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DIE WEBER 
von Gerhart Hauptmann
Regie: Armin Petras 
Premiere: 2. Februar 2018 
Schauspiel Köln 

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Die WeberZum Inhalt: Mitte des 19. Jahrhunderts in einem kleinen Ort in Schlesien: Die Lebensbedingungen der ansässigen Weber verschlechtern sich zusehends. Durch die Mechanisierung und Industrialisierung gehen Arbeitsplätze verloren, und die, die noch Arbeit haben, müssen sich dankbar schätzen und sind der Willkür des Fabrikanten Dreißiger ausgeliefert. Lohnkürzungen, katastrophale Arbeits- und Lebensbedingungen, Krankheit und Armut sind die Folge. Unter den Webern herrschen Resignation und Verzweiflung, aber auch blanke Wut. Zu verlieren gibt es nichts, und so entzündet sich eine Stimmung des Aufbegehrens, die zum Aufstand wird. 

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CLOCKWORK ORANGE
nach dem Roman von Anthony Burgess
Regie: Charlotte Sprenger 
Premiere: 18. Januar 2018 
Theater der Keller, Köln

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Die WeberZum Inhalt: Wenn ein Mensch nicht wählen kann, hört er auf, Mensch zu sein.
Alex und seine Droogs versetzen die Stadt in Angst und Schrecken. Sie überfallen beliebig wehrlose Opfer, vergewaltigen Frauen, bekriegen sich mit anderen Gangs. Die Gewalt ist für Alex Spaß und Genuss, das geraubte Geld Nebensache.
In seinem Kultbuch aus dem Jahre 1962 stellt Anthony Burgess eine Lösung zur Disposition, ebenso effektiv wie bedrohlich nah an gegenwärtigen Möglichkeiten: Was spricht dagegen, Gewaltbereitschaft einfach medizinisch zu unterbinden, wenn es machbar ist?

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HOOL 
nach dem Roman von Philipp Winkler
Regie: Nuran David Calis 
Premiere: 15. Dezember 2017 
Schauspiel Köln
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Zum Inhalt: Heiko ist Hooligan. Seine Freunde Jojo, Ulf und Kai auch. Regelmäßig fahren sie zu arrangierten Treffen, um sich mit Hools aus anderen Städten zu prügeln. Geschunden, adrenalingestärkt und glücklich kehrt die Truppe nach den Schlägereien zurück nach Hause. Das ist das Umland Hannovers, wo sein Alkoholiker-Vater und die neue thailändische Frau Mie wohnen und Heikos Onkel Axel das zwielichtige Wotan Boxing Gym betreibt. Doch die eigentliche Familie sind die Kumpels, mit denen Heiko in der alteingesessenen Kneipe »Timpen« abhängt. Als die Truppe eines Tages beschließt, gemeinsam nach Braunschweig zu fahren, um ein paar Fascho-Hools vor einer Kneipe aufs Maul zu hauen, nimmt die unheilvolle Geschichte ihren Lauf…

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KUNST MUSS [ZU WEIT GEHEN] 
ODER DER ENGEL SCHWIEG  
Regie: Helmut Oehring, Stefanie Wördemann 
Premiere: 9. Dezember 2017 (Uraufführung)
Oper Köln

Zum Inhalt: Zum 100. Geburtstag von Heinrich Böll entwickeln der Komponist und Regisseur Helmut Oehring und die Librettistin und Coregisseurin Stefanie Wördemann im Auftrag der Oper Köln und des Ensemble Musikfabrik ein instrumentalvokales Theater, inspiriert von einer Rede, die Heinrich Böll 1966 anlässlich der Eröffnung des Wuppertaler Schauspielhauses gehalten hat. Unter dem Postulat »Die Kunst muss zu weit gehen« äußerte er sich darin zum Verhältnis von Kunst, Politik und Gesellschaft. Dabei sprach er sich dezidiert gegen die Idee einer Kunst aus, die der Gesellschaft und den Mächtigen gefällig zu sein hat. Heinrich Bölls Prosa und Lyrik sowie seine Äußerungen zu gesellschaftspolitischen Fragen besitzen bis heute die Kraft zu polarisieren.

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ZEIT DER KANNIBALEN  
nach dem gleichnamigen Film
Regie: Heinz Simon Keller 
Premiere: 24. November 2017 
Theater der Keller, Köln
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Die WahrheitZum Inhalt: Zwei Unternehmensberater unterwegs in der Welt und doch immer nur in ihrer Berufsblase gefangen. Das Männerteam lebt in Luxushotels, trifft Kunden, führt Gespräche, die über Outsourcing, Stellenabbau und Millionenbeträge entscheiden. Sie haben alles bestens Griff. Nur die neu dazugekommene Kollegin Bianca März stört die Routine und den Aufstieg auf der Karriereleiter. Bianca zeigt Fachwissen, soziale Kompetenz und Interesse an Land und Leute, doch sie trauen weder ihr noch ihrer guten Ausbildung. Als sie davon erfahren, dass ihr Kollege Hellinger zum Teilhaber der Firma aufgestiegen ist, wird es unbequem. Dort oben wollten eigentlich sie sein. Irgendetwas läuft aus dem Ruder: Weshalb ist Bianca dem bislang gut funktionierenden Team zugeteilt worden? Hat der Chef die Frau auf sie angesetzt? Sollen auch sie jetzt ausgesourct werden? Und was passiert da draußen eigentlich wirklich? In die Komfortzone Hotelzimmer dringt die lebensbedrohliche Realität des Entwicklungslandes...

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LA TRAVIATA  
von Giuseppe Verdi
Regie: Benjamin Schad
Premiere: 15. Oktober 2017 
Oper Köln

Zum Inhalt: Jetzt! 23 Schauspieler, ein bewohntes Haus mit zehn Zimmern, Dachterrasse, Pool, Garage und bewachter Außenfront. Davor ein mysteriöser Parkplatz mit einem verlassenen Plymouth Voyager Van: Ein Innen und ein Außen, scharf getrennt durch eine Mauer aus Beton und Draht. In dem Haus und auf dem Parkplatz die Gleichzeitigkeit des Ungleichen – zahllose Szenen mit über fünfzig Figuren. Das Leben in allen Facetten: Geburt und Tod, Lachen und Tragödie, Liebe und Politik, Handeln und Stillstand, Hoffnung und Verzweiflung, Ankommen und Wegsehnen – Eruptionen von Gewalt und die Sanftmut des Friedens.
Um das Haus zieht die Prozession, die einer Kamera folgt wie einem Heiligtum. Die Kamera gewährt dem Publikum Einblicke in die Poesie des Alltags, die Unbarmherzigkeit der Krise und die Heiligkeit der Erlösung: Da ist der Mann, der Zwiebeln schneidet. Das Paar bei der Abendtoilette. Die Frau am Kiosk. Die einsame Braut. Der traurige Mann an der Hantelbank. Der Junge der auf den Bus wartet. Die frisch gebackene Mutter. Der Kriegsheimkehrer. Kurz: Die Menschen im Haus – und die vor der Tür. Gedanken, Bilder und Musik aus 5000 Jahren Kulturgeschichte. Was hält diese ganze verdammte Schöpfung und ihre zahllosen Einzelteile eigentlich immer noch zusammen?

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BILQISS
nach Saphia Azzeddine
Regie: Ulrike Janssen 
Premiere: 22. September 2017 
Theater der Keller, Köln

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Zum Inhalt: Was passiert, wenn anstelle des Imams plötzlich eine Frau die Muslime zum Morgengebet ruft? Die junge Bilqiss wagt es - und soll für diese Grenzüberschreitung gesteinigt werden. Im Zuge der Untersuchungen kommen noch weitere Vergehen ans Licht: Besitz eines Lyrikbandes, Fingernägel lackiert, Schleier nicht richtig getragen, Aubergine am Stück gekauft statt, wie wegen der phallischen Form des Gemüses vorgeschrieben, zerhackt. Bilqiss sieht das aber nicht ein und verteidigt sich vor Gericht. Obwohl das Urteil längst feststeht, ist der Richter zunehmend von ihr fasziniert und beginnt, Bilqiss in ihrer Zelle zu besuchen und mit ihr zu sprechen. Wie in der Geschichte von Scheherazade schiebt er den Zeitpunkt der Vollstreckung des Urteils immer weiter hinaus. Handyvideos von der Gerichtsverhandlung verbreiten sich unterdessen im Internet und erreichen die Öffentlichkeit. So macht sich eine amerikanische Journalistin auf den Weg, den Fall genauer zu untersuchen. Und auch sie begegnet dabei ihren eigenen Vorurteilen... 

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FIDELIO 
von Ludwig van Beethoven
Regie: Michael Hampe 
Premiere: 11. Juni 2017 
Oper Köln 

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Zum Inhalt: Florestan, der sich im Kampf für Recht und Freiheit den Gouverneur Don Pizarro zum Feind gemacht hat, ist auf dessen Betreiben hin widerrechtlich in den Kellern eines Staatsgefängnisses verschwunden. Leonore, seine Frau, schreitet zur Selbsthilfe, indem sie sich – als Mann verkleidet – eine Stellung als Gehilfe des Kerkermeisters Rocco verschafft. Dabei gelingt es ihr tatsächlich, die geplante Liquidation ihres Ehemannes zu verhindern. Nachdem die unrechtmäßigen Machenschaften Pizarros ans Licht gekommen sind und ein rechtsstaatlich gesinnter Minister in Florestan seinen tot geglaubten Freund erkannt hat, bildet ein Hohelied auf Freiheit und Gattenliebe das krönende Finale.

Ludwig van Beethovens in verschiedenen Fassungen zwischen 1805 und 1814 entstandene einzige Oper ist in musikalischer wie textlicher Hinsicht sehr idealistisch auf Weltverbrüderung und Humanität angelegt. Dabei wirft sie – in dem Nebeneinander von Musik und gesprochenen Dialogen, von ungebrochenem Pathos und unserem Wissen um die zu allen Zeiten schlimme Realität – immer wieder Fragen auf. Letztendlich lässt sich die Überlegung anstellen, ob Beethoven hier nun tatsächlich eine Oper geschaffen hat, oder – dem Camouflage-Einsatz der verkleideten Leonore in den Kerkern des Regimes vergleichbar – nicht eher eine als Oper getarnte große Freiheitssymphonie, an der sich auf ewig die Geister scheiden werden. 

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