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Bewertung und Kritik zu

ELEKTRA
von Richard Strauss
Regie: Enrico Lübbe 
Premiere: 10. März 2019 
Theater Bonn - Oper 

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Zum Inhalt: Atreus, König von Mykene, Sohn des Pelops, Enkel des Tantalos, lag in unversöhnlicher Fehde mit seinem Bruder Thyestes. Er wie auch Thyestes waren bereits vom Vater Pelops verflucht worden wegen der Ermordung des gemeinsamen Halbbruders Chrysippos – und mit ihren Untaten zeugte sich der Fluch fort. Atreus servierte dem Thyestes dessen drei Söhne als Gastmahl. Anhand der abgetrennten Hände und Füße, die ihm später gereicht wurden, identifizierte Thyestes seine Kinder und zeugte in Verzweiflung mit der eigenen Tochter den Rächer in Gestalt des Aegisth. Kurz nach der Geburt ausgesetzt, wurde Aegisth an den Hof des Atreus gebracht und aufgezogen. Als des Atreus’ Söhne Agamemnon und Menelaos Thyestes aufspürten und in den Kerker des Vaters warfen, sollte ihn der junge Aegisth töten. Stattdessen erschlug er Atreus, während dieser am Strand ein Dankopfer für die vermeintliche Ermordung des Bruders brachte – der Fluch setzt sich fort: Als Agamemnons Schwägerin Helena, sowohl Gattin seines Bruders als auch Schwester seiner Frau Klytämnestra, von Paris nach Troja entführt wird, beschließen die Könige Griechenlands unter Agamemnons Führung den Rachefeldzug.

Um von den Göttern günstigen Fahrtwind für die Überfahrt nach Kleinasien zu erflehen, opfert Agamemnon die erste gemeinsame Tochter mit Klytämnestra, Iphigenie, Schwester von Elektra, Chrysothemis und Orest. Die Mutter beschließt die Rache. Als Kriegsbeute aus Troja bringt Agamemnon Kassandra mit, die mit seherischen Gaben versehene Tochter des trojanischen Königs Priamos. Sie weissagt den Tod des Agamemnon, der in der Tat von Klytämnestra und ihrem Geliebten Aegisth im Bade erschlagen wird. Auch diese Mörder werden gemordet – Jahre später von Klytämnestras eigenem Sohn, Orest, angefeuert von der Tochter Elektra, die im hingeschlachteten Vater etwas anderes gesehen hat als ein fluchbeladene Monstrum. Dieses ist der kurze Abschnitt aus einer langen mythologischen Verkettung des Schreckens, den Hugo von Hofmannsthal und Richard Strauss in ihrem ersten gemeinsamen Meisterwerk auf die Opernbühne gebracht haben. 

Musikalische Leitung: Dirk Kaftan
Regie: Enrico Lübbe
Bühne: Etienne Pluss
Kostüme: Bianca Deigner
Licht: Max Karbe
Dramaturgie: Torsten Buß
Choreinstudierung: Marco Medved

TRAILER


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0 von 1 Personen fanden die Kritik hilfreich
Auf dem Müllberg rasender Rache
  · 16.03.19
''Die estonische Sopranistin Aile Asszonyi gibt in der Titelpartie eine sehr präsente, dramatische und verheißungsvoll abgründige Performance. Ihr stets tragfähiger Gesang ist facettenreich, mal weich, strahlend und dunkel gefärbt, dann wieder rasend vom leidenschaftlichen Furor getrieben. Die Amerikanerin Nicole Piccolomini mimt mit fein timbrierten, ausdrucksstarken Mezzosopran eine höchst attraktive Klytämnestra zwischen Machtwillen und schreckvoller Zerbrechlichkeit. Manuela Uhl gefällt als ängstlich-zurückgenommene, mit der tragischen Situation hadernde Chrysothemis mit leuchtendem und auch in den Zwischentönen beweglichem Sopran. Martin Tzonev gibt einen vom Schicksal getriebenen, in sich zurückgezogenen Orest mit markantem, imposant klangprächtigem Bass. Insbesondere, wenn die Geschwister einander erkennen, sorgt ihr Wechselgesang für Gänsehaut-Feeling. 

Das mit sage und schreibe 117 Instrumentalisten besetzte Orchester sorgt für fiebrig flirrende, opulent packende Klänge. Dissonante Akkorde loten Spannungen aus, es gibt kreischend Tiraden und ruppig-nervöse Spannungen. Der aufwühlend brodelnde, hochkonzentrierte Klang rotiert und vibriert stets volltönend. Die farbige Partitur von Strauss wurde somit vom Beethoven Orchester Bonn unter der musikalischen Leitung von Dirk Kraftan vorzüglich dargeboten.'' schreibt Ansgar Skoda am 15. März 2019 auf KULTURA-EXTRA
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