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Jesus Christ Superstar

Bewertung und Kritik zu

JESUS CHRIST SUPERSTAR – Oper Bonn

von: Andrew Lloyd Webber und Tim Rice
Premiere: 31. Oktober 2026, Oper Bonn

Künstlerisches Team

Regie: Erik Petersen
Ausstattung: Dirk Hofacker
Mitarbeit Kostüm: Nury Stefanie Willig
Licht: Boris Kahnert
Choreografie: Sabine Arthold
Einstudierung Kinder- und Jugendchor: Ekaterina Klewitz

Besetzung

Jesus von Nazareth: Oliver Edward
Judas Iskariot: Joël Zupan
Maria Magdalena: Munja Viktoria Meier
Pontius Pilatus / Herodes: Christoph Apfelbeck
Kajaphas: Martin Tzonev
Hannas: Romeo Salazar
Petrus: Babak Malekzadeh
Simon Zelotes: Maickel Leijenhorst
Priester / Apostel: Anthony Curtis Kirby
Soul Girls: Martina Vinazza, Clarissa Anyamele, Lina Sbaita
Soulgirl / Ensemble / Cover Maria: Meltem Ürküt
Ensemble / Jünger / Soulboys: Pascal Schürken, Iman Khaleghi, Tobias Brönner

Über die Inszenierung

Mit „Jesus Christ Superstar“ kehrt eines der erfolgreichsten Rockmusicals der Theatergeschichte auf die Bühne zurück. Andrew Lloyd Webber und Tim Rice erzählen die letzten Tage im Leben Jesu aus einer modernen Perspektive und verbinden biblische Motive mit zeitgenössischer Musik, gesellschaftlicher Reflexion und großer emotionaler Intensität.

Im Mittelpunkt steht die Beziehung zwischen Jesus und Judas, deren unterschiedliche Sichtweisen die Handlung prägen. Dabei entsteht ein Musical, das weniger religiöse Verkündigung als vielmehr eine Auseinandersetzung mit Idealen, Verantwortung, Loyalität und öffentlicher Wirkung darstellt.

Erik Petersen inszeniert den Stoff als energiegeladenen Musiktheaterabend, der die Kraft der Rockmusik mit der emotionalen Wucht der Geschichte verbindet. Die Produktion legt den Fokus auf die Menschen hinter den bekannten Figuren und ihre inneren Konflikte.

Dirk Hofackers Ausstattung schafft eine moderne Theaterwelt, in der sich gesellschaftliche Dynamiken und persönliche Schicksale begegnen. Boris Kahnerts Lichtgestaltung und Sabine Artholds Choreografien verleihen dem Abend Rhythmus, Dynamik und visuelle Energie.

Mit Oliver Edward als Jesus, Joël Zupan als Judas und Munja Viktoria Meier als Maria Magdalena steht ein Ensemble auf der Bühne, das die berühmten Songs und emotionalen Konflikte des Musicals eindrucksvoll zum Leben erweckt.

Besondere Aspekte dieser Produktion

– legendäres Rockmusical von Andrew Lloyd Webber und Tim Rice
– moderne Perspektive auf die Passionsgeschichte
– starke Rock- und Popmusik
– große Ensemble- und Tanzszenen
– zeitlose Themen wie Verantwortung, Loyalität und Ideale

„Jesus Christ Superstar“ verbindet mitreißende Musik, starke Figuren und große Emotionen zu einem Musicalklassiker, dessen gesellschaftliche und menschliche Fragestellungen bis heute aktuell geblieben sind.

1 Kritik

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Verrat unter dem Eindruck des Regenbogens
1 Stunde her.
Kritik

''Munja Viktoria Meier sorgt als Maria Magdalena mit famoser Dispositionskraft in der eher maskulinen und lauten Rockoper für zärtliche Momente von Sinnlichkeit, Empathie und Erdung. Als emotionaler Anker singt die Mezzosopranistin mit sanftem, kontrolliertem Vibrato das beruhigende „Alles wird gut sein“, das trotz der unruhigen Zeiten Jesus und seinen Anhängern einen Moment des Friedens schenkt. Auch bei „Wie soll ich ihn nur lieben“ berührt ihre Figur, wenn sie von ihrer inneren Verwirrung erzählt und ihre Liebe zu Jesus ausdrückt.

Den exzentrischsten Auftritt hat Christoph Apfelbeck als König Herodes, der in einer Szene gegen Ende eine schillernde, campy Drag-Shownummer im silbrig funkelnden Paillettenkleid darbietet. Die extravagante Darbietung der Crossdressing-Diva voller Gravitas und Exaltiertheit dient als augenzwinkernd schriller, satirischer Gegenpol zur düster aufgeladenen Tragik der Passionsgeschichte. Bereits zuvor überraschte die Figur des Präfekten des römischen Kaisers, wenn diese mit dramatischem Bariton von einer düsteren Vorahnung über das Schicksal Jesu und die Schuld der Menschen singt.'' schreibt Ansgar Skoda am 5. November 2026 auf KULTURA-EXTRA

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