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Moderne Monologe zum Vorsprechen: 
Monologe für Frauen / Schauspielerinnen 

Rolle: Elektra
Stück: Elektra
Autor: Hugo von Hofmannsthal 

Erscheinungsjahr: 1903 
Originalsprache: Deutsch 


1. Akt 

Elektra allein 

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ELEKTRA: (Elektra tritt aus dem Hause) 
Allein! Weh, ganz allein. Der Vater fort,
hinabgescheucht in seine kalten Klüfte...
(Gegen den Boden) Agamemnon! Agamemnon!
Wo bist du, Vater? hast du nicht die Kraft,
dein Angesicht herauf zu mir zu schleppen?
(Leise) Es ist die Stunde, unsre Stunde ists,
die Stunde, wo sie dich geschlachtet haben,
dein Weib und der mit ihr in einem Bette,
in deinem königlichen Bette schläft.
Sie schlugen dich im Bade tot, dein Blut
rann über deine Augen, und das Bad
dampfte von deinem Blut. Dann nahm er dich,
der Feige, bei den Schultern, zerrte dich
hinaus aus dem Gemach, den Kopf voraus,
die Beine schleifend hinterher: dein Auge,
das starre, offne, sah herein ins Haus.
So kommst du wieder, setzest Fuß vor Fuß
und stehst auf einmal da, die beiden Augen
weit offen, und ein königlicher Reif
von Purpur ist um deine Stirn, der speist sich
aus des Hauptes offner Wunde.
Agamemnon! Vater!
Ich will dich sehn, laß mich heute nicht allein!
Nur so wie gestern, wie ein Schatten dort
im Mauerwinkel zeig dich deinem Kind!
Vater! Agamemnon! dein Tag wird kommen! Von den Sternen
stürzt alle Zeit herab, so wird das Blut
aus hundert Kehlen stürzen auf dein Grab!
So wie aus umgeworfnen Krügen wird's
aus den gebundnen Mördern fließen,
und in einem Schwall, in einem
geschwollnen Bach wird ihres Lebens Leben
aus ihnen stürzen (Mit feierlichem Pathos) und wir schlachten dir
die Rosse, die im Hause sind, wir treiben
sie vor dem Grab zusammen, und sie ahnen
den Tod und wiehern in die Todesluft
und sterben. Und wir schlachten dir die Hunde,
die dir die Füße leckten,
die mit dir gejagt, denen du
die Bissen hinwarfst, darum muß ihr Blut
hinab, um dir zu Dienst zu sein, und wir, wir,
dein Blut, dein Sohn Orest und deine Töchter,
wir drei, wenn alles dies vollbracht und
Purpurgezelte aufgerichtet sind, vom Dunst
des Blutes, den die Sonne nach sich zieht,
dann tanzen wir, dein Blut, rings um dein Grab:
(In begeistertem Pathos) und über Leichen hin werd' ich das Knie
hochheben Schritt für Schritt, und die mich werden
so tanzen sehn, ja, die meinen Schatten
von weitem nur so werden tanzen sehn,
die werden sagen: einem großen König
wird hier ein großes Prunkfest angestellt
von seinem Fleisch und Blut, und glücklich ist,
wer Kinder hat, die um sein hohes Grab
so königliche Siegestänze tanzen!
Agamemnon! Agamemnon! 



Moderne Monologe zum Vorsprechen: 
Monologe für Frauen / Schauspielerinnen 

Rolle: Das junge Mädchen 
Stück: Der Tor und der Tod 
Autor: Hugo von Hofmannsthal 

Erscheinungsjahr: 1894 
Originalsprache: Deutsch 


Der Tod, um seine Klagen unbekümmert, spielt die Melodie eines alten Volksliedes. Langsam tritt ein junges Mädchen ein; sie trägt ein einfaches,großgeblümtes Kleid, Kreuzbandschuhe, um den Hals ein Stückchen Schleier, bloßer Kopf.

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DAS JUNGE MÄDCHEN: 
Es war doch schön . . . Denkst du nie mehr daran?
Freilich, du hast mir weh getan, so weh . . .
Allein was hört denn nicht in Schmerzen auf?
Ich hab so wenig frohe Tag gesehn,
Und die, die waren schön als wie ein Traum!
Die Blumen vor dem Fenster, meine Blumen,
Das kleine, wacklige Spinett, der Schrank,
In den ich deine Briefe legte und
Was du mir etwa schenktest . . . alles das
– Lach mich nicht aus – das wurde alles schön
Und redete mit wachen, lieben Lippen!
Wenn nach dem schwülen Abend Regen kam
Und wir am Fenster standen – ah, der Duft
Der nassen Bäume! – Alles das ist hin,
Gestorben, was daran lebendig war!
Und liegt in unsrer Liebe kleinem Grab.
Allein es war so schön, und du bist schuld,
Daß es so schön war. Und daß du mich dann
Fortwarfest, achtlos grausam, wie ein Kind,
Des Spielens müd, die Blumen fallen läßt . . .
Mein Gott, ich hatte nichts, dich festzubinden. (Kleine Pause.)
Wie dann dein Brief, der letzte, schlimme, kam,
Da wollt ich sterben. Nicht um dich zu quälen,
Sag ich dir das. Ich wollte einen Brief
Zum Abschied an dich schreiben, ohne Klag,
Nicht heftig, ohne wilde Traurigkeit;
Nur so, daß du nach meiner Lieb und mir
Noch einmal solltest Heimweh haben und
Ein wenig weinen, weils dazu zu spät.
Ich hab dir nicht geschrieben. Nein. Wozu?
Was weiß denn ich, wieviel von deinem Herzen
In all dem war, was meinen armen Sinn
Mit Glanz und Fieber so erfüllte, daß
Ich wie im Traum am lichten Tage ging.
Aus Untreu macht kein guter Wille Treu,
Und Tränen machen kein Erstorbnes wach.
Man stirbt auch nicht daran. Viel später erst,
Nach langem, ödem Elend durft ich mich
Hinlegen, um zu sterben. Und ich bat,
In deiner Todesstund bei dir zu sein.
Nicht grauenvoll, um dich zu quälen nicht,
Nur wie wenn einer einen Becher Wein
Austrinkt und flüchtig ihn der Duft gemahnt
An irgendwo vergeßne leise Lust. (Sie geht ab)


Moderne Monologe zum Vorsprechen: 
Monologe für Männer / Schauspieler 

Rolle: Claudio 
Stück: Der Tor und der Tod 
Autor: Hugo von Hofmannsthal 

Erscheinungsjahr: 1894 
Originalsprache: Deutsch 


Claudios Haus. Kostüm der zwanziger Jahre des vorigen Jahrhunderts. Studierzimmer des Claudio, im Empiregeschmack. Im Hintergrund links und rechts große Fenster, in der Mitte eine Glastüre auf den Balkon hinaus, von dem eine hängende Holztreppe in den Garten führt. Links eine weiße Flügeltür, rechts eine gleiche nach dem Schlafzimmer, mit einem grünen Samtvorhang geschlossen. Am Fenster links steht ein Schreibtisch, davor ein Lehnstuhl. An den Pfeilern Glaskasten mit Altertümern. An der Wand rechts eine gotische, dunkle, geschnitzte Truhe; darüber altertümliche Musikinstrumente. Ein fast schwarz gedunkeltes Bild eines italienischen Meisters. Der Grundton der Tapete licht, fast weiß mit Stukkatur und Gold.

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CLAUDIO: (allein. Er sitzt am Fenster. Abendsonne.) 
Die letzten Berge liegen nun im Glanz,
In feuchten Schmelz durchsonnter Luft gewandet.
Es schwebt ein Alabasterwolkenkranz
Zuhöchst, mit grauen Schatten, goldumrandet:
So malen Meister von den frühen Tagen
Die Wolken, welche die Madonna tragen.
Am Abhang liegen blaue Wolkenschatten
Der Bergesschatten füllt das weite Tal
Und dämpft zu grauem Grün den Glanz der Matten;
Der Gipfel glänzt im vollen letzten Strahl.
Wie nah sind meiner Sehnsucht die gerückt,
Die dort auf weiten Halden einsam wohnen
Und denen Güter, mit der Hand gepflückt,
Die gute Mattigkeit der Glieder lohnen.
Der wundervolle, wilde Morgenwind,
Der nackten Fußes läuft im Heidenduft,
Der weckt sie auf; die wilden Bienen sind
Um sie und Gottes helle, heiße Luft.
Es gab Natur sich ihnen zum Geschäfte,
In allen ihren Wünschen quillt Natur,
Im Wechselspiel der frisch und müden Kräfte
Wird ihnen jedes warmen Glückes Spur.
Jetzt rückt der goldne Ball, und er versinkt
In fernster Meere grünlichem Kristall;
Das letzte Licht durch ferne Bäume blinkt,
Jetzt atmet roter Rauch, ein Glutenwall
Den Strand erfüllend, wo die Städte liegen,
Die mit Najadenarmen, flutenttaucht,
In hohen Schiffen ihre Kinder wiegen,
Ein Volk, verwegen, listig und erlaucht.
Sie gleiten über ferne, wunderschwere,
Verschwiegne Flut, die nie ein Kiel geteilt,
Es regt die Brust der Zorn der wilden Meere,
Da wird sie jedem Wahn und Weh geheilt.
So seh ich Sinn und Segen fern gebreitet
Und starre voller Sehnsucht stets hinüber,
Doch wie mein Blick dem Nahen näher gleitet,
Wird alles öd, verletzender und trüber;
Es scheint mein ganzes so versäumtes Leben
Verlorne Lust und nie geweinte Tränen
Um diese Gassen, dieses Haus zu weben
Und ewig sinnlos Suchen, wirres Sehnen.



Moderne Monologe zum Vorsprechen: 
Monologe für Frauen / Schauspielerinnen 

Rolle: Klara 
Stück: Maria Magdalena 
Autor: Friedrich Hebbel 

Erscheinungsjahr: 1844 
Originalsprache: Deutsch 


2. Akt, 6. Szene

Klara allein

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KLARA: Zu! Zu, mein Herz! Quetsch' Dich in Dich ein, daß auch kein Blutstropfe mehr heraus kann, der in den Adern das gefrierende Leben wieder entzünden will. Da hatte sich wieder was, wie eine Hoffnung in Dir aufgethan! Jetzt erst merk' ich's! (lächelnd) Nein, darüber kann kein Mann weg! Und wenn – Könntest Du selbst darüber hinweg? Hättest Du den Muth eine Hand zu fassen, die – Nein, nein, diesen schlechten Muth hättest Du nicht! Du müßtest Dich selbst einriegeln in Deine Hülle, wenn man Dir von außen die Thür öffnen wollte – Du bist für ewig – O, daß das aussetzt, daß das nicht immer so fortbohrt, daß zuweilen ein Aufhören ist! Nur darum dauert's lange! Der Gequälte glaubt auszuruhen, weil der Quäler einhalten muß, um Odem zu schöpfen; es ist ein Aufathmen, wie des Ertrinkenden auf den Wellen, wenn der Strudel, der ihn hinunterzieht, ihn noch einmal wieder ausspeit, um ihn gleich wieder auf's Neue zu fassen, er hat Nichts davon, als den zwiefachen Todeskampf! Nun, Klara? Ja, Vater, ich gehe, ich gehe! Deine Tochter wird Dich nicht zum Selbstmord treiben! Ich bin bald das Weib des Menschen, oder – Gott, nein! Ich bettle ja nicht um ein Glück, ich bettle um mein Elend, um mein tiefstes Elend – mein Elend wirst Du mir geben! Fort – wo ist der Brief? (sie nimmt ihn) Drei Brunnen triffst Du auf dem Weg zu ihm – Daß du mir an Keinem stehen bleibst! Noch hast Du nicht das Recht dazu! (ab)



 


Moderne Monologe zum Vorsprechen: 
Monologe für Frauen / Schauspielerinnen 

Rolle: Klara 
Stück: Maria Magdalena 
Autor: Friedrich Hebbel 

Erscheinungsjahr: 1844 
Originalsprache: Deutsch 



2. Akt, 2. Szene

Klara allein

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KLARA: O Gott, o Gott! Erbarme Dich! Erbarme Dich über den alten Mann! Nimm mich zu Dir! Ihm ist nicht anders zu helfen! Sieh, der Sonnenschein liegt so goldig auf der Straße, daß die Kinder mit Händen nach ihm greifen, die Vögel fliegen hin und her, Blumen und Kräuter werden nicht müde, in die Höhe zu wachsen. Alles lebt, Alles will leben, Tausend Kranke zittern in dieser Stunde vor Dir, o Tod, wer Dich in der beklommenen Nacht noch rief, weil er seine Schmerzen nicht mehr ertragen konnte, der findet sein Lager jetzt wieder sanft und weich, ich rufe Dich! Verschone den, dessen Seele sich am tiefsten vor Dir wegkrümmt, laß ihm so lange Frist, bis die schöne Welt wieder grau und öde wird, nimm mich für ihn! Ich will nicht schaudern, wenn Du mir Deine kalte Hand reichst, ich will sie muthig fassen und Dir freudiger folgen, als Dir noch je ein Menschenkind gefolgt ist.



 


Moderne Monologe zum Vorsprechen: 
Monologe für Frauen / Schauspielerinnen 

Rolle: Klara 
Stück: Maria Magdalena 
Autor: Friedrich Hebbel 

Erscheinungsjahr: 1844 
Originalsprache: Deutsch 


1. Akt, 3. Szene

Klara allein

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KLARA: (sieht ihr durch's Fenster nach) Da geht sie! Drei Mal träumt' ich, sie läge im Sarg, und nun – o die boshaften Träume, sie kleiden sich in unsere Furcht, um uns're Hoffnung zu erschrecken! Ich will mich niemals wieder an einen Traum kehren, ich will mich über einen guten nicht wieder freuen, damit ich mich über den bösen, der ihm folgt, nicht wieder zu ängstigen brauche! Wie sie fest und sicher ausschreitet! Schon ist sie dem Kirchhof nah – wer wohl der Erste ist, der ihr begegnet? Es soll Nichts bedeuten, nein, ich meine nur – (erschrocken zusammenfahrend) Der Todtengräber! Er hat eben ein Grab gemacht und steigt daraus hervor, sie grüßt ihn und blickt lächelnd in die düstre Grube hinab, nun wirft sie den Blumenstrauß hinunter und tritt in die Kirche. (Man hört einen Choral) Sie singen: Nun danket Alle Gott! (sie faltet die Hände) Ja! Ja! Wenn meine Mutter gestorben wäre, nie wär' ich wieder ruhig geworden, denn – – (mit einem Blick gen Himmel) Aber Du bist gnädig, Du bist barmherzig! Ich wollt', ich hätt' einen Glauben, wie die Katholischen, daß ich Dir Etwas schenken dürfte! Meine ganze Sparbüchse wollt' ich leeren, und Dir ein schönes vergoldetes Herz kaufen, und es mit Rosen umwinden. Unser Pfarrer sagt, vor Dir seyen die Opfer Nichts, denn Alles sey Dein, und man müßte Dir das, was Du schon hast, nicht erst geben wollen! Aber Alles, was im Hause ist, gehört meinem Vater doch auch, und dennoch sieht er's gar gern, wenn ich ihm für sein eignes Geld ein Tuch kaufe, und es sauber sticke, und ihm zum Geburtstag auf den Teller lege. Ja, er thut mir die Ehre an und trägt's nur an den höchsten Feiertagen, zu Weihnacht oder zu Pfingsten! Einmal sah ich ein ganz kleines katholisches Mädchen, das seine Kirschen zum Altar trug. Wie gefiel mir das! Es waren die ersten im Jahr, die das Kind bekam, ich sah, wie es brannte, sie zu essen! Dennoch bekämpfte es seine unschuldige Begierde, es warf sie, um nur der Versuchung ein Ende zu machen, rasch hin, der Meßpfaff, der eben den Kelch erhob, schaute finster drein und das Kind eilte erschreckt von dannen, aber die Maria über dem Altar lächelte so mild, als wünschte sie aus ihrem Rahmen heraus zu treten, um dem Kind nachzueilen und es zu küssen. Ich that's für sie! Da kommt Leonhard! Ach!


 


Moderne Monologe zum Vorsprechen: 
Monologe für Männer / Schauspieler 

Rolle: Karl 
Stück: Maria Magdalena 
Autor: Friedrich Hebbel 

Erscheinungsjahr: 1844 
Originalsprache: Deutsch 


3. Akt, 7. Szene - Zimmer im Hause des Tischlers. Abend. 

Karl allein

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KARL: (tritt ein) Kein Mensch daheim! Wüßt' ich das Rattenloch unter der Thürschwelle nicht, wo sie den Schlüssel zu verbergen pflegen, wenn sie Alle davon gehen, ich hätte nicht hinein können. Nun, das hätte Nichts gemacht! ich könnte jetzt zwanzig Mal um die Stadt laufen und mir einbilden, es gäbe kein größeres Vergnügen auf der Welt, als die Beine zu brauchen. Wir wollen Licht anzünden! (er tut es) Das Feuerzeug ist noch auf dem alten Platz, ich wette, denn wir haben hier im Hause zwei Mal zehn Gebote. Der Hut gehört auf den dritten Nagel, nicht auf den vierten! Um halb zehn Uhr muß man müde seyn! Vor Martini darf man nicht frieren, nach Martini nicht schwitzen! Das steht in einer Reihe mit: Du sollst Gott fürchten und lieben! Ich bin durstig! (ruft) Mutter! Pfui! Als ob ich's vergessen hätte, daß sie da liegt, wo auch des Bierwirths Knecht sein Nußknackermaul nicht mehr mit einem Ja Herr! aufzureißen braucht, wenn er gerufen wird! Ich habe nicht geweint, als ich die Todtenglocke in meinem finstern Thurmloch hörte, aber – Rothrock, Du hast mich auf der Kegelbahn nicht den letzten Wurf thun lassen, obgleich ich die Boßel schon in der Hand hielt, ich lasse Dir nicht zum letzten Athemzug Zeit, wenn ich Dich allein treffe, und das kann heut Abend noch geschehen, ich weiß, wo Du um zehn zu finden bist. Nachher zu Schiff! Wo die Klara bleibt! Ich bin eben so hungrig, als durstig! Heut ist Donnerstag, sie haben Kalbfleisch-Suppe gegessen. Wär's Winter, so hätt's Kohl gegeben, vor Fastnacht weißen, nach Fastnacht grünen! Das steht so fest, als daß der Donnerstag wieder kehren muß, wenn der Mittwoch da gewesen ist, daß er nicht zum Freitag sagen kann: geh' Du für mich, ich habe wunde Füße!


 


Moderne Monologe zum Vorsprechen: 
Monologe für Frauen / Schauspielerinnen 

Rolle: Judith 
Stück: Judith 
Autor: Friedrich Hebbel 

Erscheinungsjahr: 1840 
Originalsprache: Deutsch 


3. Akt 

Gemach der Judith. Judith allein.

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JUDITH: (stürzt auf die Knie) Gott, Gott! Mir ist, als müßt' ich dich am Zipfel fassen, wie einen, der mich auf ewig zu verlassen droht! Ich wollte nicht beten, aber ich muß beten, wie ich Odem schöpfen muß, wenn ich nicht ersticken soll! Gott! Gott! Warum neigst du dich nicht auf mich herab? Ich bin ja zu schwach, um zu dir emporzuklimmen! Sieh, hier lieg' ich, wie außer der Welt und außer der Zeit; ich harre mit Angst eines Winkes von dir, der mich aufstehn und handeln heißt! Mit Frohlocken sah ich's, als die Gefahr uns nahe trat; denn mir war sie nichts als ein Zeichen, daß du dich unter deinen Auserwählten verherrlichen wollest. Mit schaudernder Wonne erkannt' ich, daß das, was mich erhob, alle andere zu Boden warf; denn mir kam es vor, als ob dein Finger gnadenvoll auf mich deutete, als ob dein Triumph von mir ausgehen sollte! Mit Entzücken sah ich's, daß jener, dem ich das große Werk abtreten wollte, um in Demut das höchste Opfer zu bringen, sich davor feig und zitternd wie ein Wurm in dem Schlamm seiner Armseligkeit verkroch. "Du bist's, du bist's!" rief ich mir zu und warf mich vor dir nieder und schwur mir mit einem teuren Eid, niemals wiederaufzustehen, oder erst dann, wenn du mir den Weg gezeigt, der zum Herzen des Holofernes führt. Ich lauschte in mich selbst hinein, weil ich glaubte, ein Blitz der Vernichtung müsse aus meiner Seele hervorspringen; ich horchte in die Welt hinaus, weil ich dachte: "Ein Held hat dich überflüssig gemacht"; aber in mir und außer mir bleibt's dunkel. Nur ein Gedanke kam mir, nur einer, mit dem ich spielte und der immer wiederkehrt; doch der kam nicht von dir. Oder kam er von dir? – (Sie springt auf) Er kam von dir! Der Weg zu meiner Tat geht durch die Sünde! Dank, Dank dir, Herr! Du machst mein Auge hell. Vor dir wird das Unreine rein; wenn du zwischen mich und meine Tat eine Sünde stellst: wer bin ich, daß ich mit dir darüber hadern, daß ich mich dir entziehen sollte! Ist nicht meine Tat so viel wert, als sie mich kostet? Darf ich meine Ehre, meinen unbefleckten Leib mehr lieben wie dich? Oh, es löst sich in mir wie ein Knoten. Du machtest mich schön; jetzt weiß ich, wozu. Du versagtest mir ein Kind; jetzt fühl' ich, warum, und freu' mich, daß ich mein eigen Selbst nicht doppelt zu lieben hab'. Was ich sonst für Fluch hielt, erscheint mir nun wie Segen! – (Sie tritt vor einen Spiegel) Sei mir gegrüßt, mein Bild! Schämt euch, Wangen, daß ihr noch nicht glüht; ist der Weg zwischen euch und dem Herzen so weit? Augen, ich lob' euch, ihr habt Feuer getrunken und seid berauscht! Armer Mund, dir nehm' ich's nicht übel, daß du bleich bist; du sollst das Entsetzen küssen. (Sie tritt vom Spiegel weg) Holofernes, dieses alles ist dein; ich habe keinen Teil mehr daran; ich hab' mich tief in mein Innerstes zusammengezogen. Nimm's, aber zittre, wenn du es hast; ich werde in einer Stunde, wo du's nicht denkst, aus mir herausfahren, wie ein Schwert aus der Scheide, und mich mit deinem Leben bezahlt machen! Muß ich dich küssen, so will ich mir einbilden, es geschieht mit vergifteten Lippen; wenn ich dich umarme, will ich denken, daß ich dich erwürge. Gott, laß ihn Greuel begehen unter meinen Augen, blutige Greuel, aber schütze mich, daß ich nichts Gutes von ihm sehe!


Moderne Monologe zum Vorsprechen: 
Monologe für Männer / Schauspieler 

Rolle: Herodes 
Stück: Herodes und Mariamne
Autor: Friedrich Hebbel 

Erscheinungsjahr: 1850 
Originalsprache: Deutsch 


3. Akt, 6. Szene 

Herodes allein. 

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HERODES: 
Wahr ist's, ich ging zu weit. Das sagte ich
Mir unterwegs schon selbst. Doch wahr nicht minder,
Wenn sie mich liebte, würde sie's verzeihn!
Wenn sie mich liebte! Hat sie mich geliebt?
Ich glaub es. Aber jetzt – Wie sich der Tote
Im Grabe noch zu rächen weiß! Ich schaffte
Ihn fort, um meine Krone mir zu sichern,
Er nahm, was mehr wog, mit hinweg: ihr Herz!
Denn seltsam hat sie, seit ihr Bruder starb,
Sich gegen mich verändert, niemals fand
Ich zwischen ihr und ihrer Mutter noch
Die kleinste Spur von Ähnlichkeit heraus,
Heut glich sie ihr in mehr als einem Zug,
Drum kann ich ihr nicht mehr vertraun, wie sonst!
Das ist gewiß! Doch, muß es darum auch
Sogleich gewiß sein, daß sie mich betrog?
Die Bürgschaft, die in ihrer Liebe lag,
Ist weggefallen, aber eine zweite
Liegt noch in ihrem Stolz, und wird ein Stolz,
Der es verschmäht, sich zu verteidigen,
Es nicht noch mehr verschmähn, sich zu beflecken?
Zwar weiß sie's! Joseph! Warum kann der Mensch
Nur töten, nicht die Toten wieder wecken,
Er sollte beides können, oder keins!
Der rächt sich auch! Er kommt nicht! Dennoch seh ich
Ihn vor mir! »Du befiehlst?« – Es ist unmöglich!
Ich will's nicht glauben! Schweig mir, Salome!
Wie es auch kam, so kam es nicht! Vielleicht
Fraß das Geheimnis, wie verschlucktes Feuer,
Von selbst sich bei ihm durch. Vielleicht verriet er's,
Weil er mich für verloren hielt und nun
Mit Alexandra sich versöhnen wollte,
Bevor die Kunde kam. Wir werden sehn!
Denn prüfen muß ich sie! Hätt' ich geahnt,
Daß sie's erfahren könnte, nimmer wär' ich
So weit gegangen. Jetzt, da sie es weiß,
Jetzt muß ich weiter gehn! Denn, nun sie's weiß,
Nun muß ich das von ihrer Rache fürchten,
Was ich von ihrer Wankelmütigkeit
Vielleicht mit Unrecht fürchtete, muß fürchten,
Daß sie auf meinem Grabe Hochzeit hält!
Soemus kam zur rechten Zeit. Er ist
Ein Mann, der, wär' ich selbst nicht auf der Welt,
Da stünde, wo ich steh. Wie treu er denkt,
Wie eifrig er mir dient, beweist sein Kommen.
Ihm geb ich jetzt den Auftrag! Daß sie nichts
Aus ihm herauslockt, weiß ich, wenn sie ihn
Auf Menschenart versucht! – Verrät er mich,
So zahlt sie einen Preis, der – Salome,
Dann hast du recht gehabt! – Es gilt die Probe! (Ab.)



Moderne Monologe zum Vorsprechen: 
Monologe für Männer / Schauspieler 

Rolle: Herodes 
Stück: Herodes und Mariamne
Autor: Friedrich Hebbel 

Erscheinungsjahr: 1850 
Originalsprache: Deutsch 


1. Akt, 4. Szene 

Herodes allein. 

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HERODES: 
Heut nicht! Doch morgen, oder übermorgen! –
Sie will mir nach dem Tode Gutes tun!
Spricht so ein Weib? Zwar weiß ich's, daß sie oft,
Wenn ich sie schön genannt, ihr Angesicht
Verzog, bis sie es nicht mehr war. Auch weiß ich's,
Daß sie nicht weinen kann, daß Krämpfe ihr,
Was andern Tränengüsse sind! Auch weiß ich's,
Daß sie mit ihrem Bruder kurz vorher,
Eh' er im Bad den Tod fand, sich entzweit
Und dann die Unversöhnliche gespielt,
Ja, obendrein, als er schon Leiche war'
Noch ein Geschenk von ihm erhalten hat,
Das er beim Gang ins Bad für sie gekauft.
Und doch! Spricht so ein Weib in dem Moment,
Wo sie den, den sie liebt, und wenigstens
Doch lieben soll – – Sie kehrt nicht wieder um,
Wie einst, als ich – – Sie ließ kein Tuch zurück,
Das ihr als Vorwand – – Nein, sie kann es tragen,
Daß ich mit diesem Eindruck – – Wohl, es sei!
Nach Alexandria – ins Grab – Gleichviel!
Doch eins zuvor! Eins! Erd' und Himmel, hört's!
Mir schwurst du nichts, dir will ich etwas schwören:
Ich stell dich unters Schwert. Antonius,
Wenn er mich deinetwegen fallen läßt,
Und deiner Mutter wegen tut er's nicht!
Soll sich betrügen, sei's auch zweifelhaft,
Ob mir das Kleid, das mich im Sterben deckt,
Mit in die Grube folgt, weil mir ein Dieb
Es ja noch stehlen kann, du sollst mir folgen!
Das steht nun fest! Wenn ich nicht wiederkehre,
So stirbst du! Den Befehl laß ich zurück!
Befehl! Da stößt ein böser Punkt mir auf:
Was sichert mich, daß man mir noch gehorcht,
Wenn man mich nicht mehr fürchtet? Oh, es wird
Sich einer finden, denk ich, der vor ihr
Zu zittern hat!



  1. RHODOPE in «Gyges und sein Ring»
  2. KRIEMHILD in «Die Nibelungen: Kriemhilds Rache» II.
  3. KRIEMHILD in «Die Nibelungen: Kriemhilds Rache» I.
  4. ERNST in «Agnes Bernauer»
  5. ALBRECHT in «Agnes Bernauer»
  6. AGNES in «Agnes Bernauer» II.
  7. AGNES in «Agnes Bernauer» I.
  8. ROGER in «Der scharlachrote Buchstabe»
  9. ALFRED LOTH in «Vor Sonnenaufgang»
  10. MICHAEL KRAMER in «Michael Kramer» III.
  11. MICHAEL KRAMER in «Michael Kramer» II.
  12. MICHAEL KRAMER in «Michael Kramer» I.
  13. ELEKTRA in «Iphigenie in Delphi»
  14. PROSPERO in «Indipohdi»
  15. FRANZISKA WERMELSKIRCH in «Fuhrmann Henschel»
  16. PIPERKARCKA in «Die Ratten»
  17. HEINRICH in «Der arme Heinrich» II.
  18. HEINRICH in «Der arme Heinrich» I.
  19. DER SOHN in «Der Sohn»
  20. LEON in «Weh dem, der lügt!»
  21. GREGOR in «Weh dem, der lügt!»
  22. SAPPHO in «Sappho» III.
  23. SAPPHO in «Sappho» II.
  24. SAPPHO in «Sappho» I.
  25. MELITTA in «Sappho»
  26. RAHEL in «Die Jüdin von Toledo»
  27. HERO in «Des Meeres und der Liebe Wellen»
  28. CORNELIA in «Verliebtes Gespenste / Die geliebte Dornrose»
  29. CHLORIS in «Verliebtes Gespenste / Die geliebte Dornrose»
  30. RATTENGIFT in «Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung»
  31. GOTHLAND in «Herzog Theodor von Gothland»
  32. PEPEL in «Nachtasyl»
  33. NASTJA in «Nachtasyl»
  34. LUKA in «Nachtasyl» I.
  35. LUKA in «Nachtasyl» II.
  36. TATJANA in «Die Kleinbürger»
  37. HELENA in «Die Kleinbürger»
  38. MIRANDOLINA in «Mirandolina»
  39. TRUFFALDINO in «Der Diener zweier Herren» II.
  40. TRUFFALDINO in «Der Diener zweier Herren» I.
  41. AGAFIA TICHONOWNA in «Die Heirat»
  42. OSSIP in «Der Revisor»
  43. TORQUATO TASSO in «Torquato Tasso»
  44. LEONORE in «Torquato Tasso»
  45. STELLA in «Stella»
  46. FERNANDO in «Stella»
  47. PHORKYAS in «Faust - Teil 2»
  48. HELENA in «Faust - Teil 2» II.
  49. HELENA in «Faust - Teil 2» I.
  50. VALENTIN in «Faust - Teil 1»
  51. MEPHISTOPHELES in «Faust - Teil 1» II.
  52. MEPHISTOPHELES in «Faust - Teil 1» I.
  53. MARGARETE (GRETCHEN) in «Faust - Teil 1»
  54. LIESCHEN in «Faust - Teil 1»
  55. GRETCHEN (MARGARETE) in «Faust - Teil 1» IV.
  56. GRETCHEN (MARGARETE) in «Faust - Teil 1» I.
  57. GRETCHEN (MARGARETE) in «Faust - Teil 1» II.
  58. GRETCHEN (MARGARETE) in «Faust - Teil 1» III.
  59. FAUST in «Faust - Teil 1» IV.
  60. FAUST in «Faust - Teil 1» III.
  61. FAUST in «Faust - Teil 1» II.
  62. FAUST in «Faust - Teil 1» I.
  63. DER SCHÜLER in «Faust - Teil 1»
  64. OREST in «Iphigenie auf Tauris»
  65. IPHIGENIE in «Iphigenie auf Tauris» III.
  66. IPHIGENIE in «Iphigenie auf Tauris» I.
  67. IPHIGENIE in «Iphigenie auf Tauris» II.
  68. KLÄRCHEN in «Egmont» II.
  69. KLÄRCHEN in «Egmont» I.
  70. EGMONT in «Egmont»
  71. BRACKENBURG in «Egmont»
  72. EUGENIE in «Die natürliche Tochter»
  73. SÖLLER in «Die Mitschuldigen»
  74. SOPHIE in «Die Mitschuldigen»
  75. ALCEST in «Die Mitschuldigen»
  76. CLAVIGO in «Clavigo» II.
  77. CLAVIGO in «Clavigo» I.
  78. CARLOS in «Clavigo»
  79. SOPHONISBE in «Sophonisbe»
  80. MEDEA in «Medea» III.
  81. MEDEA in «Medea» II.
  82. MEDEA in «Medea» I.
  83. JASON in «Medea»
  84. DIE AMME in «Medea»
  85. IPHIGENIE in «Iphigenie in Aulis»
  86. KLYTÄMNESTRA in «Iphigenie in Aulis»
  87. PHAIDRA in «Hippolytos»
  88. HIPPOLYTOS in «Hippolytos»
  89. DIE AMME in «Hippolytos»
  90. HELENA in «Helena» II.
  91. HELENA in «Helena» I.
  92. TEIRESIAS in «Die Bakchen»
  93. AGAUE in «Die Bakchen»
  94. DER BOTE in «Die Bakchen»
  95. ODYSSEUS in «Der Kyklop»
  96. DIE DIENERIN in «Alkestis»
  97. ALKESTIS in «Alkestis»
  98. ADMETOS in «Alkestis»
  99. MARIA STUART in «Maria Stuart in Schottland»
  100. RASUMICHIN in «Schuld und Sühne»
  101. MARMELADOW in «Schuld und Sühne»
  102. WARWARA PETROWNA in «Die Dämonen»
  103. PIOTR STEPANOWITSCH in «Die Dämonen»
  104. DER MANN in «Der Traum eines lächerlichen Menschen»
  105. DON RODRIGO in «Der Cid»
  106. DON DIEGO in «Der Cid»
  107. DIE INFANTIN in «Der Cid» II.
  108. DIE INFANTIN in «Der Cid» I.
  109. CHIMENE in «Der Cid»
  110. SANCHO PANZA in «Don Quijote»
  111. DOROTEA in «Don Quijote»
  112. DON QUIJOTE in «Don Quijote»
  113. ANDRES in «Don Quijote»
  114. ALICE in «Alice im Wunderland»
  115. ISABEL in «Der Richter von Zalamea» II.
  116. ISABEL in «Der Richter von Zalamea» I.
  117. CRESPO in «Der Richter von Zalamea»
  118. ROSAURA in «Das Leben ein Traum» II.
  119. ROSAURA in «Das Leben ein Traum» I.
  120. SIGISMUND in «Das Leben ein Traum» IV.
  121. SIGISMUND in «Das Leben ein Traum» III.
  122. SIGISMUND in «Das Leben ein Traum» II.
  123. SIGISMUND in «Das Leben ein Traum» I.
  124. CLARIN in «Das Leben ein Traum»
  125. BASILIUS in «Das Leben ein Traum»
  126. DON LUIS in «Dame Kobold»
  127. ANGELA in «Dame Kobold»
  128. MYRRHA in «Sardanapal»
  129. RAPHAEL in «Himmel und Erde»
  130. JAPHET in «Himmel und Erde»
  131. AHOLIBAMAH in «Himmel und Erde» II.
  132. AHOLIBAMAH in «Himmel und Erde» I.
  133. LUCIFER in «Cain»
  134. EVA in «Cain»
  135. CAIN in «Cain»
  136. ADAH in «Cain»
  137. WOYZECK in «Woyzeck»
  138. MARIE in «Woyzeck»
  139. LEONCE in «Leonce und Lena» II.
  140. LEONCE in «Leonce und Lena» I.
  141. LENA in «Leonce und Lena»
  142. ST. JUST in «Dantons Tod»
  143. ROBESPIERRE in «Dantons Tod»
  144. MARION in «Dantons Tod»
  145. LUCILE in «Dantons Tod» II.
  146. LUCILE in «Dantons Tod» I.
  147. DANTON in «Dantons Tod»
  148. BECKMANN in «Draußen vor der Tür» II.
  149. BECKMANN in «Draußen vor der Tür» I.
  150. ROSEL in «Doktor Faust's Mantel» II.
  151. ROSEL in «Doktor Faust's Mantel» I.
  152. MEISTER STABERL in «Die Bürger in Wien» II.
  153. MEISTER STABERL in «Die Bürger in Wien» I.
  154. CHOR DER FRAUEN in «Lysistrate»
  155. DER WURSTHÄNDLER in «Die Ritter»
  156. STREPSIADES in «Die Wolken»
  157. ETEOKLES in «Die Sieben gegen Theben»
  158. DANAOS in «Die Schutzflehenden»
  159. DER BOTE in «Die Perser»
  160. ATOSSA in «Die Perser»
  161. ORESTES in «Die Orestie: Die Eumeniden» I.
  162. ORESTES in «Die Orestie: Die Eumeniden» II.
  163. ATHENE in «Die Orestie: Die Eumeniden»
  164. ORESTES in «Die Orestie: Die Choephoren»
  165. ELEKTRA in «Die Orestie: Die Choephoren» II.
  166. ELEKTRA in «Die Orestie: Die Choephoren» I.
  167. DIE AMME in «Die Orestie: Die Choephoren»
  168. KLYTAIMESTRA in «Die Orestie: Agamemnon» III.
  169. KLYTAIMESTRA in «Die Orestie: Agamemnon» II.
  170. KLYTAIMESTRA in «Die Orestie: Agamemnon» I.
  171. KASSANDRA in «Die Orestie: Agamemnon» II.
  172. KASSANDRA in «Die Orestie: Agamemnon» I.
  173. DER WÄCHTER in «Die Orestie: Agamemnon»
  174. AIGISTHOS in «Die Orestie: Agamemnon»
  175. AGAMEMNON in «Die Orestie: Agamemnon»
  176. IO in «Der gefesselte Prometheus» II.
  177. PROMETHEUS in «Der gefesselte Prometheus»
  178. IO in «Der gefesselte Prometheus» I.

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