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Bewertung und Kritik zu

RUSALKA
von Antonín Dvořák
Regie: Nadja Loschky 
Premiere: 10. März 2019 
Oper Köln 
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Zum Inhalt: Die Geschichte einer versuchten Menschwerdung und einer Sehnsucht, die sich nicht einlöst: Die Nixe Rusalka verlangt danach, Menschengestalt anzunehmen, um dem geliebten Prinzen in sein Reich folgen zu können. Den Warnungen des Wassermanns zum Trotz möchte sie ihre Naturwelt verlassen und eine Seele erlangen. Dafür ist sie nicht nur dazu bereit, alles hinter sich zu lassen, sondern auch die ihr von der Hexe Ježibaba genannte Konsequenz zu tragen: In der Menschenwelt muss sie stumm bleiben. Damit beraubt sich das Wasserwesen Rusalka nicht nur seines eigentlichen Elements, sondern auch der Möglichkeit, sich dem Prinzen zu vermitteln. Dieser erlebt sie von da an als eine Fremde, ihre Umarmung erscheint ihm kalt, und schon bald erliegt er der Verführung einer anderen Frau. In Kontakt mit der ihm fremd gebliebenen Natur der Wassernixe treten kann der Prinz nur im Moment seines Sterbens – durch den Todeskuss Rusalkas, mit dem sie ihn in die Wassertiefen zieht, um selbst als einsames Irrlicht zurückzubleiben.

Naturwelt und menschliche Zivilisation bleiben unvereinbar: Der Wunsch Rusalkas, an der Seite des Prinzen menschliches Glück zu erfahren, erfüllt sich ebenso wenig wie das romantische Verlangen des Prinzen nach der von ihm idealisierten, durch keine gesellschaftliche Einmischung beeinträchtigten Naturwelt.

Musikalische Leitung: Christoph Gedschold 
Inszenierung: Nadja Loschky 
Bühne: Ulrich Leitner 
Kostüme: Irina Spreckelmeyer 
Licht: Nicol Hungsberg 
Chorleitung: Rustam Samedov 
Dramaturgie: Yvonne Gebauer und Georg Kehren 

TRAILER


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Sehnsüchtig geliebte Fremde
  · 08.04.19
''Die Ukrainerin Olena Tokar mimt die Titelrolle schauspielerisch ansprechend mit einer leuchtkräftigen, geschmeidigen und berückenden Sopranstimme. Ihr strahlkräftig und fein timbriert vorgetragenes Lied an den Mond, in dem die Sehnsucht Rusalkas nach der Welt der Menschen ausgedrückt wird, wird zu einem facettenreichen Höhepunkt des Opernabends. Der Tenor Dmytro Popov, ebenfalls aus der Ukraine, glänzt an ihrer Seite mit klar fokussiertem, strahlkräftig-expressivem gesanglichen Verve und einer temperamentvollen Darstellung des Prinzen. Auch der Südkoreaner Samuel Youn punktet als Wassermann mit einem mal zart-sonorem und mal machvoll-raumfüllenden Bassbariton. Dalia Schaechter als Jézibaba und Adriana Bastidas-Gamboa als fremde Fürstin stehen ihren opulenten Erscheinungen in weiten Rüschenkostümen auch gesanglich mit effektvoller Dramatik in nichts nach. Ebenso sei Bariton Wolfgang Stefan Schwaiger erwähnt, der seine Nebenrolle des Hegers, der mit Vero Millers Küchenjungen das herrschaftliche Bett oder die Weiten hin zu Rusalkas Welt erkundet, ganz reizvoll spielt und auch stimmlich für klangschöne Momente sorgt. Schlussendlich lässt auch der Chor mit vortrefflichen Auftritten unter der Leitung von Rustam Samedov aufhorchen. 

Leider fokussiert die Regie etwas zu sehr den Blickwinkel Rusalkas, die beinahe immerfort auf der Bühne ist. Träume, Wunschprojektionen und Realität verschwimmen im dargestellten Geschehen des Öfteren. Neben berührende Szenen und starke Bilder treten auch holprige Momente. So überzeugt der Liebestod des Prinzen gegen Ende kaum. Stets vermag jedoch die dramatisch-sphärische Musik Dvoráks voller stimmungsvollem Farbenreichtum in das Geschehen zurückzuholen, ohne je die gesanglichen Partien zu überdecken.'' schreibt Ansgar Skoda am 7. April 2019 auf KULTURA-EXTRA
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