Bewertung und Kritik zu
BYE BYE LOLITA – Cuvilliéstheater München
von: Lea Ruckpaul
Vorlage: nach dem gleichnamigen Roman von Lea Ruckpaul
Premiere: 1. Oktober 2026, Cuvilliéstheater, Residenztheater München
Künstlerisches Team
Inszenierung: Nora Schlocker
Bühne und Kostüme: Marie Caroline Rössle
Komposition: Albrecht Ziepert
Licht: Verena Mayr
Dramaturgie: Almut Wagner
Besetzung
Ensemble: Felicia Chin-Malenski, Naffie Janha, Katja Jung, Hanna Scheibe, Lisa Stiegler
Über die Inszenierung
„Bye Bye Lolita“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Lea Ruckpaul und setzt sich mit jugendlichen Sehnsüchten, weiblichen Identitätsentwürfen und gesellschaftlichen Zuschreibungen auseinander. Die Geschichte blickt auf die Konstruktion von Weiblichkeit und stellt die Frage, wie junge Menschen mit Erwartungen, Rollenbildern und Projektionen umgehen.
Nora Schlocker entwickelt daraus eine dichte Bühnenfassung, die intime Erfahrungen mit gesellschaftlichen Beobachtungen verbindet. Die Inszenierung bewegt sich zwischen persönlicher Erinnerung, Gegenwart und kritischer Reflexion über den Blick auf junge Frauen in Kultur und Gesellschaft.
Marie Caroline Rössles Bühne und Kostüme schaffen einen wandelbaren Raum, der zwischen Realität, Erinnerung und Fantasie wechselt. Die Ausstattung unterstützt die Vielschichtigkeit der Erzählung und eröffnet verschiedene Perspektiven auf die Figuren.
Albrecht Zieperts Komposition setzt atmosphärische Akzente und verbindet die Szenen zu einem musikalischen Spannungsbogen. Verena Mayrs Lichtgestaltung verstärkt die emotionalen Kontraste und schafft präzise Bildräume für die unterschiedlichen Ebenen der Inszenierung.
Die dramaturgische Arbeit von Almut Wagner begleitet die Adaption des Romans für die Bühne und unterstützt die Verbindung von literarischer Vorlage und zeitgenössischer Theaterform.
Besondere Aspekte dieser Produktion
– Adaption eines zeitgenössischen Romans
– Auseinandersetzung mit Identität und Rollenbildern
– intime und zugleich gesellschaftliche Perspektive
– atmosphärische Verbindung von Bühne, Licht und Musik
– konzentrierte Ensemblearbeit
„Bye Bye Lolita“ verbindet persönliche Erfahrungen mit gesellschaftlicher Analyse und entwickelt daraus einen sensiblen Theaterabend über Selbstbestimmung, Erwartungen und das Erwachsenwerden.





