ein Fisch. Als ich es zur Probe ins Wasser tat, sank es allerdings unter, und sie sprang hinein und zog es heraus, ehe für den Versuch genügend Zeit verstrich, um die Sache zu entscheiden. Ich halte es immer noch für einen Fisch, aber sie kümmert sich nicht darum, was es ist, und lässt keinen neuen Versuch meinerseits zu. Dies verstehe ich nicht. Die Ankunft dieses Geschöpfes scheint ihr ganzes Wesen verändert und sie völlig verständnislos für irgendwelche Versuche gemacht zu haben. Sie denkt an es viel mehr als an jedes andere Tier, ist aber außerstande zu erklären, warum. Ihr Geist ist verwirrt. Das zeigt sich in allem. Wenn das Geschöpf wimmert und ins Wasser will, trägt sie es manchmal die halbe Nacht in den Armen. Bei solchen Gelegenheiten läuft Wasser aus den Stellen ihres Gesichts, mit denen sie schaut, sie klopft das stier auf den Rücken, bringt mit dem Mund sanfte Geräusche hervor, um es zu beruhigen, und verrät auf hunderterlei Weise Kummer und Besorgnis. Niemals habe ich gesehen, dass sie mit einem anderen Fisch ein solches Getue gemacht hätte, und dies beunruhigt mich sehr. Ehe wir unser Eigentum verloren, pflegte sie junge Tiere herumzutragen und sich mit ihnen zu belustigen. Aber das war nur ein Spiel; um ihretwegen hat sie sich nie so bekümmert, wenn ihnen das Essen nicht zusagte.

 


Extracts from Adam's Diary

Buch kaufen

ADAM: We have named it Cain. She caught it while I was up country trapping on the North Shore of the Erie; caught it in the timber a couple of miles from our dug-out--or it might have been four, she isn't certain which. It resembles us in some ways, and may be a relation. That is what she thinks, but this is an error, in my judgment. The difference in size warrants the conclusion that it is a different and new kind of animal--a fish, perhaps, though when I put it in the water to see, it sank, and she plunged in and snatched it out before there was opportunity for the experiment to determine the matter. I still think it is a fish, but she is indifferent about what it is, and will not let me have it to try. I do not understand this. The coming of the creature seems to have changed her whole nature and made her unreasonable about experiments. She thinks more of it than she does of any of the other animals, but is not able to explain why. Her mind is disordered--everything shows it. Sometimes she carries the fish in her arms half the night when it complains and wants to get to the water. At such times the water comes out of the places in her face that she looks out of, and she pats the fish on the back and makes soft sounds with her mouth to soothe it, and betrays sorrow and solicitude in a hundred ways. I have never seen her do like this with any other fish, and it troubles me greatly. She used to carry the young tigers around so, and play with them, before we lost our property, but it was only play; she never took on about them like this when their dinner disagreed with them.

 


   


Monologe – Theaterbühne


Monologe aus Romanen zum Vorsprechen: 
Monologe für Frauen / Schauspielerinnen 

Rolle: Das Lottchen 
Erzählung: Das Lottchen - Ankunft 
Autor: Kurt Tucholsky 

Erscheinungsjahr: 1928 
Originalsprache: Deutsch 


Ankunft.

Das Lottchen und der Liebhaber.

Buch kaufen

DAS LOTTCHEN: (hintereinanderweg) Guntach! Halt mal, warte mal . . . ich muß hier erst . . . wartest du schon lange? Wie? Was? Wie? Mach mir mal die Tür hier auf, wartest du schon lange? Wieso hast du dies Hötel genommen, wie? Na, wie gefällt dir mein Auto, Lottchen II? Ja, da staunste, was? Beinah ganz abgestottert. Wartest du schon lange? Der soll man hier meinen Koffer . . . nein! Den nicht! Den! Sie! Wo gehn Sie denn damit – ach so . . . Nein, doch nicht! Die Düse ist hier in den Regenerator gerutscht, die ist da reinge . . . . das verstehst du nicht, na, Gott behüte vor einem Mann, der nichts von Autos versteht! Daddy, geh mal weg, ich dreh bloß mal die Felge über die Nabe – Vorsicht! Vorsicht doch! Da hab ich doch mein Obst im Grammophon . . . ja da, natürlich im Hutkarton, wo sonst? Nicht in der Schachtel, – da sind die Akten für Arturs Geschäft, ich denke eben an meinen Mann, das tust du nicht! Sach mal dem Mann, er soll mal dies hier nehm und da hintragen – Gott, ist das ein Ochse! . . . Wart mal, ich muß erst die Handbremse in die Kiste für die Zündung tun, da gehört sie hin. Das verstehst du eben nicht! Na, Daddy, das kannst du dir ja nicht denken . . . wieso hast du dies Hötel genommen, wie? Wartest du schon lange? Daddy, das kannst du dir nicht denken, also, wie ich bei Wittenberge rechts in die Kurve gehe, da ist sone Kurve, da kommt von links, hastdunichtgesehn, ein Amerikaner angetobt, ich aber nichts wie den Volang rumgerissen, verstehste, Lottchen ist doch helle, und links, ja also links – wieso hast du aber wirklich . . . Daddy, jetzt sage mal auf Lottchen, wieso hast du dies Hötel genomm'? Ja, also links war eine Schafherde, paß doch mal auf, und Lottchen rin in die Schafherde. Der Hammel, der Hirt, nein, der nicht . . . aber vier wirkliche Hammel und dreiundachtzig Schafe hab ich . . . wieso bezahlt? Er mir vielleicht . . . ! Der Mann kann sich . . . wo ist denn hier der Fahrstuhl? Ich hab auf der Bürgermeisterei gesacht, na, du kennst doch Lottchen! Lottchen hat gleich dem Gendarmen schöne Augen gemacht, verstehste, und da hat der Schafhirt noch einen mächtigen Anschnauzer bekommen, wegen seinen Hammeln, weil die frei rumgelaufen sind, und Lottchen durfte weiterfahren! Finnste das? Wo ist denn hier der Fahrstuhl? Was? Der funktioniert nicht? Daddy! Ich muß ja noch mal raus! Na, warte doch mal! Na, was denkst du dir denn? Ja, meinste, das Auto kann hier auf der Straße stehnbleiben? Nee, mein Lieber – Sie! Sie! Ham Sie denn hier keine Garage in der Hötelhalle . . . ich meine . . . na, 'n schönes Hötel – laß mich doch – ich sage immer: Hötel, das ist feiner . . . na, ich versteh das ja nicht . . . also, Daddy – wo ist denn Ihre Garage? Was? Wie? Wie? Seh ich gar nicht ein . . . . das hab ich gern: soziales Herz bei Lottchens Auto! Tragen Sie mal das Auto hier rüber, ich meine, und hier haben Sie . . . laß mich doch mal – ich geb ihm gar kein Geld, ich geb ihm bloß meinen kleinen Koffer, den kann er auf die andere Schulter nehmen – natürlich bezahlst du das! Na, ich vielleicht? Na, Daddy, hast du gedacht, ich wer das Auto mit aufs Zimmer nehmen? Na, nimm mirs nicht übel . . . ! Sie –! Jetzt ist er weg. Na, also komm rein. Nu steh hier nicht auf der Straße rum. Na, Lottchen hat ja unterwegs eine piekfeine Eroberung gemacht! Einen Argentinier, schlank, elegant, mit so schwarzen Augen, hat mir gleich seine Adresse gegeben, na, ich bin ja meinem Daddy treu – Daddy, die Garage kost nich teuer, vier Mark den Tag, wie? Ist dir das zuviel? Der Fahrstuhl funktioniert nicht . . . Daddy, finnste das, daß der Fahrstuhl nicht funktioniert? Ist denn kein andrer Fahrstuhl – dazu komm ich extra aus Interlaken, um hier in Bremen die Treppen raufzu . . . Also, Daddy, das ist Quatsch, entweder ich reise als Dame, oder ich reise nicht als Dame, aber als Dame und dann nicht als Dame –? Ja, und der Argentinier, wie der nu gesehen hat, daß ich immer rein in die Hammelherde, da hat er . . . Daddy, wieso hast du denn dies Zimmer genommen und nicht zwei mit einem Bad in der Mitte, was? Legen Sie dahin! Daddy, bestell mal Kaffee für Lottchen, Lottchen hat sonen Durst – na, fahre du mal in einer Tour von Berlin bis Bremen, wo ist denn meine Seife? Hast du Kaffee bestellt? Hast du denn Lottchen auch noch lieb? Gib ihr mal 'n Küßchen – aber 'n schönen dicken Bauch hast du dir in Belgien angefressen, kann man wohl sagen – hm . . . wo bleibt denn der mit dem Kaffee? Klingel mal! Der Direktor soll kommen, ich will mich beschweren! Daddy –! Jetzt hab ich vergessen, den Motor abzustellen! Frag mal, ob sie nicht 'n Chauffeur haben, der Motor muß sofort abgestellt werden, der läuft sonst die ganze Nacht, und mir hat der Mann gesagt, wenn nicht mehr genug Benzin im Öltank ist, dann – ach, hätt ich doch das Auto mit aufs Zimmer, nein, wär ich doch bei dem Auto geblieben! Daddy, wie lange hast du denn nu Zeit? Daddy, was sagst du denn nun, daß Lottchen wieder bei dir ist! Sag mal was! Du sagst ja gar nichts...

   

Monologe – Theaterbühne


Monologe aus Romanen zum Vorsprechen: 
Monologe für Männer / Schauspieler 

Rolle: Adam 
Roman: Das Tagebuch von Adam und Eva
Autor: Mark Twain

Erscheinungsjahr: 1906 
Originalsprache: Englisch 


Auszug aus Adams Tagebuch

Buch kaufen

ADAM: Dieses neue Geschöpf mit den langen Haaren ist mir sehr im Wege. Es hängt sich immer an mich und läuft mir nach. Das liebe ich nicht, ich bin nicht an Gesellschaft gewöhnt. Ich wünschte, es bliebe bei den anderen Tieren ... Ich habe gar keine Möglichkeit mehr, etwas selbst zu benennen. Ehe ich Einspruch erheben kann, benennt das neue Geschöpf alles, was einem in den Weg kommt. Und immer wird der selbe Vorwand gebraucht: es sieht wie dies oder jenes aus. Da ist zum Beispiel der Dodo. Im gleichen Augenblick, wo man nach ihm schaut, sagt es, man erkennt sofort, dass er "wie ein Dodo aussieht". Zweifellos wird er den Namen behalten. Ich hab's satt, mich darüber aufzuregen, und außerdem hilft's nichts. Dodo! Er sieht einem Dodo nicht ähnlicher als ich. Baute mir einen Unterschlupf gegen den Regen, konnte ihn aber nicht in Ruhe für mich genießen. Das neue Geschöpf drängte sich mit hinein. Als ich es hinauswerfen wollte, vergoß es Wasser aus beiden Höhlen, womit es schaut, wischte es mit dem Rücken seiner Pfoten weg und machte ein Geräusch wie manche andere Tiere, wenn sie unglücklich sind. Ich wünschte, es redete nicht, aber es redete immer. Ich kann tun, was ich will, das Benennen geht rücksichtslos weiter. Ich hatte für das Grundstück einen ganz trefflichen Namen, einen Wohlklingenden und hübschen: Garten Eden. Heimlich nenne ich ihn weiterhin so, aber nicht mehr öffentlich. Das neue Geschöpf sagt, er besteht aus lauter Wald, Felsen und Landschaft und hat deshalb keine Ähnlichkeit mit einem Garten. Sagt, er sieht aus wie ein Park und ähnelt nichts anderem als einem Park. Folglich hat er, ohne dass ich gefragt wurde, einen neuen Namen erhalten: Niagara-FallPark. Das kommt mir ziemlich anmaßend vor. Und da steht auch schon ein Schild: "Bitte, den Rasen nicht betreten!" Mein Leben ist nicht mehr so glücklich wie früher. Sie hat das ganze Grundstück mit scheußlichen Namen und Schildern verschandelt: "Zum Wirbel der Winde" - "Zur Ziegeninsel" - "Zur Höhle". Letzten Dienstagabend bin ich auf und davon gegangen, war zwei Tage unterwegs, baute mir an einem einsamen Ort einen neuen Unterschlupf und verwischte meine Spuren, so gut ich konnte. Aber sie spürte mich mit Hilfe eines Tieres auf, das sie gezähmt hat und Wolf nennt; sie kam herein, machte wieder dieses Wasser aus den Höhlen, womit sie schaut. Ich sah mich gezwungen, mit ihr zurückzukehren, will mich aber bei nächster Gelegenheit wieder auf und davon machen. Sie gibt sich mit viel dummem Zeug ab; unter anderem will sie herausbekommen, warum die Tiere, die Löwen und Tiger heißen, von Gras und Blumen leben, obwohl ihre Zähne es als ihre Bestimmung ausweisen, einander aufzufressen. Das ist töricht, denn wenn sie das täten, würden sie sich gegenseitig umbringen, und damit würde meiner Meinung nach eingeführt, was man "Tod" nennt. Mir ist aber gesagt worden, der Tod habe den Park noch nicht betreten. In mancher Hinsicht ist das schade.

 


Extracts from Adam's Diary

Buch kaufen

ADAM: This new creature with the long hair is a good deal in the way. It is always hanging around and following me about. I don't like this; I am not used to company. I wish it would stay with the other animals. I get no chance to name anything myself. The new creature names everything that comes along, before I can get in a protest. And always that same pretext is offered--it LOOKS like the thing. There is a dodo, for instance. Says the moment one looks at it one sees at a glance that it "looks like a dodo." It will have to keep that name, no doubt. It wearies me to fret about it, and it does no good, anyway. Dodo! It looks no more like a dodo than I do. I built me a shelter against the rain, but could not have it to myself in peace. The new creature intruded. When I tried to put it out it shed water out of the holes it looks with, and wiped it away with the back of its paws, and made a noise such as some of the other animals make when they are in distress. I wish it would not talk; it is always talking. The naming goes recklessly on, in spite of anything I can do. I had a very good name for the estate, and it was musical and pretty--GARDEN OF EDEN. Privately, I continue to call it that, but not any longer publicly. The new creature says it is all woods and rocks and scenery, and therefore has no resemblance to a garden. Says it LOOKS like a park, and does not look like anything BUT a park. Consequently, without consulting me, it has been new-named NIAGARA FALLS PARK. This is sufficiently high-handed, it seems to me. And already there is a sign up: KEEP OFF THE GRASS. My life is not as happy as it was. She has littered the whole estate with execrable names and offensive signs: THIS WAY TO THE WHIRLPOOL; THIS WAY TO GOAT ISLAND; CAVE OF THE WINDS THIS WAY. I escaped last Tuesday night, and traveled two days, and built me another shelter in a secluded place, and obliterated my tracks as well as I could, but she hunted me out by means of a beast which she has tamed and calls a wolf, and came making that pitiful noise again, and shedding that water out of the places she looks with. I was obliged to return with her, but will presently emigrate again when occasion offers. She engages herself in many foolish things; among others; to study out why the animals called lions and tigers live on grass and flowers, when, as she says, the sort of teeth they wear would indicate that they were intended to eat each other. This is foolish, because to do that would be to kill each other, and that would introduce what, as I understand, is called "death"; and death, as I have been told, has not yet entered the Park. Which is a pity, on some accounts.

 


   


Monologe – Theaterbühne


Moderne Monologe zum Vorsprechen: 
Monologe für Frauen / Schauspielerinnen 

Rolle: Klara Hühnerwadel 
Stück: Musik
Autor: Frank Wedekind 

Erscheinungsjahr: 1908 
Originalsprache: Deutsch


1. Bild: Bei Nacht und Nebel, 3. Szene

Klara und der Gesangspädagoge Josef Reißner. 

Möbliertes Zimmer mit Klavier; im Hintergrund ein Alkoven. Auf dem Tisch brennt eine Lampe. Daneben liegt eine gepackte Reisetasche.

Buch kaufen

KLARA: (auffahrend) Wenn ich daran zurückdenke, mit welchen Hoffnungen ich vor einem Jahr auf das hiesige Konservatorium kam! Allmächtiger Gott! Zu Hause der Abschied von meiner in Tränen aufgelösten Mutter! Aber keine Macht der Welt hätte mich von meinen künstlerischen Zielen abgelenkt! Die Liebe zu meiner Kunst war mir meine Religion! Ein höheres Gebot gab es in dieser Welt nicht für mich, als die seltenen Gaben, die mir unter Tausenden durch die Gnade des Himmels zuteil geworden, zur allerhöchsten Vervollkommnung auszubilden! Und mich brachte ich meiner Kunst so frei, so rein, so unangetastet als Einsatz dar. Ich brachte ihr alles, was sich in der kindlichen Knechtschaft an Seelenstärke, an innerlichen Erlebnissen in mir aufgespeichert hatte! Und dann die ersten Wochen am Konservatorium! Welch ein herrliches, feuriges Ringen! Wie wuchs da mit jedem Tage die Zuversicht! Je unüberwindlicher sich die Arbeit vor einem auftürmte, um so mächtiger wurde der Stolz, um so fröhlicher, um so freudiger war das rastlose Streben! Wenn ich daran zurückdenke! Allmächtiger Gott! Allmächtiger Gott! Wenn ich an diese Zeiten zurückdenke! [...] Da kamst du! Kamst mit deinem unwiderstehlich schönen Fliegendenholländerbart! Spottetest über das Konservatorium, an dem du Lehrer bist! Sagtest, ich käme, wenn ich bei dir Privatunterricht nähme, in einem Vierteljahr weiter, als wenn ich mein ganzes Leben lang auf der Musikschule studiere! Benutztest jede Stunde, die ich mit meinen Mitschülerinnen bei dir war nur dazu um mir den Unterricht am Konservatorium als den sicheren Tod meiner Stimme hinzustellen! – Und wie sollte ich dir das alles nicht glauben, wo es sich doch um ein Institut handelte, das dich selber als Lehrer bezahlte! So kam ich denn schließlich um meine Entlassung ein und wurde deine – Privatschülerin! – Gelernt habe ich vieles bei dir, das weiß Gott im Himmel! Dein Privatunterricht hat Abgründe vor mir aufgetan, von deren Vorhandensein ich mir vorher nichts hatte träumen lassen! Ob ich im Lauf dieses Jahres am Konservatorium in meinen Musikstudien nicht vielleicht doch weitergekommen wäre? Ich will das nicht entscheiden. Ich weiß nur eines, was in diesem Augenblick unumstößlich feststeht: Weit ist es mit mir gekommen! [...] (beginnt irre zu reden) Ja, Geliebter! Gehen wir doch zu meiner Mutter! Es ist ja so selbstverständlich, daß wir zu ihr gehen! Du bist ja doch mein Mann, Josef! Wird die eine Freude haben, meinen Mann kennen zu lernen. (Ihn stürmisch umarmend) Josef, Josef! Du bist mein Mann! Ich bin dein Weib, mein Geliebter! Bin ich es vielleicht nicht?! – (schmeichelnd) Komm, gehen wir zu meiner Mutter. Meine Mutter gibt uns ihren mütterlichen Segen, und dann fahren wir mit einem Schnelldampfer nach Amerika hinüber! Durch unserer Hände Arbeit, Josef, können wir in Amerika reich werden. Wir können uns das herrlichste Leben schaffen! [...] (sinkt weinend in einen Sessel) In Tränen aufgelöst beschwor sie mich, mein Lebensglück nicht auf meinen unüberwindlichen Größenwahn zu setzen. Du, mein Kind, willst eine berühmte Sängerin werden. Du. Mit deinem Gesicht. Um eine berühmte Sängerin zu werden, rief sie, muß man andere Nerven haben, als du von deinen Eltern geerbt hast. Dazu gehört eine Pferdemagen, von dem wir uns in der Schweiz keine Vorstellung machen! Dazu muß man über Leichen gehen können! – Sie hatte recht! Sie hatte recht! Und ich in meinem hirnwütigen Größenwahn glaubte ihr nicht! Ich habe sie ausgelacht! Meiner lieben braven Mutter schenkte ich in meiner wahnwitzigen Selbstüberhebung keinen Glauben! (Verzweifelt aufspringend) Könnte ich Dirne jetzt wenigstens vor sie hintreten und sagen: Ja. Ich habe mich überschätzt! Du hattest recht, Mutter. Ich bin keine Sängerin! Ich bin zu spießbürgerlich, ich habe zuviel Ehrgefühl, um eine wirkliche Sängerin zu werden! Aber nicht einmal das kann ich! Fort in Nacht und Nebel! Fliehen muß ich! Über die Grenze muß ich! Meine Kunst, meine Mitschülerinnen, meine Freunde, alles muß ich fliehen! Und dich muß ich fliehen! Dich, Josef! Das ist das Entsetzlichste! Dich, dem ich mein ganzes Elend verdanke! Dich, den ich liebe, wie ich mir irgend etwas auf Erden lieben zu können niemals träumen ließ! (Ihn umarmend) Wie soll ich denn ohne dich, Josef, leben! Sage es mir, Josef, wie ich mir ohne dich helfe! [...] (von ihm ablassend). Sie sagte: »Du kannst dich auf einen Wettkampf mit den abgefeimtesten internationalen Abenteuerinnen nicht einlassen, ohne dabei deine Ehre aufs Spiel zu setzen . . .« [...] (ihm folgend). Wenn die eine Ahnung hätte, worauf ich mich habe einlassen müssen. (Beide ab)

 


Monologe – Theaterbühne


Moderne Monologe zum Vorsprechen: 
Monologe für Frauen / Schauspielerinnen 

Rolle: Klara Hühnerwadel, Musikschülerin  
Stück: Musik
Autor: Frank Wedekind 

Erscheinungsjahr: 1908 
Originalsprache: Deutsch


1. Bild: Bei Nacht und Nebel, 1. Szene

Klara und der Gesangspädagoge Josef Reißner. 

Möbliertes Zimmer mit Klavier; im Hintergrund ein Alkoven. Auf dem Tisch brennt eine Lampe. Daneben liegt eine gepackte Reisetasche.

Buch kaufen

KLARA: Es läßt sich mit Worten nicht schildern, Else, was ich, während wir, Josef und du und ich, Abend für Abend beieinander saßen – was ich während dieser Abende an Folterqualen ausgestanden habe! Josef und ich, wir hatten einander kaum einmal die Hand gedrückt – es war ein Augenblick, in dem ich das Bewußtsein, einen eigenen Willen zu haben, vollständig verloren hatte –, da offenbarten sich mir auch schon die Folgen meiner Bewußtlosigkeit. Und nun saß ich mit euch beiden zusammen, saß dir, Else, Auge in Auge gegenüber, fühlte bei jedem Schluck, den du trankst, den Argwohn, mit dem du mich ins Auge faßtest, und mußte mir dabei gestehen, daß ich, deine Freundin, schlecht genug war, um dich durch mein Benehmen immer und immer wieder über den wirklichen Sachverhalt hinwegzutäuschen! Aus dieser grauenhaften Weinstube, in der wir so oft beieinander saßen, ist mir jedes Bild und jedes Licht und jedes Gesicht wie ein unaufhörlich bohrendes Messer in Erinnerung! Und dann kam das Fürchterlichste! Mir krampfen sich heute noch die Finger zusammen, wenn ich an die Stunden zurückdenke! Meine Mutter schrieb mir, der schweizerische Bundesrat habe einstimmig beschlossen, ich solle am Schützenfest in Glarus die Partie der Eva in der »Schöpfung« von Haydn singen. Ich erschien mir aus den Himmeln meiner glühenden begeisterten Liebe für meine Kunst wie durch einen unerschütterlichen Blitzstrahl auf die Erde genagelt! Die erste große Aufgabe, die sich mir bietet, mußte mich in dieser Lage finden! Meine Mutter telegraphierte mir. Wann kommst du? Wann darf ich dich erwarten? – Und ich . . . und ich . . . aber meine künstlerische Zukunft durfte und konnte an diesem unseligen Zusammentreffen nicht scheitern! Drei Tage und drei Nächte habe ich eingeschlossen in meinem Zimmer vor Verzweiflung in mich hineingeschrien und mir die Finger blutig gebissen, um durch den körperlichen Schmerz meine Seelenqualen zu betäuben. Da fiel mein Blick zufällig auf eine Zeitungsannonce, deren Abfassung gar keinen Zweifel darüber ließ, worauf sie sich bezog. Und diese Annonce stand so gebieterisch vor meiner gemarterten Seele, als wäre mein dreitägiges Jammern um Gnade und Erbarmen endlich, endlich von einem höheren Wesen erhört worden! Ich hätte es für die himmelschreiendste Ruchlosigkeit gehalten, dem Wink nicht blindlings zu folgen. Am gleichen Abend ging ich zum erstenmal zu dieser Frau Fischer. Nachdem sich ihre Giftmischerei dann glücklich bei mir bewährt hatte, da war das Eidgenössische Schützenfest in Glarus längst vorbei und ich, ich war so zerrüttet, so elend, daß ich ein Vierteljahr lang überhaupt an kein Singen mehr denken konnte! – – Else! Hast du angesichts meines fürchterlichen Jammers denn gar kein Wort der Vergebung, des Erbarmens für mich?!

 


Monologe – Theaterbühne


Moderne Monologe zum Vorsprechen: 
Monologe für Frauen / Schauspielerinnen 

Rolle: Wendla 
Stück: Frühlings Erwachen
Autor: Frank Wedekind 

Erscheinungsjahr: 1891 
Originalsprache: Deutsch


2. Akt, 6. Szene

Wendla allein. 

Buch kaufen

Bergmanns Garten im Morgensonnenglanz.

WENDLA:
Warum hast du dich aus der Stube geschlichen? — Veilchen suchen! — Weil mich Mutter lächeln sieht. — Warum bringst du auch die Lippen nicht mehr zusammen? — Ich weiß nicht. — Ich weiß es ja nicht, ich finde nicht Worte ...

Der Weg ist wie ein Pelücheteppich — kein Steinchen, kein Dorn. — Meine Füße berühren den Boden nicht ... O, wie ich die Nacht geschlummert habe!

Hier standen sie. — Mir wird ernsthaft wie einer Nonne beim Abendmahl. — Süße Veilchen! — Ruhig, Mütterchen. Ich will mein Bußgewand anziehn. — Ach Gott, wenn jemand käme, dem ich um den Hals fallen und erzählen könnte!



 


Monologe – Theaterbühne


Moderne Monologe zum Vorsprechen: 
Monologe für Männer / Schauspieler 

Rolle: Moritz Stiefel 
Stück: Frühlings Erwachen
Autor: Frank Wedekind 

Erscheinungsjahr: 1891 
Originalsprache: Deutsch


2. Akt, 7. Szene

Moritz allein 

Buch kaufen

Abenddämmerung. Der Himmel ist leicht bewölkt, der Weg schlängelt sich durch niedres Gebüsch und Riedgras. In einiger Entfernung hört man den Fluß rauschen.

MORITZ: 
 Besser ist besser. – Ich passe nicht hinein. Mögen sie einander auf die Köpfe steigen. – Ich ziehe die Tür hinter mir zu und trete ins Freie. – Ich gebe nicht so viel darum, mich herumdrücken zu lassen.

Ich habe mich nicht aufgedrängt. Was soll ich mich jetzt aufdrängen! – Ich habe keinen Vertrag mit dem lieben Gott. Mag man die Sache drehen, wie man sie drehen will. Man hat mich gepreßt. – Meine Eltern mache ich nicht verantwortlich. Immerhin mußten sie auf das Schlimmste gefaßt sein. Sie waren alt genug, um zu wissen, was sie taten. Ich war ein Säugling, als ich zur Welt kam – sonst wäre ich wohl auch noch so schlau gewesen, ein anderer zu werden. – Was soll ich dafür büßen, daß alle andern schon da waren!

Ich müßte ja auf den Kopf gefallen sein... macht mir jemand einen tollen Hund zum Geschenk, dann gebe ich ihm seinen tollen Hund zurück. Und will er seinen tollen Hund nicht zurücknehmen, dann bin ich menschlich und... Ich müßte ja auf den Kopf gefallen sein!

Man wird ganz per Zufall geboren und sollte nicht nach reiflichster Überlegung – – – es ist zum Totschießen! – Das Wetter zeigte sich wenigstens rücksichtsvoll. Den ganzen Tag sah es nach Regen aus, und nun hat es sich doch gehalten. – Es herrscht eine seltene Ruhe in der Natur. Nirgends etwas Grelles, Aufreizendes. Himmel und Erde sind wie durchsichtiges Spinnewebe. Und dabei scheint sich alles so wohl zu fühlen. Die Landschaft ist lieblich wie eine Schlummermelodie – »schlafe, mein Prinzchen, schlaf ein«, wie Fräulein Snandulia sang. Schade, daß sie die Ellbogen ungraziös hält! – Am Cäcilienfest habe ich zum letzten Male getanzt. Snandulia tanzt nur mit Partien. Ihre Seidenrobe war hinten und vorn ausgeschnitten. Hinten bis auf den Taillengürtel und vorne bis zur Bewußtlosigkeit. – Ein Hemd kann sie nicht angehabt haben... – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – Das wäre etwas, was mich noch fesseln könnte. – Mehr der Kuriosität halber. – Es muß ein sonderbares Empfinden sein – – ein Gefühl, als würde man über Stromschnellen gerissen – – – Ich werde es niemandem sagen, daß ich unverrichteter Sache wiederkehre. Ich werde so tun, als hätte ich alles das mitgemacht... Es hat etwas Beschämendes, Mensch gewesen zu sein, ohne das Menschlichste kennengelernt zu haben. – Sie kommen aus Ägypten, verehrter Herr, und haben die Pyramiden nicht gesehen?!

Ich will heute nicht wieder weinen. Ich will nicht wieder an mein Begräbnis denken – – Melchior wird mir einen Kranz auf den Sarg legen. Pastor Kahlbauch wird meine Eltern trösten. Rektor Sonnenstich wird Beispiele aus der Geschichte zitieren. – Einen Grabstein werd' ich wahrscheinlich nicht bekommen. Ich hätte mir eine schneeweiße Marmorurne auf schwarzem Syenitsockel gewünscht – ich werde sie ja gottlob nicht vermissen. Die Denkmäler sind für die Lebenden, nicht für die Toten.

Ich brauchte wohl ein Jahr, um in Gedanken von allen Abschied zu nehmen. Ich will nicht wieder weinen. Ich bin froh, ohne Bitterkeit zurückblicken zu dürfen. Wie manchen schönen Abend ich mit Melchior verlebt habe! – unter den Uferweiden; beim Forsthaus; am Heerweg draußen, wo die fünf Linden stehen; auf dem Schloßberg, zwischen den lauschigen Trümmern der Runenburg. – – – Wenn die Stunde gekommen, will ich aus Leibeskräften an Schlagsahne denken. Schlagsahne hält nicht auf. Sie stopft und hinterläßt dabei doch einen angenehmen Nachgeschmack... Auch die Menschen hatte ich mir unendlich schlimmer gedacht. Ich habe keinen gefunden, der nicht sein Bestes gewollt hätte. Ich habe manchen bemitleidet um meinetwillen.

Ich wandle zum Altar wie der Jüngling im alten Etrurien, dessen letztes Röcheln der Brüder Wohlergehen für das kommende Jahr erkauft. – Ich durchkoste Zug für Zug die geheimnisvollen Schauer der Loslösung. Ich schluchze vor Wehmut über mein Los. – Das Leben hat mir die kalte Schulter gezeigt. Von drüben her sehe ich ernste freundliche Blicke winken: die kopflose Königin, die kopflose Königin – Mitgefühl, mich mit weichen Armen erwartend... Eure Gebote gelten für Unmündige; ich trage mein Freibillett in mir. Sinkt die Schale, dann flattert der Falter davon; das Trugbild geniert nicht mehr. – Ihr solltet kein tolles Spiel mit dem Schwindel treiben! Der Nebel zerrinnt; das Leben ist Geschmackssache.


 


Monologe – Theaterbühne


Moderne Monologe zum Vorsprechen: 
Monologe für Männer / Schauspieler 

Rolle: Melchior 
Stück: Frühlings Erwachen
Autor: Frank Wedekind 

Erscheinungsjahr: 1891 
Originalsprache: Deutsch


3. Akt, 7. Szene

Melchior allein. 

Buch kaufen

Helle Novembernacht. An Busch und Bäumen raschelt das dürre Laub. Zerrissene Wolken jagen unter dem Mond hin. — Melchior klettert über die Kirchhofmauer.

MELCHIOR:
(auf der Innenseite herabspringend)  
Hierher folgt mir die Meute nicht. – Derweil sie Bordelle absuchen, kann ich aufatmen und mir sagen, wie weit ich bin ... Der Rock in Fetzen, die Taschen leer – vor dem Harmlosesten bin ich nicht sicher. – Tagsüber muß ich im Walde weiterzukommen suchen ... Ein Kreuz habe ich niedergestampft. – Die Blümchen wären heut noch erfroren! – Ringsum ist die Erde kahl ... Im Totenreich! – Aus der Dachluke zu klettern war so schwer nicht wie dieser Weg! – Darauf nur war ich nicht gefaßt gewesen ... Ich hänge über dem Abgrund – alles versunken, verschwunden – o wär ich dort geblieben! Warum sie um meinetwillen! – Warum nicht der Verschuldete! – Unfaßbare Vorsicht! – Ich hätte Steine geklopft und gehungert ...! Was hält mich noch aufrecht? – Verbrechen folgt auf Verbrechen. Ich bin dem Morast überantwortet. Nicht soviel Kraft mehr, um abzuschließen ... Ich war nicht schlecht! – Ich war nicht schlecht! – Ich war nicht schlecht ... – So neiderfüllt ist noch kein Sterblicher über Gräber gewandelt. – Pah – ich brächte ja den Mut nicht auf! – Oh, wenn mich Wahnsinn umfinge – in dieser Nacht noch! Ich muß drüben unter den letzten suchen! – Der Wind pfeift auf jedem Stein aus einer anderen Tonart – eine beklemmende Symphonie! – Die morschen Kränze reißen entzwei und baumeln an ihren langen Fäden stückweise um die Marmorkreuze – ein Wald von Vogelscheuchen! – Vogelscheuchen auf allen Gräbern, eine greulicher als die andere – haushohe, vor denen die[158] Teufel Reißaus nehmen. – Die goldenen Lettern blinken so kalt ... Die Trauerweide ächzt auf und fährt mit Riesenfingern über die Inschrift ... Ein betendes Engelskind – Eine Tafel – Eine Wolke wirft ihren Schatten herab. – Wie das hastet und heult! – Wie ein Heereszug jagt es im Osten empor. – Kein Stern am Himmel – Immergrün um das Gärtlein? – Immergrün? – – Mädchen ...

Hier ruht in Gott
Wendla Bergmann,
geboren am 5. Mai 1878,
gestorben an der Bleichsucht den
27. Oktober 1892.
Selig sind, die reinen Herzens sind ..

Und ich bin ihr Mörder. – Ich bin ihr Mörder! – Mir bleibt die Verzweiflung. – Ich darf hier nicht weinen. – Fort von hier! – Fort –



 


Monologe – Theaterbühne


Moderne Monologe zum Vorsprechen: 
Monologe für Frauen / Schauspielerinnen 

Rolle: Ilse 
Stück: Frühlings Erwachen
Autor: Frank Wedekind 

Erscheinungsjahr: 1891 
Originalsprache: Deutsch


2. Akt, 7. Szene

Ilse und Moritz. 

Buch kaufen

ILSE: Man braucht dich nur anzusehn, Moritz! – Ich kenne keinen Katzenjammer. Vergangenen Karneval kam ich drei Tage und drei Nächte in kein Bett und nicht aus den Kleidern. Von der Redoute ins Café, mittags in Bellavista, abends Tingl-Tangl, nachts zur Redoute. Lena war dabei und die dicke Viola. – In der dritten Nacht fand mich Heinrich. [...] Er war über meinen Arm gestolpert. Ich lag bewußtlos im Straßenschnee. – Darauf kam ich zu ihm hin. Vierzehn Tage verließ ich seine Behausung nicht – eine greuliche Zeit! – Morgens mußte ich seinen persischen Schlafrock überwerfen und abends in schwarzem Pagenkostüm durchs Zimmer gehn; an Hals, an Knien und Ärmeln weiße Spitzenaufschläge. Täglich photographierte er mich in anderem Arrangement – einmal auf der Sofalehne als Ariadne, einmal als Leda, einmal als Ganymed, einmal auf allen vieren als weiblichen Nebuchod-Nosor. Dabei schwärmte er von Umbringen, von Erschießen, Selbstmord und Kohlendampf. Frühmorgens nahm er eine Pistole ins Bett, lud sie voll Spitzkugeln und setzte sie mir auf die Brust: Ein Zwinkern, so drück ich! – Oh, er hätte gedrückt, Moritz; er hätte gedrückt! – Dann nahm er das Dings in den Mund wie ein Pustrohr. Das wecke den Selbsterhaltungstrieb. Und dann – Brrrr – die Kugel wäre mir durchs Rückgrat gegangen. [...] Über dem Bett war ein Deckenspiegel im Plafond eingelassen. Das Kabinett schien turmhoch und hell wie ein Opernhaus. Man sah sich leibhaftig vom Himmel herunterhängen. Grauenvoll habe ich die Nächte geträumt. – Gott, o Gott, wenn es erst wieder Tag würde! – Gute Nacht, Ilse. Wenn du schläfst, bist du zum Morden schön! [...] Wie er eines Tages Absynth holt, werfe ich den Mantel um und schleiche mich auf die Straße. Der Fasching war aus; die Polizei fängt mich ab; was ich in Mannskleidern wolle? – Sie brachten mich zur Hauptwache. Da kamen Nohl, Fehrendorf, Padinsky, Spühler, Oikonomopulos, die ganze Priapia, und bürgten für mich. Im Fiaker transportierten sie mich auf Adolars Atelier. Seither bin ich der Horde treu. Fehrendorf ist ein Affe, Nohl ist ein Schwein, Bojokewitsch ein Uhu, Loison eine Hyäne, Oikonomopulos ein Kamel – darum lieb ich sie doch, einen wie den andern und möchte mich an sonst niemand hängen, und wenn die Welt voll Erzengel und Millionäre wär! [...] Komm bis an unser Haus mit! [...] Kuhwarme Ziegenmilch trinken! – Ich will dir Locken brennen und dir ein Glöcklein um den Hals hängen. – Wir haben auch noch ein Hü-Pferdchen, mit dem du spielen kannst. [...] Schlummre süß! ... Geht ihr wohl noch zum Wigwam hinunter, wo Melchi Gabor meinen Tomahawk begrub? – Brrr! Bis es an euch kommt, lieg ich im Kehricht. (Eilt davon.)


 


Monologe – Theaterbühne


Moderne Monologe zum Vorsprechen: 
Monologe für Männer / Schauspieler 

Rolle: Hänschen Rilow 
Stück: Frühlings Erwachen
Autor: Frank Wedekind 

Erscheinungsjahr: 1891 
Originalsprache: Deutsch


2. Akt, 3. Szene

Hänschen Rilow allein. 

Buch kaufen

HÄNSCHEN RILOW: (ein Licht in der Hand, verriegelt die Tür hinter sich und öffnet den Deckel) Hast du zu Nacht gebetet, Desdemona? (Er zieht eine Reproduktion der Venus von Palma Vecchio aus dem Busen) – Du siehst mir nicht nach Vaterunser aus, Holde – kontemplativ des Kommenden gewärtig, wie in dem süßen Augenblick aufkeimender Glückseligkeit, als ich dich bei Jonathan Schlesinger im Schaufenster liegen sah – ebenso berückend noch diese geschmeidigen Glieder, diese sanfte Wölbung der Hüften, diese jugendlich straffen Brüste – o, wie berauscht von Glück muß der große Meister gewesen sein, als das vierzehnjährige Original vor seinen Blicken hingestreckt auf dem Diwan lag! Wirst du mich auch bisweilen im Traum besuchen? – Mit ausgebreiteten Armen empfang' ich dich und will dich küssen, daß dir der Atem ausgeht. Du ziehst bei mir ein wie die angestammte Herrin in ihr verödetes Schloß. Tor und Türen öffnen sich von unsichtbarer Hand, während der Springquell unten im Parke fröhlich zu plätschern beginnt... Die Sache will's – Die Sache will's! – Daß ich nicht aus frivoler Regung morde, sagt dir das fürchterliche Pochen in meiner Brust. Die Kehle schnürt sich mir zu im Gedanken an meine einsamen Nächte. Ich schwöre dir bei meiner Seele, Kind, daß nicht Überdruß mich beherrscht. Wer wollte sich rühmen, deiner überdrüssig geworden zu sein! Aber du saugst mir das Mark aus den Knochen, du krümmst mir den Rücken, du raubst meinen jungen Augen den letzten Glanz. – Du bist mir zu anspruchsvoll in deiner unmenschlichen Bescheidenheit, zu aufreibend mit deinen unbeweglichen Gliedmaßen! – Du oder ich! – Und ich habe den Sieg davongetragen. Wenn ich sie herzählen wollte – all die Entschlafenen, mit denen ich hier den nämlichen Kampf gekämpft! –: Psyche von Thumann – noch ein Vermächtnis der spindeldürren Mademoiselle Angelique, dieser Klapperschlange im Paradies meiner Kinderjahre; Io von Corregio; Galathea von Lossow; dann ein Amor von Bouguereau; Ada von J. van Beers – diese Ada, die ich Papa aus einem Geheimfach seines Sekretärs entführen mußte, um sie meinem Harem einzuverleiben; eine zitternde, zuckende Leda von Makart, die ich zufällig unter den Kollegienheften meines Bruders fand – sieben, du blühende Todeskandidatin, sind dir vorangeeilt auf diesem Pfad in den Tartarus! Laß dir das zum Troste gereichen und suche nicht durch diese flehentlichen Blicke noch meine Qualen ins Ungeheure zu steigern. Du stirbst nicht um deiner, du stirbst um meiner Sünden willen! – Aus Notwehr gegen mich begehe ich blutenden Herzens den siebenten Gattenmord. Es liegt etwas Tragisches in der Rolle des Blaubart. Ich glaube, seine gemordeten Frauen insgesamt litten nicht so viel wie er beim Erwürgen jeder einzelnen. Aber mein Gewissen wird ruhiger werden, mein Leib wird sich kräftigen, wenn du Teufelin nicht mehr in den rotseidenen Polstern meines Schmuckkästchens residierst. Statt deiner lasse ich dann die Lurlei von Bodenhausen oder die Verlassene von Linger oder die Loni von Defregger in das üppige Lustgemach einziehen – so werde ich mich um so rascher erholt haben! Noch ein Vierteljährchen vielleicht, und dein entschleiertes Josaphat, süße Seele, hätte an meinem armen Hirn zu zehren begonnen wie die Sonne am Butterkloß. Es war hohe Zeit, die Trennung von Tisch und Bett zu erwirken. Brr, ich fühle einen Heliogabalus in mir! Moritura me salutat! – Mädchen, Mädchen, warum preßt du deine Knie zusammen? – warum auch jetzt noch? – – angesichts der unerforschlichen Ewigkeit?? – Eine Zuckung, und ich gebe dich frei; – Eine weibliche Regung, ein Zeichen von Lüsternheit, von Sympathie, Mädchen! – ich will dich in Gold rahmen lassen, dich über meinem Bett aufhängen! – Ahnst du denn nicht, daß nur deine Keuschheit meine Ausschweifungen gebiert? – Wehe, wehe über die Unmenschlichen! ... Man merkt eben immer, daß sie eine musterhafte Erziehung genossen hat. – Mir geht es ja ebenso. Hast du zu Nacht gebetet, Desdemona? Das Herz krampft sich mir zusammen – – Unsinn! – Auch die heilige Agnes starb um ihrer Zurückhaltung willen und war nicht halb so nackt wie du! – Einen Kuß noch auf deinen blühenden Leib, deine kindlich schwellende Brust – deine süßgerundeten – deine grausamen Knie... Die Sache will's, die Sache will's, mein Herz! Laßt sie mich euch nicht nennen, keusche Sterne! Die Sache will's! –


 


  1. DIE GESCHWITZ in «Lulu. Die Büchse der Pandora» II.
  2. DIE GESCHWITZ in «Lulu. Die Büchse der Pandora» I.
  3. EVCHEN in «Die Kindermörderin» II.
  4. EVCHEN in «Die Kindermörderin» I.
  5. WOJNIZKI (ONKEL WANJA) in «Onkel Wanja» II.
  6. WOJNIZKI (ONKEL WANJA) in «Onkel Wanja» I.
  7. SONJA in «Onkel Wanja» II.
  8. SONJA in «Onkel Wanja» I.
  9. HELENA ANDREJEWNA in «Onkel Wanja»
  10. ASTROW in «Onkel Wanja» III.
  11. ASTROW in «Onkel Wanja» II.
  12. ASTROW in «Onkel Wanja» I.
  13. WERSCHININ in «Drei Schwestern» II.
  14. WERSCHININ in «Drei Schwestern» I.
  15. TSCHEBUTYKIN in «Drei Schwestern»
  16. IRINA in «Drei Schwestern»
  17. ANDREJ in «Drei Schwestern»
  18. TRIGORIN in «Die Möwe»
  19. TREPLEW in «Die Möwe»
  20. TREPLEW in «Die Möwe»
  21. MASHA in «Die Möwe»
  22. NINA in «Die Möwe» II.
  23. NINA in «Die Möwe» I.
  24. TROFIMOW in «Der Kirschgarten»
  25. LOPACHIN in «Der Kirschgarten»
  26. LJUBOW ANDREJEWNA in «Der Kirschgarten» II.
  27. LJUBOW ANDREJEWNA in «Der Kirschgarten» I.
  28. NATALIA in «Der Heiratsantrag»
  29. LOMOW in «Der Heiratsantrag»
  30. SMIRNOW in «Der Bär»
  31. JEAN in «Fräulein Julie»
  32. FRÄULEIN JULIE in «Fräulein Julie» III.
  33. FRÄULEIN JULIE in «Fräulein Julie» II.
  34. FRÄULEIN JULIE in «Fräulein Julie» I.
  35. TIRESIAS in «Antigone»
  36. KREON in «Antigone» II.
  37. KREON in «Antigone» I.
  38. HAIMON in «Antigone»
  39. DER WÄCHTER in «Antigone»
  40. ANTIGONE in «Antigone»
  41. DER DICHTER in «Der Bettler»
  42. ELISABETH in «Frankenstein»
  43. DAS MONSTER in «Frankenstein»
  44. DER KLEINE PRINZ in «Der kleine Prinz»
  45. JULIA in «Zwei Herren aus Verona»
  46. LANZ in «Zwei Herren aus Verona»
  47. PHÖBE in «Wie es euch gefällt» II.
  48. PHÖBE in «Wie es euch gefällt» I.
  49. JACQUES in «Wie es euch gefällt»
  50. VIOLA in «Was ihr wollt»
  51. MARIA in «Was ihr wollt»
  52. MALVOLIO in «Was ihr wollt»
  53. LEONATO in «Viel Lärm um nichts»
  54. BENEDIKT in «Viel Lärm um nichts» II.
  55. BENEDIKT in «Viel Lärm um nichts» I.
  56. BIRON in «Verlorene Liebesmüh» II.
  57. BIRON in «Verlorene Liebesmüh» I.
  58. ULYSSES in «Troilus und Cressida»
  59. TITUS in «Titus Andronicus»
  60. TAMORA in «Titus Andronicus»
  61. TIMON in «Timon von Athen» II.
  62. TIMON in «Timon von Athen» I.
  63. ROMEO in «Romeo und Julia»
  64. MERCUTIO in «Romeo und Julia»
  65. JULIA in «Romeo und Julia» IV.
  66. JULIA in «Romeo und Julia» III.
  67. JULIA in «Romeo und Julia» II.
  68. JULIA in «Romeo und Julia» I.
  69. DIE AMME in «Romeo und Julia»
  70. BRUDER LORENZ in «Romeo und Julia»
  71. RICHARD III in «Richard III» III.
  72. RICHARD III in «Richard III» II.
  73. RICHARD III in «Richard III» I.
  74. KÖNIGIN MARGARET in «Richard III»
  75. KÖNIG EDUARD in «Richard III»
  76. GLOUCESTER in «Richard III»
  77. CLARENCE in «Richard III»
  78. ANNA in «Richard III» II.
  79. ANNA in «Richard III» I.
  80. OTHELLO in «Othello» III.
  81. OTHELLO in «Othello» II.
  82. OTHELLO in «Othello» I.
  83. JAGO in «Othello» IV.
  84. JAGO in «Othello» III.
  85. JAGO in «Othello» II.
  86. JAGO in «Othello» I.
  87. EMILIA in «Othello»
  88. DESDEMONA in «Othello» II.
  89. DESDEMONA in «Othello» I.
  90. ISABELLA in «Maß für Maß»
  91. CLAUDIO in «Maß für Maß»
  92. ANGELO in «Maß für Maß»
  93. MACBETH in «Macbeth» II.
  94. MACBETH in «Macbeth» I.
  95. LADY MACBETH in «Macbeth» II.
  96. LADY MACBETH in «Macbeth» I.
  97. HEKATE in «Macbeth»
  98. KÖNIG LEAR in «König Lear»
  99. BASTARD in «König Johann»
  100. KÖNIGIN KATHARINA in «König Heinrich VIII.»
  101. BUCKINGHAM in «König Heinrich VIII.»
  102. YORK in «König Heinrich VI.» II.
  103. YORK in «König Heinrich VI.» I.
  104. KÖNIGIN MARGARET in «König Heinrich VI.» II.
  105. KÖNIGIN MARGARET in «König Heinrich VI.» I.
  106. KÖNIG HEINRICH in «König Heinrich VI.»
  107. PRINZ HEINRICH in «König Heinrich IV.»
  108. KÖNIG HEINRICH in «König Heinrich IV.» II.
  109. LADY PERCY in «König Heinrich IV.»
  110. KÖNIG HEINRICH in «König Heinrich IV.» I.
  111. HOTSPUR in «König Heinrich IV.»
  112. FALSTAFF in «König Heinrich IV.»
  113. ANTONIUS in «Julius Cäsar»
  114. OPHELIA in «Hamlet» II.
  115. OPHELIA in «Hamlet» III.
  116. OPHELIA in «Hamlet» I.
  117. HAMLET in «Hamlet» IV.
  118. HAMLET in «Hamlet» III.
  119. HAMLET in «Hamlet» II.
  120. HAMLET in «Hamlet» I.
  121. DER GEIST in «Hamlet»
  122. CLAUDIUS in «Hamlet»
  123. PAROLLES in «Ende gut, alles gut»
  124. HELENA in «Ende gut, alles gut» II.
  125. HELENA in «Ende gut, alles gut» I.
  126. ZETTEL in «Ein Sommernachtstraum» II.
  127. ZETTEL in «Ein Sommernachtstraum» I.
  128. TITANIA in «Ein Sommernachtstraum»
  129. PUCK in «Ein Sommernachtstraum»
  130. HELENA in «Ein Sommernachtstraum» II.
  131. HELENA in «Ein Sommernachtstraum» I.
  132. FLUTH in «Die lustigen Weiber von Windsor»
  133. ADRIANA in «Die Komödie der Irrungen»
  134. KATHARINA in «Der Widerspenstigen Zähmung»
  135. TRINCULO in «Der Sturm»
  136. ARIEL in «Der Sturm»
  137. SHYLOCK in «Der Kaufmann von Venedig»
  138. PORZIA in «Der Kaufmann von Venedig»
  139. LANZELOT in «Der Kaufmann von Venedig»
  140. DER PRINZ VON MAROKKO in «Der Kaufmann von Venedig»
  141. HERMIONE in «Das Wintermärchen» I.
  142. HERMIONE in «Das Wintermärchen» II.
  143. POSTHUMUS in «Cymbeline»
  144. IMOGEN in «Cymbeline» III.
  145. IMOGEN in «Cymbeline» II.
  146. IMOGEN in «Cymbeline» I.
  147. CLOTEN in «Cymbeline»
  148. VOLUMNIA in «Coriolan» II.
  149. VOLUMNIA in «Coriolan» I.
  150. MENENIUS in «Coriolan»
  151. CORIOLAN in «Coriolan»
  152. CLEOPATRA in «Antonius und Cleopatra»
  153. ANTONIUS in «Antonius und Cleopatra»
  154. DER GRAF in «Reigen»
  155. RADEMACHER in «Lebendige Stunden: Die letzten Masken»
  156. LEUTNANT GUSTL in «Leutnant Gustl»
  157. SOPHIE in «Komödie der Worte: Große Szene»
  158. EDGAR in «Komödie der Worte: Große Szene»
  159. FRÄULEIN ELSE in «Fräulein Else»
  160. HENRI in «Der grüne Kakadu»
  161. SYLVESTER in «Der Gang zum Weiher»
  162. SALA in «Der einsame Weg»
  163. JOHANNA in «Der einsame Weg»
  164. IRENE in «Der einsame Weg» III.
  165. IRENE in «Der einsame Weg» II.
  166. IRENE in «Der einsame Weg» I.
  167. MAX in «Anatol»
  168. EMILIE in «Anatol»
  169. ANATOL in «Anatol» II.
  170. ANATOL in «Anatol» I.
  171. WILHELM TELL in «Wilhelm Tell»
  172. STAUFFACHER in «Wilhelm Tell»
  173. WALLENSTEIN in «Wallensteins Tod» III.
  174. WALLENSTEIN in «Wallensteins Tod» II.
  175. WALLENSTEIN in «Wallensteins Tod» I.
  176. THEKLA in «Wallensteins Tod»
  177. MARIA STUART in «Maria Stuart» III.
  178. MARIA STUART in «Maria Stuart» I.
  179. MARIA STUART in «Maria Stuart» II.
  180. LEICESTER in «Maria Stuart»
  181. KÖNIGIN ELISABETH in «Maria Stuart»
  182. LUISE in «Kabale und Liebe»
  183. LADY MILFORD in «Kabale und Liebe»
  184. FERDINAND in «Kabale und Liebe»
  185. PRINZESSIN EBOLI in «Don Karlos»
  186. KÖNIGIN ELISABETH in «Don Karlos»
  187. KÖNIG PHILIPP in «Don Karlos»
  188. DON KARLOS in «Don Karlos»
  189. FIESCO in «Die Verschwörung des Fiesco zu Genua»
  190. SPIEGELBERG in «Die Räuber»
  191. KARL VON MOOR in «Die Räuber» III.
  192. KARL VON MOOR in «Die Räuber» II.
  193. KARL VON MOOR in «Die Räuber» I.
  194. FRANZ VON MOOR in «Die Räuber» III.
  195. FRANZ VON MOOR in «Die Räuber» II.
  196. FRANZ VON MOOR in «Die Räuber» I.
  197. AMALIA in «Die Räuber»
  198. RAOUL in «Die Jungfrau von Orleans»
  199. JOHANNA in «Die Jungfrau von Orleans» IV.
  200. JOHANNA in «Die Jungfrau von Orleans» III.
  201. JOHANNA in «Die Jungfrau von Orleans» II.
  202. JOHANNA in «Die Jungfrau von Orleans» I.
  203. BEATRICE in «Die Braut von Messina»
  204. MARFA in «Demetrius»
  205. DIE WEISSE FÜRSTIN in «Die weiße Fürstin» II.
  206. DIE WEISSE FÜRSTIN in «Die weiße Fürstin» I.
  207. FLOTTWELL in «Der Verschwender»
  208. RAPPELKOPF in «Der Alpenkönig und der Menschenfeind»
  209. MALCHEN in «Der Alpenkönig und der Menschenfeind»
  210. LISCHEN in «Der Alpenkönig und der Menschenfeind»
  211. PHÄDRA in «Phädra» III.
  212. PHÄDRA in «Phädra» II.
  213. PHÄDRA in «Phädra» I.
  214. XIPHARES in «Mithridat»
  215. MONIMIA in «Mithridat»
  216. MITHRIDAT in «Mithridat»
  217. ATHALIA in «Athalia»
  218. SCEPARNIO in «Der Schiffbruch (Rudens)»
  219. HALISCA in «Cistellaria»
  220. ALCESIMARCHUS in «Cistellaria»
  221. PEPPI in «Frühere Verhältnisse» II.
  222. PEPPI in «Frühere Verhältnisse» I.
  223. LIPS in «Der Zerrissene» II.
  224. LIPS in «Der Zerrissene» I.
  225. SALOME in «Der Talisman» II.
  226. SALOME in «Der Talisman» I.
  227. TISBEA in «Don Juan» I.
  228. TISBEA in «Don Juan» II.
  229. TARTUFFE in «Tartuffe»
  230. ORGON in «Tartuffe»
  231. DORINE in «Tartuffe»
  232. CLÈANTE in «Tartuffe»
  233. JACQUES in «Der Geizige»
  234. HARPAGON in «Der Geizige»
  235. FROSINE in «Der Geizige»
  236. ARNOLPH in «Die Schule der Frauen»
  237. AGNES in «Die Schule der Frauen»
  238. CELIMÈNE in «Der Menschenfeind»
  239. ALCESTE in «Der Menschenfeind» II.
  240. ALCESTE in «Der Menschenfeind» I.
  241. ACASTE in «Der Menschenfeind»
  242. DER KAPITÄN in «Taipi»
  243. ISMAEL in «Moby Dick»
  244. KÖNIG EDUARD in «König Eduard II.»
  245. FAUSTUS in «Doktor Faustus»
  246. RECHA in «Nathan der Weise»
  247. NATHAN in «Nathan der Weise»
  248. DER TEMPELHERR in «Nathan der Weise» II.
  249. DER TEMPELHERR in «Nathan der Weise» I.
  250. SARA in «Miss Sara Sampson» IV.
  251. SARA in «Miss Sara Sampson» III.
  252. SARA in «Miss Sara Sampson» II.
  253. SARA in «Miss Sara Sampson» I.
  254. MELLEFONT in «Miss Sara Sampson»
  255. MARWOOD in «Miss Sara Sampson» IV.
  256. MARWOOD in «Miss Sara Sampson» III.
  257. MARWOOD in «Miss Sara Sampson» II.
  258. MARWOOD in «Miss Sara Sampson» I.
  259. MINNA in «Minna von Barnhelm»
  260. ORSINA in «Emilia Galotti»
  261. EMILIA in «Emilia Galotti»
  262. ANTON in «Der junge Gelehrte»
  263. PRINZ FRIEDRICH VON HOMBURG in «Prinz Friedrich von Homburg» II.
  264. PRINZ FRIEDRICH VON HOMBURG in «Prinz Friedrich von Homburg» I.
  265. NATALIE in «Prinz Friedrich von Homburg»
  266. PENTHESILEA in «Penthesilea» IV.
  267. PENTHESILEA in «Penthesilea» III.
  268. PENTHESILEA in «Penthesilea» II.
  269. PENTHESILEA in «Penthesilea» I.
  270. MEROE in «Penthesilea»
  271. RUPERT in «Die Familie Schroffenstein»
  272. AGNES in «Die Familie Schroffenstein»
  273. RUPRECHT in «Der zerbrochene Krug»
  274. FRAU MARTHE in «Der zerbrochene Krug»
  275. FRAU BRIGITTE in «Der zerbrochene Krug»
  276. EVE in «Der zerbrochene Krug»
  277. SOSIAS in «Amphitryon»
  278. AMPHITRYON in «Amphitryon»
  279. ALKMENE in «Amphitryon» II.
  280. ALKMENE in «Amphitryon» I.
  281. GUTWITZ in «Epicoene oder Das stille Frauenzimmer»
  282. MADAME KAUDEL in «Madame Kaudel's Gardinenpredigten»
  283. PEER GYNT in «Peer Gynt»
  284. DER PFARRER in «Peer Gynt»
  285. NORA in «Nora oder Ein Puppenheim»
  286. OSWALD in «Gespenster»
  287. DER STADTVOGT in «Ein Volksfeind»
  288. BERNICK in «Die Stützen der Gesellschaft» II.
  289. BERNICK in «Die Stützen der Gesellschaft» I.
  290. STENSGARD in «Der Bund der Jugend»
  291. DER KAMMERHERR in «Der Bund der Jugend»
  292. BRAND in «Brand»
  293. JEAN VALJEAN in «Die Elenden / Les Misérables»
  294. DER SENATOR in «Die Elenden / Les Misérables»
  295. GRINGOIRE in «Der Glöckner von Notre Dame»
  296. ESMERELDA in «Der Glöckner von Notre Dame»
  297. DER PRIESTER in «Der Glöckner von Notre Dame» II.
  298. DER PRIESTER in «Der Glöckner von Notre Dame» I.
  299. LÄUFFER in «Der Hofmeister»
  300. CATHARINA in «Catharina von Siena» II.

WIR EMPFEHLEN

1911_KDL_HAM_300x250