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KABALE UND LIEBE
nach Friedrich Schiller
Regie: Jo Fabian 
Premiere: 14. Oktober 2018
Staatstheater Cottbus 

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Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo UiZum Inhalt: Ferdinand liebt Luise – glühend und auf die Erfüllung seines individuellen Glücks hoffend. Auch Luise liebt Ferdinand. Überschwänglich, doch weniger naiv. Denn Ferdinand ist der Sohn des Präsidenten von Walther und somit adelig, Luise jedoch ist „bloß“ die Tochter eines bürgerlichen Musikus’. Was in unserer heutigen Welt – einhundert Jahre nach der offiziellen Abschaffung des Adels in Deutschland – kein Problem mehr darstellt, war zu Schillers Zeiten noch eine gelebte Provokation. Mehr als das: Schiller führt in seinem stürmisch-drängenden Drama exemplarisch vor Augen, wie die Liebe eines jugendlichen Paares in einer Gesellschaft, in der sich das persönliche Gefühl, der Verstand und die Ideale des Humanismus einem absolutistischen System unterordnen müssen, zur unlebbaren Utopie gerät und mit allen Mitteln der höfischen Intrige grausam bekämpft wird. Als einzigen Ausweg sieht Ferdinand nur den Freitod. Was für eine tragische Geschichte!

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ALICE IM WUNDERLAND
Tanzstück nach Lewis Carroll
Choreografie: Torsten Händler 
Premiere: 22. September 2018
Staatstheater Cottbus - Ballett
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Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo UiZum Inhalt: Lewis Carrolls Buch „Alice im Wunderland“ erschien erstmals 1865. Es ging hervor aus einer Geschichte, die der Autor 1862 der zehnjährigen Alice Liddell und ihren Schwestern erzählt hatte. Carroll überließ sich beim Erfinden der freien Folge seiner Assoziationen, ohne vorgefertigten Plan. Seitdem haben nicht nur Kinder ihre Freude an den Begebenheiten rund um Alice, die in ein Kaninchenloch fällt und unter der Erde die seltsamsten Abenteuer erlebt. Die skurrile Reise steckt voller satirischer Hinweise auf Personen und Zustände der damaligen Zeit. Häufig spielte Carroll in ihnen mit den Gesetzen der Logik.
Alices kuriose Welt regte die Phantasie vieler Menschen an. Im Bereich der Kunst zeugen davon zahlreiche Umsetzungen und Bearbeitungen dieses Klassikers für den Film, für die Oper, die Schauspielbühne und für den Tanz. Da „Alice im Wunderland“ nicht zuletzt durch seinen Schreibstil und die verblüffenden Wortspiele verzaubert, ist eine Adaption für den Tanz gar nicht so naheliegend. Andererseits finden sich sehr unterschiedliche Episoden an die ein Choreograf anknüpfen kann.

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DAS SPARSCHWEIN
von Eugène Labiche
Regie: Jörg Steinberg 
Premiere: 26. Mai 2018 
Staatstheater Cottbus
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Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo UiZum Inhalt: Die engagierten und honorigen Bürger eines kleinen Provinzstädtchens haben einen Gesangsverein gegründet und treffen sich wöchentlich zum Spieleabend. Dabei zahlen die Verlierer ungern, aber notgedrungen in das vereinseigene Sparschwein ein. Nun ist der große Tag gekommen – das Sparschwein ist voll und soll umgehend für einen gemeinsamen Zweck geschlachtet werden. Nach einer hitzigen Debatte einigt man sich auf ein Ziel: einen Tagesausflug in die Hauptstadt! Doch von der Reise erwartet jeder insgeheim etwas Anderes … Im prallen Großstadtle­ben erlebt die Reisegesellschaft schließlich ihr blaues Wunder: Hauptstadt-Blasiertheit trifft auf Provinz-Borniertheit. Die Ereignisse überschlagen sich, die Reisegruppe gerät in die Fänge von ihresgleichen, wird entsprechend ausgenommen und am Ende, reichlich lädiert, wieder ausgestoßen.

Eugène Marin Labiche (1815-1888) schrieb über 175 Lustspiele, Possen und Farcen und gilt bis heute als König der Vaudeville-Komödie. Für seine dem bürgerlichen Milieu entstammenden Figuren hielt er stets allerhand überraschende Verwicklungen bereit. In DAS SPARSCHWEIN geht der Spaß jedoch über harmlosen Spott hinaus: Lustvoll und auch ein wenig grausam führt Labiche vor, wie die heillosen Provinzler mit ihrem naiven Übermut in der Großstadt ordentlich auf die Nase fallen, am Ende aber gerade eben noch mit heiler Haut davonkommen. Denn bevor sich die Provinzler um den letzten Cent aus der Gemeinschaftskasse zu raufen beginnen, rettet ein Nachzügler – der zu spät angereiste Felix – seine Freunde aus der Gosse!

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TERRA IN COGNITA 
Choreografisches Figurentheater
Regie: Jo Fabian
Premiere: 27. Januar 2018 
Staatstheater Cottbus

Zum Inhalt: Die Inszenierung Jo Fabians ist der Versuch, die Entwicklungsgeschichte der Menschheit in drei Bildern zu erzählen. Für das Große Haus entwarf der Regisseur, Bühnenbildner, Videokünstler und Choreograf drei gleichnishafte, bildgewaltige Bühnenräume, in denen das Schauspielensemble und ein Musiker exemplarische Formen menschlichen Zusammenlebens gestalten. Acht Wochen lang erforschten die Schauspielerinnen und Schauspieler den Zustand der menschlichen Seele, arbeiteten sich ab an historischen Figuren und widmeten sich beispielhaft wirkenden Verhaltensmustern. So entstand ein kunstvoller Blick auf die Menschheitsgeschichte und ihr Potenzial für die Zukunft.

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DIE VERWANDLUNG
nach der Erzählung von Franz Kafka
Regie: Ronny Jakubaschk
Premiere: 17. Februar 2018 
Staatstheater Cottbus
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Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo UiZum Inhalt: Im Hause Samsa herrscht blankes Entsetzen, seit sich Sohn Gregor eines Morgens in ein riesiges Insekt verwandelt in seinem Bett wiedergefunden hat. Bisher hatte Gregor die Existenz seiner Eltern und auch die seiner Schwester Grete durch seine Arbeit als Vertreter für Tuchwaren gesichert. Dabei war er seiner Tätigkeit mit großer Gewissenhaftigkeit nachgegangen, seine eigenen Bedürfnisse stets zurückstellend. Steht die Familie zunächst unter Schock, versuchen die Familienangehörigen, das Dienstmädchen und der unverzüglich in der väterlichen Wohnung erscheinende Prokurist, so gut es ihnen möglich ist, mit der veränderten Situation umzugehen. Doch je mehr Zeit vergeht und je größer die existenzielle Not wird, stellt sich immer dringlicher die Frage, in wie weit ein „normales“ bürgerliches Leben mit dem im Nebenzimmer hausenden, immer fremder erscheinenden „Untier“ überhaupt noch möglich ist. Als das schamvoll verborgene Geheimnis der Familie eines Tages offenbar wird, scheint die Situation unhaltbar zu sein. Doch bevor die Betroffenen eine folgenschwere Entscheidung treffen, erzählen sie rückblickend und sich rechtfertigend die Geschichte dieser merkwürdigen Metamorphose, die eine existenzielle Veränderung ihrer aller Lebensumstände erzwingt.

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DER AUFHALTSAME AUFSTIEG DES ARTURO UI
von Bertolt Brecht
Regie: Malte Kreutzfeldt 
Premiere: 27. Januar 2018 
Staatstheater Cottbus
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Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo UiZum Inhalt: Wirtschaftskrise in Chicago. Die Geschäftsleute des Karfiol­trusts finden keinen Absatz mehr für Blumenkohl und anderes Gemüse. Verzweifelt suchen sie nach Auswegen aus der Misere. Da erscheint mit Arturo Ui eine Person auf der politischen Spielfläche, deren Weg tief unten in der Bronx begann und deren Markenzeichen ein faszinierendes Charisma, der Browning sowie eine Truppe harter Jungs sind. Arturo Ui weiß die Ängste der anderen für eigene Ziele zu nutzen, agiert mit subtilen Taktiken der Verführung, mit offener Bedrohung und blutiger Gewaltausübung. Ui schafft sich Rückhalt im Karfioltrust, erzwingt die Fürsprache der integersten Person der Stadt, erpresst Schutzgelder von kleinen Gemüsehändlern, manipuliert die Justiz und schaltet Widersacher radikal aus. – Gibt es Situationen oder Konstellationen, die Arturo Ui‘s Aufstieg aufhalten können? Wie ist es mit Widerstand bestellt in einer Gesellschaft, in der in allen Bereichen Eigeninteressen im Vordergrund stehen?

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DAS BRENNENDE AQUARIUM 
nach Ronald D. Laing
Regie: Angelika Zacek, Matthias Horn, Max Schumacher 
Premiere: 18. November 2017 
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Zum Inhalt: SIE und ER treffen in unterschiedlichen Situationen aufeinander. Zwischen ihnen entstehen kurze, witzige, meist hintergründige Dialoge, die Emotionen, Taktiken und Muster zwischenmenschlicher Kommunikation sichtbar machen. Sprache wird manchmal zur individuellen Maske, dient der Demaskierung des Gegenübers oder offenbart sich als ein bis zur Absurdität gesteigerter Versuch der Verständigung, der nicht selten missglückt. Aber SIE und ER geben nicht auf – selbst angesichts eines brennenden Aquariums!

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ONKEL WANJA  
von Anton Tschechow
Regie: Jo Fabian 
Premiere: 4. November 2017 
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Zum Inhalt: Jahrelang kümmerte sich Onkel Wanja mit seiner Nichte Sonja hart arbeitend um das Landgut seiner verstorbenen Schwester. Jede Kopeke wurde aufgespart für seinen Schwager, den Professor Alexander Wladimirowitsch Serebrjakow, der sich in der Stadt der Karriere widmete und als große Hoffnung galt. Nun ist Serebrjakow im Ruhestand und hat sich aus finanziellen Gründen mit seiner jungen zweiten Frau Jelena Andrejewna auf dem Landgut niedergelassen. Doch er entlarvt sich als ein unzufriedener Tyrann, dessen vermeintliche wissenschaftliche Leistungen ohne die geringste Nachhaltigkeit sind. Onkel Wanja bedauert zutiefst, sein Leben sinnlos aufgeopfert zu haben, und schwärmt für Jelena Andrejewna. Diese aber fühlt sich zu dem befreundeten Arzt Michaíl Lwowitsch Astrow, einem ökologischen Visionär und begeisterten Fan der russischen Wälder, hingezogen und er zu ihr. Ganz zu Sonjas Leidwesen, die wiederum insgeheim in Astrow verliebt ist. Für Augenblicke gibt jeder von ihnen der Vision eines imaginären anderen Lebens Raum. Bis Onkel Wanja in Astrow den Konkurrenten erkennt und Serebrjakow das Landgut verkaufen will. Da kommt es beinahe zur Katastrophe.

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Staatstheater Cottbus
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Lausitzer Straße 33 - 03046 Cottbus
Telefon: 0355 7824 – 100
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eventim

3.7
Durchschnittsnote aller Stücke
5 2
4 5
3 3
2 1
1 0
Kritiken: 11

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