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EVERYBODEY LOVES SOMEBODY
Liebesspiel in 2 Akten
Premiere: 6. Oktober 2018 
Kammermusiksaal Bonn

Zum Inhalt: New York im Mafia-Milieu der 40er Jahre. Zwei Profidiebe in ihrem Element. Max glaubt sich seiner ergaunerten Diamanten schon sicher, als die attraktive Jane sich seine kniffelige Vorarbeit zu Nutze macht und meint sich mit der Beute aus dem Staub machen zu können. Doch der schlitzohrige Max durchkreuzt Janes Pläne und die beiden kommen nicht mehr voneinander los. Im Spiel um Geld oder Liebe durchleben sie alle Höhen und Tiefen einer leidenschaftlichen Beziehung. So erfahren sie schließlich in einer hollywoodreifen Schlussszene, die dem ergreifendsten Opernfinale alle Ehre macht, dass der Tod nicht das Ende sein muß. 

Das neu gegründete Bonner Klassikensemble Stimmrausch verknüpft in "Everybody Loves Somebody" unvergängliche Broadwayhits der 20er- bis 80er-Jahre, wie "New York New York", "Unforgetable", "Diamonds Are A Girl's Best Friend" und „Night and Day“ zu einem szenisch und musikalisch mitreißenden Opernabend voller Leidenschaft, Wehmut, Sehnsucht und Poesie.
In einem erotisch-sinnlichen, mit schwarzem Humor garnierten Liebesspiel zeigt das Ensemble, wie aufregend und atemberaubend schön es sein kann, wenn sich zwei Opernstimmen den berüchtigtsten Songs und Balladen des Broadways annehmen.

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WER IST WALTER
von Ariane Koch 
Regie: Simone Blattner 
Premiere: 5. Oktober 2018 
Theater Bonn

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Zum Inhalt: Walter ist weg. Raus, verschwunden, ausgebrochen. Er hat alles stehen- und liegengelassen und dem gewohnten Leben den Rücken gekehrt. Zurück bleibt eine aufgewühlte Gesellschaft, die sich mit einer gänzlich neuen Situation auseinandersetzen muss: einer Leerstelle.
Wo einst Walter war, ist nun Platz für Ratlosigkeit und Ärger, aber auch für Wünsche, Hoffnungen, Utopien und sogar regelrechte Hypes, die Walter zum Helden stilisieren. Denn schließlich könnte es doch sein, dass er es geschafft hat, sich den alltäglichen Zwängen eines von Reizen überfluteten Systems zu entreißen und nun im Einklang mit der Natur lebt – weit ab vom Gehetze der Arbeitswelt, frei von Konventionen und Abhängigkeiten. Was für die einen ein Traum, ist für die anderen ein Affront. Ist Walter nun Vorbild oder Verräter? Und wenn er ohnehin nicht mehr da ist‚ ‚ist‘ er dann überhaupt noch oder hat er durch sein Verschwinden längst seine komplette Daseinsberechtigung verspielt?

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DIE ORESTIE 
von Aischylos 
Regie: Marco Štorman 
Premiere: 29. September 2018 
Theater Bonn - Schauspiel
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Zum Inhalt: Ein Familiendrama zwischen persönlichen Katastrophen, politischen Machtränkeleien und archaischem Götterfluch. Zehn Jahre sind vergangen, seit Agamemnon seine Tochter Iphigenie geopfert hat, um von den Göttern günstige Winde für seine Kriegsflotte zu erbitten. Troja ist gefallen, Agamemnon kehrt siegreich nach Argos zurück, die trojanische Seherin Kassandra als Kriegsbeute mit sich führend. Doch seine Frau Klytaimnestra sinnt auf Rache für den Mord an ihrer Tochter: Gemeinsam mit ihrem Geliebten Aigisthos erschlägt sie ihren Mann im Bad. Dem Gesetz der Blutrache folgend, verpflichten sich ihre gemeinsamen Kinder, Orest und Elektra, den Vater zu rächen und töten ihre Mutter und Aigisthos. Nun nehmen die Erinnyen, die Rachegöttinnen, die Verfolgung auf und jagen Orest nach Athen. Dort beendet die Göttin Athene den Fluch der Atriden.

Anhand des mythischen Geschehens beschreibt die einzige erhaltene antike griechische Trilogie den politischen Wandel Athens von der Tyrannis zur Demokratie. In verheißungsvollen Worten entwirft die Göttin Athene eine Zukunft, in der wir heute leben, und hält uns gleichsam aus der Vergangenheit einen Spiegel vor. Laufen wir, knappe 2500 Jahre später, nur noch durch die farbenfroh bemalten Ruinen der einstigen Utopie einer gerechteren Gesellschaft? Wachsen aus den Überresten Wut, Populismus und Angst vor dem Fremden hervor? DIE ORESTIE gibt Anlass zu fragen, wie weit es wirklich her ist mit den viel gepriesenen Errungenschaften der Aufklärung und ob und wie wir uns aus der ‚Krise der Demokratie‘ noch retten können.

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KISS ME, KATE
von Voltaire
Regie: Martin Duncan 
Premiere: 15. September 2018 
Theater Bonn - Musical
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Zum Inhalt: Die gespielten Gefühle lassen sich von den echten immer schwerer trennen, bis Fred seine Ex auf offener Szene übers Knie legt. Auch Freds Affäre mit dem Musical-Sternchen Lois Lane und Lillisgeplante Heirat mit dem Sterne-General Harrison Howell sind als Ablenkung nicht ausreichend. Als ob die Stimmung zwischen den Ex-Gatten nicht schon spannungsreich genug wäre, tauchen kurz vor Beginn der Vorstellung zwei potenzielle Show-Stopper auf: Zwei Herren aus der Halbwelt wollen einen gefälschten Schuldschein eintreiben, der auf Fred Grahams Namen lautet. Immerhin kann er sie überzeugen, dass er nur zahlen kann, wenn die Show stattfindet. Die widerspenstige Lilli wird mit Waffengewalt zum Auftritt gezwungen, und die schweren Jungs entdecken die Faszination des Theaters und Shakespeares unsterbliches Genie. Nun muss sich nur noch Lilli bis zum Ende der Vorstellung entscheiden, ob sie ihre Zukunft eher als künftige Präsidentengattin oder doch an der Seite eines verkrachten Schauspielers sieht…

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CANDIDE 
von Voltaire
Regie: Simon Solberg 
Premiere: 14. September 2018 
Theater Bonn - Schauspiel
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Zum Inhalt: Candide lebt das schönste aller Leben in der besten aller möglichen Welten. In einem wunderschönen Schloss in Westfalen, wo er als unehelicher Sohn der Schwester des Barons wohnt, lehrt ihn sein Lehrer Pangloß die philosophischen Grundsätze eines metaphysischen Optimismus. Er erklärt dem jungen Candide täglich, dass alles in der Welt zum Besten bestellt ist, alle Geschehnisse aus einem guten, vorherbestimmten Grund passieren und er sich somit – um es mit Kant zu sagen – seines eigenen Verstandes nicht zu bedienen braucht. Das Beste an Candides Welt aber ist Kunigunde, die schöne Tochter des Barons. Diese liebt er in kindlicher Naivität aufrichtig und bedingungslos. Als sie ihn eines Tages aus jugendlichem Entdeckerdrang heraus küsst, wirft ihn der Baron mit einem Tritt aus dem Schloss und die beste aller Welten beginnt zu bröckeln.

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OBERST CHABERT
von H.W. von Waltershausen, frei nach H. de Balzac
Regie: Roland Schwab 
Premiere: 17. Juni 2018 
Theater Bonn - Oper
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Zum Inhalt: Von Waltershausens Oper OBERST CHABERT wurde heute Abend erstmals in England am Covent Garden gespielt. Alles verlief reibungslos und wurde begeistert, wo nicht enthusiastisch vom sehr zahlreichen Publikum aufgenommen. - Die Kritiken bewillkommnen das Stück als aufrichtig und gekonnt mit Augenblicken starker Gefühle ... Diese Meldung war am 25. April 1913 in der New York Times zu lesen, bereits einen Tag nach der so erfolgreichen Premiere von Hermann Wolfgang von Waltershausens Oper OBERST CHABERT am Royal Opera House Covent Garden. Nach der Uraufführung am 18. Januar 1912 trat die Musiktragödie einen für einen deutschen Komponisten dieser Jahre jenseits von Richard Strauss selten dagewesenen Siegeszug an. Innerhalb kürzester Zeit war die Oper in Berlin, München, Laibach, Straßburg, Stockholm, Wien, Basel, Brünn, Budapest, London, Prag und Riga zu sehen. La Transaction, Le Comte Chabert, La Comtesse à deux maris, Le Colonel Chabert: Unter vier verschiedenen Titeln erschien Honoré de Balzacs hochemotionaler und zutiefst erschütternder Roman um den vermeintlich von den Toten auferstandenen napoleonischen Oberst Chabert, der nach vielen Jahren der Verschollenheit wieder Zutritt zu seinem wirklichen Leben begehrt. Waltershausen, als Komponist gleichermaßen versiert wie als Schriftsteller, erkannte die dramatischen Qualitäten dieses Stoffes und schrieb auf ein eigenes Libretto einen der wichtigsten Beiträge zum musikalischen Realismus in Deutschland. Seine Musik erreichte sofort ihr Publikum, Waltershausen war über Nacht ein gefeierter Komponist – bis 1933, als die Nazis ihn als Direktor der Münchner Musikakademie in den Ruhestand zwangen, erlebte seine erfolgreichste Oper weltweit 100 Inszenierungen.

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SCHLAFENDE HUNDE
von Lothar Kittstein
Regie: Stefan Rogge 
Premiere: 30. Mai 2018 
Theater Bonn - Schauspiel

Zum Inhalt: Frank Fuller, fulminanter Frank, Frank, der vogelfreie Vögler, war ein Star. Früher. In seinem Glitzeranzug hat er die großen Hallen im wilden Westen der Republik zum Kochen gebracht; Sex, Drugs und deutsche Lieder. Danni, genannt Jesus Christus, weil er „tote“ Stars ausgräbt und wiederbelebt, glaubt an sein Comeback. Für zwei oder drei Jahre sollte es reichen. Aber nur, wenn seine ehemalige Partnerin mitmacht. Am Ende einer Siedlung, in der alle Straßen gleich aussehen, der Kiosk geschlossen und der Hund begraben ist, finden sie Claudia, die damals noch fast ein Kind war und sich seit langem mit ihrem Sohn im Elternhaus nicht unbedingt komfortabel eingerichtet hat. Es sieht wahrlich nicht danach aus, aber „Ich rieche Geld“, sagt Danni. „Dieses Land wird alt, uralt, und es dreht durch, ohne Erinnerung, es braucht die alten Zeiten, was soll es machen, wenn wir die nicht füttern, diese Sehnsucht?“, sagt er. Was geschieht mit einer unter dem Sauerstoffzelt wiederbelebten Intensität im Zeitalter des Flüchtigen?

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WUT
von Elfriede Jelinek
Regie: Sascha Hawemann 
Premiere: 17. Mai 2018 
Theater Bonn - Kammerspiele
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Zum Inhalt: Über zwei Jahre ist er nun her, der Anschlag auf das französische Satiremagazin „Charlie Hebdo“ und den jüdischen Supermarkt im Osten von Paris, der zahlreiche Menschen das Leben kostete und der zum Ausgangspunkt wurde für Elfriede Jelineks wortgewaltige Gegenwartsanalyse. Ein Anschlag, der die westliche Welt tief ins Mark getroffen und das europäische Verständnis von Freiheit und Sicherheit erschüttert hat. Über zwei Jahre – doch die Wut ist geblieben, ungebrochen, gewaltiger denn je. Die Wut der Täter und der Opfer, eine Wut, die vor Urzeiten begann und sich ungebrochen im Heute entlädt, die sich fortschreibt und mit erschreckender Geschwindigkeit immer wieder aktualisiert.

Mit Philipp Basener, Johanna Falckner, Christoph Gummert, Holger Kraft, Laura Sundermann

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Am Boeselagerhof 1 - 53111 Bonn
Telefon: 0228 778008
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eventim

3.5
Durchschnittsnote aller Stücke
5 6
4 15
3 12
2 4
1 2
Kritiken: 32

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