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Bewertung und Kritik zu

GIANNI SCHICCHI & IL TABARRO
von Giacomo Puccini
Regie: Mark Daniel Hirsch 
Premiere: 1. Januar 2018 
Theater Bonn - Oper
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Zum Inhalt: Fast 20 Jahre lang verfolgte Puccini seinen Plan, drei voneinander unabhängige Kurzopern zu einem Triptychon zusammenzufassen und an einem Abend aufzuführen. Bei der Uraufführung am 14. Dezember 1918 an der Metropolitan Opera in New York gelangten schließlich drei Werke auf die Bühne, die auf den ersten Blick beinahe provozierend unterschiedlich wirken, in ihrer auf die Spitze getriebenen äußersten Verdichtung jedoch einen ganz eigenen, faszinierenden Blick auf das Schaffen Puccinis erlauben: IL TABARRO, ein sozialkritisches Drama im Milieu der Pariser Seine-Schiffer, SUOR ANGELICA, die tragische Geschichte einer Nonne, sowie die meisterhafte Komödie GIANNI SCHICCHI, in deren Mittelpunkt die Figur aus einer Episode aus Dantes Inferno steht. Im Verlauf der Aufführungsgeschichte von Puccinis IL TRITTICO wurden die Werke allerdings immer wieder auch in anderen Kombinationen realisiert. Für Aufführungen im Rahmen unserer Reihe mit konzertanten Opern bieten sich freilich die Schelmenkomödie um die betrogenen Möchtegernbetrüger und der verknappte Eifersuchtskrimi um den alternden Schiffseigner und seine junge Ehefrau, insbesondere in der Zweierkombination, als geradezu ideal an.

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Musikalische Leitung: Jacques Lacombe
Regie: Mark Daniel Hirsch

Licht: Friedel Grass
Choreinstudierung: Marco Medved
Inspizienz: Tilla Foljanty


TRAILER


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0 von 1 Personen fanden die Kritik hilfreich
Erbschleicher, Ehebruch und ein Evergreen
  · 04.01.18
''Es ist ein Genuss zu sehen, wie sich die Verwandten des Buoso Donati gegenseitig anstacheln und Gianni Schicchi mehr und mehr an Macht gewinnt. Familienmitglieder schmettern und trillern ehrgeizig, konkurrieren miteinander, und plötzlich wird Schicchi reihum umgarnt. Bassbariton Renatus Mészár gibt den Titelhelden als geschickt kalkulierenden, geistreichen und wagemutigen Lebemann mit einer durchdringend ehrerbietigen Bassbaritonstimme. Den wohl dankbarsten Auftritt hat jedoch die südkoreanische Sopranistin Sumi Hwang, die in der Rolle der Lauretta die berühmte Arie „O mio babbino caro (O mein lieber Papa)“ – einen Bittgesang an den Vater - strahlend, mit zartem Schmelz in der Stimme und fein timbriert meistert und so der Oper zu einem emotionalen Ruhepunkt verhilft. 

*

Weniger heiter ist der zweite Einakter des Abend: Puccinis Il Tabarro, frei nach Didier Golds Stück La Houppelande von 1910. Der Schiffer Marcello und seine Frau Giorgetta haben ihr Kind verloren. Giorgetta möchte der engen Welt auf dem Schiff entfliehen und träumt von einem Leben in der Stadt, wo sie und auch einer der Löscher, Luigi, aufgewachsen sind. Heimlich pflegt sie eine Liebesbeziehung mit Luigi, der Marcello bald auf die Spur kommt. 

Die kanadische Sopranistin Yannick-Muriel Noah mimt die Giorgetta im Bühnenzentrum thronend schwermütig und verhärmt als gebrochene Figur. Nur sich eröffnende Duette mit Anderen verraten etwas von ihrer früheren Lebenslust. Der georgische Tenor George Oniani sorgt in seiner Rolle Luigis schließlich für Gänsehaut-Feeling, wenn er sehnsuchtsvoll, eindringlich und impulsiv ein glücklicheres Dasein in wildem Kolorit zeichnet.'' schreibt Ansgar Skoda am 4. Januar 2018 auf KULTURA-EXTRA
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