Bewertung und Kritik zu
KÖNIG LEAR – Residenztheater München
von: William Shakespeare
Premiere: 10. Oktober 2026, Residenztheater München
Künstlerisches Team
Inszenierung: Elsa-Sophie Jach
Bühne: Marlene Lockemann
Kostüme: Sibylle Wallum
Komposition: Max Kühn
Musikalische Leitung: Samuel Wootton
Licht: Barbara Westernach
Video: Jonas Alsleben
Dramaturgie: Michael Billenkamp
Besetzung
König Lear: Manfred Zapatka
Ensemble: Barbara Horvath, Pia Händler, Elisabeth Nittka, Thomas Reisinger, Evelyne Gugolz, Vincent zur Linden, Patrick Isermeyer, Steffen Höld, Delschad Numan Khorschid, Dominikus Weileder
Musik: Samuel Wootton, Moritz Stahl, Silvan Strauss
Über die Inszenierung
Mit „König Lear“ bringt das Residenztheater eine der großen Tragödien William Shakespeares auf die Bühne. Im Zentrum steht ein alter Herrscher, der sein Reich unter seinen Töchtern aufteilen will und dadurch eine Katastrophe auslöst, die Familie, Staat und Gesellschaft erschüttert.
Elsa-Sophie Jach richtet ihren Blick auf die existenziellen Fragen des Stoffes: Alter, Macht, Verlust, Familie und Identität. Die Inszenierung untersucht, wie fragile menschliche Beziehungen unter politischem und persönlichem Druck zerbrechen können.
Marlene Lockemanns Bühne schafft einen offenen, wandelbaren Raum, der die zunehmende Auflösung von Ordnung und Gewissheit sichtbar macht. Sibylle Wallums Kostüme verbinden zeitgenössische Elemente mit archetypischen Bildern und betonen die Konflikte zwischen den Figuren.
Max Kühns Komposition und die musikalische Leitung von Samuel Wootton erweitern den Shakespeare-Stoff um eine klangliche Ebene, die die emotionale Wucht der Handlung verstärkt. Barbara Westernachs Licht und die Videoarbeiten von Jonas Alsleben schaffen atmosphärische Räume zwischen Realität, Erinnerung und innerem Ausnahmezustand.
Im Zentrum des Abends steht Manfred Zapatka als König Lear. Um ihn herum entfaltet das Ensemble ein vielschichtiges Panorama aus familiären Konflikten, politischer Gewalt und menschlicher Verletzlichkeit.
Besondere Aspekte dieser Produktion
– Shakespeare-Klassiker in zeitgenössischer Lesart
– Manfred Zapatka in der Titelrolle
– atmosphärische Verbindung von Musik, Video und Schauspiel
– starke Ensemblearbeit
– existenzielle Fragen nach Macht, Alter und Familie
„König Lear“ entfaltet sich als eindringliche Tragödie über den Zerfall von Beziehungen und Ordnungen und zeigt die zeitlose Aktualität von Shakespeares Schauspiel.





