Bewertung und Kritik zu

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DON JUAN 
von Molière
Regie: Frank Castorf
Premiere: 29. Juni 2018 
Residenztheater München
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Zum Inhalt: Ein spanischer Adliger, gleichermaßen mit sexuellem Appetit, intellektueller Finesse und moralischer Un­bekümmertheit gesegnet, streunt mit seinem geistig etwas schwerfälligen Diener durch Sizilien und reißt Frauen auf. Das ist manchmal mühseliger, manchmal ein Fingerschnippen, doch wirklich unangenehm wird es, wenn die Frauen ihn nicht ziehen lassen wollen oder  bewaffnete Brüder haben. Noch unangenehmer kann es werden, die Statue eines Toten zum Essen einzuladen. Dabei ist sein Credo doch offenkundig: "Ich habe einen natürlichen Hang, mir bei allem, was mich anzieht, kei­ne Schranken zu setzen."

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PARSIFAL
von Richard Wagner
Regie: Pierre Audi 
Premiere: 28. Juni 2018 
Bayerische Staatsoper München
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Der haarige AffeZum Inhalt: Weder Balsam noch Heilkraut kann dem vor sich hinsiechenden wundkranken Gralskönig Amfortas Linderung schenken. Komplex stellt sich der Weg zu seiner Genesung heraus. Kein Eingeweihter der Gralsgemeinschaft, nur ein Außenstehender, ein „reiner Tor“, der durch Mitleid Wissender wird, kann den Speer wiedergewinnen, der die Wunde verursacht hat, mit seiner Spitze Amfortas’ Wunde berühren und ihn somit heilen. Auf seiner Reise zur Selbsterkenntnis und zum Mittel der Erlösung wird Parsifal nicht nur vom kundigen Gralsritter Gurnemanz begleitet, sondern auch von der rätselhaften und verführerischen Kundry, die ihm die Augen für Sinnlichkeit wie auch für Übersinnliches öffnet.

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IN DEN STRASSEN KEINE BLUMEN
nach Texten von Federico García Lorca
Regie: Pınar Karabulut 
Premiere: 21. Juni 2018 
Münchner Volkstheater 

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Zum Inhalt: Fünfundzwanzig Jahre lang wartet Doña Rosita auf die Rückkehr ihres Verlobten, obwohl sie weiß, dass er nicht wiederkommen wird. Eine namenlose Braut brennt noch in der Hochzeitsnacht mit ihrem früheren Liebhaber durch – bereit, für eine einzige gemeinsame Liebesnacht zu sterben. Yermas unerfüllter Kinderwunsch verkehrt sich zum blutigen Aufschrei gegen ein Dasein, dem jeder Sinnzusammenhang versagt bleibt, und Bernarda Alba hat ihre Kinder in den eigenen vier Wänden lebendig begraben.
Es ist eine Welt der Frauen, die Federico García Lorca in seinen „Tragischen Gedichten“ beschreibt, die eine patriarchale Ordnung über Generationen hinweg verinnerlicht hat. Angetrieben von unerfüllten Begierden und erstickten Leidenschaften versuchen seine Protagonistinnen immer wieder auszubrechen, sich zu widersetzen, und scheitern doch an den Mauern erstarrter sozialer Konventionen und heuchlerischer Moral. „In den Straßen keine Blumen“ verbindet das Schicksal der Lorca´schen Frauen zu einem Kaleidoskop des Protests gegen ein System, das, längst als tot entlarvt, nur mehr künstlich am Leben gehalten wird. In dieser Künstlichkeit kann nichts wachsen. Keine Blume. Kein Kind. Keine Liebe. Keine Zukunft. Lorcas Heldinnen vereinen sich dort, wo sie Jahrhunderte nicht erwünscht waren: auf der Straße!

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JEDEM DAS SEINE - EIN MANIFEST
von August Strindberg
Regie: Marta Górnicka 
Premiere: 28. Mai 2018 
Münchner Kammerspiele 

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Zum Inhalt: Der Titel „Jedem das Seine“ steht für die Gefahr faschistischer Mechanismen, die, wenn auch in anderer Form, wieder oder immer noch existieren oder wieder zuzunehmen drohen.
Der aus der Antike stammende Ausdruck, der sich einst auf die Rechtsprechung bezog und auf die Frage nach Gerechtigkeit gründete, erfuhr seine Pervertierung durch die missbräuchliche Verwendung der NationalsozialistInnen. Als Schriftzug über dem Eingang des Konzentrationslagers Buchenwald wurde die ursprüngliche Bedeutung in ihr Gegenteil verkehrt, um eine der nationalsozialistischen Ideologie folgende Auslegung zu manifestieren, nämlich eine entwürdigende Klassifizierung von Menschen. Der Begriff „Jedem das Seine“ wird dabei zum zynischen „Jedem das, was er verdient“ und zur brutalen Rechtfertigung des an Menschen begangenen Unrechts. 
Diese Ambivalenz und doppeldeutig kulturelle Prägung greift Marta Górnicka auf, wenn sie fragt, inwiefern es – nach dieser auf dem europäischen Kontinent wohl am tiefgreifendsten historischen Zäsur des vergangenen Jahrhunderts –gelungen ist, eine neue gerechtere Weltordnung zu schaffen. 

Weiterlesen: Jedem das Seine. Ein Manifest

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3.2
Durchschnittsnote aller Stücke
5 3
4 11
3 19
2 5
1 2
Kritiken: 24
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