1911_KDL_HAM_300x250

 


1911_KDL_HAM_728x90


Volksbühne
www.volksbuehne.berlin
Rosa-Luxemburg-Platz - 
10178 Berlin
Telefon: 030 24065777
SPIELPLAN & KARTEN

Love me tender

von Constance Debré

Regie und Raum: Zino Wey

Premiere: 2. April 2025, Volksbühne am Rosa Luxemburg-Platz, Roter Salon

Zum Stück: „Ich werde nichts rückgängig machen, nicht wieder in meine alte Haut schlüpfen“, schreibt Constance Debré in ihrem gefeierten Roman Love Me Tender. Aber wie kann man sich neu begegnen? Und wie das bisherige Leben hinter sich lassen?

Debré beschreibt den Weg einer Frau, die sich aus ihrem Leben löst und die radikale Freiheit sucht. Dabei stößt sie an gesellschaftliche Grenzen und kratzt an Narrativen, die eigentlich nur für Männer vorgesehen sind. Alles Feste hat sie aufgegeben oder verlassen: die Anstellung als Anwältin, den Ehemann, den Wohnort, den ganzen Wohlstand ihrer bürgerlichen Existenz. Sie beginnt zu schreiben und verliebt sich in Frauen. Dafür wird sie mit dem Entzug ihres Kindes bestraft.

Zwischen Einsamkeit und Erfüllung, der Sehnsucht nach ihrem Sohn und den flüchtigen Momenten der Nähe, die sie in den Armen immer neuer Liebhaberinnen sucht, entspinnt sich der Entwurf eines neuen Lebens jenseits aller Grenzen. Lässt sich die Trauer über das Zurückgelassene doch umkehren?

Marie Rosa Tietjen, Zino Wey und Laura Landergott entwerfen gemeinsam einen Abend als Spurensuche und Befragung dieses Textes. Vielleicht ist die wirkliche Freiheit nur quer zur gesellschaftlichen Norm zu finden.

Text-Vorlage: Constance Debré: Love Me Tender. Matthes & Seitz Berlin, 2024.

Performance: Rosa Marie Tietjen, Musik: Lex Landergott, Dramaturgie: Lili Hering

1 Kritik

3.0 von 5 Sterne
  • 5 Stern(e)
    0
  • 4 Stern(e)
    0
  • 3 Stern(e)
    1
  • 2 Stern(e)
    0
  • 1 Stern(e)
    0
Tigern auf dem Laufsteg
17 Stunden her.
Kritik

Im seit Tagen ausverkauften Roten Salon dominieren die jungen Frauen, die sich von diesem feministischen Empowerment-Text über die schwierige Selbstfindung der Hauptfigur besonders angesprochen fühlen. Ungewöhnlich ist die Sitzordnung für diesen 75 Minuten kurzen Abend, wie an einem Laufsteg sitzt das Publikum links und rechts von einer schmalen Gasse. Durch diese tigert die Solo-Performerin hin und her, wirft den Zuschauerinnen flirtende Blicke zu und trägt zentrale Passagen des Buchs vor. 

Tietjen konzentriert sich auf das Thema der sexuellen Befreiung und die zahlreichen Affären, in die sich die Protagonistin stürzt. Der Ex-Mann war so empört und gekränkt, dass er ihr jeden Umgang mit dem gemeinsamen Sohn gerichtlich untersagen wollte. Dieser Rechtsstreit tritt in der Fassung des Regisseurs Zino Wey für die Volksbühne etwas in den Hintergrund.

Trotz der räumlichen Nähe zur Performerin und ihrer fast ständigen Bewegungen mutet der kurze Abend über weite Strecken fast wie eine szenische Lesung an. Mehrere Stapel Blätter hat Tietjen im Raum verteilt, von denen sie abliest, bevor sie sie zu Boden fallen lässt. Kleinere Fitness-Übungen, mehrere Songs (Musik: Lex Landergott) und eine akrobatische Einlage zum Finale runden eine Performance für die kleine Spielstätte ab, die ihr Zielgruppen-Publikum abholt, aber dramaturgisch oder theatralisch außer der ungewöhnlichen Raum-Anordnung nichts bietet, was man nicht aus ähnlichen Abenden kennt.

Weiterlesen

Show more
0 von 0 Person(en) gefiel diese Kritik

PDF-Datei: 29,95 € 23,95 €


Weitere Formate auf Amazon & Play:
Taschenbuch / Kindle: 39,95 €
Google eBook: 29,95 €


UNSERE BÜCHER ALS PDF-DATEI


AUSWAHL


WIR EMPFEHLEN

1911_KDL_HAM_300x250


AUF DER BÜHNE © 2026