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Bewertung und Kritik zu

VÖGEL
von Wajdi Mouawad
Regie: Stefan Bachmann 
Premiere: 20 September 2019 
Schauspiel Köln 

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Zum Inhalt: Im Lesesaal einer Universitätsbibliothek an der amerikanischen Ostküste treffen Wahida und Eitan aufeinander. Der junge Biogenetiker mit jüdischen Wurzeln verliebt sich Hals über Kopf in die arabischstämmige Doktorandin aus New York. Für Eitans religiös-fanatischen Vater ist die Beziehung inakzeptabel. Doch Eitan kämpft gegen das schwere Erbe seiner Vorfahr*innen an: »Unseren Genen ist unser Dasein egal. Die Traumata deines Vaters stehen in deinen Chromosomen nicht geschrieben.« Auf einer Forschungsreise wird Eitan bei einem Bombenanschlag an der israelisch-jordanischen Grenzeschwer verletzt.Während er im Krankenhaus liegt, spürt Wahida seine Großmutter auf. So kommen drei Generationen aus drei Kontinenten an Eitans Krankenbett zusammen, dem gut behüteten Geheimnis der Großeltern droht die Entlarvung.

Der kanadisch-libanesische Autor Wajdi Mouawad verknüpft die Aufarbeitung komplexer Familienverhältnisse über kulturelle und genetische Abstammung mit dem Nahost-Konflikt. Zwischen Utopie und Verzweiflung zeichnet er die Wünsche und Ängste der in den Westen emigrierten Figuren nach. Eine moderne Version von ROMEO UND JULIA, auf Hebräisch, Arabisch, Englisch und Deutsch erzählt.
Nach seiner preisgekrönten Inszenierung VERBRENNUNGEN nimmt sich Stefan Bachmann zum zweiten Mal einem Stoff von Wajdi Mouawad an.
Regie: Stefan Bachmann

Bühne und Kostüme: Jana Findeklee und Joki Tewes
Komposition und musikalische Einrichtung: Gajek
Licht: Michael Gööck
Dramaturgie: Lea Goebel


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Aufgefunden, mitgenommen
  · 28.09.19
''Der Oberkracher all der nach und nach dann aufgedröselten Geschichte(n) ist wohl der, dass Bruno Cathomas als Eitans religiös-fanatisch, deutsch-jüdischer Vater David seiner Zeit von Martin Reinke als Eitans deutsch-jüdischem Großvater Etgar - konkret als dieser bei einer militärischen Aktion der israelischen Armee in einem palästinensischen Flüchtlingsager auf libanesischem Boden (gemeint ist das Massaker von Sabra und Schatilain am 16. und 18. September 1982) das überlebt habende Findelkind in einem Schuhkarton aufgefunden und mitgenommen hatte - schicksalhafter Weise, in realo also, ein Araber und kein Jude wäre; was für den "Betroffenen" in der Privatrealisierung schlicht unmöglich ist und er dann diesbezüglich einen veritabelen Gehirnschlag kriegt, der ihn (Traum-Schlussszene) als freiesten unter den freien Vögeln ins Elysium erhebt...

Geredet, durchgespielt wird also vordergründig der unauflösbare israelisch-palästinensische Dauer- und-Grund-Konflikt, der selbstverständlich immer wieder auch in dem Privaten, im "Vereinzelten", im menschheitlich Erfahrenen an sich seine Bespiegelung erfährt.

Ein tolles Stück, auch toll gesprochen (überwiegend auf Hebräisch!!!!!). Schluchzen, Weinen, Mitgefühl - mehr kann Theater wahrlich nicht an Besserem für seine Zuschauenden/Zuhörenden leisten. Standing ovations.'' schreibt Andre Sokolowski am 26. September 2019 auf KULTURA-EXTRA
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