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La Vestale

Bewertung und Kritik zu

LA VESTALE – Staatsoper Unter den Linden

von: Gaspare Spontini
Berliner Premiere: 26. September 2026, Staatsoper Unter den Linden

Künstlerisches Team

Musikalische Leitung: Giuseppe Mentuccia
Inszenierung: Lydia Steier
Bühne: Etienne Pluss
Kostüme: Katharina Schlipf
Licht: Valerio Tiberi
Video: Etienne Guiol
Einstudierung Chor: Dani Juris
Dramaturgie: Olaf A. Schmitt

Besetzung

Julia: Sonya Yoncheva
Licinius: David Butt Philip
La Grande Vestale: Marina Prudenskaya
Cinna: Siyabonga Maqungo
Le Souverain Pontife: Adrian Sâmpetrean
Un Consul: Hanseong Yun

Chor & Orchester

Staatsopernchor
Staatskapelle Berlin

Über die Inszenierung

Mit „La Vestale“ kehrt eines der bedeutendsten Werke Gaspare Spontinis auf die Bühne zurück. Die Oper erzählt die Geschichte der Vestalin Julia, die zwischen religiöser Pflicht und persönlicher Liebe steht und dadurch in einen existenziellen Konflikt gerät. Das Werk verbindet klassizistische Strenge mit großer emotionaler Intensität.

Lydia Steier entwickelt eine bildmächtige Inszenierung, die die Themen Macht, Glauben, Kontrolle und individuelle Freiheit in den Mittelpunkt stellt. Die Konflikte der Figuren werden nicht nur als historische Ereignisse verstanden, sondern als zeitlose Auseinandersetzung zwischen Institution und persönlichem Begehren.

Etienne Pluss gestaltet eine eindrucksvolle Bühnenwelt, die monumentale Rituale mit intimen Momenten verbindet. Katharina Schlipfs Kostüme unterstützen die Spannung zwischen öffentlicher Rolle und privatem Empfinden und verleihen den Figuren klare Konturen.

Giuseppe Mentuccia entfaltet mit der Staatskapelle Berlin die dramatische Kraft von Spontinis Musik, die als Wegbereiter der französischen Grand Opéra gilt. Die Chorarbeit von Dani Juris nimmt dabei eine zentrale Rolle ein und prägt die rituelle Atmosphäre der Oper wesentlich.

Etienne Guiols Videoarbeiten und Valerio Tiberis Lichtgestaltung erweitern die Bühne um zusätzliche visuelle Ebenen und verstärken die emotionale Wirkung der Handlung.

Besondere Aspekte dieser Produktion

– bedeutendes Werk der französischen Operngeschichte
– starke Frauenfigur im Zentrum der Handlung
– monumentale Chor- und Ensembleszenen
– bildgewaltige Inszenierung von Lydia Steier
– eindrucksvolle Verbindung von Musik, Ritual und Drama

„La Vestale“ zeigt die zeitlose Kraft von Spontinis Oper und verbindet große Gefühle, politische Machtstrukturen und religiöse Rituale zu einem eindrucksvollen Musiktheatererlebnis.

1 Kritik

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Liebe verboten
13 Stunden her.
Kritik

''Das Stück an sich ist fundamentalistischer Schwachsinn.

Spontinis Musik ist sehr rezitativlastig, hat aber umso schmissigere Militärballetteinlagen.

Die Inszenierung, ganz nebenbei bemerkt, ging dem grauenhaften Libretto auf die infantilste Weise auf den Leim und machte es daher nicht besser, und schon gar nicht mittels ihrer krampfartigen Heutigungen.

Marina Prudenskaya war als Hohepriesterin und Sonya Yoncheva als Julia besetzt, und Julias Geliebter Licinius wurde von David Butt Philip gespielt und gesungen; die Yoncheva musste die meiste Zeit singen, Arie auf Arie, wie sie das allein physisch packte: Respekt.

Dem Staatsopernchor kamen groß angelegte Auftritte zu, allerdings schleppte er an einigen Stellen, war also nicht immer mit dem vorauseilenden Orchester synchron.

Am Pult der Staatskapelle Berlin stand Giuseppe Mentuccia.'' schreibt Andre Sokolowski am 10. Oktober 2026 auf KULTURA-EXTRA

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