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Residenztheater München
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SPIELPLAN & KARTEN

Die Rückseite des Lebens

Bewertung und Kritik zu

DIE RÜCKSEITE DES LEBENS 
von Yasmina Reza
Regie: Nora Schlocker 
Premiere: 9. Januar 2026 
Residenztheater München 

Zum Inhalt: Die Dramatikerin Yasmina Reza («James Brown trug Lockenwickler») ist fasziniert von Gerichtsprozessen, in ihrem Erzählband sind ihre Beobachtungen der vergangenen Jahre zusammengefasst. Lakonisch und pointiert beobachtet sie die Momente, in denen unbegreifliche Taten bewertet, widerstreitende Aussagen für wahr oder fasch befunden werden müssen, oft ganze Leben auf dem Kipppunkt stehen – und fängt wie nebenbei ein Panorama der menschlichen Existenz ein. Die Hausregisseurin Nora Schlocker richtet die Texte für die Bühne ein.

Mit: Felix Klare Juliane Köhler Nicola Mastroberardino und Lea Ruckpaul

Szenische Einrichtung: Nora Schlocker
Szenenbild: Lisa Käppler
Musik: Hans Könnecke
Licht: Markus Schadel
Dramaturgie: Katrin Michaels

1 Kritik

3.0 von 5 Sterne
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Verurteilt, aber nicht beurteilt
4 Tage her.
Kritik

''Reza beschreibt so emotionslos, dass einen gerade diese Beschreibungen nicht unberührt lassen. Die meisten Texte zeitlos.

Einmal wird sie parteiisch. Sie, die den früheren französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy 2006 in seinem Wahlkampf beobachtet hat, kann nicht ernst nehmen, was ihm vorgeworfen wird. Sarkozy soll versucht haben von einem Juristen Ermittlungsergebnisse zu erhalten. Es ging dabei um den Verdacht, dass Sarkozys Wahlkampagne vom libyschen Diktator Gaddafi mitfinanziert wurde. Reza geht mit ihm sehr milde um, hält das Ganze wohl eher für absurd. Mittlerweile wurde Sarkozy wegen Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung verurteilt.

Die Darstellenden lesen die Texte Rezas aus Leitzordnern vor. Das mag für eine gewisse Distanz sorgen. Aber auch die Originalzitate, in ein von der Decke hängendes Mikrophon gesprochen, werden abgelesen, blätternd und raschelnd aus den Leitzordnern. Dadurch geht Authentizität verloren.

Und auch die Frage, was macht man mit den anderen Schauspielern, während einer liest, konnte nicht befriedigend geklärt werden. An die Wand lehnen, an die Seite hocken, das wirkte alles noch wie in der Probephase. Und vielleicht lag es auch daran. Das Stück wurde kurzfristig in den Spielplan aufgenommen, kaum Zeit zum Proben also. Man hätte den großartigen Schauspielern und Schauspielerinnen mehr Probezeit und eine entschlossenere Regisseurin gewünscht.'' schreibt Isabella Schmid am 11. Januar 2026 auf KULTURA-EXTRA

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