Monologe aus Romanen zum Vorsprechen:
Monologe für Männer / Schauspieler
Rolle: Der Priester
Roman: Der Glöckner von Notre Dame
Autor: Victor Hugo
Erscheinungsjahr: 1831
Originalsprache: Französisch
Übersetzung (Deutsch): Friedrich Bremer
Übersetzung (Englisch): Isabel F. Hapgood
8. Buch, 4. Kapitel - Lasciate ogni speranza
Der Priester und das junge Mädchen
DER PRIESTER: Unterbrich mich nicht . . . Ja, ich war glücklich; wenigstens glaubte ich es zu sein. Ich war rein, ich besaß eine Seele, die voll lichter Klarheit war. Kein Haupt war, welches sich stolzer und strahlender erhob, als das meinige. Die Priester fragten mich über die Keuschheit, die Gelehrten über die Wissenschaft um Rath. Ja, die Wissenschaft war alles für mich; sie war eine Schwester, und eine Schwester genügte mir. Und selbst mit dem Mannesalter wären mir keine anderen Gedanken gekommen. Mehr als einmal hatte sich mein Fleisch geregt, wenn eine weibliche Gestalt vorüberging. Diese Macht des Geschlechtstriebes und des Blutes beim Manne, welche ich, ein thörichter Jüngling, für das ganze Leben zu ersticken geglaubt, hatte mehr als einmal und krampfhaft an der Kette der eisernen Gelübde gerüttelt, die mich Elenden an die kalten Steine des Altares fesseln. Aber das Fasten, das Gebet, das Studium, die Kasteiungen des Klosters hatten die Seele wieder zur Herrin des Körpers gemacht. Und außerdem mied ich die Frauen. Ueberdies brauchte ich nur ein Buch zu öffnen, und alle unreinen Dünste meines Gehirnes flohen vor dem Glanze der Wissenschaft. In wenig Augenblicken fühlte ich die finstere Wirklichkeit der Erde ins weite fliehen, und ich fand mich beruhigt, entzückt und heiter in Gegenwart des ruhigen Glanzes der ewigen Wahrheit. So lange der Satan, mich anzugreifen, nur flüchtige Schattenbilder von Frauen schickte, die hier und da, in der Kirche, auf den Straßen, auf den Fluren vor meinen Augen vorüberzogen, und die mich kaum in meine Träume verfolgten, siegte ich leicht. Wehe! wenn der Sieg mir nicht geblieben ist, so liegt die Schuld davon an Gott, welcher den Menschen und den Teufel nicht mit gleicher Stärke begabt hat . . . Höre! Eines Tages . . .
(Hier hielt der Priester an, und die Gefangene hörte aus seiner Brust Seufzer entsteigen, die wie Röcheln und heftiger Kampf erklangen.)
. . . Eines Tages hatte ich mich an das Fenster meiner Zelle gelehnt . . . Welches Buch las ich doch? Ach! Alles ist in meinem Kopfe in Verwirrung . . . ich las. Das Fenster ging auf einen Platz hinaus. Ich höre den Lärm einer Trommel und Musik. Aergerlich darüber, so in meinem Nachdenken gestört zu sein, blicke ich auf den Platz. Was ich sah, sahen auch viele andere außer mir, und doch war es kein Schauspiel für sterbliche Augen. Da, mitten auf der Straße . . . es war Mittag . . . heller Sonnenschein . . . tanzte ein Wesen. Ein Wesen, so schön, daß Gott sie der heiligen Jungfrau vorgezogen und zu seiner Mutter erwählt haben würde, und gewünscht, von ihr geboren zu werden, wenn sie gelebt, als er Mensch geworden wäre! Ihre Augen waren schwarz und glänzend; mitten in ihrem schwarzen Haupthaare schimmerten, wenn die Sonne sie traf, einige Haare wie Goldfäden. Ihre Füße verschwanden in ihrer Bewegung, wie die Speichen eines Rades, welches sich eilig dreht. Rings um ihr Haupt, an ihren schwarzen Flechten hingen Metallblättchen, welche im Sonnenlichte blinkten und ihre Stirne mit einem Sternenkranze schmückten. Ihr mit Goldflittern übersäetes Gewand flimmerte blau und mit zahllosen Perlen benäht, wie eine Sommernacht. Die geschmeidigen braunen Arme schlangen sich um ihren Leib und lösten sich wie zwei Schärpen. Die Form ihres Körpers war von überraschender Schönheit. – Ach! die glänzende Gestalt, die wie ein leuchtendes Etwas sich selbst im Lichte der Sonne hervorhob . . . Wehe! junges Mädchen, das warst du . . . Erstaunt, berauscht, bezaubert überließ ich mich ganz nur deinem Anblicke. Ich betrachtete dich so oft, daß ich plötzlich vor Schrecken schauderte: ich fühlte, daß mein Schicksal mich packte.
(Der Priester, der nur mit Mühe zu athmen vermochte, schwieg wieder einen Augenblick)
Schon halb bezaubert versuchte ich, mich an irgend etwas festzuklammern und in meinem Sturze einzuhalten. Ich erinnerte mich der Schlingen, die mir der Teufel schon gelegt hatte. Das Geschöpf, welches da vor meinen Augen stand, besaß jene übermenschliche Schönheit, welche nur vom Himmel oder aus der Hölle stammen kann. Das da war nicht ein einfaches Mädchen, das aus einem Theilchen unserer Erde gebildet und durch den flackernden Strahl einer Frauenseele ärmlich im Innern erleuchtet wurde: es war ein Engel! aber der Finsternis, der Flamme und nicht dem Lichte entstammend. Im Augenblicke, wo ich das dachte, sah ich eine Ziege neben dir, ein Thier vom Hexensabbath, das mich spöttisch ansah. Die Mittagssonne gab ihm feurige Hörner. Da erkannte ich die Falle des Teufels, und ich zweifelte nicht mehr daran, daß du aus der Hölle kämest, und daß du zu meinem Verderben erschienest. Das glaubte ich.
(Hier sah der Priester der Gefangenen ins Gesicht und fügte im kalten Tone hinzu)
Ich glaube es noch . . . Indessen wirkte der Zauber nach und nach; dein Tanz wirbelte mir im Gehirne; ich fühlte die geheimnisvolle Bezauberung sich in mir vollziehen. Alles, was in mir hätte wach bleiben sollen, schlummerte in meiner Seele ein; und ähnlich wie diejenigen, welche im Schnee sterben, fand ich Entzücken darin, diesen Schlummer herankommen zu sehen. Plötzlich fingst du an zu singen. Was konnte ich da thun, ich Unglücklicher? Dein Gesang war noch bezaubernder, als dein Tanz. Ich wollte fliehen. Es war unmöglich. Ich war festgenagelt, war angewurzelt am Boden. Es kam mir vor, als ob der Marmor des Fußbodens mir bis in die Knien gestiegen wäre. Ich mußte bis zum Ende bleiben. Meine Füße waren von Eis, mein Kopf glühte. Endlich – du hattest vielleicht Mitleid mit mir – hörtest du auf zu singen und gingst davon. Der Abglanz der blendenden Erscheinung, der Nachhall der bezaubernden Musik verschwanden nach und nach aus meinen Augen und meinen Ohren. Da fiel ich starrer und schwächer in die Ecke des Fensters nieder, als eine Bildsäule, die von ihrem Piedestale sinkt. Die Vesperglocke weckte mich. Ich erhob mich, ich entfloh; aber ach! in mir war etwas gefallen, was sich nicht wieder erheben, etwas plötzlich über mich gekommen, dem ich nicht entfliehen konnte.
(Er machte wieder eine Pause)
Ja, von diesem Tage an war ein Mensch in mir, den ich nicht kannte. Ich wollte alle meine Heilmittel anwenden: das Kloster, den Altar, die Arbeit, die Bücher. Thorheiten! ach! wie hohl klingt die Wissenschaft, wenn man voll Verzweiflung, den Kopf voll Leidenschaften, bei ihr anzuklopfen kommt! Weißt du, junges Mädchen, was ich von Stunde an immer zwischen mir und dem Buche sah? Dich, deinen Schatten, das Bild der leuchtenden Erscheinung, welche eines Tages den Raum vor mir durchschritten hatte. Aber das Bild hatte nicht mehr dieselbe Farbenpracht; düster war es, traurig, finster wie der schwarze Kreis, der lange das Gesicht des Thörichten verfolgt, welcher starr in die Sonne geblickt hat.
Weil ich mich nicht davon losmachen konnte, weil ich stets deinen Gesang in meinem Kopfe summen hörte, immer deine Füße auf meinem Brevier herumtanzen sah, stets des Nachts, im Traume, deine Gestalt über meinen Leib gleiten fühlte, so wollte ich dich wiedersehen, dich berühren, wissen, wer du wärest, sehen ob ich dich wohl dem idealen Bilde ähnlich finden möchte, das mir von dir geblieben war, vielleicht mein Traumbild durch die Wirklichkeit vernichten. In jedem Falle hoffte ich, daß ein neuer Eindruck den ersten verwischen würde, und der erste war mir unerträglich geworden. Ich sah dich wieder. Wehe mir Unglücklichen! Als ich dich zweimal gesehen hatte, wollte ich dich tausendmal, wollte ich dich immer sehen. Von da an . . . wie einhalten auf diesem Abhange zur Hölle? . . . von da an gehörte ich nicht mehr mir an. Das andere Ende des Fadens, den der Teufel mir um die Flügel gewunden, hatte er an sein Bein geknotet. Ich wurde flüchtig und herumirrend, wie du. Ich erwartete dich unter den Vorhallen, ich erspähte dich an den Ecken der Straßen, ich lauerte dir von der Spitze meines Thurmes auf. Jeden Abend kehrte ich entzückter, verzweifelter, behexter und verlorener zu mir selbst zurück!
8. Part, 4. Chapter - Lasciate ogni speranza
The Priest and the Young Girl
PRIEST: Do not interrupt me. Yes, I was happy, at least I believed myself to be so. I was pure, my soul was filled with limpid light. No head was raised more proudly and more radiantly than mine. Priests consulted me on chastity; doctors, on doctrines. Yes, science was all in all to me; it was a sister to me, and a sister sufficed. Not but that with age other ideas came to me. More than once my flesh had been moved as a woman's form passed by. That force of sex and blood which, in the madness of youth, I had imagined that I had stifled forever had, more than once, convulsively raised the chain of iron vows which bind me, a miserable wretch, to the cold stones of the altar. But fasting, prayer, study, the mortifications of the cloister, rendered my soul mistress of my body once more, and then I avoided women. Moreover, I had but to open a book, and all the impure mists of my brain vanished before the splendors of science. In a few moments, I felt the gross things of earth flee far away, and I found myself once more calm, quieted, and serene, in the presence of the tranquil radiance of eternal truth. As long as the demon sent to attack me only vague shadows of women who passed occasionally before my eyes in church, in the streets, in the fields, and who hardly recurred to my dreams, I easily vanquished him. Alas! if the victory has not remained with me, it is the fault of God, who has not created man and the demon of equal force. Listen. One day I was leaning on the window of my cell. What book was I reading then? Oh! all that is a whirlwind in my head. I was reading. The window opened upon a Square. I heard a sound of tambourine and music. Annoyed at being thus disturbed in my revery, I glanced into the Square. What I beheld, others saw beside myself, and yet it was not a spectacle made for human eyes. There, in the middle of the pavement,--it was midday, the sun was shining brightly,--a creature was dancing. A creature so beautiful that God would have preferred her to the Virgin and have chosen her for his mother and have wished to be born of her if she had been in existence when he was made man! Her eyes were black and splendid; in the midst of her black locks, some hairs through which the sun shone glistened like threads of gold. Her feet disappeared in their movements like the spokes of a rapidly turning wheel. Around her head, in her black tresses, there were disks of metal, which glittered in the sun, and formed a coronet of stars on her brow. Her dress thick set with spangles, blue, and dotted with a thousand sparks, gleamed like a summer night. Her brown, supple arms twined and untwined around her waist, like two scarfs. The form of her body was surprisingly beautiful. Oh! what a resplendent figure stood out, like something luminous even in the sunlight! Alas, young girl, it was thou! Surprised, intoxicated, charmed, I allowed myself to gaze upon thee. I looked so long that I suddenly shuddered with terror; I felt that fate was seizing hold of me. Already half fascinated, I tried to cling fast to something and hold myself back from falling. I recalled the snares which Satan had already set for me. The creature before my eyes possessed that superhuman beauty which can come only from heaven or hell. It was no simple girl made with a little of our earth, and dimly lighted within by the vacillating ray of a woman's soul. It was an angel! but of shadows and flame, and not of light. At the moment when I was meditating thus, I beheld beside you a goat, a beast of witches, which smiled as it gazed at me. The midday sun gave him golden horns. Then I perceived the snare of the demon, and I no longer doubted that you had come from hell and that you had come thence for my perdition. I believed it. I believe it still. Nevertheless, the charm operated little by little; your dancing whirled through my brain; I felt the mysterious spell working within me. All that should have awakened was lulled to sleep; and like those who die in the snow, I felt pleasure in allowing this sleep to draw on. All at once, you began to sing. What could I do, unhappy wretch? Your song was still more charming than your dancing. I tried to flee. Impossible. I was nailed, rooted to the spot. It seemed to me that the marble of the pavement had risen to my knees. I was forced to remain until the end. My feet were like ice, my head was on fire. At last you took pity on me, you ceased to sing, you disappeared. The reflection of the dazzling vision, the reverberation of the enchanting music disappeared by degrees from my eyes and my ears. Then I fell back into the embrasure of the window, more rigid, more feeble than a statue torn from its base. The vesper bell roused me. I drew myself up; I fled; but alas! something within me had fallen never to rise again, something had come upon me from which I could not flee. Yes, dating from that day, there was within me a man whom I did not know. I tried to make use of all my remedies. The cloister, the altar, work, books,--follies! Oh, how hollow does science sound when one in despair dashes against it a head full of passions! Do you know, young girl, what I saw thenceforth between my book and me? You, your shade, the image of the luminous apparition which had one day crossed the space before me. But this image had no longer the same color; it was sombre, funereal, gloomy as the black circle which long pursues the vision of the imprudent man who has gazed intently at the sun. Unable to rid myself of it, since I heard your song humming ever in my head, beheld your feet dancing always on my breviary, felt even at night, in my dreams, your form in contact with my own, I desired to see you again, to touch you, to know who you were, to see whether I should really find you like the ideal image which I had retained of you, to shatter my dream, perchance, with reality. At all events, I hoped that a new impression would efface the first, and the first had become insupportable. I sought you. I saw you once more. Calamity! When I had seen you twice, I wanted to see you a thousand times, I wanted to see you always. Then--how stop myself on that slope of hell?--then I no longer belonged to myself. The other end of the thread which the demon had attached to my wings he had fastened to his foot. I became vagrant and wandering like yourself. I waited for you under porches, I stood on the lookout for you at the street corners, I watched for you from the summit of my tower. Every evening I returned to myself more charmed, more despairing, more bewitched ... more lost!
8. Livre, 4. Chapitre - Lasciate ogni speranza
Le Prêtre et la jeune fille
PRÊTRE: Ne m'interromps pas. - Oui, j'étais heureux, je croyais l'être du moins. J'étais pur, j'avais l'âme pleine d'une clarté limpide. Pas de tête qui s'élevât plus fière et plus radieuse que la mienne. Les prêtres me consultaient sur la chasteté, les docteurs sur la doctrine. Oui, la science était tout pour moi. C'était une soeur, et une soeur me suffisait. Ce n'est pas qu'avec l'âge il ne me fût venu d'autres idées. Plus d'une fois ma chair s'était émue au passage d'une forme de femme. Cette force du sexe et du sang de l'homme que, fol adolescent, j'avais cru étouffer pour la vie, avait plus d'une fois soulevé convulsivement la chaîne des voeux de fer qui me scellent, misérable, aux froides pierres de l'autel. Mais le jeûne, la prière, l'étude, les macérations du cloître, avaient refait l'âme maîtresse du corps. Et puis, j'évitais les femmes. D'ailleurs, je n'avais qu'à ouvrir un livre pour que toutes les impures fumées de mon cerveau s'évanouissent devant la splendeur de la science. En peu de minutes, je sentais fuir au loin les choses épaisses de la terre, et je me retrouvais calme, ébloui et serein en présence du rayonnement tranquille de la vérité éternelle. Tant que le démon n'envoya pour m'attaquer que de vagues ombres de femmes qui passaient éparses sous mes yeux, dans l'église, dans les rues, dans les prés, et qui revenaient à peine dans mes songes, je le vainquis aisément. Hélas ! si la victoire ne m'est pas restée, la faute en est à Dieu, qui n'a pas fait l'homme et le démon de force égale. - Écoute. Un jour...
(Ici le prêtre s'arrêta, et la prisonnière entendit sortir de sa poitrine des soupirs qui faisaient un bruit de râle et d'arrachement.)
... Un jour, j'étais appuyé à la fenêtre de ma cellule... - Quel livre lisais-je donc ? Oh ! tout cela est un tourbillon dans ma tête. - Je lisais. La fenêtre donnait sur une place. J'entends un bruit de tambour et de musique. Fâché d'être ainsi troublé dans ma rêverie, je regarde dans la place. Ce que je vis, il y en avait d'autres que moi qui le voyaient, et pourtant ce n'était pas un spectacle fait pour des yeux humains. Là, au milieu du pavé, - il était midi, - un grand soleil, - une créature dansait. Une créature si belle que Dieu l'eût préférée à la Vierge, et l'eût choisie pour sa mère, et eût voulu naître d'elle si elle eût existé quand il se fit homme ! Ses yeux étaient noirs et splendides, au milieu de sa chevelure noire quelques cheveux que pénétrait le soleil blondissaient comme des fils d'or. Ses pieds disparaissaient dans leur mouvement comme les rayons d'une roue qui tourne rapidement. Autour de sa tête, dans ses nattes noires, il y avait des plaques de métal qui pétillaient au soleil et faisaient à son front une couronne d'étoiles. Sa robe semée de paillettes scintillait bleue et piquée de mille étincelles comme une nuit d'été. Ses bras souples et bruns se nouaient et se dénouaient autour de sa taille comme deux écharpes. La forme de son corps était surprenante de beauté. Oh ! la resplendissante figure qui se détachait comme quelque chose de lumineux dans la lumière même du soleil !... - Hélas ! jeune fille, c'était toi. - Surpris, enivré, charmé, je me laissai aller à te regarder. Je te regardai tant que tout à coup je frissonnai d'épouvante, je sentis que le sort me saisissait.
(Le prêtre, oppressé, s'arrêta encore un moment)
Déjà à demi fasciné, j'essayai de me cramponner à quelque chose et de me retenir dans ma chute. Je me rappelai les embûches que Satan m'avait déjà tendues. La créature qui était sous mes yeux avait cette beauté surhumaine qui ne peut venir que du ciel ou de l'enfer. Ce n'était pas là une simple fille faite avec un peu de notre terre, et pauvrement éclairée à l'intérieur par le vacillant rayon d'une âme de femme. C'était un ange ! mais de ténèbres, mais de flamme et non de lumière. Au moment où je pensais cela, je vis près de toi une chèvre, une bête du sabbat, qui me regardait en riant. Le soleil de midi lui faisait des cornes de feu. Alors j'entrevis le piège du démon, et je ne doutai plus que tu ne vinsses de l'enfer et que tu n'en vinsses pour ma perdition. Je le crus.
(Ici le prêtre regarda en face la prisonnière et ajouta froidement)
Je le crois encore. - Cependant le charme opérait peu à peu, ta danse me tournoyait dans le cerveau, je sentais le mystérieux maléfice s'accomplir en moi, tout ce qui aurait dû veiller s'endormait dans mon âme, et comme ceux qui meurent dans la neige je trouvais du plaisir à laisser venir ce sommeil. Tout à coup, tu te mis à chanter. Que pouvais-je faire, misérable ? Ton chant était plus charmant encore que ta danse. Je voulus fuir. Impossible. J'étais cloué, j'étais enraciné dans le sol. Il me semblait que le marbre de la dalle m'était monté jusqu'aux genoux. Il fallut rester jusqu'au bout. Mes pieds étaient de glace, ma tête bouillonnait. Enfin, tu eus peut-être pitié de moi, tu cessas de chanter, tu disparus. Le reflet de l'éblouissante vision, le retentissement de la musique enchanteresse s'évanouirent par degrés dans mes yeux et dans mes oreilles. Alors je tombai dans l'encoignure de la fenêtre, plus raide et plus faible qu'une statue descellée. La cloche de vêpres me réveilla. Je me relevai, je m'enfuis, mais, hélas ! il y avait en moi quelque chose de tombé qui ne pouvait se relever, quelque chose de survenu que je ne pouvais fuir.
(Il fit encore une pause)
Oui, à dater de ce jour, il y eut en moi un homme que je ne connaissais pas. Je voulus user de tous mes remèdes, le cloître, l'autel, le travail, les livres. Folie ! Oh ! que la science sonne creux quand on y vient heurter avec désespoir une tête pleine de passions ! Sais-tu, jeune fille, ce que je voyais toujours désormais entre le livre et moi ? Toi, ton ombre, l'image de l'apparition lumineuse qui avait un jour traversé l'espace devant moi. Mais cette image n'avait plus la même couleur ; elle était sombre, funèbre, ténébreuse comme le cercle noir qui poursuit longtemps la vue de l'imprudent qui a regardé fixement le soleil.
Ne pouvant m'en débarrasser, entendant toujours ta chanson bourdonner dans ma tête, voyant toujours tes pieds danser sur mon bréviaire, sentant toujours la nuit en songe ta forme glisser sur ma chair, je voulus te revoir, te toucher, savoir qui tu étais, voir si je te retrouverais bien pareille à l'image idéale qui m'était restée de toi, briser peut-être mon rêve avec la réalité. En tout cas, j'espérais qu'une impression nouvelle effacerait la première, et la première m'était devenue insupportable. Je te cherchai. Je te revis. Malheur ! Quand je t'eus vue deux fois, je voulus te voir mille, je voulus te voir toujours. Alors, - comment enrayer sur cette pente de l'enfer ? - alors je ne m'appartins plus. L'autre bout du fil que le démon m'avait attaché aux ailes, il l'avait noué à ton pied. Je devins vague et errant comme toi. Je t'attendais sous les porches, je t'épiais au coin des rues, je te guettais du haut de ma tour. Chaque soir, je rentrais en moi-même plus charmé, plus désespéré, plus ensorcelé, plus perdu !