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Moderne Monologe zum Vorsprechen: 
Monologe für Männer / Schauspieler 

Rolle: Gregor, Bischof von Chalons
Stück: Weh dem, der lügt! 
Autor: Franz Grillparzer 

Erscheinungsjahr: 1838 
Originalsprache: Deutsch 


1. Aufzug 

Gregor allein. 

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GREGOR: (kommt, ein Heft in der Hand, in das er von Zeit zu Zeit schreibt.)
Dein Wort soll aber sein: Ja, ja; nein, nein.
Denn was die menschliche Natur auch Böses kennt,
Verkehrtes, Schlimmes, Abscheuwürd'ges,
Das Schlimmste ist das falsche Wort, die Lüge.
Wär' nur der Mensch erst wahr, er wär' auch gut.
Wie könnte Sünde irgend doch bestehn,
Wenn sie nicht lügen könnte, täuschen? erstens sich,
Alsdann die Welt; dann Gott, ging' es nur an.
Gäb's einen Bösewicht? müßt' er sich sagen,
So oft er nur allein: du bist ein Schurk'!
Wer hielt' sie aus, die eigene Verachtung?
Allein die Lügen in verschiednem Kleid:
Als Eitelkeit, als Stolz, als falsche Scham,
Und wiederum als Großmut und als Stärke,
Als innre Neigung und als hoher Sinn,
Als guter Zweck bei etwa schlimmen Mitteln,
Die hüllen unsrer Schlechtheit Antlitz ein
Und stellen sich geschäftig vor, wenn sich
Der Mensch beschaut in des Gewissens Spiegel.
Nun erst die wissentliche Lüge! Wer
Hielt' sie für möglich, wär' sie wirklich nicht?
Was, Mensch, zerstörst du deines Schöpfers Welt?
Was sagst du, es sei nicht, da es doch ist;
Und wiederum, es sei, da es doch nie gewesen?
Greifst du das Dasein an, durch das du bist?
Zuletzt noch: Freundschaft, Liebe, Mitgefühl
Und all die schönen Bande unsers Lebens,
Woran sind sie geknüpft als an das wahre Wort?
Wahr ist die ganze kreisende Natur;
Wahr ist der Wolf, der brüllt, eh' er verschlingt,
Wahr ist der Donner, drohend, wenn es blitzt,
Wahr ist die Flamme, die von fern schon sengt,
Die Wasserflut, die heulend Wirbel schlägt;
Wahr sind sie, weil sie sind, weil Dasein Wahrheit.
Was bist denn du, der du dem Bruder lügst,
Den Freund betrügst, den Nächstes hintergehst?
Du bist kein Tier, denn das ist wahr;
Kein Wolf, kein Drach', kein Stein, kein Schierlingsgift:
Ein Teufel bist du, der allein ist Lügner,
Und du ein Teufel, insofern du lügst.
Drum laßt uns wahr sein, vielgeliebte Brüder,
Und euer Wort sei ja und nein auf immer.
So züchtig' ich mich selbst für meinen Stolz.
Denn wär' ich wahr gewesen, als der König
Mich jüngst gefragt, ob etwas ich bedürfe,
Und hätt' ich Lösung mir erbeten für mein Kind,
Er wär' nun frei, und ruhig wär' mein Herz.
Doch weil ich zürnte, freilich guten Grunds,
Versetzt' ich: Herr, nicht ich bedarf dein Gut;
Den Schmeichlern gib's, die sonst dein Land bestehlen.
Da wandt' er sich im Grimme von mir ab,
Und fort in Ketten schmachtet Atalus.
(Er setzt sich erschöpft auf eine Rasenbank.)


    


Moderne Monologe zum Vorsprechen: 
Monologe für Frauen / Schauspielerinnen 

Rolle: Sappho 
Stück: Sappho 
Autor: Franz Grillparzer 

Erscheinungsjahr: 1819 
Originalsprache: Deutsch 


4. Aufzug, 1. Auftritt  

Freie Gegend. Mondnacht. Sappho allein.

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SAPPHO:
(kommt, in tiefe Gedanken versenkt. Sie bleibt stehen. Nach einer Pause)

Bin ich denn noch, und ist denn etwas noch?
Dies weite All, es stürzte nicht zusammen
In jenem fürchterlichen Augenblick?
Die Dunkelheit, die brütend mich umfängt,
Es ist die Nacht und nicht das Grab!
Man sagt ja doch, ein ungeheurer Schmerz,
Er könne töten? – Ach, es ist nicht so! –
Still ist es um mich her, die Lüfte schweigen,
Des Lebens muntre Töne sind verstummt,
Kein Laut schallt aus den unbewegten Blättern
Und einsam wie ein spätverirrter Fremdling
Geht meines Weinens Stimme durch die Nacht.
Wer auch so schlafen könnte, wie die Vögel,
Doch lang und länger, ohne zu erwachen;
im Schoße eines festern, süßern Schlummers
Wo alles, alles, selbst die Pulse schlafen,
Kein Morgenstrahl zu neuen Qualen weckt,
Kein Undankbarer – Halt! – Tritt nicht die Schlange!
(Mit gedämpfter Stimme.)
Der Mord ist wohl ein gräßliches Verbrechen
Und Raub und Trug, und wie sie alle heißen,
Die Häupter jener giftgeschwollnen Hyder,
Die an des Abgrunds Flammenpfuhl erzeugt
Mit ihrem Geifer diese Welt verpestet,
Wohl gräßlich, schändlich, giftige Verbrechen!
Doch kenn ich eins, vor dessen dunkelm Abstich
Die andern alle lilienweiß erscheinen,
Und Undank ist sein Nam'! Er übt allein
Was alle andern einzeln nur verüben,
Er lügt, er raubt, betrügt, schwört falsche Eide,
Verrät und tötet! Undank! Undank! Undank!
Beschützt mich Götter, schützt mich vor mir selber!
Des Innern düstre Geister wachen auf
Und rütteln an des Kerkers Eisenstäben!
Ihn hatt' ich vom Geschicke mir erbeten,
Von allen Sterblichen nur ihn allein,
Ich wollt' ihn stellen auf der Menschheit Gipfel,
Erheben hoch vor allen, die da sind,
Und über Grab und Tod und Sterblichkeit
Ihn tragen auf den Fittichen des Ruhms
Hinüber in der Nachwelt lichte Fernen.
Was ich vermag und kann und bin und heiße
Als Kranz wollt' ich es winden um sein Haupt
Ein mildes Wort statt allen Lohns begehrend
Und er – lebt ihr denn noch, gerechte Götter?
(wie von einem plötzlichen Gedanken durchzuckt.)
Ihr lebet, ja! – von euch kam der Gedanke
Der leuchtend sich vor meine Seele drängt.
Laß mich dich fassen schneller Götterbote,
Vernehmen deines Mundes flüchtig Wort! –
Nach Chios sprichst du: soll Melitta hin,
Nach Chios, dort getrennt von dem Verräter
In Reue wenden ihr verlocktes Herz,
Mit Liebesqual der Liebe Frevel büßen?
So sei es, Rhamnes, Rhamnes, ja so sei's!
Unsterbliche habt Dank für diesen Wink!
Ich eile zu vollführen.


    


Moderne Monologe zum Vorsprechen: 
Monologe für Frauen / Schauspielerinnen 

Rolle: Sappho 
Stück: Sappho 
Autor: Franz Grillparzer 

Erscheinungsjahr: 1819 
Originalsprache: Deutsch 


3. Aufzug, 2. Auftritt  

Sappho allein.

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SAPPHO:
Der Bogen klang,
(Die Hände über der Brust zusammenschlagend.)
                         es sitzt der Pfeil! –
Wer zweifelt länger noch? Klar ist es, klar!
Sie lebt in seinem schwurvergeßnen Herzen,
Sie schwebt vor seiner schamentblößten Stirn,
In ihre Hülle kleiden sich die Träume,
Die schmeichelnd sich des Falschen Lager nahn.
Sappho verschmäht um ihrer Sklavin willen!
Verschmähet? wer? Beim Himmel und von wem?
Bin ich dieselbe Sappho denn nicht mehr,
Die Könige zu ihren Füßen sah,
Und spielend mit der dargebotnen Krone,
Die Stolzen sah und hörte und entließ!
Dieselbe Sappho, die ganz Griechenland
Mit lautem Jubel als sein Kleinod grüßte?
O Törin! Warum stieg ich von den Höhn,
Die Lorbeer krönt, wo Aganippe rauscht,
Mit Sternenklang sich Musenchöre gatten,
Hernieder in das engbegrenzte Tal
Wo Armut herrscht und Treubruch und Verbrechen?
Dort oben war mein Platz, dort an den Wolken,
Hier ist kein Ort für mich, als nur das Grab.
Wen Götter sich zum Eigentum erlesen,
Geselle sich zu Erdenbürgern nicht,
Der Menschen und der Überird'schen Los
Es mischt sich nimmer in demselben Becher,
Von beiden Welten eine mußt du wählen,
Hast du gewählt, dann ist kein Rücktritt mehr!
Ein Biß nur in des Ruhmes goldne Frucht,
Proserpinens Granatenkernen gleich,
Reiht dich auf ewig zu den stillen Schatten
Und den Lebendigen gehörst du nimmer an.
Mag auch das Leben noch so lieblich blinken,
Mit holden Schmeichellauten zu dir tönen,
Als Freundschaft und als Liebe an dich locken:
Halt ein Unsel'ger! Rosen willst du brechen
Und drückst dafür dir Dornen in die Brust! –
Ich will sie sehn die wundervolle Schönheit,
Die solchen Siegs sich über Sappho freut!
Was soll ich glauben? Lügt denn mein Gedächtnis,
Das, wenn ich's frage, mir ein albern Kind
Mit blöden Mienen vor die Sinne bringt.
Mit Augen, die den Boden ewig suchen,
Mit Lippen, die von Kinderpossen tönen,
Und leer der Busen, dessen arme Wellen
Nur Lust zu spielen noch und Furcht vor Strafe
Aus ihrer dumpfen Ruhe manchmal weckt.
Wie? oder meinem Aug entging wohl jener Reiz
Der ihn so mächtig zieht in ihre Nähe? –
Melitta! – Ja, ich will sie sehn! – Melitta! –

    


Moderne Monologe zum Vorsprechen: 
Monologe für Frauen / Schauspielerinnen 

Rolle: Sappho 
Stück: Sappho 
Autor: Franz Grillparzer 

Erscheinungsjahr: 1819 
Originalsprache: Deutsch 


3. Aufzug, 1. Auftritt  

Freie Gegend. Phaon liegt schlummernd auf der Rasenbank. Sappho kommt aus der Grotte.

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SAPPHO:
Es ist umsonst! Weit schwärmen die Gedanken
Und kehren ohne Ladung mir zurück!
Was ich auch tue, was ich auch beginne,
Doch steht mir jenes tiefverhaßte Bild,
Dem ich entfliehen möchte, wär' es auch
Weit über dieser Erde dunkle Grenzen,
Mit frischen Farben vor der heißen Stirn!
Wie er sie hielt! Wie sie sein Arm umschlang!
Und nun, dem Drange weichend hingegeben
Auf seinen Mund sie – fort! ich will's nicht denken!
Schon der Gedanke tötet tausendfach! –
Doch bin ich denn nicht töricht mich zu quälen
Und zu beklagen was wohl gar nicht ist.
Wer weiß welch leichtverwischter, flücht'ger Eindruck,
Welch launenvolles Nichts ihn an sie zog,
Das, schnell entschwunden so wie schnell geboren,
Der Vorwurf wie der Vorsatz nicht erreicht?
Wer heißt den Maßstab denn für sein Gefühl
In dieser tiefbewegten Brust mich suchen?
Nach Frauenglut mißt Männerliebe nicht
Wer Liebe kennt und Leben, Mann und Frau!
Gar wechselnd ist des Mannes rascher Sinn,
Dem Leben untertan, dem wechselnden.
Frei tritt er in des Daseins offne Bahn,
Vom Morgenrot der Hoffnung rings umflossen,
Mit Mut und Stärke wie mit Schild und Schwert
Zum ruhmbekränzten Kampfe ausgerüstet.
Zu eng dünkt ihm des Innern stille Welt,
Nach außen geht sein rastlos wildes Streben,
Und findet er die Lieb', bückt er sich wohl,
Das holde Blümchen von dem Grund zu lesen,
Besieht es, freut sich sein und steckt's dann kalt
Zu andern Siegeszeichen auf den Helm.
Er kennet nicht die stille, mächt'ge Glut
Die Liebe weckt in eines Weibes Busen!
Wie all ihr Sein, ihr Denken und Begehren,
Um diesen einz'gen Punkt sich einzig dreht,
Wie alle Wünsche, jungen Vögeln gleich,
Die angstvoll ihrer Mutter Nest umflattern,
Die Liebe, ihre Wiege und ihr Grab
Mit furchtsamer Beklemmung schüchtern hüten;
Das ganze Leben als ein Edelstein
Am Halse hängt der neugebornen Liebe!
Er liebt, allein in seinem weiten Busen
Ist noch für andres Raum als bloß für Liebe!
Und manches was dem Weibe Frevel dünkt
Erlaubt er sich als Scherz und freie Lust.
Ein Kuß, wo er ihm immer auch begegnet,
Stets glaubt er sich berechtigt ihn zu nehmen.
Wohl schlimm, daß es so ist, doch ist es so!
(Sich umwendend und Phaon erblickend.)
Ha sieh dort in des Rosenbusches Schatten –
Er ist es, ja, der liebliche Verräter!
Er schläft, und Ruh' und stille Heiterkeit
Hat weich auf seine Stirne sich gelagert.
So atmet nur der Unschuld frommer Schlummer,
So hebt sich nur die unbeladne Brust.
Ja Teurer, deinem Schlummer will ich glauben,
Was auch dein Wachen Schlimmes mir erzählt.
Verzeihe wenn im ersten Augenblicke,
Geliebter mit Verdacht ich dich gekränkt,
Wenn ich geglaubt, es könne niedre Falschheit,
Den Eingang finden in so reinen Tempel!
Er lächelt, – seine Lippen öffnen sich –
Ein Name scheint in ihrem Hauch zu schweben.
Wach auf, und nenne wachend deine Sappho,
Die dich umschlingt. Wach auf!
(Sie küßt ihn auf die Stirne.)


    


Moderne Monologe zum Vorsprechen: 
Monologe für Frauen / Schauspielerinnen 

Rolle: Melitta 
Stück: Sappho 
Autor: Franz Grillparzer 

Erscheinungsjahr: 1819 
Originalsprache: Deutsch 


2. Aufzug, 3. Auftritt  

Melitta allein.

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MELITTA: (setzt sich auf die Rasenbank und beginnt einen Kranz zu flechten. Nach einer Weile schüttelt sie schmerzlich das Haupt, und legt das Angefangene neben sich hin).
Es geht nicht! – Weh, der Kopf will mir zerspringen
Und stürmisch pocht das Herz in meiner Brust!
Da muß ich sitzen einsam und verlassen,
Fern von der Eltern Herd im fremden Land,
Und Sklavenketten drücken diese Hände,
Die ich hinüberstrecke nach den Meinen.
Weh mir, da sitz ich einsam und verlassen,
Und niemand höret mich und achtet mein!
Mit Tränen seh ich Freunde und Verwandte
Den Busen drücken an verwandte Brust;
Mir schlägt kein Busen hier in diesem Lande,
Und meine Freunde wohnen weit von hier.
Ich sehe Kinder um den Vater hüpfen,
Die fromme Stirn, die heil'gen Locken küssen,
Mein Vater lebt getrennt durch ferne Meere,
Wo ihn nicht Gruß und Kuß des Kinds erreicht!
Sie tun wohl hier so, als ob sie mich liebten,
Und auch an sanften Worten fehlt es nicht,
Doch ist es Liebe nicht, 's ist nur Erbarmen,
Das auch der Sklavin milde Worte gönnt;
Der Mund, der erst von Schmeicheln überflossen,
Er füllt sich bald mit Hohn und bitterm Spott!
Sie dürfen lieben, hassen, was sie wollen,
Und was das Herz empfindet, spricht die Lippe aus,
Sie zieret Gold und Purpur und Geschmeide,
Nach ihnen wendet staunend sich der Blick;
Der Sklavin Platz ist an dem niedern Herde,
Da trifft kein Blick sie, ach und keine Frage,
Kein Auge, kein Gedanke und kein Wunsch! –
Ihr Götter, die ihr mich schon oft erhört,
Mit reicher Hand Erfüllung mir gesendet,
Wenn ich mit frommem Sinne zu euch flehte,
O leiht auch diesmal mir ein gnädig Ohr!
Führt gütig mich zurücke zu den Meinen,
Daß ich an des Vertrauens weiche Brust,
Die kummerheiße Stirne kühlend presse.
Führt zu den Meinen mich, ach, oder nehmt mich
Hinauf zu euch, zu euch! – zu euch!


    


Moderne Monologe zum Vorsprechen: 
Monologe für Frauen / Schauspielerinnen 

Rolle: Rahel 
Stück: Die Jüdin von Toledo 
Autor: Franz Grillparzer 

Erscheinungsjahr: 1855 
Originalsprache: Deutsch 


2. Aufzug  

Rahel, Esther und später der König.

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RAHEL: (kommt zurück mit einem Bild ohne Rahmen)
Hier ist des Königs Bild, gelöst vom Rahmen
Das nehm ich mit. [...]
Das Bild gefällt mir. Sieh, es ist so schön,
Ich häng es in der Stube nächst zum Bette.
Des Morgens und des Abends blick ich's an
Und denke mir – was man nun eben denkt
Wenn man der Kleider Last von sich geschüttelt
Und frei sich fühlt von jedem läst'gen Druck.
Doch daß sie meinen nicht, ich stahl es etwa, –
Bin ich doch reich und brauche Stehlens nicht –
Du trägst mein eigen Bild an deinem Hals,
Das hängen wir an dieses andern Stelle,
Das mag er ansehn, so wie seines ich
Und mein gedenken, hätt' er mich vergessen.
Rück mir den Schemel her, ich bin die Kön'gin,
Und diesen König heft ich an den Stuhl.
Die Hexen sagt man, die zur Liebe zwingen,
Sie bohren Nadeln, so, in Wachsgebilde,
Und jeder Stich dringt bis zum Herzen ein,
Und hemmt und fördert wahrgeschaffnes Leben.
(Sie befestigt das Bild an den vier Ecken mit Nadeln an die Lehne des Stuhls.)
O gäbe jeder dieser Stiche Blut,
Ich wollt' es trinken mit den durst'gen Lippen
Und mich erfreun am Unheil das ich schuf.
Nun hängt es da und ist so schön als stumm,
Ich aber red ihn an als Königin
Mit Mantel und mit Krone die mich kleiden.
(Sie hat sich auf den Schemel gesetzt und sitzt vor dem Bilde.)
Ihr ehrvergeßner Mann, stellt Euch nur fromm,
Ich kenne dennoch jeden Eurer Schliche.
Die Jüdin, sie gefiel Euch, leugnet's nur!
Und sie ist schön, bei meinem hohen Wort,
Nur mit mir selber etwa zu vergleichen.
(Der König, von Garceran und Isaak gefolgt, ist gekommen und hat sich hinter den Stuhl gestellt, die Arme auf die Rücklehne gelegt, sie betrachtend.)
Ich, Eure Königin, nun duld es nicht,
Denn eifersüchtig bin ich wie ein Wiesel.
Ob Ihr nun schweigt, das mehrt nur Eure Schuld.
Gesteht! Gefiel sie Euch? Sagt ja!
(Der König nickt. Rahel fährt zusammen, blickt nach dem Bilde, dann aufwärts, erkennt den König und bleibt regungslos auf dem Schemel.)


    


Moderne Monologe zum Vorsprechen: 
Monologe für Frauen / Schauspielerinnen 

Rolle: Hero 
Stück: Des Meeres und der Liebe Wellen 
Autor: Franz Grillparzer 

Erscheinungsjahr: 1831
Originalsprache: Deutsch 


3. Aufzug 

Hero und Leander im Hintergrund

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HERO:(nach einer Pause)
Ich merke wohl, der Vorfall in dem Hain
Mit jenen Fremden hat mir ihn verstimmt.
Und, wahrlich, er hat recht. Gesteh ich's nur!
Wenn ich nicht Hero war, nicht Priesterin,
Den Himmlischen zu frommen Dienst geweiht,
Der Jüngere, der Braungelockte, Kleinre,
Vielleicht gefiel er mir. – Vielleicht? – Je nun!
Ich weiß nunmehr, daß, was sie Neigung nennen,
Ein Wirkliches, ein zu Vermeidendes,
Und meiden will ich's wohl. – Ihr guten Götter!
Wie vieles lehrt ein Tag, und ach, wie wenig
Gibt und vergißt ein Jahr. – Nun, er ist fern,
Im ganzen Leben seh ich kaum ihn wieder,
Und so ist's abgetan. – Wohl gut!
(Sie nimmt den Mantel ab.)
Hier liege du! Mit wie verschiednem Sinn,
Nahm morgens ich, leg ich dich abends hin.
Ein Leben hüllst du ein in deine Falten.
Bewahre was du weißt, ich leg es ab mit dir.

Doch was beginnen nun? Ich kann nicht schlafen.
(Die Lampe ergreifend und in die Höhe haltend.)
Beseh ich mir den Ort? – Wie weit! – wie leer!
Genug werd ich dich schaun manch langes Jahr,
Gern spar ich was du beutst für künft'ge Neugier.
Horch! – Es war nichts. – Allein, allein, allein!
(Sie hat die Lampe seitwärts aufs Fenster gestellt und steht dabei.)
Wie ruhig ist die Nacht! Der Hellespont
Läßt Kindern gleich die frommen Wellen spielen;
Sie flüstern kaum, so still sind sie vergnügt.
Kein Laut, kein Schimmer rings. Nur meine Lampe
Wirft bleiche Lichter durch die dunkle Luft.
Laß mich dich rücken hier an diese Stäbe!
Der späte Wanderer erquicke sich
An dem Gedanken, daß noch jemand wacht,
Und bis zu fernen Ufern jenseits hin
Sei du ein Stern und strahle durch die Nacht.

Doch würdest du bemerkt. Drum komm nur schlafen,
Du bleiche Freundin mit dem stillen Licht.
(Sie trägt die Lampe.)
Und wie ich lösche deinen sanften Strahl,
So möge löschen auch was hier noch flimmert,
Und nie mehr zünd' es neu ein neuer Abend an.
(Sie hat die Lampe auf den Tisch gesetzt.)
So spät noch wach? – Ei Mutter, bitte, bitte!
Nein, Kinder schlafen früh! – Nun denn, es sei!
(Sie nimmt das Geschmeide aus dem Haar und singt dabei mit halber Stimme.)

Und Leda streichelt

Den weichen Flaum.

Das ew'ge Lied! Wie kommt's mir nur in Sinn?
Nicht Götter steigen mehr zu wüsten Türmen,
Kein Schwan, kein Adler bringt Verlaßnen Trost.
Die Einsamkeit bleibt einsam und sie selbst.
(Sie hat sich gesetzt.)
Auch eine Leier legten sie hierher.
Ich habe nie gelernt darauf zu spielen.
Ich wollte wohl, ich hätt's! – Gedanken, bunt
Und wirr durchkreuzen meinen Sinn,
In Tönen lösten leichter sie sich auf.

Ja denn, du schöner Jüngling, still und fromm!
Ich denke dein in dieser späten Stunde,
Und mit so glatt verbreitetem Gefühl,
Daß kein Vergehn sich birgt in seine Falten.
Ich will dir wohl, erfreut doch, daß du fern;
Und reichte meine Stimme bis zu dir,
Ich riefe grüßend: Gute Nacht!

    


Moderne Monologe zum Vorsprechen: 
Monologe für Frauen / Schauspielerinnen 

Rolle: Cornelia 
Stück: Verliebtes Gespenste / Die geliebte Dornrose
Autor: Andreas Gryphius 

Erscheinungsjahr: 1660 
Originalsprache: Deutsch 


Szene: Der Ander Auffzug. Jn dem Lust-Garten. 

Cornelia und Chloris. 

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CORNELIA:
1. Forscht iemand wie in ein Gemütte /
Die strenge Macht der Libe wütte;
Der schau auff mich so wird er finden /
Wie sie die Sinnen könne binden /
Wie sie die Bande könn entschlissen.
Den anderswerts Wald / See und Lüffte folgen müssen.
2. Sie reitzet mich nach dem zu sehen /
Der ehr es schätzt mich zu verschmähen!
Sie zwänget mich nach allen Schätzen /
Auch selbst mein Blut hindanzusetzen!
Jndem / weil ich in ach verschwinde /
Jch leider eifern muß mit meinem libsten Kinde.
3. Cornelie kanst du denn leiden!
Kan dir das Hertze nicht durchschneiden?
Daß deine Tochter gantz verblühet /
Die Mutter nicht an Mutter sihet!
Weil du ihr diß zu nehmen ringest.
Wordurch du dich in Lust / sie ins Verterben bringest.
4. Wie! opffer ich mein Kind den Schmertzen /
Vor den / der mich schleust aus dem Hertzen?
Ach ja! er lern' hiraus erkennen /
Wie feurig dise Geister brennen:
Die alles / ja ihr Blutt auffsetzen
Vmb einig sich mit ihm auff ewig zu ergetzen.
5. Jch libe beyd / doch ich verstehe /
Daß eigne Libe voran gehe /
Drumb ich denn schuldig mich zu mühen /
Vnd meinem Kinde vorzuziehen.
Doch Chloris ist von mir gebohren;
Vnd wird vor den der frembd und mein nicht acht verloren!
6. Ach nein! sie hindert mein Verlangen!
Sie hat die Seele hintergangen /
Die / wann sie nicht von ihr bethöret /
Mein freundlichst locken längst gehöret!
Vnd solt ich dann vor Tochter schätzen /
Die jhre Mutter mehr denn feindlich kan verletzen?
7. Was schaw ich! ruht sie in dem Grunde?
Mit in die Schoß gesencktem Munde?
Die Wangen gantz betaut mit Thränen?
Wie still ich ihr betrübtes sehnen?
Was thu ich! ob ich sie erwecke!
Sie scheust auff! hört / was doch ihr träumend Geist entdecke.
[...] Weh mir! was unbesinnte Sinnen!
Kan Kindes-neigung so zerrinnen!
Was sorg ich vil denn zu betrachten /
Die mich nicht wil vor Mutter achten?
Doch straffe hab ich schon in Händen:
Wenn ich sein Liben kan von dir auff mich abwenden.

    


Moderne Monologe zum Vorsprechen: 
Monologe für Frauen / Schauspielerinnen 

Rolle: Chloris 
Stück: Verliebtes Gespenste / Die geliebte Dornrose
Autor: Andreas Gryphius 

Erscheinungsjahr: 1660 
Originalsprache: Deutsch 


Szene: Der Ander Auffzug. Jn dem Lust-Garten. 

Chloris und Cornelia. 

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CHLORIS :
1. Rinnt bittre Thränen rinnt!
Hat iemals wer ersinnt!
Daß eine Mutter könt ihr Kind so hindan setzen /
Vnd auff den Tod verletzen?
2. Wo ist diß je erhört /
Daß die so hoch versehrt.
Der ich das Leben hab / und was ich bin / zu dancken!
Kan Mutter-Treue wancken?
3. Ach! sie wanckt nur zu vil!
Die vor sich selbst diß wil.
Was das Verhängnüß mir hat einig ausersehen!
Jsts denn umb mich geschehen!
4. Ja freilich! ach ich sol /
(Auff daß der Mutter wohl)
Mich in das tiffste Weh und schwerste Leid versencken
Diß heist mit Gallen träncken!
5. Was ist es / werthe Fraw /
Das sie begehrt? Sie traw /
Jch bin bereit vor sie diß Seelchen hin zu geben!
Zu sterben vor ihr Leben!
6. Nur dieses kommt zu schwer!
Sie wüntscht was ich begehr.
Sie nimmt mir was ich lib und auff den Tod sie hasset!
O besser längst erblasset!
7. Wann der Sie schätzen könt;
Dem leider sie nicht gönt.
Was er so embsig sucht: Wolt ich mich überwinden.
Vnd in die Sache finden.
8. So aber / ach! so seh
Jch nicht wie uns gescheh /
Sie ehrt was vor ihr fleucht / umb was sie libt zu kräncken.
Wo soll ich hin mich lencken?
9. Gehorsam / Lib / und Ehr /
Bestreiten mich zwar sehr.
Doch Lib hat längst mein Hertz in den Besitz genommen.
Da die zu spat ankommen!
10. Halt an geschwinde Bach!
Laß von dem rauschen nach!
Biß ich die traute Schrifft noch einmahl übersehe
Vnd Nymphen euch anflehe:
11. Die jhr umb dises Thal
Die raue Libes-Qval
Vnd ungeheuren Zwang (so wie man mir gesaget)
Nicht einmal habt beklaget.
(Sie setzet sich nider / liset und entschläft.)

    


Moderne Monologe zum Vorsprechen: 
Monologe für Männer / Schauspieler 

Rolle: Rattengift 
Stück: Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung 
Autor: Christian Dietrich Grabbe 

Erscheinungsjahr: 1822 
Originalsprache: Deutsch 


2. Akt, 2. Szene

Rattengift allein in seinem Zimmer 

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RATTENGIFT: (sitzt an einem Tische und will dichten) Ach, die Gedanken! Reime sind da, aber die Gedanken, die Gedanken! Da sitze ich, trinke Kaffee, kaue Federn, schreibe hin, streiche aus, und kann keinen Gedanken finden, keinen Gedanken! – Ha, wie ergreife ichs nun? Halt, halt! was geht mir da für eine Idee auf? – Herrlich! göttlich! eben über den Gedanken, daß ich keinen Gedanken finden kann, will ich ein Sonett machen, und wahrhaftig dieser Gedanke über die Gedankenlosigkeit, ist der genialste Gedanke, der mir nur einfallen konnte! Ich mache gleichsam eben darüber, daß ich nicht zu dichten vermag, ein Gedicht! Wie pikant! wie originell! (Er läuft schnell vor den Spiegel.) Auf Ehre, ich sehe doch recht genial aus! (Er setzt sich an einen Tisch.) Nun will ich anfangen! (Er schreibt.)

(Sonett)

Ich saß an meinem Tisch und kaute Federn,
So wie – –

Ja, was in aller Welt sitzt nun so, daß es aussieht wie ich, wenn ich Federn kaue? Wo bekomme ich hier ein schickliches Bild her? Ich will ans Fenster springen und sehen, ob ich draußen nichts Ähnliches erblicke! (Er macht das Fenster auf und sieht ins Freie.) Dort sitzt ein Junge und kackt – Ne, so sieht es nicht aus! – Aber drüben auf der Steinbank sitzt ein zahnloser Bettler und beißt auf ein Stück hartes Brot – Nein, das wäre zu trivial, zu gewöhnlich! (Er macht das Fenster wieder zu und geht in der Stube umher.) Hm, hm! fällt mir denn nichts ein? Ich will doch einmal alles aufzählen, was kauet. Eine Katze kauet, ein Iltis kauet, ein Löwe – Halt! ein Löwe! – Was kauet ein Löwe? Er kauet entweder ein Schaf, oder einen Ochsen, oder eine Ziege, oder ein Pferd – Halt! ein Pferd! – Was dem Pferde die Mähne ist, das ist einer Feder die Fahne, also sehen sich beide ziemlich ähnlich – (jauchzend.) Triumph, da ist ja das Bild! Kühn, neu, calderonisch!

Ich saß an meinem Tisch und kaute Federn,
So wie (indem er hinzuschreibt) der Löwe, eh der Morgen grauet,
Am Pferde, seiner schnellen Feder kauet –

(Er liest diese zwei Zeilen noch einmal laut über und schnalzt mit der Zunge, als ob sie ihm gut schmeckten.)
 Nein, nein! So eine Metapher gibt es noch gar nicht! Ich erschrecke vor meiner eignen poetischen Kraft! (Behaglich eine Tasse Kaffee schlürfend.) Das Pferd eine Löwenfeder! Und nun das Beiwort »schnell«! Wie treffend! Welche Feder möchte auch wohl schneller sein als das Pferd? – Auch die Worte »eh der Morgen grauer!« wie echt homerisch! Sie passen zwar durchaus nicht hieher, aber sie machen das Bild selbstständig, machen es zu einem Epos im kleinen! – O, ich muß noch einmal vor den Spiegel laufen! (Sich darin betrachtend.) Bei Gott, ein höchst geniales Gesicht! Zwar ist die Nase etwas kolossal, doch das gehört dazu! Ex ungue leonem, an der Nase das Genie! 


  1. GOTHLAND in «Herzog Theodor von Gothland»
  2. PEPEL in «Nachtasyl»
  3. NASTJA in «Nachtasyl»
  4. LUKA in «Nachtasyl» I.
  5. LUKA in «Nachtasyl» II.
  6. TATJANA in «Die Kleinbürger»
  7. HELENA in «Die Kleinbürger»
  8. MIRANDOLINA in «Mirandolina»
  9. TRUFFALDINO in «Der Diener zweier Herren» II.
  10. TRUFFALDINO in «Der Diener zweier Herren» I.
  11. AGAFIA TICHONOWNA in «Die Heirat»
  12. OSSIP in «Der Revisor»
  13. TORQUATO TASSO in «Torquato Tasso»
  14. LEONORE in «Torquato Tasso»
  15. STELLA in «Stella»
  16. FERNANDO in «Stella»
  17. PHORKYAS in «Faust - Teil 2»
  18. HELENA in «Faust - Teil 2» II.
  19. HELENA in «Faust - Teil 2» I.
  20. VALENTIN in «Faust - Teil 1»
  21. MEPHISTOPHELES in «Faust - Teil 1» II.
  22. MEPHISTOPHELES in «Faust - Teil 1» I.
  23. MARGARETE (GRETCHEN) in «Faust - Teil 1»
  24. LIESCHEN in «Faust - Teil 1»
  25. GRETCHEN (MARGARETE) in «Faust - Teil 1» IV.
  26. GRETCHEN (MARGARETE) in «Faust - Teil 1» I.
  27. GRETCHEN (MARGARETE) in «Faust - Teil 1» II.
  28. GRETCHEN (MARGARETE) in «Faust - Teil 1» III.
  29. FAUST in «Faust - Teil 1» IV.
  30. FAUST in «Faust - Teil 1» III.
  31. FAUST in «Faust - Teil 1» II.
  32. FAUST in «Faust - Teil 1» I.
  33. DER SCHÜLER in «Faust - Teil 1»
  34. OREST in «Iphigenie auf Tauris»
  35. IPHIGENIE in «Iphigenie auf Tauris» III.
  36. IPHIGENIE in «Iphigenie auf Tauris» I.
  37. IPHIGENIE in «Iphigenie auf Tauris» II.
  38. KLÄRCHEN in «Egmont» II.
  39. KLÄRCHEN in «Egmont» I.
  40. EGMONT in «Egmont»
  41. BRACKENBURG in «Egmont»
  42. EUGENIE in «Die natürliche Tochter»
  43. SÖLLER in «Die Mitschuldigen»
  44. SOPHIE in «Die Mitschuldigen»
  45. ALCEST in «Die Mitschuldigen»
  46. CLAVIGO in «Clavigo» II.
  47. CLAVIGO in «Clavigo» I.
  48. CARLOS in «Clavigo»
  49. SOPHONISBE in «Sophonisbe»
  50. MEDEA in «Medea» III.
  51. MEDEA in «Medea» II.
  52. MEDEA in «Medea» I.
  53. JASON in «Medea»
  54. DIE AMME in «Medea»
  55. IPHIGENIE in «Iphigenie in Aulis»
  56. KLYTÄMNESTRA in «Iphigenie in Aulis»
  57. PHAIDRA in «Hippolytos»
  58. HIPPOLYTOS in «Hippolytos»
  59. DIE AMME in «Hippolytos»
  60. HELENA in «Helena» II.
  61. HELENA in «Helena» I.
  62. TEIRESIAS in «Die Bakchen»
  63. AGAUE in «Die Bakchen»
  64. DER BOTE in «Die Bakchen»
  65. ODYSSEUS in «Der Kyklop»
  66. DIE DIENERIN in «Alkestis»
  67. ALKESTIS in «Alkestis»
  68. ADMETOS in «Alkestis»
  69. MARIA STUART in «Maria Stuart in Schottland»
  70. RASUMICHIN in «Schuld und Sühne»
  71. MARMELADOW in «Schuld und Sühne»
  72. WARWARA PETROWNA in «Die Dämonen»
  73. PIOTR STEPANOWITSCH in «Die Dämonen»
  74. DER MANN in «Der Traum eines lächerlichen Menschen»
  75. DON RODRIGO in «Der Cid»
  76. DON DIEGO in «Der Cid»
  77. DIE INFANTIN in «Der Cid» II.
  78. DIE INFANTIN in «Der Cid» I.
  79. CHIMENE in «Der Cid»
  80. SANCHO PANZA in «Don Quijote»
  81. DOROTEA in «Don Quijote»
  82. DON QUIJOTE in «Don Quijote»
  83. ANDRES in «Don Quijote»
  84. ALICE in «Alice im Wunderland»
  85. ISABEL in «Der Richter von Zalamea» II.
  86. ISABEL in «Der Richter von Zalamea» I.
  87. CRESPO in «Der Richter von Zalamea»
  88. ROSAURA in «Das Leben ein Traum» II.
  89. ROSAURA in «Das Leben ein Traum» I.
  90. SIGISMUND in «Das Leben ein Traum» IV.
  91. SIGISMUND in «Das Leben ein Traum» III.
  92. SIGISMUND in «Das Leben ein Traum» II.
  93. SIGISMUND in «Das Leben ein Traum» I.
  94. CLARIN in «Das Leben ein Traum»
  95. BASILIUS in «Das Leben ein Traum»
  96. DON LUIS in «Dame Kobold»
  97. ANGELA in «Dame Kobold»
  98. MYRRHA in «Sardanapal»
  99. RAPHAEL in «Himmel und Erde»
  100. JAPHET in «Himmel und Erde»
  101. AHOLIBAMAH in «Himmel und Erde» II.
  102. AHOLIBAMAH in «Himmel und Erde» I.
  103. LUCIFER in «Cain»
  104. EVA in «Cain»
  105. CAIN in «Cain»
  106. ADAH in «Cain»
  107. WOYZECK in «Woyzeck»
  108. MARIE in «Woyzeck»
  109. LEONCE in «Leonce und Lena» II.
  110. LEONCE in «Leonce und Lena» I.
  111. LENA in «Leonce und Lena»
  112. ST. JUST in «Dantons Tod»
  113. ROBESPIERRE in «Dantons Tod»
  114. MARION in «Dantons Tod»
  115. LUCILE in «Dantons Tod» II.
  116. LUCILE in «Dantons Tod» I.
  117. DANTON in «Dantons Tod»
  118. BECKMANN in «Draußen vor der Tür» II.
  119. BECKMANN in «Draußen vor der Tür» I.
  120. ROSEL in «Doktor Faust's Mantel» II.
  121. ROSEL in «Doktor Faust's Mantel» I.
  122. MEISTER STABERL in «Die Bürger in Wien» II.
  123. MEISTER STABERL in «Die Bürger in Wien» I.
  124. CHOR DER FRAUEN in «Lysistrate»
  125. DER WURSTHÄNDLER in «Die Ritter»
  126. STREPSIADES in «Die Wolken»
  127. ETEOKLES in «Die Sieben gegen Theben»
  128. DANAOS in «Die Schutzflehenden»
  129. DER BOTE in «Die Perser»
  130. ATOSSA in «Die Perser»
  131. ORESTES in «Die Orestie: Die Eumeniden» I.
  132. ORESTES in «Die Orestie: Die Eumeniden» II.
  133. ATHENE in «Die Orestie: Die Eumeniden»
  134. ORESTES in «Die Orestie: Die Choephoren»
  135. ELEKTRA in «Die Orestie: Die Choephoren» II.
  136. ELEKTRA in «Die Orestie: Die Choephoren» I.
  137. DIE AMME in «Die Orestie: Die Choephoren»
  138. KLYTAIMESTRA in «Die Orestie: Agamemnon» III.
  139. KLYTAIMESTRA in «Die Orestie: Agamemnon» II.
  140. KLYTAIMESTRA in «Die Orestie: Agamemnon» I.
  141. KASSANDRA in «Die Orestie: Agamemnon» II.
  142. KASSANDRA in «Die Orestie: Agamemnon» I.
  143. DER WÄCHTER in «Die Orestie: Agamemnon»
  144. AIGISTHOS in «Die Orestie: Agamemnon»
  145. AGAMEMNON in «Die Orestie: Agamemnon»
  146. IO in «Der gefesselte Prometheus» II.
  147. PROMETHEUS in «Der gefesselte Prometheus»
  148. IO in «Der gefesselte Prometheus» I.

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