Bewertung und Kritik zu

RED PIECES:
21 pornographies, to come (extended),The Permeable Stage
Choreografie: Mette Ingvartsen
Premiere: 13. Dezember 2017 
Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin

Zum Inhalt: Die dänische Choreografin und Tänzerin Mette Ingvartsen gehört zum künstlerischen Team der Volksbühne. In die erste Spiel- zeit startet sie mit zwei neuen Choreografien und einer performativen Konferenz: 21 pornographies, to come (extended) und The Permeable Stage. In ihnen kommt Ingvartsens Arbeit der vergangenen fünf Jahre zusammen: Die Verbindung von Sexualität, Macht und Körperpolitik. Durch die steigende Sichtbarkeit von Körpern in intimen Situationen verwischen die Grenzen zwischen Privatem und Öffentlichem.

Mit: Johanna Chemnitz, Katja Dreyer, Bruno Freire, Bambam Frost, Ghyslaine Gau, Elias Girod, Gemma Higginbotham, Dolores Hulan, Jacob Ingram-Dodd , Anni Koskinen, Olivier Muller, Calixto Neto, Danny Neyman, Norbert Pape, Hagar Tenenbaum (Alberto Franceschini, Manon Santkin)

Choreografie: Mette Ingvartsen


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Zwischen Sadismus und Lebensfreude
  · 13.12.17
Ungewöhnlich statisch bleibt Mette Ingvartsens Solo „21 pornographies“, die tänzerischen Elemente kommen in diesen ersten 70 Minuten des „Red Pieces“ überschriebenen Abends zu kurz. Die einzelnen, nur durch das Wort „Cut“ getrennten Leidensgeschichten weiblicher Opfer sind redundant und doch etwas zu schlicht aneinandergereiht.
Wesentlich stärker war die zweite Performance „to come (extended)“: Ingvartsen steckte ihre Tänzerinnen und Tänzer in türkisblaue, hautenge Ganzkörper-Anzüge, die nicht mal das Gesicht freiließen. In exakt choreographierten, zeitlupenartigen Bewegungen tasten sich die eigenartigen Wesen ab und beschnuppern sich zärtlich. Die Stimmung schlägt plötzlich um, das Ensemble zieht sich an den Rand zurück und pellt sich aus den Overalls. Als nackter Chor parodieren sie zunächst einen gemeinsamen Orgasmus und feiern dann zu Musik, die auf das wilde Berlin der Weimarer 20er Jahre anspielt, ausgelassen. Diese pure Lebensfreude ist ansteckend und versöhnt mit dem schwächeren ersten Teil.
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3.4
Durchschnittsnote aller Stücke
5 28
4 53
3 42
2 24
1 10
Kritiken: 55
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