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Bewertung und Kritik zu

I DUE FOSCARI
von Giuseppe Verdi
Regie: Philipp Kochheim 
Premiere: 6. Mai 2018 
Theater Bonn - Oper
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Figaros HochzeitZum Inhalt: I DUE FOSCARI ist erst die sechste Oper des jungen Giuseppe Verdi, und doch zeigt das Werk schon viel von späterer Meisterschaft: große theaterwirksame Szenen, aber auch intime, lyrische Momente, und eine Tendenz, vor allem in den Finali des zweiten und dritten Aktes, einzelne musikalische Nummern zu größeren Einheiten zusammenzufügen und so die dramatische Spannung zu steigern. Auch faszinierten den Komponisten der Stoff und vor allem die handelnden Personen: Ein tragischer alter Mann – der Doge Francesco Foscari, dessen Familie durch Hass und Intrigen zerstört wird –, sein unschuldig verurteilter Sohn, ein bösartiger Gegenspieler und schließlich eine aufopfernd liebende Frau. Vor dem Ambiente des Venedig des 15. Jahrhunderts entfaltet sich ein Renaissance-Drama voller glühender Intensität und Spannung. Vorlage für Giuseppe Verdi und seinen Librettisten Francesco Maria Piave war die 1821 erschienene Tragödie THE TWO FOSCARI des englischen Dramatikers Lord Byron. Dreizehn Jahre vor SIMON BOCCANEGRA bearbeitete Verdi hier erstmals einen Dogen-Stoff, und vieles, was in späteren Werken wie RIGOLETTO oder IL TROVATORE zur Meisterschaft entwickelt ist, lässt sich in I DUE FOSCARI schon erahnen. Mit dieser Oper schließt die Oper Bonn ihren Zyklus mit frühen Verdi- Opern ab; in dieser Reihe waren zuvor GIOVANNA D’ARCO, JÉRUSALEM und ATTILA zu erleben gewesen.

Musikalische Leitung: Will Humburg 
Regie: Philipp Kochheim 

Bühne: Piero Vinciguerra 
Kostüme: Mathilde Grebot 
Licht: Max Karbe 
Choreinstudierung: Marco Medved 

TRAILER


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5.0/5 Insgesamt 1 Bewertungen (1 mit Rezension)
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Zwischen Vaterland und Vatersein
  · 25.05.18
''Dem italienische Bariton Lucio Gallo merkt man an, dass er die Verdi-Arien wie kein Zweiter beherrscht. Er verkörpert den Dogen Francesco Foscari mit einer weihevollen Eleganz, die erst langsam angesichts der persönlichen Tragödie zu bröckeln beginnt. Er paart Ausdruckskraft und Volumen mit viel Gefühl, wenn er mit seinem kräftigen baritonalen Stimmorgan von einstiger Macht und gegenwärtiger Ohnmacht erzählt. Felipe Rojas Velozo gestaltet Francescos Sohn Jacopo mit elastischer, lyrisch gefärbter und sich mühelos emporschwingender Tenorstimme, vermag jedoch kaum die Verzweiflung ob der Ungerechtigkeit der falschen Verdächtigung und dem Drang zum selbstgewählten Freitod emotional authentisch genug zu verkörpern. Anna Princeva aus St. Petersburg fesselt hingegen in der anspruchsvollen Rolle der Lucrezia mit einer starken Bühnenpräsenz. Höhensicher und kraftvoll verleiht sie ihrer Figur mit prägnantem und virtuos leuchtendem Sopran eine noble Autorität. Ihre mimisch und gestisch ausdrucksstarke Darstellung unterstreicht das emotionale Drama und sorgt für eine enorme Intensität. Der Rumäne Leonard Bernad ist als im Hintergrund fadenziehender Gegenspieler Jacopo Loredano leider nur wenig präsent, gibt jedoch mit volltönendem Bass und mit perfide hämischem Spiel pointiert einen unsympathischen, skrupellosen und gewieft-egoistischen Emporkömmling. 

Flüssige Tempi, ein sichtlich beweglicher Chor und mitreißend schwungvolles Orchesterspiel bereichern die insgesamt recht stimmungsvolle, eindringliche und temporeiche Produktin der nur selten zur Aufführung gebrachten Oper.'' schreibt Ansgar Skoda am 25. Mai 2018 auf KULTURA-EXTRA
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3.5
Durchschnittsnote aller Stücke
5 10
4 22
3 18
2 7
1 2
Kritiken: 49

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